Meine Songs, mein Konzert - und die GEMA

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patrick
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Hai, ho,

ich hab jetzt bestimmt 30-40 Minuten die Foren durchstöbert und gesucht aber hierauf keine Antwort gefunden - folgende Situation macht mir momentan große Kopfschmerzen:

Ich selbst organisier für meine Band ein Konzert in nem Jugendzentrum in Buxtehude. Meine Band hat zwar auf einem kleinen Label veröffentlicht, jedoch ist keiner von uns GEMA Mitglied oder sind unsere Songs in irgendeiner Art und Weise bei bzw. durch die GEMA geschützt. Ich hab damals lediglich fürs Presswerk die übliche Freigabe eingeholt. Das wars. Nun hab ich eine weitere Band eingeladen - selbe Konstellation wie bei uns, die meinten ich muss Gebühren bei der Gema zahlen. Jetzt muss ich an der Stelle sagen hab ich in den letzten Jahren immer in ein und dem selben Laden Konzerte organisiert und die naja ich sag mal Boykottieren die Gema, da wird nichtmal ne Musikfolge erstellt und der Clubbesitzer ist seit Jahren mit der Gema in nem Rechtsstreit - da kam auch nie Seitens der Gema irgendwas auf mich zu, und von "ganz früher" weiß ich noch, das ich nie Gebühren für eigene Gigs gezahlt hab wenn nur eigenes, gemafreies Material gespielt wurde.

Um auf Nummer sicher zu gehen, rief ich bei der Gema an und hab mal nachgefragt - sehr unfreundlich sagte mal mir, das dass jetzt seit Anfang des Jahres so ist und ich eine Mindestgebühr zahlen muss, auf meine Frage "wofür denn genau" bekam ich keine vernünftige Antwort, lediglich ein "ist jetzt so". Aber nene Freunde so leicht seh ich das nicht. Ich bin kein Gema Mitglied, ich führe kein Gema geschütztes Material auf, ich möchte nicht das die Gema meine Interessen vertritt und ich beauftrage die Gema nicht aktiv - warum soll ich dann Gebühren zahlen. Noch dazu bei dem Jugenzentrums-Gig mit 5 Euro Eintritt und 40,50 Besuchern. So blöd das klingt, ich bin nicht bereit irgendetwas zu zahlen ohne das mir nachvollziehbar erklärt wird wofür?

Ich nehme mal an, das ich mich nicht dagegen wehren kann, aber kann mir hier jemand vielleicht die Frage nachdem "warum" beantworten? Sonst muss auch niemand irgendwo für irgendwas bezahlen wofür er keinerlei Leistung erhält (nein, auch für Steuern erhalte ich meiner Meinung nach quasi eine "Gegenleistung" oder auch bei der GEZ - ich denke ihr wisst wie ich das meine ;-) ).

Wär wirklich super wenn jemand was dazu weiß!
 
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waldru
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siehe GEZ :evil:
 
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Wer nur seine eigenen Songs spielt und nicht in der gema ist, muss dafür nichts zahlen. Dann darf aber auch nur gema freie Hintergrundmusik gespielt werden nach dem Einlass und vor Showbeginn. Das wird ganz gerne mal vergessen.
 
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Welche ich zahle obwohl ich seit über drei Jahren keinen TV Anschluss mehr habe :) Ja, die GEZ ist noch mehr, aber dann würde ich gerne weniger zahlen. Fußball und Traumschiff mein Arsch.
 
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Ergänzend:
1) Der Veranstalter zahlt die GEMA-Beiträge und nicht die Bands oder Musiker.
2) In der Regel haben Jugendklubs einen begünstigten pauschalisierten Vertrag mit der GEMA. Da müssen zwar einzelne Veranstaltungen gemeldet werden, sind aber normalerweise in dieser Pauschale mit drin.

Kann natürlich sein, dass das in Deinem konkreten Fall nicht greift, da es so zu sein scheint, dass Du das ganze auch organisierst (ob Du dadurch automatisch zum Veranstalter wirst, wäre eventuell zu prüfen bzw. zu klären) und der Betreiber des Jugendklubs im Dauerclinch mit der GEMA liegt ...

x-Riff
 
Helmut
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dass es seit diesem Jahr etwas neues gibt, weiss ich auch nicht. Bislang zumindest war es so wie Beyme schrieb. Um sicher zugehen, sollten man der GEMA die Setlist unter Angabe der Komponisten und Texter nennen, bzw. schicken und eine Bestätigung verlangen, dass es sich ausschließlich um GEMA-freies Material handelt.
Ansonsten ist es so, dass die GEMA-Vermutung gilt, die es der GEMA erlaubt zunächst einmal Gebühren zu verlangen. Man geht dabei davon aus, dass es ohne GEMA-pflichtige Musik nicht geht und sei es nur eine Nummer aus der Konserve.

Leider wird der Gesetzgeber dem Thema nicht gerecht. Es ist ein paar Jahre her, als eine Petition eingereicht wurde, dass die GEMA Vermutung so nicht mehr gelten soll, d.h. die GEMA hätte die Beweispflicht gehabt. Aber die Petition wurde abgelehnt, weil die Politiker sich nicht in die Thematik einarbeiten wollten. Es hiess am Ende lediglich, dass auch gestiges Eigentum geschützt werden muss, doch darum ging es in der Petition gar nicht.:bad:
 
patrick
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Zur GEZ - natürlich interessiert mich das Traumschiff auch nicht sonderlich, aber da "krieg ich ja immerhin was für mein Geld" ...

Ergänzend zu meiner frage, ja ich bin auch Veranstalter! Und nein, ich spiele keine GEMA geschützte Hintergrundmusik. Deshalb ärgert mich das ganze ja so, vorallem da mir bei der GEMA niemand erklären kann ... oder will ?! warum das nun denn so ist. Bei meinem Anruf hat man mir aber schon ganz klar gesagt das auch bei eigenen Konzerten, mit eigenen Songs, eine "Mindestgebühr" zu zahlen ist ...
 
Falk
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Man muss das Ganze vielleicht mal von einer anderen Perspektive aus betrachten. Eigentlich ist die GEMA ja unser Freund. Sie vertritt weltweit die Auf- und Verfielfältigungsrechte der ihr angeschlossenen Komponisten, Texter und sonstigen Beteiligten Personen.
Da die ja nun mal nicht überall sein können, gilt und so hat es der Gesetzgeber nun mal bestimmt, die s.g. GEMA-Vermutung. Heißt also, dass davon ausgegangen wird, dass auf jeder öffentlichen Veranstaltung zu verwertendes Material zum Einsatz kommt.
Alle öffentlichen Veranstaltungen müssen daher angemeldet sein. Und zwar vorher. Sollten, wie in Deinem Fall, keine Lieder von GEMA-Mitgliedern weder beim Konzert, noch davor oder danach gespielt oder abgespielt werden, ist am Ende ja auch nichts zu bezahlen. Klar, der Verwaltungsaufwand ist natürlich dennoch gegeben. Wenn Deine Lieder aber gut laufen, die auch per CD oder digital verkauft werden, du einige eigene Konzerte im Jahr spielst, frag ich mich, warum du noch kein GEMA-Mitglied bist?
Ist doch eigentlich cool, du wirst für ein Konzert engagiert und bekommst von der GEMA sogar noch Tantiemen dafür. Und wenn man will, dass seine Songs auch im Radio gespielt werden, kommt eh nicht dran vorbei.
Ich warne immer ausdrücklich davor, es anders zu versuchen. Aus eigener Erfahrung kann ich Euch sagen, dass das verdammt teuer werden kann. Nicht angemeldete Veranstaltungen werden doppelt berechnet!

Wir können uns natürlich auch immer wieder dazu auslassen und auf die GEMA schimpfen, nur nützen und bringen tut uns das nix. So eine Veranstaltung ist doch heutzutage schnell angemeldet und auch nachbereitet.
Übrigens ist das ja bei der GEZ ähnlich, nur noch konsequenter. Man geht heute davon aus, dass Jeder ein Empfangsbereites Gerät besitzt. Das muss ja kein Fernseher oder Radio sein. Allein Handy, Ipad usw. reichen da schon aus. Auch das hat der Gesetzgeber so gestgelegt. Übrigens wählen wir den ja immer selber :)

PS: Bin nicht von der GEMA :) und ich will auch nicht sagen, dass ich das alles für Gut heißen will. Mein Post soll die Realität wiederspiegeln.
 
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Bist du sicher, dass du mit der GEMA gesprochen hast? Die haben mich immer bisher qualifiziert beraten ...

Aufgrund der GEMA-Vermutung musst du das Konzert selbstverständlich bei der GEMA anmelden. Wenn du anhand der Setlist nachweisen kannst, dass kein Lied gespielt wurde, für das die GEMA Inkasso macht, brauchst du auch nichts zu bezahlen. Ist in verschiedenen Clubs durchaus üblich und auch möglich.

Das genaue Verfahren kenne ich nicht, da ich selbst GEMA-Mitglied bin. Aber die GEMA darf kein Geld fordern, wenn kein von ihr vertretenes Repertoire gespielt wird.

Zur GEMA-Vermutung: Die halte ich für in Ordnung. Bei nach meiner Schätzung weit über 99% der Kenzerte wird GEMA fällig. Das ist einfach einfacher zu handhaben ;-)

Viele Grüße
landmesser


Zur GEZ - natürlich interessiert mich das Traumschiff auch nicht sonderlich, aber da "krieg ich ja immerhin was für mein Geld" ...

Ergänzend zu meiner frage, ja ich bin auch Veranstalter! Und nein, ich spiele keine GEMA geschützte Hintergrundmusik. Deshalb ärgert mich das ganze ja so, vorallem da mir bei der GEMA niemand erklären kann ... oder will ?! warum das nun denn so ist. Bei meinem Anruf hat man mir aber schon ganz klar gesagt das auch bei eigenen Konzerten, mit eigenen Songs, eine "Mindestgebühr" zu zahlen ist ...
 
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Wenn Deine Lieder aber gut laufen, die auch per CD oder digital verkauft werden, du einige eigene Konzerte im Jahr spielst, frag ich mich, warum du noch kein GEMA-Mitglied bist?

Du bist also GEMA-Mitglied?


Übrigens wählen wir den ja immer selber :)
Mein Post soll die Realität wiederspiegeln.

Der war gut, den muss ich mir merken. :D
 
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Der war gut, den muss ich mir merken. :D

Mal im Ernst: Für 99% der Konzerte dürfte seine Schilderung die Realität sein. Innerhalb von kleinen Gruppierungen sieht das mangels Wissen anders aus.

Die GEMA vertritt die Interessen der Komponisten und Liedtexter. Klar ist den Veranstaltern das ein Dorn im Auge. Ich wunder mich immer wieder, wie sich die Musiker von den Veranstaltern da um den Finger wickeln lassen. Gerade bei selbstschreibenden Musikern wundert mich das.

Mit freundlichen Grüßen
landmesser
 
Signalschwarz
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Mal im Ernst: Für 99% der Konzerte dürfte seine Schilderung die Realität sein. Innerhalb von kleinen Gruppierungen sieht das mangels Wissen anders aus.

Meine Aussage bezog sich auf das "den Gesetzgeber wählen wir ja selbst". :)
 
siebass
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weil ich mich gerade selber im GEMA und co. kümmern muß, habe ich folgendes bei der GEMA gefunden:
https://www.gema.de/musikurheber/mitglied-werden/infos-zur-mitgliedschaft/

Da Sie als Mitglied Ihre Nutzungsrechte an die GEMA übertragen haben, müssen Sie, wenn Sie selbst als Musiknutzer auftreten - also zum Beispiel Konzerte veranstalten oder Tonträger herstellen - die Lizenz auch für die Nutzung Ihrer eigenen Werke bei der GEMA einholen und für die Verwertung bezahlen.
klingt doch ziemlich eindeutig nach zu bezahlenden GEMA gebühren für die aufführung des eigenen zeugs.
mmhh, gerade noch mal drüber nachgedacht. gilt anscheinend nur, wenn man selber mitglied der GEMA ist.
ich glaub, ich muß mit denen mal kontakt aufnehmen.
 
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