Midi-Interface mit umfangreichen Mapping-Funktionen gesucht

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Bisher habe ich vom Atari (mit Notator, ExPort) bis zum Win7-Desktop-PC fast jede Entwicklungsstufe der Rechner mitgemacht. Auf Apple steige ich nicht um, keinesfalls! Beim Übergang von Atari zum damaligen Windows 98 legte ich mir neben einer Windows-Version von Logic/Emagic auch einen Unitor 8 mit USB zu. Und dann stellte Emagic den Support ein :-( Den Unitor kann ich nicht mehr kofigurieren, der wandert in die Bucht und erzielt hoffentlich noch 70 bis 100 Euro.

Jetzt dient der Unitor mit der einfachen Funktion "alles was an dem einen oder anderen Port reinkommt, geht an allen Ports raus". Das ist unbefriedigend, da ich ein nicht splitbares Keyboard (Clavia Nord Electro 3) habe und kein anderes will. Es soll ein Orgelexpander (Hammond XM1) angesteuert werden, und auch eine Begleitautomatik wie Roland BK-7M. Des weiteren stehen noch diverse Expander im Rack.

Ich oder besser das Midi-Interface muss also das vom Keyboard (oder Sequenzer) kommende Midi-Signal dahingehend bearbeiten können, dass an einem von mir gewählten Ausgang die Tonhöhe nicht tiefer sein darf als C3 (Midi-Nr. 60), ein Obermanual simulierend. Gleichzeitig soll der Midi-Kanal geändert werden können. Mein alter Expander Böhm 4x9 konnte das notfalls selbst übernehmen durch die Funktionen "recieve channel", "highest key" bzw "lowest key", und er konnte auch transponieren (in diesem Beispiel nur in Oktavschritten sinnvoll). Das sollte das Midi-Interface auch können. An einem anderen Ausgang soll das Midi-Signal oben begrenzt werden und auf einen anderen Kanal gemappt werden. (Untermanual) Dann spiele ich auf dem Clavia Obermanual > C3 und Untermanual < C3. Das Midi-Interface soll also aus dem Clavia ein einmanualiges Master-Keyboard machen.

Für einen Betrieb mit "Arranger" sollte das per Split erzeugte Untermanual die Begleitautomatik ansteuern, und natürlich den Orgelexpander, der an einem anderen Ausgang hängt. Hier ist die Oktavtransponierung wichtig, da die Akkorde sonst nur "grummeln".

Im Sequenzerbetrieb sollte es möglich sein, alle Daten eines oder mehrerer Midi-Kanäle per Mausklick auf verschiedene Ausgänge zu legen.

Synchronisationsaufgaben sind nicht so wichtig, können eigentlich ganz entfallen. Das Ganze sollte via USB am Computer gesteuert werden. Auf http://www.klemm-music.de/motu/midi/index.php gibt es zwei Geräte, nämlich

1.) MIDI Express 128 ca. 250.- €

2.) MIDI Express XT fast 500.- €

Kann Motu das liefern, was Emagic vor 10, 15 Jahren oder noch mehr gebaut hat? Und kann ich Presets speichern, für Sequenzerbetrieb, Arrangerbetrieb etc.?

Hat jemand Erfahrung mit einem der Geräte? Ich hatte diese Frage jetzt zwei Wochen im MOTU-Forum stehen und keine Antwort bekommen. Danke schon mal.

P.S. Ich habe das Handbuch auf http://www.klemm-music.de//download-center/index.php?dl_id=1306164819 durchgelesen und keine Hinweise auf Filterung von höchster / tiefster Note gefunden. Und das bei dem teureren Gerät.:mad: Von Transponieren ist auch nicht die Rede.

Kennt jemand andere Geräte, die das können?
 
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Nur der Vollständigkeit halber, du möchtest diese Funktionen auch unabhängig vom Rechner haben, richtig? Der Begriff Interface verleitet zu der Annahme, daß eine Softwarelösung und ein 100 Euro Interface reichen könnten...
 
@Leef: Das war jetzt auch mein erster Gedanke. Sich ein billiges MIDI I/O Interface für 20,- EURO holen und dazu z.B. Plogue Bidule. Das Programm kann das alles.
 
Danke schon Mal für die Hinweise. In Verbindung mit einem Programm wie Logic Gold (Logic Delta reicht auch) macht der Unitor das auch. Bzw. es macht nicht der Unitor, sondern ich stelle im Programm im MIDI-Through-Kanal die entsprechenden Werte ein. Damit ist aber der Rechner voll beschäftigt (Logic kann dann nicht sequenzen), und ich muss Änderungen durch Umstecken der Verkabelung durchführen. Dazu muss ich am Boden liegen und halb blind im Rack rumfummeln; eigentlich muss ich dazu das ganze System runterfahren. Und das Ventilatorgeräusch des Rechners stört auch.

Also die Notenbegrenzung und Transposition sind Anforderungen, die das Interface können sollte. Sonst brauche ich mir kein neues anzuschaffen. Natürlich brauche ich den Computer mit entsprechender Interface-Software, um eine Grundkonfiguration zu erstellen. Danach kann ich ihn abschalten, und das Interface sollte diese Konfiguration behalten, bis sie geändert wird.

Theoretisch reicht auch der Atari, um einen Großteil der Aufgaben zu erfüllen. Verkabelungsschema: Keyboard und Atari werden 1:1 verkabelt. Aus dem ExPort geht B zum Begleitautomat (Limit "Untermanual", dem Roland BK-7 ist die Oktavlage egal). Ausgang C zum Hammond-Expander (hier muss ich 2 Ghost-Spuren erzeugen, für Ober- und Untermanual; das letztere um 2 Oktaven nach oben transponiert. Unterschiedliche MIDI-Kanäle.) Ausgang D für in Reihe geschaltete Expander. Vorteil: der 1040 ist geräuschlos. Nachteil: die Bauteile sind inzwischen so alt, dass ein absturzfreier Betrieb Glückssache ist.

Ein neues Interface wäre sicherer. Leider hat die Kombination Windows-Rechner + Unitor 8 schon etwas Atari-haftes. Mal wird er erkannt, mal nicht. Mal beißt sich der Unitor-Control mit Windows. Treiber und Firmware sind bis zum Äußersten upgedatet. Ich habe auch schon im Logicuser-Forum nachgefragt. Tenor der Antworten: Apple kaufen + neues Programm, was ich nicht vorhabe.
 
Du brauchst vermutlich nicht unbedingt ein Interface, vielmehr eine kleine Midi Box in Hardware gegossen, die deine Wünsche umsetzen kann. Schau mal in diese Richtung https://www.thomann.de/de/midi_solutions_event_processor_plus.htm

Leider habe ich mich damit noch nicht weiter beschäftigt, aber ich denke es wäre vllt sinnvoll das zu trennen - außer du brauchst wirklich ein Interface.
 
Mir ist kein Midiinterface bekannt, das diese Optionen bietet.
Witzig finde ich, dass es mir damals unter XP mit dem AMT-8 (Unitor-Baureihe) genauso ging. Am besten lief noch - wenn ich mich recht entsinne - der vorletzte Treiber (2.2.6).
Inzwischen weiss ich, dass das was mit Registry-Einträgen für Midiports und anderen Dingen zu tun hat.

Damals habe ich es schlicht und ergreifend mit einem Miditemp-Gerät gelöst. In meinem Fall war es der MP-44 - der ist allerdings sehr unkomfortabel zu programmieren. Eines der neueren Geräte (mit Fernbedienung) war damals für mich leider unerschwinglich.
Ich verstehe nach wie vor nicht, warum diese Firma diese Geräteserie eingestellt hat.

Wenn Du auf der Windows-Ebene bleiben willst, könntest Du mal nach dem Steinberg Midex schauen - ich habe gehört dass Steinberg für Win7 wieder Treiber dafür geschrieben hat - das wäre vielleicht eine Alternative (obwohl ich den genauen Funktionsumfang nicht kenne).

Mein Fazit:
Hardware -> Miditemp MP- oder PMM- Serie.
Windows -> Midex + Software
Mac -> Unitor + Logic.

Ich selbst nutze (sehr zufrieden) letztere Kombi - aber die kommt für Dich ja nicht in Frage...

Clemens
 
Für die totale Routing-, Filter-, Split- etc.-Freiheit gehen eigentlich nur die Geräte von Miditemp: PMM88-E (8 In, 8 Out, selten) und MT16X (16 In, 16 Out, sehr selten). Die haben zwar null Rechnerverbindung, also mußt du jeweils den einen oder anderen Eingang und Ausgang für ein MIDI-Interface opfern, aber ansonsten gibt's nichts, was die nicht können. Allerdings werden sie dich eventuell mit ihren Möglichkeiten erschlagen.


Martman
 

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