Metal - Kunst oder nicht?

  • Ersteller heiligerbimbam
  • Erstellt am
Schlagzeugtante schrieb:
Lernt, dass ihr Sachen gut finden könnt, die nicht von der gesamten Welt, als das höchste Gut betrachtet werden OHNE EUCH SHCLECHT ZU FÜHLEN.

Nicht nur das. Ich hätte das ganze sogar eher umgekehrt aufgeführt, denn das scheint aus meiner Sicht ein noch größeres Problem darzustellen...
 
@Symbolic:


Ja da hast du vollkommen recht!

Jedoch sollte man nicht vergessen, dass beide Punkte gleichwertig zu behandeln sind, denn sonst ist man wieder keinen Schritt weiter...
 
*wohl doch nicht*
 
-Avalanche- schrieb:
Ergo:
Metal = von Menschen gemacht
Metal = Kunst

Wenn du es dir so leicht machst, könnte man aber auch argumentieren:

Krieg = von Menschen gemacht
Krieg = Kunst
Black Metal ist Krieg
Black Metal = Kunst...
 
Knüppeltroll schrieb:
Wenn du es dir so leicht machst, könnte man aber auch argumentieren:

Krieg = von Menschen gemacht
Krieg = Kunst
Black Metal ist Krieg
Black Metal = Kunst...

Krieg ist aber absolut unkreativ und bringt das sterben von Menschen mit sich.
Black Metal ist kreativ und davon stirbt niemand.
Sehr unguenstiges Beispiel.
 
Es gibt im Realismus den Grundsatz

Kunst= Natur - x

Nun wird hir beispielsweise argumentiert das Black Metal keine Kunst sei weil er Krieg thematisiert (ich habe nicht propagiert gesagt)

Also wo ist dann das Problem.

Wenn Krieg eben Thema eines Songs ist, so ist es Kunst so wenig wie möglich (x) von der Natur des Kriegs abzuweichen (wie eben im Black metal)

Wenn das Thema Freude ist, so ist es Kunst wenn der Song gefühlsmäßig her so wenig wie möglich von der Freude abweicht. :D

Wenn das Thema Schmerz und Verlust ist, so ist es Kunst wenn der Song Schmerz oder Trauer vermittelt. :(

Musik ist wie eine Sprache oder ein Bild. Ein Gedicht oder ein Fresko über Krieg kann auch Kunst sein, egal wie drastisch es in seiner ungeschönten Darstellugn des zu vermittelnden agiert. Technik ist hierbei ein Aspekt der je nach Interpret mehr in den Vordergrund oder in den Hintergrund tritt, aber nichts mit dem Künstlerischen Gedanken hinter dem Werk zu tun hat.

Wenn man sagt "technischer Metal ist scheiße" oder "untechnische Balladen sind scheiße" dann könnte man ebenso sagen "Jedes Bild von einem Blauen Himmel das mit einem großen Pinsel gemalt wurde ist scheiße". Der Gedanke
dass sich der künstlerische Aspekt einer sache infolge des vom Interpreten verwendeten Instrumentariums messen lasse ist von vornherein obsolet.

Über Geschmack lässt sich eben nicht streiten.
Aber wenn ich bei Fafnir irgendwelche an den Haaren herbeigezogenen analogien zu Schwulen und sonstwas für stigmatisierte Metaphern lese denke ich mir einfach gar nichts. Da müsste ich mich ja auch jedesmal aufregen wenn Der Bohlen im Fernsehn behauptet er sei der Größte weil er mit unwissen um sich wirft. Einfach nicht beachten. Die Zeit und Energie die man auf so etwas verschwendet ist vergeudet.
 
Damn! Die Frage nach Kunst sein oder nicht lässt sich NIEMALS pauschal beantworten, da Kunst im Auge des Betrachters liegt und in der Motivation des Schöpfers. Es gibt seeeelten ein Prädikat wie "Das hier soll Kunst sein." oder "Nein, keine Kunst."
 
Imperial schrieb:
Kunst = Natur - x
bei "Natur" ist hier die Natur der Musik einzusetzen? Also Krieg, Frieden, Liebe, Glück, Hass, etcetc...? Eine gute Formulierung, die es ziemlich treffen könnte...

Imperial schrieb:
Wenn man sagt "technischer Metal ist scheiße" oder "untechnische Balladen sind scheiße" dann könnte man ebenso sagen "Jedes Bild von einem Blauen Himmel das mit einem großen Pinsel gemalt wurde ist scheiße". Der Gedanke
dass sich der künstlerische Aspekt einer sache infolge des vom Interpreten verwendeten Instrumentariums messen lasse ist von vornherein obsolet.
Ja, die Spieltechnik darf keine Bewertungsgrundlage für Musik sein. Ich meine aber trotzdem, dass gute Musik nicht ohne eine _gewisse_ (sehr niedrige, aber trotzdem..) Komplexität (Songwriting, nicht Spieltechnik!) auskommt.

Imperial schrieb:
Über Geschmack lässt sich eben nicht streiten.
Aber wenn ich bei Fafnir irgendwelche an den Haaren herbeigezogenen analogien zu Schwulen und sonstwas für stigmatisierte Metaphern lese denke ich mir einfach gar nichts. Da müsste ich mich ja auch jedesmal aufregen wenn Der Bohlen im Fernsehn behauptet er sei der Größte weil er mit unwissen um sich wirft. Einfach nicht beachten. Die Zeit und Energie die man auf so etwas verschwendet ist vergeudet.
Etwas als "schwul" zu bezeichnen drückt nicht zwingend Homophobie aus, das ist eben in den sprachgebrauch übergegangen, muss man zu Fafnirs Verteidigung sagen.
Zu der verschwendeten Zeit: im Gegenteil: sowas DARF man nicht tolerieren. Wenn jemand scheiße ist, dann muss er das auch zu hören kriegen. Jemand scheiße zu finden, es aber nicht zu sagen, wird auch in Zukunft mehr dumme Leute zulassen... Das ist aber Ansichtssache.
 
@am_i_jesus?

in deinem Letzten Punk stimme ich dir zu.
Es stimmt zwar das die Bezeichnung "Schwul" in userem gägnigen Sprachraum nicht zwingend Homophobie deklariert, aber ich habe mir tatsächlich die Zeit genommen diesen Thread komplett durchzulesen, und bei mir hat sich durch die lachse andwendung dieses Begriff Seitens von Fafnir dieser Eindruk manifestiert, wobei ich durchaus einräume dass ich mich geirrt haben kann.

Technik ist nunmal etws erforderliches für alle bereiche der Musik.
Selbst wenn du nur eine Note spielst brauchst du eine gewisse Technik um diesen Zu erzeugen.

Wenn du zum Frühstück Kornflakes löffelst brauchst du eine gewisse technik um den Löffel zu "bedienen" ;)

Für Natur ist die Natur der Sache einzusetzen. Die Natur des Krieges faccetiert sich in verschiedenen Aspekten... Laut... aggressiv... zerstörerisch.
Gleiches gilt für die Natur anderer Thematisierter Bereiche. So würde ich das sehen. Hierbei bleibt zu beachten, dass grade dieser Ansatz Kunst zu definieren aus dem Realismus kommt, und sich die Kunst nicht auf selbigen beschränkt.... wäre ja auch irgendwie langweilig :great:
 
Ich wollte mit dieser Schlussfolgerung eigentlich nur deutlich machen, dass man es sich nicht so leicht machen kann, dieses Thema mit ein paar "="-Relationen abzuhandeln. Und dabei war mir durchaus bewusst, dass der Vergleich dumm ist... eigentlich war das sogar meine Absicht. Aber ich dachte nicht, dass ich damit gleich eine Diskussion über den künstlerischen Wert des Krieges lostrete.

Aber ich denke nicht, dass Krieg etwas komplett unnatürliches ist. Er scheint mir sogar in der Natur des Menschen zu liegen...
 

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