Melodien anhand von Pentatoniken o.ä.?

von Ideentoeter, 29.04.07.

  1. Ideentoeter

    Ideentoeter Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.04.07   #1
    Mal ne Frage die mich beschäftigt: Wie kreiert ihr eigentlich irgendwelche Riffs bzw. eher noch Melodien? Ich kann zwar einige Pentatonik Pattern und imrpovisieren ist auch kein Ding, nur klingt das nicht nach melodie sondern eher...naja, schwer zu erklären...mehr so nach Stimmungen, die man hervorrufen kann, also in Richtung Spannend, aufbauend, auflösen usw. aber nicht so nach typischer Melodie, die man vor sich hinpfeifen könnte. Da mir die Gabe leider (noch) fehlt, mir eine Melodie die mir im Kopf rumschwebt aufs Griffbrett zu übertragen, such ich nach ner Möglichkeit, solche auch sozusagen zu imrovisieren, also Rumprobieren, bis man denkt "Hey, das klingt nach ner guten Melodie".
    Z.B. klingt es für mich auch schon melodiöser, wenn ich die normalen Töne der Tonleiter ohne Halbtöne benutze, als wenn ich was auf der Am Pentatonik improvisiere.

    Ich hoffe, ich konnte mich verständlich machen.
     
  2. Atrox

    Atrox Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.04.07   #2
    hm, ich hab meist eine gewisse grundstimmung im kopf, probier dann paar kirchentonleitern durch, die passen könnten und improvisiere dann über die passende und lass mich gehen. irgendwann bin ich dann so drinnen, dass einmal was dabei entsteht. dann muss ichs nur noch merken, aufschreiben und verfeinern.

    das ganze kommt halt sehr spontan, also kann mir auch schon längere zeit nix einfallen
     
  3. S.Tscharles

    S.Tscharles Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 30.04.07   #3
    Hi1
    Es geht auch noch anders, dauert aber wahrscheinlich ein paar Jahre!
    Versuch beim Üben die Tonleitern mitzusingen. Dann versuch Dir immer den jeweils nächsten Ton vorzusingen, dann zu spielen, und Deine Ohren werden Dir sagen, ob´s richtig war oder nicht.
    Irgendwann kannst Du Dir eine Melodie oder auch ein Solo vorsingen, und das in Echtzeit auf dem Griffbrett umsetzen.
    Ansonsten, was aber auch nicht in zwei Tagen zu schaffen ist: schmeiss allen Krempel den Du Dir vielleicht unter Bezug auf "wie spiele ich schneller" draufgeschafft hast, wieder über Bord, und spiele wie ein Anfänger alle Dir in den Sinn kommenden Melodien oder auch Tonleitern einfach mal nur auf einer Saite.
    Um dabei auf die verschiedenen Töne zu kommen, wirst Du zwangsweise Pausen machen müssen, um die Lagen zu wechseln. Das lässt sich natürlich durch Rutschen (Slides) etwas eingrenzen, aber der Effekt ist der gleiche.
    Wenn es melodisch klingen soll, sollten (müssen aber nicht) Deine Tonfolgen aufsteigen, und Sprünge, die größer sind als eine große Terz, vermieden werden.
    Und falls das alles noch nicht reicht: es gibt von Mick Goodrick ein Buch mit dem Titel "The advancing guitarist" (über Hal Leonhard zu beziehen), daß nicht nur unter dem Aspekt der Melodiebildung recht lesenswert ist.;)
     
  4. Hans_3

    Hans_3 High Competence Award HCA

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    Erstellt: 30.04.07   #4
    Der Punkt ist, dass diese "Gabe" ja nicht eines Tages vom Himmel gefallen kommt, sondern durch Übung erst entsteht.

    D.h. es läuft sonst darauf hinaus: "Ich übe es nicht, weil ich es nicht kann und und kann es nicht, weil ich es nicht übe".

    Die Tipps von S.Tscharles sind da sehr hilfreich. Vor allem das Mit- und Vorsingen. VErsuch alles zu spielen, was Dir in den Kopf kommt, das dürfen auch Kinderlieder etc. sein. Dem Gehör und den Fingern ist das letztlich egal.

    Davon unberührt bleibt natürlich die Mögichkeit, durch Improvisation zu Riffs und MElodien zu kommen.

    Im Idealfall ergänzt sich das das ohnehin alles: eine vorhandene Melodie/ein Motiv wird improvisatorisch ausgebaut oder aus der Impro entsteht eine Idee, die man anschließend mit spontanen Zutaten aus dem Kopf gezielt ausbaut.
     
  5. Ideentoeter

    Ideentoeter Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.04.07   #5
    @S.Tscharles: Danke, das klingt nach guten Ansätzen, werd ich mal ausprobieren.

    @Hans_3: Es ist anscheinend unter Gitaristen immer so, dass man sich so genau und unmissverständlich ausdrücken sollte, wie es geht, damit es nicht zu Missverständnissen kommen kann ;) Ich sagte ja nicht, dass es ich nicht übe, weil ich es noch nicht kann oder dergleichen. Aber in meinem jetztigen Status kann ich es halt trotz üben noch nicht, auch wenn ich daran arbeite, schließlich ist das ja eines meiner Hauptsächlichen Ziele beim Gitarre lernen: Alles was mir im Kopf rumschwirrt auch auf dem Griffbrett umsetzen zu können. Das das nicht von alleine kommt, ist klar.

    @Atrox: Was fällt denn unter Kirchtonleiter?
     
  6. moe8

    moe8 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.04.07   #6
    kirchentonleitern sind hieralle aufgeführt. aus ionisch ist später unser Dur entstanden und aus äolisch moll mein ich.
     
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