Mundstück für Hohe Lagen

von kloppi, 22.05.07.

  1. kloppi

    kloppi Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    09.01.07
    Zuletzt hier:
    28.04.14
    Beiträge:
    434
    Ort:
    Bei Trier - RLP
    Zustimmungen:
    3
    Kekse:
    984
    Erstellt: 22.05.07   #1
    Hi,
    ich wollte mir ein mundstück zulegen mit dem ich mich für höhere lagen nicht mehr so abquälen muss. momentan spiele ich ein tilz mb1.
    es gibt im moment 3 mundstücke zwischen denen ich schwanke: tilz mb2, mb3, und mb4. es soll schon ein bisschen stauen, ich mag das gefühl nicht wenn es nicht ein wenig zurückhält in oberen lagen.
    und mir ist durchaus bewusst dass ich meinen tonumfang nicht vergrößern kann durch equipment, un dass dieses mundstück durchaus andere nachteile hat, aber dafür kann man ja wechseln.
    was meint ihr?
     
  2. Trompet

    Trompet Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    17.05.05
    Zuletzt hier:
    15.03.13
    Beiträge:
    68
    Ort:
    Woltersdorf
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    10
    Erstellt: 23.05.07   #2
    Ich weiß nicht so recht? Würde lieber bei ein und dem selben Mundstück bleiben, spiele selber ein Monett B2 und ich finde es lässt sich auch ganz wunderbar in der Höhe spiele.:(
     
  3. David D

    David D Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    08.04.07
    Zuletzt hier:
    20.11.07
    Beiträge:
    42
    Ort:
    Schwarzwald
    Zustimmungen:
    0
    Kekse:
    10
    Erstellt: 23.05.07   #3
    also ich würd auch bei dem alten bleiben und halt mehr üben. Nacha hast du zwar vllt ne "einfachere" höhe aber aber ein dauer PFF'n untenrum
     
  4. tantrix

    tantrix Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    22.05.05
    Zuletzt hier:
    25.07.13
    Beiträge:
    607
    Ort:
    Paderborn
    Zustimmungen:
    4
    Kekse:
    404
    Erstellt: 23.05.07   #4
    Es gibt kein Mundstück für hohe Lagen.
    Deine Frage ist nur ein neuer Versuch einen mangelhaften Ansatz (oder Talent) für Höhen auszutricksen. Das hatten wir hier doch schon öfters. Sorry, nix für ungut.
    Ein Mundstück ist eine recht komplexe Konstruktion. Es gibt einige Details, welche Höhen begünstigen. Legt man die aber in den Vordergrund, kommt derart viel Mist dabei raus und versaut dir den Rest von Ansatz, dass das wirklich nicht empfehlenswert ist. Die Kombination aller höhenrelevanten Details bewirkt das Gegenteil.
    Beispiel auto. Man kann natürlich einen heißen Motor einbauen. Ohne Abstimmung des Fahrwerks, Bremsen etc. riskierst du Kopf und Kragen. Es bringt nichts. Oder man wählt einen scharfen Rand, das ist prima, weil man besser dosieren kann, aber, Selbst als leichter Druckbläser bis du schnell fertig. Was für den einen gut, ist für den anderen eine Katastrophe.
    Sicher kann man mal folgendes versuchen: kleiner Durchmesser, kleine Bohrung, extrem flacher Kessel. Aber was mit dem Sattel ist, der Kehle, dem Anstellwinkel etc. das steht in keiner Beschreibung. Es ist durchaus denkbar, das mit einer kleinen Ansatzumstellung auf ein großes Mundstück mit ordentlich Tiefe, aber anderer Kehle und Sattel, mehr herauszuholen ist, als mit einer kleinen Krücke.
    Die theoretische Überlegung ist leider ein Irrweg. Sehr traurig aber wahr.:(

    Vergleiche ich ähnliche Mundstücke verschiedener Hersteller, habe ich sehr unterschiedliche Ergebnisse. Die Firmen haben natürlich Berater. Ist es einer der einen weichen romantischen Ton liebt wird das in die Produktlienie einfließen. Eine andere Firma hat einen, der möchte etwas mehr Metall in der Stimme. Alles hat seine Berechtigung. Du wirst innerhalb einer Produktlinie nichts finden was als annehmbarer Kompromiss für dich infrage käme, sondern mehrere Hersteller vergleichen müssen.
     
  5. kloppi

    kloppi Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    09.01.07
    Zuletzt hier:
    28.04.14
    Beiträge:
    434
    Ort:
    Bei Trier - RLP
    Zustimmungen:
    3
    Kekse:
    984
    Erstellt: 23.05.07   #5
    @ tantrix
    ist mir schon durchaus bewusst dass ich eig keine ton mehr spielen kann.
    aber beispiel: bruno tilz mb1->mb2.
    es ist einfach nicht so anstregend, es kommt einfach mehr und hat MEINER MEINUNG nach nen schöneren sound.
    und ein solches mundstück (flacherer kessel und deswegen breiterer rand) nicht für alles geeignet. meine meinung.^^

    richtig...^^und deswegen wollte ich mal die meinung anderer trompeter hören.
     
  6. bass to the Lord

    bass to the Lord Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    11.01.06
    Zuletzt hier:
    3.06.15
    Beiträge:
    51
    Ort:
    Wuppertal
    Zustimmungen:
    2
    Kekse:
    75
    Erstellt: 24.05.07   #6
    Ich würde nicht mit neuen Mundstücken rumexperimentieren, wenn an der Höhe etwas nicht stimmt. Das macht dich im Endeffekt nur verrückt. Ich hatte vor Jahren auch mal ein bißchen rumprobiert, mit dem Ergebnis, dass ich mit dem bisherigen Mundstück genauso hoch spielen konnte, wie mit dem neuen, von dem ich meinte, dass es in der Höhe leichter geht, dasselbe gilt auch für Instrumente. Es spielt sich mehr im Kopf ab als im Blech. Ich muß deswegen meinen Vorrednern zustimmen, Höhe kann man trainieren, nicht kaufen, sprich: man hat sie oder nicht. Mundstückwechsel für verschiedene Anlässe wurde ich nach Möglichkeit vermeiden.

    Reinhard
     
  7. oggimatt

    oggimatt HCA Posaune HCA

    Im Board seit:
    11.01.06
    Zuletzt hier:
    6.06.14
    Beiträge:
    533
    Ort:
    Giessen, das liegt zwischen Siegen und Frankfurt
    Zustimmungen:
    16
    Kekse:
    440
    Erstellt: 24.05.07   #7
    Tach auch,

    ich schließe mich meinen Vorrednern an.
    Zaubermundstücke gibt es nicht, aber Du mußt Dich auf deinem Mundstück wohlfühlen. Es muß halt zu Dir passen und daß in allen Lagen, zu deiner Trompete und zur gespielten Literatur.
    Bei verschiedener Literatur (Klassik vs Bigband bspw.) kann man ja schonmal die Kanne und das Mundstück wechseln.
    Das Spielgefühl sollte dabei aber gleich bleiben.
    (Ein befreundeter Trompeter meinte: "Wenn Du schon ein Mundstück wechselst, dann bleib bei deinem Rand." Du kannst also die Kesseltiefe und Bohrung ein wenig variieren, mehr aber nicht. Mundstückwechsel zum Ansteuern höherer Lagen und Wechsel innerhalb eines Stückes sind natürlich Blödsinn. Sonst kannst Du Dir auch gleich eine Colttrommel mit lauter Mundstücken auf die Tröte löten, um schnell wechseln zu können.:D)
    Wenn Du also bisher mit deinem Mundstück gut damit klargekommen bist, bleib dabei.
    Wenn Du Probleme mit der Höhe hast, stimmt wahrscheinlich irgendwas im Feintuning deines Körpers beim Spielen nicht, mangelnde Stütze, falsches Atmen, Rachen "zugemacht", Zunge falsch positioniert, etc...
    Um dem Fehler auf die Schliche zu kommen, solltest Du dir einen richtig guten Lehrer suchen, der das Problem erkennen und bewältigen hilft. Und das geht auch nicht von heute auf morgen, sondern eine "Ansatzumstellung" dauert seine Zeit.
    Gemeint ist hier druckarmes Spielen, der Luftfluß darf von der Lunge zu den Lippen nicht mehr als anatomisch vorgegeben behindert werden.
    Das "druckarme Spielen" ist hier auch relativ gemeint, nicht, daß ich hier einen Glaubenskrieg lostrete.
    Auf der Posaune kann man dies aufgrund des größeren Mundstückes und der größeren Bohrung vielleicht auch besser umsetzen als auf einer Trompete.
    Die Mühe und die Kosten für den Unterricht lohnen sich aber auf jeden Fall.
    Das sage ich Dir aus eigener Erfahrung.
    Du kannst selbst rumdoktern und Mundstücke wechseln, aber ein guter Unterricht bringt dich weiter.
    In diesem Sinne, viel Erfolg bei der Lehrersuche

    Matt
     
  8. kloppi

    kloppi Threadersteller Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    09.01.07
    Zuletzt hier:
    28.04.14
    Beiträge:
    434
    Ort:
    Bei Trier - RLP
    Zustimmungen:
    3
    Kekse:
    984
    Erstellt: 26.05.07   #8
    hoi danke für die antworten
    ich hab auch nen lehrer der das auch studiert hat.
    mein problem ist ja auch nicht die höhe an sich, bin zwar kein großer hochspieler, aber a3 is immernoch drin. ich such nen anderen sound in der höhe.
    bisschen spitzer un klarer wenn ich s beschreiben müsste.
    und ich hab eher gemeint: normales mundstück für normal, daheim, musikverein, un eins für bigband.
     
  9. tantrix

    tantrix Registrierter Benutzer

    Im Board seit:
    22.05.05
    Zuletzt hier:
    25.07.13
    Beiträge:
    607
    Ort:
    Paderborn
    Zustimmungen:
    4
    Kekse:
    404
    Erstellt: 27.05.07   #9
    Kokolores
    Frag doch mal deinen Urgroßopa, ob er je nach Nahrungsangebot die dritten Zähne wechselt.

    Das was augenscheinlich ist, kleines Mundstück, flacher Kessel, macht nur einen kleinen und flachen Ton, nicht mehr oder gar bessere Höhe.
    Weniger augenscheinlich und für Laien schwer bis gar nicht beurteilbar ist der Sattel (und evtl 2. Kessel), und der ist hauptsächlich zuständig für Höhe. Nun sind die Dimensionen bei Trompeten und Hornmundstücken filigraner als bei Posaunen und daher schwieriger. Bei Tuben übrigens auch, wenn auch aus umgekehrten Gründen.
    Daraus folgt: Ein größeres Mundstück mit tiefem Kessel (tiefem Topf) kann genauso höhentauglich sein, wenn der Sattel stimmt. (Für Highblower käme aber eine kleine Bohrung des M infrage).
    Allerdings hat man zuerst den Eindruck, dass dieses stärker nach unten zieht, aber das ist relativ und gibt sich wenn man den Bogen erst mal raus hat.
    Als Anfänger ist man mit einem Standard C Mundstück erstmal gut bedient und manche bleiben ihr Leben dabei. Flexibler ist die U Form (guck mein Hp - Technik), aber etwas schwieriger zu blasen. Schreitet man fort und will weiter, kann der Wunsch nach einer Verbesserung des ganzen Equipments dringlich werden. Da ist normal. Wie ich schon in einem anderen Beitrag (neudeutsch Thread?) sagte, geht das aber mit der Entwicklung der Sensibilität und der Entwicklung des Klangideals zusammen, also auch sehr ein Erfahrungswert.
    Wie sucht man sich was aus? Vorrangig ist die leichte und schnelle Ansprache und der wohlgerundete Ton entscheidend. Der Rand dient hauptsächlich dem Wohlfühlaspekt und ist natürlich wichtig. Das andere ist dann eine Ansatzfrage. Aber:
    Monokausales Denken ist grundfalsch.
     
Die Seite wird geladen...

mapping