Matrixmixer diy

von mammon, 20.02.16.

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  1. mammon

    mammon Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.02.16   #1
    Hallo,

    Ich hab schon vor einer Weile mal versucht ein Mischpult zu entwerfen, jetzt bin ich zurück mit einem neuen Konzept, einem Schaltplan und ein paar Fragen:
    1. Sind die Widerstände sinnvoll dimensioniert?
    2. Wo fehlen noch Kondensatoren?
    3. Ist die Mono/Stereo-Summierung (nach den Potis) so in Ordnung?
    4. Ist es möglich das gesamte Konzept über Board zu schmeißen und einfach einen passiven Matrixmixer zu bauen? (siehe unten)

    Unbenannt 1.jpg Matrixmixer.png

    Es handelt sich hier um ein Matrixmixer. Das Konzept ist da, die Grafik ist aber nicht 100% vollständig. Die Linke und Rechte Seite von den Potis werden auf je 2 Platinen realisiert. Statt je 2 TL072 pro Platine soll es nämlich ein Tl084 pro Platine sein. (pro 2 Stereo Inputs eine Platine, pro 2 outputs eine Platine)
    Eine ordentliche Stromversorgung(+-15V) hab ich von einem befreundeten Elektroniker bekommen.
    Es ist nicht vorgesehen ein Gerät mit sich selbst zu verbinden, die Potis werden entsprechend weg gelassen.

    Matrixmixer_farbe.png

    Geld spielt keine Rolle, es geht hier ums Lernen und darum, den Mixer maßzuschneidern.
    Alle zusätzlichen Ideen, alles Fachwissen, alle Hinweise oder Tutorials/Guides wie man es besser macht bitte hier rein.
    Ich bin Anfänger, aber ich hab schon viel nach solchen Sachen gegooglet, darüber mit einem Elektroniker gesprochen und ein bisschen Löterfahrung hab ich auch.
    Wer also Kritik hat, der sage entweder mehr als "guck doch selber" oder gar nichts.

    Danke schonmal im vorraus.

    (Gitarre und Mikro werden vorverstärkt)

    [​IMG]
    --- Beiträge zusammengefasst, 20.02.16 ---
    Ich hab natürlich die Quellen vergessen, aus denen ich die Schaltpläne habe:
    http://www.cgs.synth.net/modules/cgs33_matrix_mixer.html
    http://www.cgs.synth.net/modules/cgs33_matrix_mixer_euro.html
    http://www.doepfer.de/DIY/a100_diy.htm
    http://www.talkbass.com/threads/the-4x4-matrix-mixer-fx-junkies-you-need-to-see-this.990222/
    http://hellospiral.tumblr.com/matrixmixer

    Und eine Frage fehlt auch:
    5. Wie wichtig ist die möglichkeit zwischen Bipolar und Unipolar umzuschalten? Insbesondere in Anbetracht dessen, dass ich Stereo- und Mono-Signale summiere.
     
  2. chris_kah

    chris_kah HCA PA- und E-Technik HCA

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    Erstellt: 20.02.16   #2
    Deine Schaltung ist wohl prinzipiell aus
    http://www.doepfer.de/DIY/a100_diy.htm 3. Circuit examples Matrix Mixer II
    Damit hast du Potis, die die 0 in der Mitte haben. Das mag bei manchen Anwendungen sinnvoll sein, aber in deinem Fall eher wohl nicht.
    Wenn du kein Signal haben willst musst du nämlich die Mittelstellung genau treffen. Sonst reicht dir der linke Anschlag.
    Ich würde dir daher die Prinzipschaltung darüber (Matrix Mixer) empfehlen.
    Dann ist auch die Mono Summierung einfacher.
    Falls du irgendwo die Phase drehen willst, ist ein Umschalter besser.
    In einem meiner Threads habe ich sowas schon beschrieben. (Schaltplan ist im .pdf dort)

    Bei der passive Schaltung hast du Pegelverluste. Bei 2 Eingängen kommst du auf 1/2 = 6dB Dämpfung
    bei 3 Eingängen auf 1/3, bei 4 Eingängen auf 1/4 = 12dB Dämpfung. Nur die aktive Schaltung mit dem invertiernden Addierer wirkt rückwirkungsfrei (virtueller Nullpunkt, addiert werden die Ströme)

    Gruß
    Christoph
     
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  3. mammon

    mammon Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.02.16   #3
    Die Schaltung kommt in erster Linie vom obersten link: http://www.cgs.synth.net/modules/cgs33_matrix_mixer.html
    [​IMG]

    ich verstehe was du mit dem Nullpunkt meinst, allerdings sollte das nicht mein Problem sein (und zur Not gäbe es potis mit Einrastung auf Mittelstellung)
    Ob ich es jetzt leicht habe eine wohlklingende Lautstärke zu finden sei soweit auf die Zukunft verschoben.
    Viel wichtiger sind mir die Fragen.
     
  4. Silke_1979

    Silke_1979 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.02.16   #4
    Wow ich bin baff wie sich die Leute hier auskennen... - gerade noch am einlesen.. :-)
     
  5. mikroguenni

    mikroguenni HCA Mikrofontechnik HCA

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    Erstellt: 21.02.16   #5
    Falls du die handgemalte Schaltung meinst, so kann ich nicht erkennen warum "kein Signal" in der Mittelstellung der Potis sein soll. (die anderen Schaltungen kann ich bei der Auflösung nicht erkennen)

    Die Widerstandswerte erscheinen mir etwas sehr hoch! Ich würde zumindest bei der aktiven Version deutlich herunter gehen, wenn es kein Rauschgenerator werden soll.
     
  6. mammon

    mammon Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 21.02.16   #6
    Du musst drauf klicken, dann werden sie groß.

    Er bezieht sich auf den Link, den er dazu geschrieben hat. Ist aber eh nicht aktuell.
     
  7. chaos.klaus

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    Erstellt: 20.03.16   #7
    Hey. Wie steht es um das Projekt?

    Ich bastel auch immer mal wieder mit Audio-Schaltungen herum. Zur praktischen Ausführung kann ich dir vielleicht ein paar Tipps geben:

    Der TL072 ist glaube ein wenig antiquiert. Für solche Basteleien eignet sich ein NE5532 wohl besser. Weniger rauschen, weniger Störungsanfällig und kann mehr Strom liefern. In aktuellen Geräten findet man den auch nicht mehr, aber er ist halt recht günstig ... im Vergleich zur OPA Serie, die nochmal deutlich bessere Specs hat.

    Außerdem, mache dir Gedanken über die Wahl der Widerstände. Widerstände rauschen. Je größer der Wert, desto stärker. 100kOhm sind schon so die Obergrenze für Audio-Schaltungen. Oft sieht man deshalb in Schaltungen Widerstände im Bereich 10kOhm.

    Die Art des Widerstandes macht auch einen großen Unterschied. Für Kohleschicht-Widerstände rauschen recht stark. Metallschicht-Widerstände sind für Audio-Schaltungen deutlich besser geeignet. Leider sind sie etwas teurer. Bei SMD Widerständen gibt es Dickschicht- und Dünnschichtwiderstände wobei wieder letztere für Audio-Schaltungen geeignet sind.

    Bei Potentiometern auch Finger weg von Kohle. Leitplastik eignet sich gut. Bessere Potis habe staubdichte Gehäuse. Dann kratzen sie nicht so schnell. Auch sollte man im Datenblatt schauen wie der Widerstandsverlauf ist. Log oder Audio-Taper steht zwar manchmal drauf, ist aber nicht wirklich drin. Einen solchen Widerstandsverlauf kann man technisch nur aufwendig herstellen weshalb nur richtig teure Potis das gut machen. Stattdessen finden sich oft zwei lineare Bereiche mit unterschiedlicher Steigung und die Kurve hat daher einen "Knick" den man manchmal deutlich bemerkt.

    Achja. Wenn du ICs benutzt, immer ins Datenblatt schauen wie sie beschaltet werden. Generell: Immer ins Datenblatt schauen, egal welches Bauteil. ;) Fast alle ICs brauchen einen Bypass-Kondensator. OpAmps wie der TL072 oder NE5532 brauchen einen 100nF Kondensator zwischen beiden Supply-Pins (V+ und V-, Pin 8 und 4). Am besten eignen sich hier Keramik-Kondensatoren.

    Wenn du anfängst Filter zu bauen, solltest du hingegen unbedingt Folien-Kondensatoren benutzen, da diese deutlich stabiler sind. ElKos und Keramik-Kondensatoren eignen siich hier überaupt nicht.

    Tja. Also soviel zu ein paar praktischen Tücken. Reale Bauteile auf der Platine unterscheiden sich leider manchmal radikal von idealen Bauteilen im Schaltplan.

    Gruß!
     
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  8. mammon

    mammon Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 20.03.16   #8
    schön mal Klartext zu lesen!
    War das in Bezug auf die 100kOhm generell gesprochen, oder meinst du bestimmte Widerstände?
    Ich hab jetzt für die Summe zusätzlich noch einen Kondensator eingeplant bei 169pF, was einem Tiefpass für ~22kHz entspricht.
    Ist die Idee abwegig?

    Sehr wichtiger Hinweis, hätte ich nicht gewusst.
    Ich wollte auf den tl084 ausweichen und je zwei Schaltungs-Bereiche zusammenlegen. Im Moment ist die Konzeption auf Lochraster fertig, ich muss nurnoch die Hardware bestellen, dann kanns losgehen mit dem löten. So gegen Ende des Monats gehts weiter, vorher erstmal Prüfungen schreiben.

    Danke für die informative Antwort!

    Übrigens sind Fehler im Schaltplan, die ich hier mal berichtige:
    Matrixmixer.png
     
  9. chaos.klaus

    chaos.klaus Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 21.03.16   #9
    Das mit den Widerständen bezog sich vor allem auf den Summierer. Also ich meine das geht schon so, aber 10k pots mit 10k Widerständen wären vielleicht etwas besser geeignet. Die Weilt geht aber davon nicht unter.

    Also 169pF ergibt mit 47kOhm eine Grenzfrequenz von etwa 20kHz. Bei der Grenzfrequenz hast du aber schon -3dB. Das würde doch einiges an Höhen schlucken. Eigentlich brauchst du gar keinen Tiefpass.

    Abgesehen davon würde es schwierig einen Folienkondensator mit 169pF zu finden. ;) Da die Kondensatoren meißt nur in wenigen verschiedenen Größen zu haben sind, bzw Zwischengrößen oft sehr teuer sind, lohnt es sich lieber einen typischen Kondensator mit einem weniger typischen Widerstand zu benutzen. Ein RC Tiefpass aus 10nF und 680Ohm über den Ausgang geschalten ergäbe zB einen Tiefpass bei 23,4kHz.

    Zu den Bypass-Kondensatoren. Oft steht in Schaltplänen sowas wie "bypass-caps omitted for clarity". Das heißt dass der Autor nicht überall die 100nF Keramik-Kondensatoren an die ICs gemalt hat, sie da aber hin sollen.
     
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