spielen nach Gehör habe ich damals auch nicht gelernt. Ich arbeite da mühsam dran
Bin grad wieder auf den Thread gestoßen, weil er auf der Titelseite erwähnt wird.
Für das Spielen ohne Noten gibt es ja auch verschiedene "Levels" oder Arten, wie man da herangehen kann.
Eine Variante ist das, was Du erwähnst, irgendwas 1:1 nach Gehör aus der Erinnerung nachzuspielen. Intervalle und Dreiklänge sollte man hören lernen. Rhythmus nachspielen ist da meistens einfach, Melodien nachspielen, viel rumprobieren. Akkorde sind da schon die nächste Stufe - Dur und Moll erkennen und auf dem Instrument finden, dann Septakkorde.
Was auf jeden Fall hilft, ist Theorie - Kadenzen, welcher Akkord kommt normalerweise nach welchem usw. Aber ehe man die Gehörbildung soweit drauf hat, vergehen schon ein paar Monate bis Jahre, denke ich.
Einfacher ist es vielleicht, wenn man erstmal nur die Akkorde in ein paar Tonarten lernt (ich geh mal von Klavier / Gitarre u.ä. aus, müsste aber auch für Melodieinstrumente gehen). Dann nimmt man sich eine Akkordfolge für ein Stück/Lied, was man kennt - also nur die Akkordsymbole, keine Noten - und spielt die Akkorde in verschiedenen Varianten. Akkordtöne zusammen oder nacheinander, Viertel, Achtel, kurze rhythmische Motive.
Der Unterschied ist, dass man bei Variante 2 nicht vorher die Töne innerlich hören muss, weil keine Melodie vorgegeben ist oder gefunden werden muss, sondern man klimpert praktisch vor sich hin und erfreut sich daran, was herauskommt.
Mit der Zeit lernt man da auch, wann vielleicht Zwischentöne gut klingen, wie man zwei Akkorde verbinden kann. Und wenn man parallel ein bisschen Theorie macht, kapiert man dann auch, warum.
Das geht mMn komplett ohne Noten .-. man sollte die Namen der Töne auf dem Instrument kennen und finden, muss dann die Akkorde im Griffbild lernen. Für den Einstieg reichen da drei, vier Akkorde. Das war's eigentlich schon als Voraussetzung.
So stelle ich mir das jedenfalls vor - wäre mal interessant, ob das für einen Anfängerin so funktioniert ...