Moeller-Technik

von CurrentValue, 27.06.08.

  1. CurrentValue

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    Erstellt: 27.06.08   #1
    Tag Leute!

    Ich wollte mal fragen, ob hier jemand Erfahrung mit der Moeller-Technik hat?
    Ich beschäftige mich seit ein paar Monaten mit dieser Technik und langsam fange ich an, die Bewegungen und das Konzept zu vestehen. Wobei ich doch noch weit davon entfernt bin, das ganze sinnvoll am Drumset anwenden zu können?

    Wie sind eure Erfahrungen mit dieser Technik? Man sollte die konvenzionellen Techniken sicher nicht ausser Acht lassen. Aber wenn ich alles richtig verstanden habe, dann ist diese Spieltechnik in Bezug auf Kraftersparnis und Dynamik doch einfach nur das logischste und genialste, was man lernen kann! Was meint ihr dazu?

    Irgendjemand hier, dem diese Spieltechnik den Zugang zum Set erleichtert hat bzw. jemand hier, der sein gesamtes Spiel auf diese Technik umgestellt hat?

    Mfg
     
  2. Haensi

    Haensi Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 27.06.08   #2
    Ich hatte vor gar nicht allzulanger Zeit Probleme mit meinem linken Ellenbogen-Gelenk. Das sogenannte Cubital-Tunnel Syndrom (sulcus ulnaris) http://www.uni-duesseldorf.de/awmf/ll-na/005-009.htm.
    Es war sogar von OP die Rede und wohl längere Auszeit. Konnte die OP aber durch Ruhigstellen und Schonung noch verhindern.
    Habe mich anschliessend nach kräftesparende Spieltechniken umgesehen und bin auf die Moeller-Methode aufmerksam geholfen. Ich beherrsche sie zwar noch nicht so richtig, aber sie hilft ungemein. Das wichtigste ist wohl, sagt auch Jim Chapin, dass man die Sticks locker hält und nicht verkrampft. Das ist wohl generell das wichtigste beim Spielen.
    Mir hat diese Moeller-Methode viel geholfen. Aber auch Dave Weckls Natural Evolution ist auch gut. http://www.youtube.com/watch?v=GUPu9yA_-7Q
     
  3. BumTac

    BumTac Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 27.06.08   #3
    Als klassischer Drum-Autodidakt, der erst seit kurzer Zeit die Wonnen eines Lehrers genießt, war ich sehr verwundert, als selbiger mich fragte, von wem und wie ich denn die Moeller-Technik gelernt hätte! Was ich damit eigentlich sagen will: Ich habe mir diese Schlagtechnik ohne Fremdbestimmung und Kenntnis ihrer Existenz quasi unbeabsichtigt angeeignet, daher vermute ich mal, daß sie ergonomisch und technisch betrachtet viele Vorteile bietet, die ich ungewollt wahrgenommen habe.
    Gerade für Spieltypen, die viel mit Dynamik und Ghostnotes arbeiten ist sie mE die naheliegendste Schlagvariante.
     
  4. CurrentValue

    CurrentValue Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.06.08   #4
    Servus Haensi!

    GENAU DAS ist der Grund, warum ich diese Technik gut erlernen will!
    Ich hatte letztes Jahr ein böse Sehnenscheiden-Entzündung, die mich fast 5 Monate ausser Gefecht gesetzt hat, weil das Spielen unter solchen Bedingungen wirklich alles andere als Spaß war. Der Arzt hat damals gemeint, dass es "eben Leute gibt, die für solche Belastungen nicht geeignet sind".... Kompletter Schwachsinn, die ganze Ärzte sind einfach nur Idioten und wollen Ihre Medikamente an den Mann bringen! :screwy:

    Eine Physiotherapeutin hat mir im Endeffekt aus dem Schlamassel geholfen!
    Das Zaubertwort lautet einfach nur DEHNEN! Es gibt's nichts besseres, um vorzubeugen!
    Seit ich jeden Tag nachm spielen dehne, hatte ich nie wieder Probleme.....
    Aber wieder zum Thema...

    Diese Technik ist vom Konzept her einfach nur der Wahnsinn. Aber wenn ich es richtig verstanden habe, muss man, sobald wann schneller wird, dann doch ein wenig mit den Finger nachhelfen, oder?? Also nur mit dem Akzent und dem Nachfedern danach, REIN aus dem Ellbogen und Gelenkt heraus bekomm ich da keinen Speed zusammen!

    Ich lern die Technik aber auch traditional, is für mich von der Koordination irgendwie einfacher! Wobei die Bewegung auf klassisch dann doch einen Tick schwerer ist....
    Aber wenn man's mal kann, will man es wohl nicht mehr vermissen.

    Gruß
     
  5. CurrentValue

    CurrentValue Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.06.08   #5
    Stimm ich dir voll und ganz zu! "A natural evolution".... :D

    Ist ja auch kein Zufall, dass all die fortgeschrittenen Techniken wie Push/Pull und wie sie alle heißen mögen, auf den Moller-Stroke/Whip/Pumping Motion aufbauen!

    Gruß

    Wobei ich auch sagen muss, dass ich bein Singles mit matched grip schon sehr nah an Push/Pull rankomm, vom Tempo her. Bringt halt nichts, wenn man's nicht länger als zehn Sekunden aushält, weil die Hand dann resigniert!
     
  6. derMArk

    derMArk Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 27.06.08   #6
    Ich wollte dich noch mal dran erinnern, dass es einen "ändern" Button gibt. ;)

    Ich wende diese Technik quasi gar nicht an. Allerdings übe ich sie trotzdem, denn in meinen Augen ist es einfach die beste Methode, die Hände und vorallem bei mir das linke starre Handgelenk die Lockerheit zu trainieren. Und sie da es hilft! Ich werde immer lockerer und habe auch weniger Probleme mit normalen Singlestrokes. Natürlich hilft es, denn die Moeller-Technik ist die entspannteste Spieltechnik vom Bewegungsablauf her.

    Durch das Video, was Haensi gepostet hat, bin ich überhaupt drauf aufmerksam geworden. Voher wusste ich nicht mal, dass es so eine Technik gibt.

    Deswegen! Üben kann man so etwas immer, ob man es dann am Set und beim Spielen anwendet ist jedem selbst überlassen.
     
  7. CurrentValue

    CurrentValue Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.06.08   #7
    Serwas! Eben, nur weil man's irgendwann am Pad beherrscht, heißt es noch nicht, dass es dann am Set auch so locker geht. Aber ich üb' das mit der rechten Hand oft am Ride und ich muss sagen, dass, wenn man mal drinnen ist, man damit ganz interessante Pattern spielen kann. Aber wie gesagt, bis das perfekt sitzt, braucht's (leider) ewig.

    Siehe Jojo Mayer, der hat sich lt. eigener Aussage fast zwanzig Jahre damit beschäftigt, bis er wirklich vollkommen durchgeblickt hat und verstand, worum es dabei geht.
    Aber gut, mit seinen Secret Weapons hat er Drummern ja auch die Tore geöffnet....
    Er hatte ja nicht wirklich eine so detailierte Vorgabe in Form von Aufnahmen, "lediglich" Jim Chapin hat ihm das ganze mal im Schnelldurchlauf erklärt, während sie was getrunken haben. Aber vielleicht wollte der Jojo auch nur ein wenig bescheiden sein und hat gar nicht so lang gebraucht, um durchzublicken? ;) Würd ich ihm zutrauen.... damit manche Leute nicht zu übermütig werden! Hehe.... Jojo Mayer = der Gott des Schlagzeugs! Ich nenn' ihn auch gern Buddy Rich 2.0, quasi die verbesserte Version des Prototyps! :D

    Mfg
     
  8. derMArk

    derMArk Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Ich meine auch nicht damit, dass man es perfekt beherrscht! Ich meine lediglich damit, dass man viel lockerer in den Händen wird. Wenn man es am Pad schafft seine Hände locker spielen zu lassen, dann wirkt sich das auch positiv auf das Spielen am Set aus.
     
  9. De-loused

    De-loused Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.06.08   #9
    Also mit Lockerheit hat Möller nun nichts zu tun, natürlich ist das Teil seines Konzeptes, aber nur weil man locker spielt spielt man noch nicht automatisch mit der Möller-Technik. Wie fast immer bei den fortgeschrittenen Technikfragen gibt es mehrere Möglichkeiten und Meinungen. Mir selbst hilft die Möllertechnik meistens nicht, dieses herumhampeln mit dem Arm irritiert mich nur.;) In einem Fall benutze ich sie aber dennoch, und zwar weil ich es ohne nicht schaffen würde - und zwar im Jazz beim Spiel auf dem Ride-Becken, wenn man längere Zeit sehr schnell spielen muss. Hier ein Beispiel von einem der besten Ride-Spieler aller Zeiten, Tony Williams:
    http://www.youtube.com/watch?v=7NLNaGMyTjI&feature=related
     
  10. Haensi

    Haensi Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 27.06.08   #10
  11. schmuggla

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    Erstellt: 27.06.08   #11
    hallo liebe community,

    bei der möllertechnik sollte man generell zwischen 2 methoden unterscheiden. eine kommt gänzlich ohne rebound aus und eine wird mit rebound gespielt.
    ich will die ansätze der technik jetzt nicht erklären, da es unmengen an videos gibt, die dies besser beschreiben als ich es je könnte. viel wichtiger ist das prinzip dahinter:

    ohne rebound bietet die möllertechnik dir eine wahnsinnig gute möglichkeit 2 schläge zu spielen, wobei der 2. betont ist und der erste unbetont. weiterhin ist es möglich die down und upstrokes in einer kontinuierlichen bewegung zu spielen, wodurch man mit weniger kraft höhere geschwindigkeiten erziehlt, wobei jeweils jeder 2. schlag betont wird.

    mit rebound bietet die möllertechnik die möglichkeit extreme (!!!) geschwindigkeiten zu erreichen, die in triolen-feelings oder 16te-feelings bevorzugt gespielt werden.

    mir hat die möllertechnik sehr viel geholfen und ich benutze sie sehr viel und komme ohne sie nicht aus (spiele aber auch viel d'n'b, latin und funk).

    mfg
     
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