Luft im Kriegsbunker verbessern

von multiversum, 04.01.17.

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  1. multiversum

    multiversum Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.01.17   #1
    Hallo zusammen,

    ich habe meinen Proberaum in einem ehmaligen Kriegsbunker am Rande der Stadt. Es gibt dort zwar ein paar Lüftungschlitze, die jedoch mit Dämm-Materialien (Anordnung vom Betreiber) ausgefüllt werden mussten. Fenster exisiteren leider keine ;) Hintergrund für die gedämmten Schächte ist, dass nicht zu viel Akustik nach draußen dringen darf, dadurch kommt aber auch kein Windzug rein. Nachdem ich nun ein paar der Geräte, die ich dort längere Zeit gelagert hatte, in meine Wohnung mitgenommen habe, fiel mir dieser - doch recht unangenehme - müffelige Kellergeruch auf. Im Raum selbst ist mir das vorher gar nicht so aufgefallen, mag auch daran liegen, dass der ganze Bau diesen Mief in sich trägt ...

    Meine Frage daher: was kann ich grundsätzlich tun, um die Luft dort in dem Raum zu verbessern; es wird oder wurde dort nicht geraucht. Reine Chemie wollte ich auch nicht unbedingt verwenden, einen Raumentfeuchter für hunderte von € auch nicht kaufen.

    Der Raum stand lange leer und ich habe ihn eigentlich bis dato auch nur als Lager benutzt, jetzt möchte ich mir aber wieder ein paar Leute suchen, um Musik zu machen, würde aber gerne erstmal das Luftproblem in den Griff kriegen.

    Hat jemand einen anderen Rat als eine Kernsarierung durchzuführen? ;)

    Gruß aus Essen
     
  2. mix4munich

    mix4munich Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 05.01.17   #2
    Ich würde es mit einer Sprengung probieren...

    Okay, im Ernst: Hast Du auch Rost auf Deinem Equipment? Oder nur diesen Bunkermief?
    Im Fall von Rost kannst Du mal im Baumarkt einen oder zwei chemische Luftentfeuchter kaufen. Kosten wenig in der Anschaffung, dafür mehr im Unterhalt, denn Du musst den Wirkstoff immer wieder nachkaufen. Beim elektrischen Luftentfeuchter ist es genau umgekehrt - teurer in der Anschaffung, aber billiger im Unterhalt. Zum Probieren nimm den chemischen, wenn Du dabei bleibst, steige auf den elektrischen um.

    Vorzuziehen wäre aber Frischluft. Ist auch gesünder, wenn die Luft ein wenig Sauerstoff enthält...
    Also beschreibe dem Vermieter das Problem und frag ihn, ob man irgendwie für Frischluftzufuhr sorgen kann. Wenn nicht, dann ist das nicht Dein Proberaum.

    Gruß
    Jo
     
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  3. Der-Plattenleger

    Der-Plattenleger Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.01.17   #3
    Hallo, ich habe ein ähnliches Problem mit einem Keller / Lager, keine Luftzirkulation / keine Lüftung nur ringsherum Beton.
    Der Raum ist zwar minimal beheizt aber das genügt nicht, ich habe vor einiger Zeit in einem Baumarkt einen elektrischen Luftentfeuchter mit Timer und automatischer Abschaltfunktion für ca. 150,-€ zugelegt. Dadurch hat sich der muffige Geruch etwas verbessert, das Problem mit Rost hat sich komplett erledigt, den muffigen Geruch bekommst Du definitiv nur mit Lüften / Luftzirkulation und Frischluft ganz weg.
    Aber so ein Luftentfeuchter ist schon einmal ein guter Schritt, meine steht auf Automatik-Mode und ich bin immer wieder überrascht wie schnell der 6 Liter Behälter voll ist.
     
  4. multiversum

    multiversum Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.01.17   #4
    @mix4munich nein, es ist kein Rost, es ist nur dieser müffelige Geruch. Mit der Frischluft wird schwer, da der Raum in der 2. Etage ist und die Tür unten ziemlich weit weg. Ich hatte mir überlegt, in einem oder zwei der Schächte vielleicht sonne Art Schlauchabzug nach draussen zu verlegen, der dann die Luft von aussen reinsaugt, sowas in der Art muss doch installierbar sein. Mit einer Art als Turbine und Gitterabschluss. Ich bin aber auch in dem Bereich nicht sonderlich versiert, hab auch schon geguckt, ob es sowas gibt.

    @Der-Plattenleger ich wollte ja eben nicht so ein Gerät in dem Preissegment kaufen, aber wenn es anders gar nicht geht, dann muss ich wohl in den sauren Apfel beissen, damit die Geräte nicht beschädigt werden, die dort parken. Rost habe ich wie oben bereits erwähnt noch keinen gesichtet.

    Euch beiden erstmal danke soweit.
     
  5. Der-Plattenleger

    Der-Plattenleger Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.01.17   #5
    Es gibt Lüfter die in den “Schlauch“ passen, z.B. WC entlüften. Dann eine Klappe davor und eben nur lüften wenn Ihr nicht probt.
    Soetwas gibt's im Bau oder Sanitahandel.
     
  6. multiversum

    multiversum Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.01.17   #6

    Ich glaube, das ist die Lösung. Ich werde diese Dinger in zwei gegenüberliegenden der zig toten Schächte einbauen und zudem diesen Entfeuchter kaufen. Das ganze irgendwie automatisieren. Dann dann sollte sich die Sache ja bald erledigt haben und die Luft dort wird man wieder atmen können ...

    Danke! :)
     
  7. chris_kah

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    Erstellt: 05.01.17   #7
    Eines musst du beachten. Wenn der Innenraum kühler als die Außenluft ist (Sommer), dann kann man sich durch Lüften mehr Feuchtigkeit reinholen als einem lieb ist.
    Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen als kalte und an kalten Wänden schlägt sich Luftfeuchtigkeit gerne nieder.
    Mein Keller ist auch so ein Kandidat. Dem habe ich per Kernlochbohrung 2 Durchführungen für Lüftungsrohre verpassen lassen. In jedem der beiden Rohre ist ein Lüfter. Der eine saugt Frischluft an un der andere bläst die alte Luft raus.
    Problematisch ist es vor allem im Sommer. Der Keller hat so 15 - 17 Grad durch das umgebende Erdreich. Im Winter ist es super trocken ohne Probleme. Aber im Sommer wird es leicht müffelig, obwohl die Lüfter nur am frühen Morgen laufen, wo die Außentemperatur am geringsten ist und man sich am wenigsten feuchte Luft einfängt.
    Ein Luftentfeuchter hilft auf jeden Fall.
     
  8. Klangwerk Schwelm

    Klangwerk Schwelm Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.01.17   #8
    Diese Anordnung halte ich für überhaupt nicht spaßig! Bevor wir uns über irgendwelche hilflosen Belüftungsmöglichkeiten Gedanken machen, sollte das Bauaufsichtsamt oder eine andere Behörde sich der Sache annehmen. Ihr würdet gewiss nicht die Ersten sein, die in einem Bunker/Hochbunker ersticken.

    Gruß Jürgen
     
  9. drumbaer

    drumbaer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.01.17   #9
    Was wäre denn, wenn man die Lüftungsschlitze frei macht, wenn nicht geprobt wird. Und zu macht, wenn es laut wird?
     
  10. Witchcraft

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    Erstellt: 06.01.17   #10
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  11. multiversum

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    Erstellt: 06.01.17   #11
    Ich denke, nach diesem Denkanstoß werde ich dieses Thema in der Tat mal mit der Verwaltung dort durchsprechen. Es wurde neulich eine Vorort-Brandschutz-Besichtigung durch die örtliche Feuerwehr durchgeführt. Hier wurden nur ein paar Umverpackungen moniert. Mir hatte man auch damals gesagt, ich sollte die Lüftungsschächte "statisch" dicht machen, weswegen die nun mit Dämmwolle ausgestopft ist. Ich hab das bislang auch nie hinterfragt, werde ich aber nun tun

    Wie weiter oben umschrieben, es ist a) Steinwolle, die ich jetzt nicht unbedingt regelmäßig rein und raus tun wollte und b) hab ich das auch ziemlich fest angebracht. Aber ich werde mir mittels eines Gespräches mit der Verwaltung darüber Gedanken machen, was ich überhaupt in dem Bau kann, darf und was eben nicht. Der Luftentfeuchter scheint mir hier nach mehrfacher Erwähnung auch beinahe unabdingbar zu sein.

    Ich danke euch, auch für die Berliner Luft ;) :p
     
  12. Klangwerk Schwelm

    Klangwerk Schwelm Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.01.17   #12
    Wie heizt ihr denn eigentlich? Doch hoffentlich nicht mit einem Gasheizstrahler?

    Gruß Jürgen
     
  13. multiversum

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    Erstellt: 07.01.17   #13
    Nein, es sind 2 Radiatoren und ein Heizlüfter in dem Raum.
     
  14. Talentfrei

    Talentfrei Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 07.01.17   #14
    da macht man idealerweise das gleiche, wie in jedem neuen Niedrigenergiehaus:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Kontrollierte_Wohnraumlüftung
     
  15. Moerchen

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    Erstellt: 27.01.17   #15
    Bin ja selber dabei einen Luftschutzbunker in eine Proberaumstätte umzubauen und finde es immer wieder interessant, wie die Anforderungen der Bauämter hier komplett auseinandergehen.
    Bei mir ist Brandmeldeanlage, Entrauchungsanlage, Lüftungsanlage (natürlich dementsprechend mit Schalldämpfern ausgestattet) usw. Pflicht und ein paar Kilometer weiter braucht es nicht einmal eine Frischluftzufuhr...

    Diese Lüftungsöffnungen haben bei den meisten Bunkern, welche ich kenne, einen Durchmesser von rund 150-160mm und verlaufen mit 90° Versatz nach draußen. Würde an deiner Stelle zwei Telefonieschalldämpfer, zwei Drosselklappen und einen Lüfter besorgen. Dann zwei möglichst weit entfernte Lüftungsöffnungen wieder öffnen, an die eine nur den Schalldämpfer + Drosselklappe. Die andere Lüftungsöffnung bekommt dann zusätzlich den Lüfter und ist für die Abluft zuständig. Nutzt du die Lüftung nicht, machst du halt die Drosselklappen zu.
    Motorisierste Lüftungsklappen gibt es in der Bucht auch immer wieder recht günstig, kannst dir theoretisch also auch zwei davon kaufen und mit einer kleinen Steuerung etwas basteln, dass der Raum auch bei nicht Benutzung 1-2x pro Tag durchgelüftet wird.
     
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