Material der Harp

von Simson, 18.10.08.

  1. Simson

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    Erstellt: 18.10.08   #1
    Moin, Gemeinde!
    Ich komme bisher ganz gut mit einigen hier vielkritisierten Wegwerfharps von HB und Hohner in verschiedenen Tonarten zurecht.
    Da ja aber alle sagen so ein Ding muesse von 20€ aufwaerts kosten, versuche ich es evt mal und habe dann einen Quantensprung in der Qualitaet.

    Was mich interessiert, wie ist es mit dem Material. Gold duerfte kaum besser sein als Blech, aber sind Holzharps eine lohnende Investition? Man sagt ja, die quoellen auf, aber legt nicht manch einer sie sogar extra in Whiskey ein, fuer den schnelleren Break in?
    Wie lange macht das gute Stueck das mit. Was schadet ihr mehr, meine Spucke oder der Whiskey. Geht auch schottischer oder muss es amerikanischer sein?

    Fragen ueber Fragen,

    Simson
     
  2. frankmusik

    frankmusik Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 18.10.08   #2
    @simson

    In Sachen Material sollten 3 Sachen erwähnt sein.

    1. Kanzellenkörper (Alu, Holz, Kunststoff bzw. Pertinax)
    2. Deckel (Kunststoff, Metall (meistens verchromt oder eloxiert)
    geöffnet (Marine&Co) geschlossen (Bluesharp&Co)
    3. Stimmzungen und vor allem die DICKER derer (sind aus Stahl)

    Hör Dir einfach mal (und wenn es am BLASEBALG ist!) in einem GEschäft einige an, dann merkst DU sofort den Unterschied von Harp zu Harp ....

    Zum "halten" und welche Whiskysorte ist ganz klar dass Sie mit einem guten SINGLE MALT länger hält, wie der Spieler auch :-) egal ob ein Speyside oder ....

    gruß frank :-) Bassspielender Muha-Spieler der gerne Whisky trinkt ...
     
  3. Simson

    Simson Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.10.08   #3
    Danke,
    mehr als die Antwort fasziniert mich derzeit aber Dein Bild mit Mr Kilmister. Ist das echt? Klasse - ich habe den alten Herrn bisher erst 2x auf Buehne gesehen und plane es am 6.12. wieder zu tun. Auch er speilt ja wohl ganz ordentlich Mundharmonika.
    Gruesse,
    Simson
     
  4. frankmusik

    frankmusik Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 19.10.08   #4
    Hi Simson .. ja das ist echt und auch ECHT ALT :-) war meine ich 91? oder so .. da war ich auf der Namm-Show in USA .. Bild entstand bei einem Stand .. aber GEILER war danach an der Bar als ich mit der Bassisten-Mafia ein paar Coronas trank .. da waren dabei: Buchholz, Engelien, Lemmy ... und ich als Bass-Newbie :-) war das erste mal dass ich mit der Kreditkarte an einer Bar zahlen mußte .. :-)

    gruß frank
     
  5. HarpyQ

    HarpyQ Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.10.08   #5
    Hi Simson,

    bevor hier noch Kochrezepte ausgetauscht werden => wieder zum Thema:

    das Material des Kanzellenkörpers hat meines Wissens nix mit den Klangeigenschaften zu tun.
    Ob Holz, Kunststoff, Glas, Alu u. ä. macht nix am Ton aus. Die Deckelform wiederum haben sehr wohl einen Einfluss auf den Klang, hier gibt es wohl die größten Unterschiede.
    Den mit Abstand allergrößten Teil des Sounds macht sowieso der Spieler!!!
    Die Holzquellerei hat man gemacht um die Harp an den Stirnseiten dichter zu bekommen. Die genagelten Teile haben sich recht schnell gelöst und wurden/werden locker. Seit die Mehrheit der heutigen Instrumente verschraubt sind ist dies wohl nicht mehr notwendig.
    Es ist einfach eine Geschmackssache geworden und es geht nur noch um die Spielbarkeit - die Geschmäcker sind ja verschieden.
    Auch die Holzimprägnierungen sind wesentlich besser geworden wie man z. B. bei den Seydels sieht, da quillt nix mehr. Die Hohnerteile haben es noch nicht ganz so gut in den Griff bekommen, jedoch sind auch diese Instumente (insbesondere die MBdL) sehr gut spielbar und der Kamm quillt eigentlich nur noch sehr gering. Ein Einlegen in Spucke/Whiskey/Bier o. ä. ist also definitiv nicht notwendig und beansprucht die Harp nur zusätzlich ohne dass es einen Nutzen bringt.
    Eine vernünftige Pflege ist imo viel wichtiger.

    Grüße ... Andi
     
  6. Simson

    Simson Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.10.08   #6
    Das hoere ich nun zum ersten Mal, was macht der Deckel denn? Und was kann der dann besser, als die Harp aus Toys r us (so eine hab ich auch)?

    Simson
     
  7. HarpyQ

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    Erstellt: 20.10.08   #7
    Achtung alles subjektiv:
    Die Form des Deckels halte ich für vieieiel wichtiger als das Material des Kanzellenkörper (was den Klan angeht).
    Hinten aufgebördelt (z. B. Seydel 1847-Serie, MBdL) gibt mehr Obertöne u. Lautstärke ab.
    Hinten weiter zu wirkt gedämpfter/leiser.
    Seitl. Schlitze (MarineBand) gibt auch eine etwas andere Akkustik und man hört sich selbst besser.
    Spiel doch mal eine Hering Vintage, eine Hohner Golden Melody und eine Seydel 1847 in gleicher Tonlage an und du wirst verstehen.

    Im Deckel wird der Ton leicht geformt, im Kanzellenkörper nicht. Der Resonanzraum ist ja im Mund, Tonfärbung liegt in den Händen. Bei den Kanzellen (hab´ich mal gelesen) ist nur die Rauhigkeit welche einen kleinen Unterschied ausmacht (rauher=wärmer, glatter=schriller). Ob es tatsächlich so ist entzieht sich meiner Kenntniss. Ich höre definitiv keinen Unterschied bei untersch. Kanzellenkkörpern.
    Ob eine bestimmte Deckelform etwas "besser" macht ist Geschmackssache. Unterschiede aber gibt es.
    Die Materialien und die Materialstärke der Stimmplatte und der Stimmzungen haben wohl den größten Einfluß auf den Sound. Der Einstellung der Stimmzungen und Verarbeitungsqualität sind meines Erachtens aber der größte Unterschied zwischen Toys r us-Teilen und den "richtigen" Muhas.

    ... Andi
     
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