Möglichst lauter A-Bass, Folk-Sessions, bis ~500€ - Ovation/Applause?

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Und jetzt bin ich doch wieder bei den Akustik-Bässen gelandet...

Was ich suche steht ja bereits im Titel: Einen A-Bass der möglichst laut ist, sodass ich ihn auf Folk-Sessions u.ä. spielen kann. Die Instrumente, mit denen ich da zu tun hätte, sind meines Wissens nach vor allem Drehleiern, kleine Sackpfeifen, Harfen, Cajons etc. Ich möchte ihn aber auch für Straßenmusik und Jams mit einer Freundin zusammen nutzen (A-Gitarre oder -Bass mit Hakenharfe oder Nyckelharpa und 1- oder 2-stimmigem Gesang).
Tja, und irgendwie komm ich dabei immer wieder auf Ovation. Ich habe schon eine Squier Stratacoustic, die ja ebenfalls einen Fiberglas-Korpus besitzt und selbst mit .009 auf .042er E-Gitarren-Saiten recht laut kann. Die Ovation-Klampfe eines guten Freundes mit fetten Bronze-Saiten macht nochmal bedeutend mehr Alarm. Und d'Averc schwärmt hier in letzter Zeit ständig von seinem Ovation-A-Bass. Rein optisch gefallen sie mir dazu auch noch, was das GAS komplett macht.

Im Moment hab ich mich also schon sehr auf Ovation eingeschossen. Die quälende Frage ist nun: welches Modell?!
Auf dem Radar hab ich zur Zeit (von günstig nach teuer):
- Ovation Applause AE-140 HB (295€)
- Applause AE140-5 (339€)
- Ovation B778TX-5 Elite (545€)
Letzterer sollte - nach meinem hier angelesenen Wissen - eigentlich am lautesten und bassigsten sein, wegen der Kombination aus Rundrücken und seitlich versetzten, kleinen Schalllöchern. Außerdem find ich ihn optisch am ansprechendsten, aber da bin ich in diesem Fall bereit, Kompromisse einzugehen... und der Preamp ist weitaus beeindruckender. :D
Das Hauptkriterium ist für mich gerade wirklich akustische Lautstärke und ich frage mich, ob der Ovation in Bezug aufs Preis-Lautheits-Verhältnis :)rolleyes:) da die Nase vorn hat oder es sich eher um Nuancen handelt. Außerdem erschließt sich mir der Unterschied zwischen dem AE-140 und dem AE140-5 nicht so ganz, abgesehen von der Farbe wirken die ziemlich identisch. Dann wäre der AE-140 ja ein ziemliches Schnäppchen, der gefällt mir in seinem Honeyburst optisch nämlich sogar besser als der glänzend schwarze AE140-5.

Tja, was meint ihr Spezialisten dazu? Die SuFu hab ich schon gequält, die hat zu den Ovation-Bässen leider keine wirklich gut verwertbaren Infos ausgespuckt. Oder überseh ich durch meinen GAS-induzierten Tunnelblick gerade wesentlich lautere Instrumente in der gleichen Preisklasse?


Viele Grüße
Jan
 
Moulin
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User Thread Akustik Bass

Den Elite gibt es auch in Natur Finish.

Ob der Elite nun bassiger ist weiß ich nicht. Das wäre er, wenn man das seitliche Schall - Loch nicht nur optische Gründe hat sondern verwendet um einen A Rahmen unter die Decke zu kleben statt wie üblich einen X Rahmen, zumal sich bei einem seitlichen Schalloch die Schwingungsfläche der Decke verlängert.
Das ist das Prinzip, das man bei Tacoma Bässen angewandt hat und da funktioniert es.

Für unverstärkte Strassenmusik würde ich in jedem Fall dann Bronzesaiten nutzen. Der metallische Bereich dieser Saiten macht den Bass besser hörbar.
Und wichtig ist dabei auch die Spieltechnik, denn damit kann man den Bass schon deutlich lauter bekommen. Der Unterschied zur üblichen E Bass Spieltechnik ist da in Bezug auf die Lautstärke erheblich!
Wenn Du Plec spielst ist das auch nicht falsch.

Möglichkeit II: Den Bass mit einem Batterieverstärker etwas hörbarer machen. Den kann man zur Not in einer Tasche verstecken (wegen Optik und Ordnungsamt).

.
 
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... und das ist natürlich wieder der einzige Post, den ich übersehen hab. :rolleyes: Danke schön! Sieht auch auf dem Foto noch ne ganze Nummer schicker aus als auf dem Produktfoto. :)

Den Elite gibt es auch in Natur Finish.
Wobei das ja das Vorgängermodell zu sein scheint.

Ob der Elite nun bassiger ist weiß ich nicht. Das wäre er, wenn man das seitliche Schall - Loch nicht nur optische Gründe hat sondern verwendet um einen A Rahmen unter die Decke zu kleben statt wie üblich einen X Rahmen, zumal sich bei einem seitlichen Schalloch die Schwingungsfläche der Decke verlängert.
Das ist das Prinzip, das man bei Tacoma Bässen angewandt hat und da funktioniert es.
"Ovation’s 4-string bass guitar features a solid-spruce top with scalloped X-bracing for superior note definition, [...]" - schade, kein A-Rahmen. Dafür halt trotzdem die längere Schwingfläche, aber ob das so viel ausmacht...?

Für unverstärkte Strassenmusik würde ich in jedem Fall dann Bronzesaiten nutzen. Der metallische Bereich dieser Saiten macht den Bass besser hörbar.
Und wichtig ist dabei auch die Spieltechnik, denn damit kann man den Bass schon deutlich lauter bekommen. Der Unterschied zur üblichen E Bass Spieltechnik ist da in Bezug auf die Lautstärke erheblich!
Wenn Du Plec spielst ist das auch nicht falsch.
Die Straßenmusik seh ich da nicht so kritisch. Das dürfte alleine auf Grund der Instrumentenkonstellation recht unproblematisch sein, denn Harfe und Nyckelharpa sind auch nicht extrem laut. Sollten wir aber auf die Idee kommen, noch ne Drehleier dazu zu nehmen, dann könnte das schon nötig werden, die ist doch bedeutend lauter.
Die Sessions werden wahrscheinlich das "schwierigste". Wie würdest du den Bass denn anders als mit der "üblichen E Bass Spieltechnik" spielen? Slappen/Double Thumbing kann ich so langsam einigermaßen, auch was Plecs angeht bin ich recht schmerzfrei - hauptsache es klingt. Was mir sonst noch einfallen würde wäre die Finger etwas in Richtung Hals zu kippen und die Saiten dann mit sehr viel Fleisch anreißen, etwa so wies beim Kontrabass aussieht, wenn pizzicato gespielt wird?

Möglichkeit II: Den Bass mit einem Batterieverstärker etwas hörbarer machen. Den kann man zur Not in einer Tasche verstecken (wegen Optik und Ordnungsamt).
Tendenziell eher ungern, aber wenns akustisch doch gar nicht gehen sollte könnte ich ja noch nen MicroCube RX dazukaufen und käme mit AE-140, Gigbag und Cube immer noch günstiger weg als mit dem Elite für sich alleine. :gruebel:
 
d'Averc
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... Was mir sonst noch einfallen würde wäre die Finger etwas in Richtung Hals zu kippen und die Saiten dann mit sehr viel Fleisch anreißen ...
jupp. reißen - nicht zupfen ;). und mit plek kommst du recht problemlos mit ´ner gefingerten/ gestrummten westerngitarre klar.

zu den modellen: der cc2474 ist der longscale-nachfolger meines shorties. der hat dann auch das scalloped-bracing (was ein unterschied zum applause scheint). mir scheint der sound definierter. ob es wirklich lauter ist ... leider keinen direkten vergleich, da ich mit meinem bass nicht wieder im laden war ;). vll. fändest du noch einen in D aus der celebrity-baureihe. usa no prob, z.b. http://www.newegg.com/Product/Produ..._120515_ec49c354da9f9da7682c5a46aefabeec:0000. zum schwachwerden war vll. die elite-baureihe. lag in den 90ern bei 2000,00$ ...
 
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Drück mal die Saite etwa 12 cm von der Brücke entfernt zur Decke und lass sie dann los knallen. Da wirst Du schon einen deutlichen Unterschied hören. Am Einfachsten laut zu spielen ist es aber mit dem Plek, wenn Dir das liegt würde ich dafür jetzt keine neue Technik lernen.
Bei der Strassenmusik musst Du auch an andere Sachen denken wie Strassenlärm, Geräusche von Menschen usw.
da werden deine Mitspieler dann schnell mal etwas lauter und Du gehst baden.
Aber egal. Erst mal versuchen.
 
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Das umgesetzt in flüssiges Spiel klingt für mich jetzt nach "Anschlagsfinger volle Kanne senkrecht auf die Saiten ballern". Das ist zwar zumindest aufm E-Bass, auf dem ichs grad mal trocken ausprobiert hab, ganz schön laut... aber ich glaub so wirklich Spaß macht das langfristig nicht. Dann doch lieber mit Plec, wenns laut werden muss, damit bin ich zumindest sehr erfahren.
Das mit dem Straßenlärm hatte ich tatsächlich nicht bedacht, da hat mich grad ein befreundeter Gitarrist drauf gestoßen. Die hatten hier in HH in der Mönckebergstraße mit einem sehr lauten Sänger und einer kräftig gestrummten Western (Ovation) schon enorme Probleme durchzukommen. In der Fußgängerzone in Flensburg hingegen gibts solche Probleme z.B. gar nicht, da hört man die obligatorischen A-Gitarristen meist sogar schon aus einer gewissen Entfernung. Ist also sehr ortsabhängig, mal schauen.


jupp. reißen - nicht zupfen . und mit plek kommst du recht problemlos mit ´ner gefingerten/ gestrummten westerngitarre klar.
Gerade letzteres klingt doch schonmal sehr gut, danke! :)
 
disssa
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...zwischen den Meeren...
Als recht "laut" (unverstärkt) habe ich den Johnson JB-GBS in Erinnerung.

johnson.jpg


Vorteil von diesem Bass: Man kann ihn auch (ohne weiteres) verstärkt spielen. Er ist dann jedoch recht Feedback-anfällig...

Noch lauter und wohl eher für "straßenmusik" geeignet empfand ich den Johnson JB-24

JB-24.jpg


Den bekommt man hin und wieder auf dem Gebrauchtmarkt für knappe 150-200 Euro. Die Verarbeitung und der Klang sind top.

Ich würde das Spiel mit Plek empfehlen, da sich dieses deutlich besser durchsetzt, als (zumindest mein) Fingerspiel...
 
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Noch lauter und wohl eher für "straßenmusik" geeignet empfand ich den Johnson JB-24

JB-24.jpg


Auf jeden Fall sind die Voll Akustik Bässe lauter. ;)

Wenn man es ganz günstig will kann man natürlich auch die Johnson nehmen oder Harley Benton, wenn es nicht sogar die gleichen sind. ;)
Der Halbakustik Bass oben wurde eine Zeit lang abgewandelt auch als Harley Benton verkauft.
 
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... Noch lauter und wohl eher für "straßenmusik" geeignet empfand ich den Johnson JB-24...
hatte ja mal den teureren JAB-100CE ... da gibt es heute imho einige akus in der preisregion, die deutlich lauter sind ...
und dann haben die diese typischen preciesken halsdimensionen für akustikbässe ;)
...Das mit dem Straßenlärm hatte ich tatsächlich nicht bedacht, da hat mich grad ein befreundeter Gitarrist drauf gestoßen. Die hatten hier in HH in der Mönckebergstraße mit einem sehr lauten Sänger und einer kräftig gestrummten Western (Ovation) schon enorme Probleme durchzukommen...
wenn aus voller brust gesungen und mit voller kraft gestrummt wird, bist du beim öffentlichen open-air wahrscheinlich auch mit ´nem 1000,00 aku weg :redface:. vergleiche das vll. mal mit den üblichen kontrabassisten.
... wenn es nicht sogar die gleichen sind. ;) ...
hb-akus haben doch zumindest den quadratspatenheadstock ...
 
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Als recht "laut" (unverstärkt) habe ich den Johnson JB-GBS in Erinnerung.
[...]
Vorteil von diesem Bass: Man kann ihn auch (ohne weiteres) verstärkt spielen. Er ist dann jedoch recht Feedback-anfällig...
Naja, an E-Bässen hab ich mittlerweile 3 Hauptinstrumente und 3 Backups. Außer nem mehr oder weniger "Custom" 6-Saiter bin ich dahingehend ziemlich GAS-frei und bedient. Und die meisten A-Bässe haben ja auch nen Pickup und nen Preamp drin.

Ich würde das Spiel mit Plek empfehlen, da sich dieses deutlich besser durchsetzt, als (zumindest mein) Fingerspiel...
Also mittlerweile die dritte Stimme fürs Plec. :D Wobei ich ohne Thumbrest im weiteren Sinne auf der tiefsten Saite eh nicht ordentlich mit Fingern spielen kann - spar ich mir immerhin die Bastelei. :)


Auf jeden Fall sind die Voll Akustik Bässe lauter. ;)

Wenn man es ganz günstig will kann man natürlich auch die Johnson nehmen oder Harley Benton, wenn es nicht sogar die gleichen sind. ;)
Der Halbakustik Bass oben wurde eine Zeit lang abgewandelt auch als Harley Benton verkauft.
Ja, von ersterem ging ich aus.
Ich hab ja jetzt das Glück, dass ich nicht "ganz günstig" nehmen muss, das würd ich dann - sofern es mir nen Vorteil bringt - auch ausnutzen.


hatte ja mal den teureren JAB-100CE ... da gibt es heute imho einige akus in der preisregion, die deutlich lauter sind ...
und dann haben die diese typischen preciesken halsdimensionen für akustikbässe ;)
Das mit der relativen Lautstärke ist natürlich ein Totschlag-Argument gegen den Johnson. Trotzdem danke an disssa für den Tipp. :)
Die Halsdimensionen dürften kein Problem darstellen, ich komm mit 6-saitigen Warwicks und meinem 5-saitigen Ibanez BTB mit breitem String Spacing locker klar und eins meiner Lieblings-Halsprofile ist das des G&L L-2500. Da find ich eher so Zahnstocher wie die 4-saitigen SoundGears unangenehm... :rolleyes:

wenn aus voller brust gesungen und mit voller kraft gestrummt wird, bist du beim öffentlichen open-air wahrscheinlich auch mit ´nem 1000,00 aku weg :redface:. vergleiche das vll. mal mit den üblichen kontrabassisten.
Ich hab auf der kleinen Musikmesse in Schenefeld mal nen Takamine für ~1.600€ (wenn ich mich richtig erinnere) angespielt und der war zumindest gefühlt nicht lauter als ein unverstärkter E-Bass. Der Aku war für mich echt die absolute Enttäuschung des Tages.
Ein Kontrabass ist leider gleich wieder so super sperrig und schlecht zu transportieren. Ein Harley Benton wäre zwar vom Budget her auch drin, ist aber total unpraktisch und müste laut diverser Berichte erstmal vom Geigenbauer ordentlich eingerichtet werden - und dann investier ich die 500€ lieber in nen praktischen, handlichen A-Bass und nen praktischen, handlichen MicroCube. :)
 
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Ich hab auf der kleinen Musikmesse in Schenefeld mal nen Takamine für ~1.600€ (wenn ich mich richtig erinnere) angespielt und der war zumindest gefühlt nicht lauter als ein unverstärkter E-Bass. Der Aku war für mich echt die absolute Enttäuschung des Tages.
Die Vorredner haben ja schon viel dazu gesagt. Ich bin mal ganz pessimistisch und realistisch: ohne Verstärkung wirst du untergehen!:(
Leider ist das Fakt mit unverstärkten Aku-Bässen. Laut ist rein physikalisch nicht möglich, selbst bei teuren Instrumenten. Die Lautstärke reicht nur bei normaler Zimmerlautstärke, z.B. wenn eine akustische Gitarre mit Nylonsaiten dabei ist. Auch Aku-Bass plus Kontrabaß funktioniert. Hab ich alles schon ausprobiert.

Ein Harley Benton wäre zwar vom Budget her auch drin, ist aber total unpraktisch und müste laut diverser Berichte erstmal vom Geigenbauer ordentlich eingerichtet werden...
Ein teurer Geigenbauer ist nicht unbedingt erforderlich, wenn du nicht 2 linke Hände hast und vorsichtig vorgehst. (siehe mein Review zum HB Akustikbass). Ich mußte an meinem fretless nur die richtigen Punkte aufmalen und den Sattel etwas tiefer feilen. Beim bundierten Modell sind die Punkte natürlich richtig und der Sattel dürfte auch OK sein, vermute ich. Das einzige was Schrott war, waren die Mechaniken. Thomann schickte mir kostenlosen Ersatz, sehr gute NoName Mechaniken. Obwohl einwandfrei ersetzte ich sie später durch die hübschen Kluson Small Bass Tuners mit Bernsteinflügeln. Sieht sehr edel aus.:)

Auch würde ich an deiner Stelle nicht so viel investieren, wenn du sowieso den Bass wahrscheinlich nur gelegentlich spielen willst. Aber das ist dein Bier.:D
 
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Die Vorredner haben ja schon viel dazu gesagt. Ich bin mal ganz pessimistisch und realistisch: ohne Verstärkung wirst du untergehen!:(
Leider ist das Fakt mit unverstärkten Aku-Bässen. Laut ist rein physikalisch nicht möglich, selbst bei teuren Instrumenten. Die Lautstärke reicht nur bei normaler Zimmerlautstärke, z.B. wenn eine akustische Gitarre mit Nylonsaiten dabei ist. ...
  1. zimmerlautstärke ist das zauberwort - mit recht brachialem anschlag komme ich auch im garten mit zwei westerngitarren klar i.s. hörbar (was übrigens m.e. der oft angefragten "lagerfeuersituation" entspricht - solange nicht alle mitgröhlen und auf irgendwas rumtrommeln ;)).
  2. (folk)sessions inner kneipe bei "unterhaltungslautstärke"? stöpsel ich in die vorhandene mini-pa. hätte/hatte mein aku sogar zumindest theoretisch vorteile, da ich mich selbst besser hören kann.
  3. straßenmusik mit bass habe ich noch nicht gemacht. wenn die benötigte lautstärke über fall/scenario 1 hinausgeht, braucht man eben schwereres geschütz (muss ja keine tröte sein) oder dezente verstärkung.
... Ich hab auf der kleinen Musikmesse in Schenefeld mal nen Takamine für ~1.600€ (wenn ich mich richtig erinnere) angespielt und der war zumindest gefühlt nicht lauter als ein unverstärkter E-Bass. Der Aku war für mich echt die absolute Enttäuschung des Tages. ...
denn hast du m.e. anschlagstechnisch was falsch gemacht. ich kann mir schlecht vorstellen, dass der weniger laut gibt als der preis-werte taka, den ich da mal beschrieben habe. steht denn in ganz hamburg (ist ja leider 150 km von z.b. mir weg) nix von ovation ´rum, damit du mal´n stündchen ausgiebig ein hörbild davon machen kannst, ob der aku das macht, was du willst (inkl. "erprobung" anschlag)?
 
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Die Vorredner haben ja schon viel dazu gesagt. Ich bin mal ganz pessimistisch und realistisch: ohne Verstärkung wirst du untergehen!:(
Leider ist das Fakt mit unverstärkten Aku-Bässen. Laut ist rein physikalisch nicht möglich, selbst bei teuren Instrumenten. Die Lautstärke reicht nur bei normaler Zimmerlautstärke, z.B. wenn eine akustische Gitarre mit Nylonsaiten dabei ist. Auch Aku-Bass plus Kontrabaß funktioniert. Hab ich alles schon ausprobiert.
Normale Zimmerlautstärke würd mir im Notfall auch schon reichen. Dann könnte ich zumindest kleine Wohnzimmer-Jams spielen ohne nen Amp mitschleppen zu müssen. Mit hartem Plec, kräftigem Anschlag, Bronzesaiten und bundiertem Hals geht da auch höchstwahrscheinlich ne Menge mehr als mit Fingern und Flats/Halfrounds auf nem Fretless. Letzteres würd ich zwar am liebsten auch machen, ist aber für meine Zwecke wohl illusorisch. Ich seh das jetzt mal ganz pessimistisch als "schön laut, dafür weniger schön". :redface:


Ein teurer Geigenbauer ist nicht unbedingt erforderlich, wenn du nicht 2 linke Hände hast und vorsichtig vorgehst. (siehe mein Review zum HB Akustikbass).
[...] die hübschen Kluson Small Bass Tuners mit Bernsteinflügeln. Sieht sehr edel aus.:)
Mit dem Harley Benton, der im Budget läge, meinte ich eigentlich einen akustischen Sperrholz-Kontrabass. Deshalb auch Geigenbauer und der (große) Kritikpunkt mit der Sperrigkeit. Tut mir Leid, wenn ich mich da ein wenig schwammig ausgedrückt habe.
Die Kluson-Mechaniken stell ich mir auf dem Ovation in Honeyburst mit naturfarbener Kopfplatte auch sehr, sehr edel aussehend vor. :cool:

Auch würde ich an deiner Stelle nicht so viel investieren, wenn du sowieso den Bass wahrscheinlich nur gelegentlich spielen willst. Aber das ist dein Bier.:D
Ich tendier jetzt auch am ehesten zu ~300€ für den A-Bass, dann wären notfalls noch 200€ für nen MicroCube drin - falls es rein akustisch doch gar nicht gehen sollte. Und den Cube kann man ja auch anderweitig verwenden. :)


+1.
Vielleicht ein Susaphon? Ich habe da wirklich schon mal ganz im Ernst drüber nachgedacht. Wäre zumindest eine laute Akustik-Variante.
:ugly:


  1. zimmerlautstärke ist das zauberwort - mit recht brachialem anschlag komme ich auch im garten mit zwei westerngitarren klar i.s. hörbar (was übrigens m.e. der oft angefragten "lagerfeuersituation" entspricht - solange nicht alle mitgröhlen und auf irgendwas rumtrommeln ;)).
  2. (folk)sessions inner kneipe bei "unterhaltungslautstärke"? stöpsel ich in die vorhandene mini-pa. hätte/hatte mein aku sogar zumindest theoretisch vorteile, da ich mich selbst besser hören kann.
  3. straßenmusik mit bass habe ich noch nicht gemacht. wenn die benötigte lautstärke über fall/scenario 1 hinausgeht, braucht man eben schwereres geschütz (muss ja keine tröte sein) oder dezente verstärkung.
Punkt 1 klingt sehr gut! :D
Über Punkt 2 muss ich mich nochmal genauer informieren, aber mit ner Kneipe oder "Unterhaltungslautstärke" hat das glaube ich nichts zu tun und Verstärkung ist da auch soweit ich weiß verpönt.
Punkt 3... joa, im Notfall halt noch nen Cube...

denn hast du m.e. anschlagstechnisch was falsch gemacht. ich kann mir schlecht vorstellen, dass der weniger laut gibt als der preis-werte taka, den ich da mal beschrieben habe.
Kann gut sein, zu dem Zeitpunkt hab ich vielleicht grad ein Jahr Bass gespielt, keinen Lehrer gehabt und mit Fingern aufm E-Bass grundsätzlich überm Hals-PU angeschlagen, weil ich für brückennahen Anschlag nicht genug Kraft in den Fingern hatte... :rolleyes: :D

steht denn in ganz hamburg (ist ja leider 150 km von z.b. mir weg) nix von ovation ´rum, damit du mal´n stündchen ausgiebig ein hörbild davon machen kannst, ob der aku das macht, was du willst (inkl. "erprobung" anschlag)?
Keine Ahnung, Just Music als größter Laden hat zumindest online keinen Ovation im Programm. Könnt natürlich mit viel Glück sein, dass sie grad einen auf Kommission gebraucht o.ä. im Laden stehen haben. Ansonsten kenn ich in HH eigentlich nur einen Musikladen, und der hat schon kaum E-Bässe da stehen. A-Bässe hab ich da letztes Mal gar keine gesehen.
Es gibt bestimmt noch andere kleine Musikläden hier, da müsst ich mal heut Nacht oder so ne ausgedehnte Internetrecherche machen. :gruebel:


EDIT: Eine Idee, die mir gerade kam, was aber nicht mehr so extrem viel mit "Bass" zu tun hätte: einfach mal statt normalen Saiten einen Piccolo-Satz draufspannen, also ne Oktave höher - dann aber BEAD. Das dürfte doch eigentlich deutlich lauter und durchsetzungsstärker sein, oder? :gruebel:
 
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Normale Zimmerlautstärke würd mir im Notfall auch schon reichen. Dann könnte ich zumindest kleine Wohnzimmer-Jams spielen ohne nen Amp mitschleppen zu müssen. Mit hartem Plec, kräftigem Anschlag, Bronzesaiten und bundiertem Hals geht da auch höchstwahrscheinlich ne Menge mehr als mit Fingern und Flats/Halfrounds auf nem Fretless. Letzteres würd ich zwar am liebsten auch machen, ist aber für meine Zwecke wohl illusorisch. Ich seh das jetzt mal ganz pessimistisch als "schön laut, dafür weniger schön". :redface:
Das wird wohl klappen, auf einem bundierten A-Bass mit kräftigem Anschlag und lauten Saiten. Wenn nur nicht die Herren Gitarristen immer so laut spielen wollten!:rolleyes:

Ich wollte dir die Sache auch nicht ausreden, dich nur warnen.;)

"don't say I never warned you
when your train gets lost"
(Zitat von His Bobness)

Ah, ich hatte angenommen du meintest den HB A-Bass. Einen HB Kontrabaß würde ich allerdings auch zum Geigenbauer bringen, da liegst du schon richtig.:)
 
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... EDIT: Eine Idee, die mir gerade kam, was aber nicht mehr so extrem viel mit "Bass" zu tun hätte: einfach mal statt normalen Saiten einen Piccolo-Satz draufspannen, also ne Oktave höher - dann aber BEAD....
ich weiss nicht, was ihr im repertoire haben werdet, aber dafür habe ich ´ne konzertgitarre :D ;)

und nun ernsthafter: interessant fände ich ´ne quarte höher, also A-D-G-C, da auch die "schlabbergefahr" primär von der konventionellen e-saite ausgeht.
 
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Das wird wohl klappen, auf einem bundierten A-Bass mit kräftigem Anschlag und lauten Saiten. Wenn nur nicht die Herren Gitarristen immer so laut spielen wollten!:rolleyes:
Mit Gitarristen muss ich mich ja zum Glück in aller Regel nicht rumschlagen. :D

ich weiss nicht, was ihr im repertoire haben werdet, aber dafür habe ich ´ne konzertgitarre :D ;)

und nun ernsthafter: interessant fände ich ´ne quarte höher, also A-D-G-C, da auch die "schlabbergefahr" primär von der konventionellen e-saite ausgeht.
Ja, ne A-Gitarre hab ich auch, ist für diese Geschichten u.a. auch angedacht. Ich dachte mir halt, dass ein Bass auch eine Oktave höher wesentlich mehr Tiefgang und Wumms als ne A-Gitarre haben dürfte. Hab das aber grad mal recherchiert und festgestellt, dass die sehr wenigen angebotenen Piccolo-Sätze ganz schön viel Zug haben sollen. Das würd ich nem A-Bass nun nicht unbedingt zumuten wollen.
Manchmal hab ich aber auch echt ein Brett vorm Kopf. :bang: Ich mein, ich spiel unter anderem schon nen 6-Saiter in BEADGC und GASe parallel noch auf einen, aber auf den Trichter, den Bass im Zweifelsfall einfach ne Quarte höher zu stimmen, bin ich nicht gekommen... :weird:
 
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-Ich finde ein Akustikbass klingt ja schon sehr hoch, da würde ich nicht einen Basslauf noch mit Gitarre simulieren.
-Bei richtiger Anschlagtechnik wird die lautstärke reichen.
-Billige Kontrabässe sind leider auch nicht besonders laut. Die würde ich nur verstärkt für Rockabilly nehmen.
-Sousaphon... klar, ist nix für junge Helden. ;). Ich hatte mir auch mal überlegt sowas anzuschaffen. Auch eine Tuba wäre toll gewesen aber die Preise... :bang:
- Ich würde beim Ovation Akustikbass bleiben weil der Dir gefallen hat. das ist ja nun auch ein Kaufkriterium. Bronzesaiten von D Addario ( die ich nicht mag;) ) und ein schönes, hartes Plek dazu und dann geht's los. ;)
Mach mal ein Video wenn's soweit ist. ;)
 
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-Ich finde ein Akustikbass klingt ja schon sehr hoch, da würde ich nicht einen Basslauf noch mit Gitarre simulieren.
Hatte ich auch eigentlich nicht vor. :gruebel: Wenn überhaupt mal Gitarre und Bass zusammen spielen, da besagte Freundin und Duo-Partnerin von mir ja auch etwas Gitarre spielt, dann werden wir das von Komposition und Arrangement her schon entsprechend auseinander ziehen.

-Bei richtiger Anschlagtechnik wird die lautstärke reichen.
Und darauf kommts mir ja an. Ich bin mittlerweile auch eigentlich ziemlich überzeugt.

-Billige Kontrabässe sind leider auch nicht besonders laut. Die würde ich nur verstärkt für Rockabilly nehmen.
Und damit wäre dann der einzige vermutete Vorteil dahin...

-Sousaphon... klar, ist nix für junge Helden. ;)
Och komm, so verbohrt und "Rockstar-rebellisch" :)rolleyes:) bin ich nun wirklich nicht. Aber ich hab mich vor nicht all zu langer Weile auch mal mit Blasinstrumenten - vornehmlich Dudelsack, Schalmey und Flöten - beschäftigt und festgestellt: ist nicht so meins. Mein Herz und meine Seele gehören nun mal den Saiten. :)

- Ich würde beim Ovation Akustikbass bleiben weil der Dir gefallen hat. das ist ja nun auch ein Kaufkriterium. Bronzesaiten von D Addario ( die ich nicht mag;) ) und ein schönes, hartes Plek dazu und dann geht's los. ;)
Mein Hinterkopf sagt auch schon die ganze Zeit: "Los, bestell ihn! Bestell ihn endlich!" :D Dazu sagt mein Konto dann auch noch: "Ja, mach ruhig" - schlimm sowas. Eigentlich will alles in mir den Applause in Honeyburst noch heute Abend bestellen. :rolleyes:

Mach mal ein Video wenn's soweit ist. ;)
Da müsste ich mich mal mit iMovie beschäftigen und ob man das irgendwie sinnvoll mit GarageBand verbinden oder in iMovie direkt gute Tonaufnahmen machen kann. Ein gutes Interface für den PU-Preamp-Sound ist vorhanden. Ein altes dynamisches Mikro aus dem Proberaum hab ich hier auch rumfliegen, aber das brummt so böse, dass ichs richtig brutal gaten muss... ich bezweifle ja, dass das so gut für authentischen Klang ist. :eek: Aber vielleicht kann das interne Mikro des MacBooks ja auch was.
Egal, wenn ich das irgendwie hinkriege werd ichs auf jeden Fall machen! :)
 
Moulin
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Nimm einfach ein Handy. ;) Stell es in ausreichendem Abstand vor der Band auf, dass das Bild nicht zappelt. ( Vorzugsweise aber nahe am Bassisten. ;) )

Man muss ja nun jedes Bassmodell für sich bewerten und da hoffe ich, dass Du einen Ovation bekommst, der genauso gut verarbeitet war wie der, den ich in der Hand hatte.
Das war im Juli 2010 und ich war sehr überrascht, dass der Bass so gut war. Der hat noch nicht mal einen riesen Korpus. Ich meine, preislich ist so eine Kunststoffschale sicher günstig herzustellen und bringt bessere Effekte als billiges Sperrholz an Zargen und Boden. Das könnte zumindest den günstigen End - Preis erklären, und ohnehin den guten Sound. Zudem ist der auch noch sehr robust.
Ich weiß auch, dass mir der Bass besser gefallen hat als die wesentlich teureren, die Testbereit an der Wand hingen.
Und im Fall der Möglichkeiten wäre Honeyburst auch mein Favorit.
 

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