Lizenzgebühren für Musik in Filmen

von sicgoe, 05.09.06.

  1. sicgoe

    sicgoe Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.09.06   #1
    Hi,
    hat jemand Erfahrung darin, was man so für die Verwendung von Musik in Filmen nehmen kann? Klarm, da gibt's sicher gewaltige Unterschiede, suche nur so ungefähre Richtwerte, möchte nicht unverschämt werden, aber auch nicht anderen durch zu niedrige Preise das Leben schwer machen ;)

    Also wenn da jemand Erfahrung mit hat, wäre ich für ne Rückmeldung sehr dankbar :)

    - Ulli -
     
  2. M-Zee

    M-Zee Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.09.06   #2
    Hi sicgoe,

    puh, da gibt es eine Menge Kriterien, so dass ich es schwierig finde, die Frage so pauschal zu beantworten. "Meine" Kriterien wären:

    - Auftragskomposition oder bereits existentes Stück? Bei ersterem: Wie lange Zeit?
    - Müssen Deinerseits Rechte abgetreten werden?
    - Welche Auflage hat der Film?
    - Um welche Art Film handelt es sich?
    - Wird der Film öffentlich wiedergegeben?
    - Geht der Film in den Verkauf bzw. wird er überhaupt verbreitet und wenn ja wie?

    Diese Gedanken würde ich mir an Deiner Stelle bei der Bemessung meines Honorars als erste machen.

    Grüße
    Marc
     
  3. sicgoe

    sicgoe Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.09.06   #3
    Hi, danke erstmal. Also ich brauche eigentlich nur allgemeine Informationen. Es handelt sich sowohl um Auftragskomposition als auch um bereits vorhandene Songs. Die Zeit ist unterschiedlich zwischen 5min bis zu 60min usw. usf. Was ich wissen will, ist so ungefähr dieses 100 E/Song oder 1000E/Song so in der Art, was ist ok, wo wird's unverschämt...

    Klar letztendlich hängt das dann noch vom Kommerzgrad des Filmes ab, aber ich suche gerade mal nach nem Ausgangspunkt ;)

    - Ulli -
     
  4. MatthiasT

    MatthiasT Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.09.06   #4
    Hi

    Das hat nix mit dem Kommerzgrad zu tun. Wenn du ein vorhandenes Stück nimmst, musst du Gema blechen (sofern dieses dort angemeldet ist, aber das ist sehr wahrscheinlich), und das nicht zu knapp. Denn auch ein freier Download ist eine Verbreitung.

    Die Rechte für den Song bekommst du beim Rechtsinhaher, logisch. Und dass es da meist nicht mit 'nem läppischen Tausender getan ist, sollte auch logisch sein, falls ihr überhaupt die Rechte bekommt.


    Ich stecke gerade in der gleichen Situation, da wir auch gerade in der Vorbereitung für einen etwas längeren Kurzfilm stecken. Als Konsequenz schreibe und produziere ich die Filmmusik selber.
    Die Sätze für Komponisten variieren extrem. Von Namen in den Credits bis proffesionelle Bezahlung ist alles drin, dementsprechend dann auch die Qualität.

    Eventuell solltet ihr die Art der Musik anpassen. Es muss nicht immer ein bombastisches Orchester sein, denn sowas samplet euch niemand umsonst.



    Viele Hobbyfilmer nehmen übrigens einfach so die Musik, die sie wollen, da dies nur selten geahndet wird. Für mich wäre das aber keine Option.

    Gruß
    Matthias
     
  5. Eiko

    Eiko Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.09.06   #5
    Nimm mal Kontakt zum Composers-Club auf, die koennen Dir mehr dazu sagen.

    Gruss, Eiko
     
  6. sicgoe

    sicgoe Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.09.06   #6
    Kleines Missverständnis: Es geht nicht um GEMA und ich mache auch keinen Film, sondern Musik von mir wird in Filmen verwendet ;)

    Yo, dann check ich mal den Club der Komponierer, danke!

    - Ulli -
     
  7. M-Zee

    M-Zee Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.09.06   #7
    Dann besteht ja urheberrechtlich im Prinzip kein Problem. Wenn Du kein Mitglied der GEMA bist, liegen ja alle Rechte bei Dir.

    Daher rührte auch meine Frage, ob Du Rechte an den Auftraggeber abtreten musst. Das kann nämlich für Dich einerseits ärgerlich sein, wenn der Film kommerziellen Erfolg hast und Du keine weitere Kohle dafür siehst. Andererseits kann diese Tatsache Dein Honorar je nach Umfang sogar (bis zu) verdoppeln!

    Ich kenne mich bei der Musik für Filme ein wenig aus, daher meine o.g. Fragen bzgl. der Kriterien zum Stellenwert usw. der Musik in dem Film, da gibt es ungeheuere Spannen.

    Letztes Beispiel: Ein Freund von mir (semiprofessioneller Auftragskomponist) komponiert, recordet und produziert gerade Musik für einen Film. Es handelt sich dabei um einen Stream eines Produktvideos auf der Internetseite eines Großunternehmens. Die Charakteristika sind:

    - 3,5 min. Film (bereits abgedreht und als Vorlage dienend)
    - Auftragskomposition nach gewissen Anforderungen, GEMA-frei
    - Zeitfenster: 6 Wochen mit Zwischenstandsmeldungen
    - Preisanpassung aufgrund zunächst nicht geklärter Behandlung der Urheberrechte (Abtretung aller Rechte an dem Stück im Folgenden => Erhöhung des Honorars um 75%)

    Die Preise möchte ich nicht öffentlich nennen, würde sie dir aber im Vertrauen per PN mitteilen, wenn Du Interesse hast.

    Grüße
    Marc
     
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