Midi Umbau einer Hohner Vox

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Ralf_
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Ein herzliches Hallo zusammen!

Ich habe schon oft Beiträge gelesen aber noch nie etwas zum Forum beigetragen. Das will ich hiermit ändern. Ursprünglich kam mir der Gedanke, mein in die Jahre gekommenes Atlantik abzulösen. Etwas Neues sollte her. Und besser sollte es auch sein. Nachdem ich die derzeitigen Preise gesehen habe, behalte ich nun doch mein altes Schätzchen und bringe es zum Nachstimmen.
Bei meiner Recherche nach neuen und gebrauchten Akkordeons bin ich auf das Thema Midi gestoßen.
Neue Midi Akkordeons sind mir allerdings viel zu teuer. Ich frage mich, mit welcher Berechtigung? Die aufwendigen Handarbeiten wie bei den mechanischen Modellen sind doch gar nicht nötig?
Alte defekte Akkordeonorgeln aus den 60ern bekommt man in der Regel für einen zweistelligen Betrag. Die können natürlich kein Midi.
Eine Hohner VOX N war schnell ersteigert und nachdem sämtliche Elektronik entsorgt wurde, konnte der Umbau beginnen.
Es gibt mehrere Anbieter, die Umbausätze verkaufen. Die sind allesamt zu teuer, zu umständlich, zu antiquarisch. Ich hatte keine Lust auf spezielle Treiber, Adapter oder Software Konfigurationen.
Ich wollte eine Lösung mit der ich die Akkordeonorgel per USB an den PC verbinden und dann direkt loslegen kann.
Nach großem Zeitaufwand, jedenfalls was die Programmentwicklung betrifft, ist folgendes herausgekommen:
Die Akkordeonorgel wird mit einem USB Kabel mit dem PC verbunden. Dort läuft die Software Kontakt von Native Instruments. Man kann mit der kostenlosen Version starten. Darin sind schon einige Instrumente enthalten. Software von anderen Herstellern sollte auch laufen aber Kontakt hat den großen Vorteil, dass man Instrumentenbänke als Standard definieren und per Midi steuern kann.
Den Midikanal und die Instrumente wählt man vom Akkordeon aus per Kipptaster. Getrennt für Diskant, Grundbass und Akkordbass. Auf Wunsch schaltet man mit den Bassregisterschaltern Grund und Akkordbass synchron. Die Tonhöhe ist oktavenweise getrennt für Bass und Diskant einstellbar.
Pro Midikanal sind 128 Instrumente möglich. Das schafft aber kein PC. Ich habe pro Kanal 10 Instrumente vorgesehen, macht also 160.
Die beiden Regler, die man auf dem Foto sieht, regeln die Lautstärke pro Instrument getrennt für Diskant und Bass. Das ist ganz praktisch weil die Instrumente unterschiedlich laut sind.
Für die Gesamtlautstärke zieht man die Orgel auf und zu, ähnlich wie beim Balg eines mechanischen Akkordeons.
Die benötigten Bauteile für den Umbau lagen bei ca. 80 Euro, je nachdem wo man sie kauft.
Alle weiteren Details findet man auf meiner Webseite. Ist alles kostenlos und die Seite enthält keine Werbung.
Programme, Schaltpläne, Bauteilliste, Kauftipps und Umbauanleitung sind hier abgelegt und dokumentiert:
https://sserval.wixsite.com/ralfsblog
Wer etwas Ähnliches vorhat, wird dort vielleicht fündig.
Auf der Seite habe ich auch ein paar einfach gespielte Hörproben abgelegt.

Inzwischen macht mir das Teil soviel Spaß, dass ich mich dazu entschlossen habe, die Akkordeonorgel autark zu machen. Ein Mini ITX Mainboard sowie Audio Buchse etc. ist schon angeschafft, so dass in Zukunft kein externer PC mehr benötigt wird. Das ganze wird mit einem externen kleinen 12 Volt 60 Watt Netzteil gespeist. Auf dem Basteltisch läuft das auch alles, ich muss es noch einbauen. Das wird noch eine Herausforderung. Der Platz im Inneren ist sehr begrenzt. Die zusätzlichen Kosten lagen bei ca. 170 Euro. Das werde ich dann auch noch auf meiner Seite beschreiben, wenn ich mit der Bastelei fertig bin.

Akkordeon_nachher.JPG

DSC01284.JPG
 
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