(Amp) Fender 65 Deluxe Reverb RI

von Tiger13, 13.05.19.

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  1. Tiger13

    Tiger13 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.05.19   #1
    Fender Deluxe Reverb RI 65
    Der Amp für die Insel?
    ein vielleicht etwas zu emotionales Review

    IMG_5501.jpg


    Es ist schon erstaunlich, dass eine DER Amp-Ikonen schlechthin hier noch kein Review gefunden hat.

    Auch in internationalen Foren findet dieser Amp immer ein reges Interesse und das Wohlwollen aller Beteiligten; quasi eine unangreifbare Instanz.
    Aber im Unterschied zu modernem Gear sind aktuelle Informationen doch vergleichsweise spärlich gesät.

    Über den kleinen Bruder Princeton wird diskutiert, der DLR dagegen ist einfach da.
    Selbst im Fender Standardwerk von R.R. Smith findet der DLR lediglich in Form einer kleinen Abbildung auf Seite 218 (von 304!) nur sehr sparsam seine Aufmerksamkeit.

    Trotzdem wird er für DEN Cleantone gelobt und aufgerissen steht dieser Verstärker für DEN amerikanischen Sound. Der Crunch... sensationell... Pedalfreundlich soll er sein, auf fast allen Aufnahmen der 60.-70. Jahre zu finden... in jedem Studio vorhanden... in allen Musikrichtungen von Schlager über Country, Jazz, Pop bis Rock verwendet. Aspen Pitman hat diesen Verstärker als den Amp für die Insel bezeichnet.
    https://www.gitarrebass.de/workshops/die-5-begehrtesten-fender-combos/

    Vor ca. 35 Jahren hatte ich mal einen aber damals wollte man es laut und mit viel mehr Zerre. Tremolo? Keine Ahnung, brauchte ich nicht, weil das klang irgendwie sch...schwabbelig und so gar nicht nach harten Rockern. Was blieb, war der klare Sound, der für mich so klang, wie eine gute Westerngitarre in ganz nahe mit´m Ohr dran. Die Mädels fanden das ganz toll (besonders mit Hall und Tremolo), wir nicht so. Also haben wir uns damals mit nem Boss beholfen, um unsere „Soundvorstellung“ doch zumindest einigermaßen umzusetzen.

    Wie so viele schöne musikalische Dinge, wurde dieser Verstärker dann (natürlich zu billig) verkauft und gegen was „richtiges“ mit vielen Knöppen dran und vier Lautsprechern getauscht.

    Heute sind meine musikalischen Interessen viel breiter gestreut. Ich spiele (vielleicht etwas...) besser als damals und ich glaube, dass ich diesbezüglich, wenn schon nicht schlauer, dann zumindest gereifter bin. Das Internet gab es damals nicht und meine Klangvorstellungen schmeckten nach knisterndem Vinyl, abgespielt auf „HiFi“ Anlagen, die den Begriff nicht wert waren.

    Genauer gesagt, ich hatte keinen blassen Schimmer, warum die großen Jungs damals so geil klangen und ich nicht.


    Ich wollte schon lange mal ein Review schreiben, da ich über die Jahre nur Nutznießer der Erfahrungen anderer User hier im Board bin. Ganz ehrlich... das, was man hier zu lesen bekommt, ist teilweise so informativ, augenöffnend und tlw. auch amüsant... besser als TV, eher wie ein gutes Buch - Zeit, was gut zu machen!

    Somit ist dieses Review auch als ein Danke an die tolle Community dieses Forums zu verstehen. Danke an alle, die sich die Zeit nehmen und ihren Gehirnschmalz hier verteilen und mir schon so viel Freude bereitet haben.

    Ach ja... ich werde hier mindestens 1 Monat nicht reinschauen, weil mir Flames so üble Brandblasen bereiten... und klar, ich weiß eben auch nicht alles.


    Ein wenig Geschichte

    Der Fender Deluxe Reverb kam 1963 eigentlich als Ableger des Deluxe auf den Markt. Eben dieser Verstärker ist (in seiner Tweed-Ausführung) ebenfalls eine Legende. Ein original Black Face Deluxe ist nach meinen Recherchen noch schwieriger zu erstehen, als ein Deluxe Reverb. Und warum auch danach suchen, denn der Deluxe Reverb verfügt(e) im Unterschied zum Deluxe über eine Halleinheit. Grund genug, weil der Hall klingt sensationell (nur vorab).

    Die Originale dieser Zeit kosten mittlerweile um die 3.000,- Euro aufwärts. Ganz schön happig für 50 Jahre alte Technik aber wenn’s scheee macht :)

    1967 hat der olle Leo sein Unternehmen an CBS vertickt und die Jungs hatten dann nix besseres zu tun, als die hübsche schwarze Frontblende mit weißer Beschriftung gegen eine silberne mit blauer Schrift zu tauschen (wahrscheinlich auf Anweisung von BWL Studenten, die im Produktmanagent sassen und allen mal zeigen wollten, wie das richtig gemacht wird...).
    Drinnen soll‘s noch genauso ausgesehen haben aber aus meiner Zeit weiss ich noch, dass so ein silver face mal so gar nicht ging. (sehe ich heute ganz anders aber damals war das wirklich so)

    Anfang der 80er gab es dann wohl wieder für kurze Zeit schwarze; 82 hiess es dann RIP für den Deluxe Reverb. Die Produktion wurde eingestellt.
    Wie ich oben schon angedeutet habe, haben wohl derzeit viel mehr Leute so (falsch) gedacht wie ich.
    Na ja mit nem Fender brauchte man eben bei einer Hair Metal Band nicht aufzutauchen.

    Kurz danach gab es den Deluxe Reverb II aber dat Dingen (sorry Paul) war wohl mehr Transistor als Röhre, auch wenn der hochgelobte Herr Paul Rivera lediglich versuchte, die Soundvorstellungen der Zeit umzusetzen. Am Anfang wurden die Teile gehypt und ich hatte auch mal ne Strat dran... irgendwie kratzig und nicht meins... aber egal, über Geschmack will ich nicht streiten. Laut Internet wurden die bis 86 produziert.

    Anno Domini 1993 erschwang sich der schwarze Phoenix dann aus der Asche und der Deluxe Reverb Reissue erblickte die Proberäume, Bühnen und Schlafzimmer dieser Welt.

    Als schmerzhafter Tribut an den Kapitalismus wurden diese Verstärker allerdings nicht mehr in klassischer Point 2 Point Verdrahtung hergestellt, sondern (unter Verwendung der alten Schaltkreise) zeitgemäß auf Platinen aufgebaut. Auch die Qualität der Bauteile soll, wenn man den Tec-Pros hier und im Netz vertraut, eine schlechtere sein.

    Sobald man sich in unserer Welt mit einem Thema beschäftigt, stellt man recht schnell fest, dass sich andere Menschen schon viel intensiver mit dem gleichen Thema beschäftigt haben. Kurz und gut: ja, ein klassisch aufgebauter (möglichst noch ein altes Modell...) klingt ungleich besser. Trotzdem, ein Fender Deluxe Reverb klingt wie ein Deluxe Reverb. Ich verlasse mich da auf das Netz (und glaube das auch), da mich mein Vergleichsobjekt vor über 30 Jahren mit einem Tritt in den Allerwertesten verlassen hat ;)


    Letztes Jahr hat Fender das 64er Modell nachgeschoben, welches dann wieder klassisch aufgebaut ist und höchstwahrscheinlich von spärlich bekleideten Inuit am Rande der Galaxie verlötet wird . (der klingt aber wirklich geil!)


    Die Ausstattung: „ist das wirklich nötig oder reicht vielleicht ein Prince? ;)

    Zuerst technisch
    zwei 6V6 Endstufenröhren,
    eine 5AR4 Rectifier Tube,
    vier 12AX7 Vorstufenröhren,
    zwei 12AT7 Röhren,
    ein 12“ 8-Ohm Jensen C-12K Lautsprecher,
    zwei Kanäle (Normal und Vibrato),
    röhrengetriebener Federhall,
    röhrenbetriebener Tremoloeffekt (aka Vibrato) (haha, das kann man dann mit dem der Strat tauschen oder so...)
    22 Watt
    je zwei Inputs pro Kanal high/low
    wiegt um die 20kg

    Regelmöglichkeiten Kanal normal:
    Volume, Trebble, Bass
    Hall und Tremolo lassen sich nicht direkt (dazu nachher mehr) ansteuern, sind also standardmäßig für diesen Kanal nicht verfügbar


    Regelmöglichkeiten Kanal ‚Vibrato‘
    Volume, Trebble, Bass
    Reverb, Speed, Intensity Kanal 2.gif

    Rückseite
    Power, Standby.
    ferner Sicherung, Anschluss interner Speaker, Anschluss externer Speaker / Cabinet, Footswitch (wird mit geliefert) Speaker 2.gif

    Alles schick verpackt in einer mit schwarzem Tolex bezogener, hinten offenen Holzkiste. 62 breit, 44einhalb hoch und keine 25cm tief. Tragegriff.

    Ausstattung praxisbezogen
    Gitarre, Kabel und dieser Verstärker-schon klingt das...
    Ganz so ist das natürlich nicht (eigentlich jaaaaaa, doch...)
    Da stellen wir uns als moderne Gitarristen erst einmal die Frage: Häh? 2 Kanäle? Wo kann man die denn schalten?
    Nochmal Häh? 4 Eingänge? Wat soll das? Und: wie soll ich denn die Mitten regeln? Da ist kein Knopp dran?
    All diese Fragen werden wir im Praxistest natürlich beantworten.


    Butter bei die Fische, lass die Röhren glühen
    ...oder: warum tust Du das?


    Vorweggenommen möchte ich die Frage beantworten und die Umstände erklären, warum ich mir diesen Dinosaurier mit unzeitgemäßer Technik gekauft habe, warum ich ihn unbedingt wollte... und ganz dringend brauchte.

    Die Klasse? Wer weiß es? Niemand? Die Klasse?... ja Du da in der letzten Reihe! Nein! falsch GAS war es nicht, das kam erst, als die Entscheidung längst getroffen war. Setzen! 6!
    Du da, zweite Reihe links? „...also, der Tijaaa will sich verkleinern, weil er so viel Zeugs hat und nicht mehr so schwer schleppen kann. Der is ja auch schon ganz schön alt. Das stand sogar im Musikerboard bei „keine Jagd mehr nach Equipment „. - Sehr gut aufgepasst kleiner Jimi! Und wie deutest Du das? „...na ja, der Tiiijaaa will halt alles richtig machen und der will auch zuhause glücklich mit seinen Sachen spielen. Und dann willa auch mal inner Kneipe oder so...“ Bravo! Das ist richtig! Setzen!

    Nun da das geklärt ist, erklärt sich auch meine Auswahl für diesen Verstärker.

    Anscheinend haben wir hier sozusagen das Äquivalent zum VW Passat vor uns. Nicht high end aber komfortabel und für alle Gelegenheiten zu nutzen. Ein Teil mit dem man notfalls auch Geld verdienen kann. Und richtig schämen muss man sich nicht, wenn man mal beim Grand Hotel vorfährt. Ist ja kein Honda.

    Ich wollte einen Verstärker, der clean kann... und zwar Fender clean! Laut genug für kleinere Gigs aber eben auch nicht so atemberaubend laut, wie mein Engl mit 50 ohrenbetäubenden Pferdestärken.

    Eben jener Engl hat mich das letzte Jahrzehnt begleitet und mit verschiedenen Effekten kann man mit diesem Stück Technik wirklich jedes Genre und jede Situation mehr als zufriedenstellend bedienen. Wie hiess es bei meinen Mitmusikern immer so schön? Der Tiger kann zwar nicht so doll spielen aber er klingt einfach saumässig gut... das beste daran: es ging sogar bei angenehmen Lautstärken und klang dann immer noch richtig, richtig gut.

    Nachteil: wer spielt schon gerne leise (kleiner Hinweis an die jüngeren Saitenhengste unter uns... wer immer im stillen Kämmerlein übt, mag vielleicht viel können und gut klingen - aber er läuft Gefahr, mit sehr großer Wahrscheinlichkeit bei Bühnenlautstärke hoffnungslos abzusaufen - eine sehr „interessante“ Erfahrung, glaubt mir) und ausserdem ist das Teil sackschwer.
    Dazu das Board schleppen, verkabeln... ach je, was nen Akt jedesmal. Das hat dann dazu geführt, dass ich teilweise mit nem Modell (nicht die hübschen blonden sind gemeint...) aus dem Haus bin. Das war dann jedes mal wie Sex ohne Höhepunkt.

    Ok, soweit die Rahmenbedingungen. Wenn man das richtig machen will, versucht man langfristig möglichst wenig Geld zu versenken. Also wertbeständiger Standard!
    Beispiel: mein (bald Ex-) Engl E320 kann alles und ist vielleicht ebenbürtig, wenn nicht sogar flexibler als der DLRRI. Trotzdem sind im Verkauf noch gerade mal 350 drin. Dagegen bekommt man für einen gleich alten Fender Deluxe Reverb immer noch mehr als 70% des Neupreises. Verrückte Welt!

    Warum keinen Princeton? na ja... ist so ein Schwanzvergleich-Dingens... ein 12“ Speaker bedeutet Volumen... Volumen passt zu der kleinen Unpässlichkeit, die ich mit mir unterhalb meines Brustkorbes herumschleppe.
    Ich glaube an Volumen (Schall ist bekanntlich bewegte Luft), auch wenn es manchmal hinderlich ist.

    schön, dass wir das nun geklärt haben.


    Nun mach schon an das Ding!

    Das ist schon was... im Laden legt man den Schalter ehrfürchtig um. Das Juwel leuchtet, es summt vielversprechend... dezent. Man kriegt eine Gitarre (bei guten Läden eine der eigenen Wahl) und ein Kabel gereicht. Wenn man Glück hat, ist man alleine im Raum, die Tür wird geschlossen (er könnte ja stairway to heaven anstimmen...) und... ja Ihr kennt das... man nähert sich an. Erst auf leisen Solen... dann etwas lauter... man dreht an Knöppen... sagt sich... ja so kenn und lieb ich das... und... die Tür geht auf, eine Horde apokalyptischer Reiter in Metallrüstung auf Betriebsausflug stürmt auf die high gain Abteilung zu.

    Argh, ok... hey Ihr Eisenköppe! Die Bünde Eurer Gitarren sind vielleicht etwas breiter als die meiner Vintage Tele. Vielleicht sind bei Euch auch mehr Saiten dran. Dafür ist das Profil Eurer Äxte flacher und meine Gitarren haben eh nen viel dickeren Hals...so!
    So!geht man damit um;) So! wird das gemacht!

    Man hat also genug gehört und wohl auch genügend Erfahrung (vielleicht der einzige Vorteil gesetzten Alters...), um die Entscheidung zu treffen, dass der endgültige Test wohl im eigenen Musikzimmer stattfindet. Also trennt man sich schmerzhaft vom hart ererbten Geld (eine andere Form von Energie) und trägt stolz (ja DAS sollen die kleinen Krachmacher ruhig sehen...;) -die Macht des gedeckten Kontos) das Objekt schlafloser Nachmittage (!) zum Cabrio.
    (da gibt es so ein ultra cooles Plattencover von EC und BB König...aber lassen wir das)

    Auf dem Rückweg natürlich verstopftes Hamburg... und son shiet, es fängt auch noch an zu pissen.

    Egal... jetzt beginnt ein kleiner Hürdenlauf, den man (mit etwas Erfahrung oder der Erfahrung von anderen alten Männern...) leicht umschiffen kann.
    Vorfahren (Dach ist ja schon zu...) Tür auf... „hallo Schatz“. Verstärker im Flur abgestellt, erstmal ganz easy ins Wohnzimmer. „Das war so shietig... ich komm aus dem Laden, und es fängt an zu regnen, Dach natürlich auf... Gott sei Dank war Stau.“
    neu.gif

    Jetzt kommt es darauf an, sich möglichst unauffällig um alles andere (Frau, Katze, Hund, Daisy das Schaf, was auch immer) Dinge zu kümmern- nur nicht sofort ins Musikzimmer mit dem Amp. Geduld! Langfristig wird nur so aus dem Verstärker ein akzeptiertes Familienmitglied.



    Alter... nun komm endlich auf den Punkt! Hör auf zu schwafeln und erzähl, wie geil dieser Amp in Wirklichkeit ist!

    Ok,ok... ja, schon gut. Ich musste mich auch zwei Tage gedulden, bis die Mädels aus dem Haus waren. Die Nachbarn sind alle arbeiten und die Katze ist draussen, um Mäuse zu jagen (oder was eben die gemeinen Solentreter so anstellen, wenn Sie unbeobachtet sind).
    Man, hat mich das gejuckt!

    Angespielt wurde mit meiner Japan custom 64 Tele (ich werd feucht, wenn ich die nur sehe), gepimpt lediglich mit Fender pure vintage 64 Tele PuPs
    Meine Strats werde ich später nochmal einstöpseln und berichten. Das artet sonst aus hier.

    Ok... anschalten. Die Knüppel-Schalter dieses Amps sind aus Metall aber mit Gummi überzogen und befinden sich auf der Rückseite. Man kann die von vorne nicht sehen aber gut erfühlen. Ich könnte mir allerdings vorstellen, dass man im Eifer einer spärlichen Bühnenbeleuchtung durchaus mal stand by (ploppt vernehmlich beim Runterfahren) und on/off verwechselt. Back 1.gif
    (hihi, wer findet das Meme?) ;-)

    Der Kenner schaltet erst den Amp,ein, stimmt dann die Gitarre, stöpselt ein. Wenn dann der standby umgelegt wird, ist das Vakuum Zeugs angeheizt und es kann losgehen.

    Geräusche im Leerlauf: jap gibt es. Router, PC, Iphone, Ipad im gleichen Zimmer.
    Bei ‚alles auf 5‘ immerhin 43 dB / 1 m, handy app in front. Nicht schön aber erträglich.
    In anderer Umgebung wahrscheinlich weniger oder mehr... man kann sich das nicht aussuchen.

    Bei ‚alles auf 10‘ rauscht das schon vernehmlich bei 53 dB.
    Bei Vol auf Schlafzimmer 3-4 nervt nix mehr. Allerdings gilt hier: was nicht brummt, kann auch nicht klingen.


    Wie geht man an ein neues Gerät ran, ohne es oder die eigenen Ohren zu beschädigen?
    Nun... am besten nicht alle Regler gleich auf 12 (this is spinal tap;) ergo alles in Mittelstellung (hier also 5) und vorerst in den ersten (normal-) Kanal, oberer input.

    Also hier wollte ich eigentlich Aufnahmen meines üblen Spiels mit dem tollen Verstärker bringen. Also dieses beauty und the beast Ding. Aber alles, was ich mit Hausmitteln versucht habe, bringt nicht annähernd rüber, was wirklich stattfindet. Und da ich mir angewöhnt habe, keine Fakenews unter die Gemeinde zu bringen, versuche ich mit Worten zu beschreiben, was nicht zu beschreiben ist. Legt einfach eine beliebige Platte aus den 70ern auf und dann hört man schon, was geht.

    Tele und ein Fender BF, Kanal 1 oberer Eingang, alles auf 5.
    uff das ist ... schön (115-120 dB)
    Im ersten Kanal fehlt m.E. das, was man am Fender Sound eigentlich so lieb hat.
    Der Scoop ist nicht sehr ausgeprägt. Es ist leiser und sehr direkt. Kann man zB bei Fahrstuhlmusik nett einsetzen.

    Danach Vol auf 7 (bis 125 dB) und 10 (126 dB max)
    Es zerrt hier natürlich aber mE können diesen Kanal andere wirklich besser. Der Klang ist nicht so durchdringend, aufregend und damit auch nicht so aufdringlich. Die Dynamik ist natürlich trotzdem vorhanden. Ich nutze den Kanal eigentlich nur, wenn meine Mädels daheim sind und ich sie nicht nerven will. Tür zu... ach so, Papa macht Jazz... alles gut.

    Ok, den unteren Input des ersten Kanals lass ich mal aus. Nur soviel: der ist noch leiser und dunkler. Da darf der Kollege in der Jazzcombo mit dem Sax schon nicht mehr so doll reinpusten. Blubb... schon geht man unter... das aber zumindest in Schönheit.

    Zack und jetzt kommt die cream auf den pie. Der sensationelle, legendäre, unglaublich sexy klingende atemberaubend schöne zweite Kanal.
    (ich muss mir mehr Superlative drauf schaffen)

    Hier ist es nun so, dass man neben einem helleren, offeneren (der Ton schwebt quasi) und etwas heisserem Klang eben auch Hall und Trem zur Verfügung hat. Dieser Kanal hat noch mehr Tiefe, Detailreichtum und obwohl höhenlastiger / frischer ausgelegt, spürt man immer das Volumen, die Kraft. Alle Frequenzen werden wirklich angenehm bedient.

    Den ersten Input des Kanals nutzen geschätzt 95% aller Kollegen.

    Zwei Dinge, die wirklich herausragend an diesem Verstärker sind. Zum einen fällt sofort die Räumlichkeit auf. Der Ton scheint sich überall im Raum zu befinden. Trotzdem kann man die Quelle noch hervorragend orten.
    Zum anderen ist dieser Amp unglaublich sensibel. Das kann den einen oder anderen erschrecken. Man wird halt nicht unbedingt getragen, sondern muss viel intensiver mit Amp, Gitarre, Anschlag, Position des Anschlags, Potis und auch Position der Gitarre zum Amp arbeiten.

    Hier ist es wirklich so: dieser Amp offenbart jede Nuance in Spiel und angeschlossener Gitarre. Alles kann verfeinert werden, wird aber auch gnadenlos abgebildet. Andererseits wird man (wenn man es raus hat) mit einem Ton belohnt, der einem sprichwörtlich die Tränen in die Augen treibt.

    Ein Wort, wie versprochen, zu den 4 Eingängen.
    Man hat es bei diesem Ampkonzept mit zwei separaten Vorstufen zu tun, die die beiden 6V6 in der Endstufe bedienen. Diese können jedoch nicht über einen Schalter umgelegt und genutzt werden. Bis das soweit war, musste erst ein schlauer Kopf mit Lötkolben in Kalifornien drauf kommen, dass man das vielleicht auch per (Fuss-)Schalter umsetzen könnte. Bis dahin musste halt umgestöpselt werden, wenn man den Kanal wechseln wollte.

    Dafür konnten halt die alten Verstärker auch mit einem Mikro oder von bis zu vier Instrumenten genutzt werden. Tja, ich hatte damals auch keine Kohle, wir haben genommen was ging... und ja, wenn da noch ein Mikro mit dran musste... meinentwegen...ok.

    Auf der anderen Seite ist es allerdings auch so, dass die beiden Eingänge eines Kanals nicht wirklich voneinander getrennt sind, was verschiedene mehr oder weniger praktikable Spielereien ermöglicht. So kann man zB den ersten Eingang des heissen Kanals mit dem Instrument ansteuern und mit einem patch aus dem zweiten Eingang in den ersten Eingang des anderen Kanals. (ich bin jetzt verwirrt, Ihr auch?).
    Dazwischen kann man natürlich alle Schweinereien packen, die die Pedalwelt so bietet. Da die Abstimmung der Lautstärke beider Kanäle dann etwas defizil ist, bietet sich das für live Geschichten eher weniger an. Wenn man allerdings eine Einstellung gefunden hat, kann das super funktionieren.
    Man kann zB auch aus der Hallfeder in den ersten Kanal. So ist man in der Lage den Hall in trebble und bass sowie vol zu regeln. Check it out!

    Wie klingt es nun? pfffff... kann das grad nicht schreiben, ich muss weiter spielen. Im stillen Kämmerlein mag man nicht aufhören. Weich, voll, Wohlfühlsound. Unglaublich, plastisch, 3D, phantastisch, transparent, voluminös, crispy, creamy, so bekannt und so vertraut. Man glaubt, man kann mit Tele und Strat die Welt beherrschen. Mit nem Doppelspuler rockt man die Welt einfach nur noch. Man ist tonal endlich angekommen. Endlich... nach so vielen Jahren.

    Der Ton wird ab Vol 6 nicht mehr lauter. Nur fat und cream… lecker, man wird süchtig und suhlt sich im Ton wie ein Schwein in der Gülle. Gain an der Gitarre zurück und man spielt wieder clean. Wenn man keinen treble bleed in der Gitarre installiert hat, gehen die Höhen etwas zurück, ebenso die gefühlte Lautstärke bzw. das Tonvolumen.

    Je weiter man aufdreht, detso mehr sollte man bass reduzieren, sonst wird es leicht etwas breiig. Dass man die Mitten nicht separat regeln kann, gehört hier wohl zum Konzept. Man spürt, dass sich bass und trebble gegenseitig beeinflussen. Wenn man einen von beiden nachregelt, ist man fast immer versucht, den anderen Regler auch zu bedienen. Wenn man keine Extreme wählt, kommt aber niemals eine Beleidigung ans Ohr. Also ich vermisse den mid Regler nicht.

    Von modernen Verstärkern kommend, muss man umdenken, lernen, probieren. Ein Einkanaler ist ein eigenständiges Instrument, dass man wohl neu erlernen muss. Limitiert und doch so unendlich flexibel in den Ausdrucksmöglichkeiten. Konzentration!

    Damals hatten wir Punks in der Szene, die sind mit Twin Reverbs pur aufgetreten... klang brachial laut und eben clean. Das geht auch aber ist eben Punk. Um einen schönen Ton ging es da wohl weniger. Ich merke das nur an, weil ich damit dokumentieren möchte, dass man damit wirklich fast jedes Genre bedienen kann.

    weiter geht´s
    Kanal 2, alles auf 5, Hall auf 3. (max 122dB)
    und alles auf 10, Hall 3 (126 dB fühlt sich aber lauter an)

    Gleicher Kanal, alles auf 5, HB an der Bridge der Epi... well, that rocks.
    Also mit einem HB brauche ich definitiv keinen Verzerrer. Hier geht verzerrtes Wohlfühlen.
    Der Ton trägt, füllt die Hose.

    Mit der Strat und dann Hall plus Trem... omg... so langsam kann ich die Mädels damals verstehen. Das klingt einfach. Irgendwie bin ich jetzt auch ein Mädchen... aber ich habs ja in der Hand ;)
    Allerdings bezahlt man den Fusstritt auf die rechte Taste mit etwas Volumen im Ton (minimal aber für mich wahrnehmbar).


    So weit so schön (krieg Dich ein Alter)

    Jetzt kommt der Teil, der für mich etwas ernüchternd war.
    Mit meinem alten rig konnte ich clean und ab da vor allem alles darüber sehr schön abbilden. Der Ton stand und hat getragen. Kräftig, present und immer definiert. Klar, ich hatte ja auch adäquate Hilfsmittel auf dem Board.

    So... nun hab ich also mit dem Fender alles von clean über crunch bis creme in so schicker Qualität, dass es einem heiss und kalt wird. Allerdings ist alles, was haarig ist, leider erst in unangenehmer Lautstärke verfügbar und für einen tragenden Leadsound muss man schon sehr gut sein und voll aufdrehen.

    Nun denkt man... kein Problem... die bunten oder silbernen Kisten da auf dem Boden... ja, die werden das schon richten.

    Mhmmm... ja könnten sie aber für mich geht dann der Charme des Verstärkers verloren. Klone clone, Zendrive clone, selbst mein geliebter Twin Tube Classic... alle fallen sie mir in den Rücken. Sie lachen laut auf und sagen: haha! Du glaubst alles besser zu wissen... Du Wicht! Ein Nichts bist Du. Ein Wurm in dieser Galaxie... ein Staubkorn.
    Alle färben das Signal. Mal die Mitten, mal werden die Höhen beschnitten, mal zu viele Bässe... zuckend, weinend liege ich am Boden. Dem Ziel so nahe... und dann...

    Ich habe die Befürchtung, dass das nochmal teuer werden kann. Klar funktionieren diese Zerrer klaglos. Auf der Bühne wird man gehört... ein verzerrter Ton. - Aber shit... ICH will mich wohlfühlen. Das ist schließlich MEIN Traum hier...
    Klar das ist mein Geschmack, mein Problem... aber die Fender Zerre, dieses break up kontrollierbar bei etwas weniger Lautstärke... das wäre schon was. (aber ich hab da was vor, ich werde berichten, weil schon bestellt)


    Abschließend

    so Du Puschengitarrist... ist ja ganz toll aber was sagen Bassist, Drummer und Sänger dazu?

    Tja. die konnte ich bisher nicht fragen. Ist mir aber auch oooooberlatte! Mir kommt es drauf an, mich zuhause zu fühlen, wenn ich Gitarre spiele. Das Publikum will einfach nur unterhalten werden, wenn es Bier und Cocktails schlürft. Die wenigsten werden Strat von Paula unterscheiden können, geschweige denn unterschiedliche Röhrenbestückungen in einem Verstärker. Es klingt für die oder eben nicht. Also... so what?
    Allerdings bin ich mir sehr, sehr sicher, dass ein DLRRI auch auf einer kleinen/mittelgroßen Bühne funktioniert.

    Ich wäre wohl nicht der einzige, der das mal probiert hat.


    Pros

    • Ton! Ton! Ton!
    • preislich noch nicht in der Boutique Liga
    • Verarbeitung ist absolut ohne erkennbaren Mangel
    • sichere Investition
    • Gewicht
    • klingt auch ohne zusätzliche Effekte sehr gut
    • Hall klingt sensationell
    • Tremolo schafft den Schlafzimmersound (Schlafzimmer befindet sich natürlich in Texas) mit Bravour
      (100% garantierte Abschussquote)

    Cons
    • Rauschen im Leerlauf
    • eben doch nur bedingt mit jedem Pedal zu füttern (Charactervelust)
    • es gibt Amps, die sind einfacher zu spielen
    • Effektweg. Häh? Bist wohl noch ganz schön jung oder?
    • Master Volumen... und auch noch ein Mädchen...
    • die Katze springt bei Vollaussteuerung nicht zwei Meter hoch und bellt Kirchenlieder

    Fazit

    Insel? Gitarre? Verstärker? Ja... für die meisten von uns stellt es sich so da, wie A.P. es sagte. Weiser Mann, der Kerl.

    Unsere Welt, die in der wir leben, ändert sich, Musik, Medien, Geschmack. Alles im Wandel. Je älter man wird, je mehr man gehört, erlebt, gesehen hat... es kommt auf den Punkt. Man fokussiert. Für mich ist es erstaunlich, dass sich die Musikindustrie immer noch an Idealen orientiert, die vor einem halben Jahrhundert Gültigkeit hatten, auch wenn das damals kein Ideal war, sondern pure Notwendigkeit.

    Unsere Ohren und unser Hörgefühl wurden scheinbar darauf getrimmt (Evolution?), bestimmte Klänge, Sounds, diesen Ton zu lieben. Man hört und fühlt sich wohl... man will mehr davon, immer mehr.
    Vielleicht weil es einen an die Vergangenheit erinnert, wie frisch gemachtes Kartoffelmus mit Fischstäbchen?

    Auf den Fender DLRRI bezogen heisst das für mich: ja, so klingt der endgültige Standard... von hier ab gibt es für mich kein besser mehr, eher schlechter. Bestenfalls noch anders.

    Palmen? Sandstrand? Meine Tele? Doch, der Fender Deluxe Reverb kommt mit... nur... woher krieg ich dann 230 Volt?
     
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  2. skerwo

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    Erstellt: 14.05.19   #2
    Vielen Dank für das schöne Review zu einer Ikone, bei der du zum Schluss gelernt hast, was ich in deiner Anfangsbeschreibung schon kritisiert hätte. Ein BF Amp mag nicht jedes Pedal :rolleyes:. Da sind eher die mittigeren Freunde wie Tweed Amps (gerade die etwas größeren als ein Tweed Deluxe) oder Marshalls alte Fenderikone JTM45 gefragt. Aber es gibt Pedale, die gut mit einem DR funktionieren.

    Meine persönliche klangliche Offenbarung war übrigens der Test eines Tweed-Amps, was mein Fender Sound ist. Mit BF kann ich nicht soviel anfangen, mir persönlich immer zu sehr gescoopt.
     
  3. drul

    drul Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.05.19   #3
    Literaturnobelpreis für diesen Review!

    Eine Alternative wäre ja ein Princeton mit 12", wie ich einen hatte. Der P klingt in seinem Sweetspot vielleicht noch etwas runder, gefälliger als der DL, dafür hat der mehr Reserven für den Liveeinsatz und klingt angezerrt stabiler - 1:0

    "Mein Deluxe Reverb" ist dann ein JTM45 mit 1 x 12 geworden; gutes Hallpedal dazu - voilà

    Da braucht man sich nicht zu streiten was am Ende besser ist.

    p.s. gegen das Leerrauschen hilft glaub ich Platine rauswerfen und gegen p2p ersetzen. Irgendetwas war aber glaub ich noch mit bestimmten Bauteilen; vielleicht kann wer helfen.
     
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  4. Ponti

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    Erstellt: 14.05.19   #4
    Vielleicht eine Off Topic Frage, aber gibt es eigentlich einen hörbaren Unterschied zwischen den Blackfaces und de Silverfaces? Ich glaube, so ein Fenderamp könnte ich mir gut für mich vorstellen.
     
  5. captain0492

    captain0492 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.05.19   #5
    Als alter 7ender Aficionado ein großes "thumps up" für diese schöne Review.
     
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  6. drul

    drul Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.05.19   #6
    Die ersten SF-Jahrgänge sind technisch unverändert; kann man aber im wwww recherchieren. Guck mal fenderguru.com dort könnte was dazu stehen
     
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  7. 68goldtop

    68goldtop HCA classic amps & guitars HCA

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    Erstellt: 14.05.19   #7
    Hi!

    Es gab mehrere silverface-Varianten - also ja, es gibt hörbare Unterschiede.

    Davon abgesehen - die kleineren silverface-Amps (Champ, Princeton, Deluxe, Vibrolux) unterschieden sich (schaltungstechnisch) nur geringfügig von den blackface-Modellen.
    Aber klar, auch die geringfügigen Unterschiede sind hörbar.
    Andere Speaker, andere Röhren, andere Gehäusekonstruktionen - kann man natürlich alles hören...


    cheers - 68.
     
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  8. Ponti

    Ponti Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.05.19   #8
    Weiss jemand, warum die BF Reissues teurer sind als die SF Reissues? Bauteilqualität, "Mythos", Klang, ...
    Vielleicht müsste das ein eigener Thread werden: Welchen Amp bevorzugt ihr? BF oder SF? Und warum?
    Falls das hier nicht hinein passt, bitte korrigieren @C_Lenny .
     
  9. drul

    drul Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 14.05.19   #9
    Naja klar doch würde ich sagen.
    Das hier ist ein Review.
     
  10. 68goldtop

    68goldtop HCA classic amps & guitars HCA

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    Erstellt: 15.05.19   #10
    Hi!

    Die blackface Reissues sind "Made in the USA", die sf-Modelle sind "Made in Mexico".


    cheers - 68.
     
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  11. drul

    drul Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.05.19   #11
    Echt - ich schmeiß mich weg! Unser aller Thema so treffend beschrieben!

    Ach ist der Amp p2p verdrahtet? Das hatte ich zuerst überlesen
     
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  12. Honeyspiders

    Honeyspiders Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.05.19   #12
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  13. Stratspieler

    Stratspieler Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 15.05.19   #13
    Interessant geschrieben, wenngleich mir mehr sachliche Trockenheit lieber ist. Aber bitte, jeder schreibt so, wie er mag und ich kann mir ja meinen Trockenanteil herauslesen. Ist dann gewissermaßen 'ne Trockenauslese. :D

    Diese DRRI klingen mir im Werkszustand zu harsch und oft kann man schon einiges erreichen, wenn man die beiden 6V6 deutlich heißer einstellt. 7ender stellt die Röhren nämlich gerne eiskalt ein und man hat hier beim biasen noch sehr viel Spielraum in Richtung warmer, smootherer Klang. Dann müssten auch Zerrpedale u.U. besser, weil "cremiger" kommen.

    Bezüglich des Preises vermute ich, ohne es belegen zu können, dass 7ender hier einfach auch mit dem Mythos spielt.

    Bezüglich des Leerlaufrauschens musst Du mal mit der Vorröhre Deines bevorzugten Kanales experimentieren und dann kannst Du auch mal die PI-Röhre probeweise austauschen gegen eine mit geringerem Verstärkungsfaktor: Die verbaute 12AT7 hat ein µ von 60 und mit einer 12AY7 hättest Du ein µ von 40, wenn ich mich jetzt nicht irre...
     
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  14. kypdurron

    kypdurron Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 15.05.19   #14
    Und: die aktuellen SF-Modelle sind keine Reissues. Das sind eigenständige Modelle im Silverface-Look. Der 65 Deluxe RI ist nicht ptp, dieser neue 64 Custom dagegen schon - aber jo, 2.500 Euro, da findest Du einen perfekt gepflegten Silverface für weniger, und das ohne Probleme ...

    Meine Erfahrungen mit dem Deluxe Reverb sind überschaubar. Ich habe 2-3x auf Konzerten leihweise einen 65 RI benutzt. Ich erinnere mich daran, dass ich ihn etwas topfig fand. Keine Ahnung, woran das gelegen haben mag. Vielleicht an der Windrichtung auf der Bürgerfestbühne :) Für übliche Konzertbühnen reicht er in jedem Fall aus, wenn man mit dem Grundsound arbeiten kann. Der Gitarrist, von dem ich ihn geliehen hatte, bespielt damit alles vom kleinen Keller bis zum mittelgroßen Open-Air.
     
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  15. Tiger13

    Tiger13 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 15.05.19   #15
    Das werde ich auf jeden Fall probieren, hier liegen noch ein paar verschiedene 12er rum. Ich habe auch gelesen, dass man den Reverb Tank drehen soll.
    Danke für den Tip!
     
  16. Stratspieler

    Stratspieler Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 16.05.19   #16
    Büddebüdde! :)

    Reverbtank drehen? Habe ich noch nicht gelesen. Aber auch hier kannst Du mal den "Nachbrenner" durch eine Röhre mit geringerem µ ersetzen. Probieren geht über Studieren.
     
  17. CHEMS 79

    CHEMS 79 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.05.19   #17
    Sehr geiles Review! Danke dafür.

    Hast du in diesem Zusammenhang mal an den Attenuator von Tone King gedacht? Der Iron Man hat zwei schaltbare Dämpfungen...
     
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  18. Tiger13

    Tiger13 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 16.05.19   #18
    * gerne, hat mir auch viel Spass gemacht

    drüber nachgedacht habe ich bereits. Allerdings habe ich mir ein Greer Lightspeed bestellt. Vielleicht tut es das ja schon. Mal sehen.

    Heute hatte ich den Klon bei vol 8 an der Leine... doch, da geht schon was ;)
     
  19. Tiger13

    Tiger13 Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 17.05.19   #19
    mein Problem ist gelöst, ich bin klatschnass... man ist das geil! Ich glaube, dazu muss ich ein extra review schreiben... nach nicht mal 20 Sekunden hatte ich das genauso eingestellt, wie ich mir das vorgestellt habe. Sensationell!

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