Mittelklasse-Mikrophon-Set für Drum-Recording - Audix vs. Lewitt vs. Sontronics

Charvelniklas
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1.: Kickdrum mit Filzbeater ist einfach grober Unfug. Rockmusik braucht Plastik.
Öh... nö. Seh ich nicht so. Bei weichen, zylinderförmigen Schlägel würd ich dir zustimmen. Aber es gibt ja auch deutlich härtere, die nicht den allzu "plastikigen" Attack haben. =)

2.: Bei guter Positionierung der Overheads muss man beim Phase-Aligning plötzlich viel weniger nachziehen.
Genau so ist es. ☺️ Es gibt genügend Toningenieure, die sogar nichts in Richtung Time-Alignment machen, sondern die Mikrofonierung perfektionieren und dann das Timing lassen, wie es ist.
 
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Navar
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1.: Kickdrum mit Filzbeater ist einfach grober Unfug. Rockmusik braucht Plastik.
Man muss da einfach ein wenig rumprobieren. Mit/ohne Beaterpad, verschiedene Beater Arten usw. Manchmal passt es, manchmal halt was anderes :)

2.: Bei guter Positionierung der Overheads muss man beim Phase-Aligning plötzlich viel weniger nachziehen.

Overheads brauchen Zeit und Geduld. Man muss sich überlegen was man einfangen möchte, wie sich die einzelnen Komponenten verhalten und wie das Balancing ist. Da kann schnell ein Becken untergehen oder irgendwas anderes total überbetont sein. Erwischt man die falsche Position kann es dazu führen dass es "wooshig" klingt und wenig differenziert usw. Ich versuche z.B. die Mics so zu platzieren, dass sie nicht auf der Schlagachse liegen wo das Becken die größte Auslenkung hat.
Rein visuell von den Bildern würde ich mit einer anderen Position des linken Overheads beginnen (aus Drummer Perspektive), das linke Crash wird wahrscheinlich etwas überrepräsentiert sein. Dann würde ich das HiHat Mikrofon anders aufstellen, da ist so viel Platz, das muss man nicht so positionieren. Das läuft auch etwas Gefahr zu viel "Wind" abzubekommen. Die Toms wären mir deutlich zu close und zu steil weg vom Treffpunkt. Das alles aber gerade nur rein visuell beurteilt.

Und auf jeden Fall macht das mit der Overhead Positionierung viel aus was die Phase angeht. Da kann eine Snare sehr schnell komisch klingen, komplett ohne Körper oder aber ein schwer ortbares Raumverhalten entwickeln. Das kriegt man dann auch nicht mit einem einfachen Phase Alignment hin sondern muss dann wirklich ans Timing der Spuren gehen. Deswegen nehme ich mir für die Mikrofonierung, die das gesamte Schlagzeug aufnimmt auch immer sehr viel Zeit. Bei closed Mics muss man eh immer irgendwie mit Kompromissen arbeiten, da gibt die Aufstellung der Drums sehr viel vor. Da komme ich in der Regel mit deutlich weniger Neupositionierung und Korrekturen aus.
Wenn ich bei einem Overhead Mikrofon zum Beispiel merke, dass der Drummer die Becken unterschiedlich spielt oder aber es ein anderes, unschönes Ungleichgewicht gibt zieht das immer eine Neuausrichtung der ganzen Mikrofonierung nach sich, da reicht dann ein Mikrofon nicht aus. Deswegen habe ich mir auch angewöhnt, mit der HiHat Seite anzufangen, da hat man meist noch mindestens ein Crash und vielleicht noch ein China, und oft steht die Snare ja eher etwas zur HiHat Seite. Dann höre ich mir an wie das Balancing auf der Seite ist, justiere nach und passe dann die gegenüberliegende Seite an. Bei einer richtig großen Beckenburg wo eventuell noch Splashes, Bells und Effekte in der Mitte liegen benutze ich manchmal gerne noch eine zusätzliche Stütze.
 
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Apfelsaft
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