Nach welcher Zeit sollte ich meine Gitarre wieder einstellen lassen?

von GaVaKr, 28.06.20.

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  1. GaVaKr

    GaVaKr Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.06.20   #1
    Sehr geehrte Damen und Herren,

    ich spiele nun seit einem Jahr Gitarre und hab im Dezember meine erste eigene Gitarre bekommen.
    Vor kurzem habe ich diese bei einem Gitarrenbauer einstellen lassen(Intonation, Saitenlage, ...).
    Nun weiß ich nicht wie lang warten sollte bis ich wieder dort hingehe, um sie wieder einstellen lasse.
    Wie lang "hält" eine Gitarre bis man sie wieder einstellen muss?

    Vielen Dank schonmal im Voraus.

    Viele Grüße
    Gabriel Kräck
     
  2. S.G.K.

    S.G.K. Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.06.20   #2
    Moin @GaVaKr ,
    das hängt von vielen Faktoren ab.
    Nimmst du andere Saiten bsp Edelstahl musst du den Halsnachstellen (da die etwas mehr Zug haben).
    Nimmst du eine andere Saitenstärke Halsnachstellen und Saitenlage sowie Intonation.
    Hast du ein häufig wechseldes Klima im Raum wirst du häufiger nachstellen müssen als bei gleichbleibender Temperatur und Luftfeuchtigkeit.
    Hast du einen relativ dünnen Hals, der muss schneller eingestellt werden als ein "baseballschläger".
    Kommen die Bünde hoch und es klirrt muss abgerichtet werden.
    Wenn sie sich nicht mehr so anfühlt wie du es gewohnt bist, einstellen.
    Meiner Erfahrung nach ein bis zwei mal im Jahr einen kleinen Service.

    Liebe Grüße
     
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  3. thorwin

    thorwin Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.06.20   #3
    Wenn die Gitarre einmal gut eingestellt ist, muss man das eigentlich nicht wieder machen lassen. Wenn du die Saitenstärke wechselst, kann es sein, dass die Saitenlage nachgestellt werden muss, solange du immer die gleichen Saiten benutzt, sollte das nicht erforderlich sein.
     
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  4. iron_net

    iron_net Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.06.20   #4
    Hallo, das kann man nicht pauschal sagen. Mit etwas Glück nie wieder. Aber beim Saitenwechsel kann sich die Halskrümmung unter Umständen etwas verändern, das Gleiche gilt für Temperaturveränderungen. Du solltest genau darauf achten, was eigentlich bei der Einstellung genau optimiert wird, dann merkst du auch, wenn Nachjustieren notwendig ist.
     
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  5. nasi_goreng

    nasi_goreng Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.06.20   #5
    Hallo,
    ja normalerweise muss man seine Gitarre nicht ständig einstellen lassen.
    Aber wenn Du nicht gerade zwei linke Hände hast, dann lohnt es sich durchaus das Einstellen der Gitarre selber zu lernen.
    Ich hab mir irgendwann ein gutes Buch dazu gekauft und lege seit dem selber Hand an meine Gitarren.
    Es ist wirklich nicht schwer.
     
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  6. Uhu Stick

    Uhu Stick Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.06.20   #6
    Die Intonation hängt vom Saitensatz ab. Wobei wenn die einmal gut eingestellt ist, sollten die E A D B E Saiten meistens auch für andere Saitensätze passen. Bei der G Saite kommts drauf an, ob die umwickelt ist oder nicht. Ist die Gitarre auf eine umwickelte G Saite eingestellt, braucht es eine massive Verschiebung des Brückenreiters, wenn anschließend eine nicht umwickelte G Saite drauf kommt (andersrum genauso).

    Die erforderliche Brückenhöhe hängt wieder von der Saitenstärke und dem Tuning ab. Wobei einmal eingestellt reicht das häufig auch für andere Dicken/Tunings.

    Die Sattelkerben sollten nachgefeilt werden, wenn dickere Saiten draufkommen. (Wobei diese Entscheidung natürlich gut überlegt sein will, denn das kann man ja nicht rückgängig machen).

    Die Halskrümmung hängt von der Saitenstärke, dem Tuning, der Temperatur und ein bisschen auch der Luftfeuchte ab. Stimmst du die Saiten alle einen Ganzton tiefer, wird die Saitenlage sofort anders sein (nämlich zu tief). Ebenso auch, wenn dickere Saiten draufkommen (dann wird sie zu hoch). Kommen dickere Saiten drauf und haust du ein tieferes Tuning rauf, kann es sein, dass sich beides ausgleicht. Aber darauf würde ich mein Pferd nicht setzen. Die Temperatur kann ebenfalls binnen eines Tages die Saitenlage ändern, nämlich wenn´s gestern noch 15°C waren und heute 25°C.


    Insofern lässt es sich nicht sagen, wann man wieder zum Einstellen hinbringen muss. Schlimmstenfalls passiert das 7 mal die Woche. Ich würde auch so oder so raten, sich damit auseinander zu setzen, wie man eine Gitarre einstellt. Das Einstellen einer Gitarre ist für einen Gitarristen das, was Nachtanken und Luft Aufpumpen für den Autofahrer ist.
     
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  7. GaVaKr

    GaVaKr Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.06.20   #7
    Vielen Dank für eure Beiträge, sie waren sehr hilfreich.
    Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass da so schnell so viele Leute antworten.
    Also bisher fühlt sie sich sehr gut an und ich werde eh bei dem Saitenmodell bleiben, das ich jetzt habe, von daher denke ich, dass ich sie jetzt erst mal eine Weile so lassen werde.
     
  8. DerZauberer

    DerZauberer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.06.20   #8
    Man kann sich zwei Extreme anschauen:

    "Früher" war mir gar nicht klar (und anderen Gitarristen auch nicht), dass man da selbst viel machen konnte... und viele Musik-Shops, gerade abseits der Cities, haben bei E-Gitarren eh die Nase gerümpft und der ansässige Zupfinstrumentenbauer konnte/wollte da eh nicht dran arbeiten. Also hat man halt irgnendwie mit dem beiligenden Material ein bisschen an Saitenlage und Intonation und Hals ver(schlimm)bessert und ist klargekommen.

    "Heute" gibt es so genaue Tuner und so viele YouTube Videos und so viele Aussagen dass man "theoretisch" immer testen und optimieren muss, und dass man das als Gitarrist doch bittesehr auch selbst zu können hat, dass man leicht ins andere Extrem verfallen kann.

    Mein Mantra ist so:
    1) Neue Gitarren "von der Stange" profitieren enorm von einem professionellen Set-up. Ganz enorm! Herausforderung in DE ist es manchmal, eine fähige Werkstatt zu finden, aber es gibt sie.
    2) Eine einmal eingestellte Gitarre ist erstmal eine ganze Weile gut, wenn(!) man nix Grundsätzliches ändert. Wenn 10er Saiten drauf sind und man geht auf 9er oder 11er muss man (erstmal) gar nix tun, das passt schon. Wenn man auf 13er geht, ja gut, da muss man halt ran.
    3) Es schadet nix, eine Gitarre immer nach dem Spielen abzuwischen, ganz im Gegenteil. Es schadet auch nix, nach dem Saitenwechsel einen Schnell-Check zu machen was Saitenlage und Intonation angeht.
    4) Ein "richtiges" Profi-Set-Up gönne ich meinen viel gespielten Gitarren, wenn ich es für nötig halte. ;) Meiner Avatar-Gitarre nach 22 Jahren, meiner Strat damals erstmals nach 10, meiner jetzigen E-Hauptgitarre bisher noch gar nicht (weil "gut genug" so dass ich die Kleinigkeiten fix selbst mache). Es hängt aber von sooo vielen Faktoren ab, das kann man nicht pauschal sagen.

    Das als Gedanken an den TE.

    Im konkreten Fall - Super dass du das hast machen lassen, weil es meistens wirklich was Positives bringt. Jetzt solltest du erstmal "Ruhe" haben, wenn du bei vergleichbaren Saiten bleibst. Ein paar Jahre sollte das eigentlich schon "halten".
     
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  9. mr.coleslaw

    mr.coleslaw Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.07.20 um 11:29 Uhr   #9

    sorry, aber ich habe noch nie eine neue Gitarre gehabt die für mich gut eingestellt war.
     
  10. DerZauberer

    DerZauberer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.07.20 um 12:04 Uhr   #10
    Sorry, aber du hast wohl meinen Post entweder nicht gelesen oder nicht verstanden. Das ist doch genau die Aussage meines Punkts 1) :confused:
     
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  11. rmb

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    Erstellt: 06.07.20 um 12:25 Uhr   #11
    ärgerlich:rolleyes:
    Leider ist es wohl eine Tatsache, das die meisten Gitarrenhändler (wohl auch die grossen Versandhäuser??) die Gitarren so verkaufen, wie sie reinkommen. Ich hab da Glück mit meinem Gitarrenhändler, der stellt "alle" Gitarren, die er bekommt so optimal ein, das im Grunde (an @GaVaKr ), die Gitarre auf Dauer gut bespielbar bleibt. Also, Gabriel, einmal gut eingestellt, brauchst du dir eigentlich erstmal kaum mehr Gedanken darum machen.
    schönen Gruß
    Micky
     
  12. OliverT

    OliverT Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.07.20 um 15:30 Uhr   #12
    ..... aber nicht alle ;)

    Habe heute mit Thomann telefoiniert, da ich am 01.07.2020 eine Gitarre von Harley Benton bestellt habe die mit SOFORT LIEFERBAR im Shop ist.

    Mitarbeiter Thomann: "Ja, aktuell haben wir viele Bestellungen. Da ALLE Harley Benton Gitarren die wieder frisch im Lager eingetrofen sind eine ENDKONTROLLE und EINSTELLUNG erhalten, kommt es bei diesen derzeit zu Lieferverzögerungen. Nur Artikel die schon länger im Lager sind und die Endkontrolle hatten können sofort verschickt werden"

    Hört sich zumindest vorbildlich an ..... Und bei all meinen bisherigen angelieferten Gitarren, konnten die out of the Box einwandfrei gespielt werden ....
     
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  13. rmb

    rmb Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.07.20 um 15:52 Uhr   #13
    Ja, ich glaube bei Thomann ist das auch so. Ich lass mir zwar keine Gitarren schicken, aber schon andere Sachen und wenn da etwas war, hab ich die Mitarbeiter auch als sehr zuvorkommend und kompetent erlebt.
    Anders hier bei uns im Musicstore, wenn man da im Laden eine Gitarre kauft, muß man höllisch aufpassen, sonst bekommt man eine aus dem Lager, gänzlich "jungfräulich".
    Wir wissen jetzt nicht, wo @GaVaKr seine her hat, aber ich kenne halt auch genug (kleine) Läden, in denen die Mitarbeiter mehr oder weniger keine Ahnung von Gitarren haben bzw. auch wenig Interesse, sich damit auseinander zusetzen.
     
  14. klaatu

    klaatu E-Gitarren Moderator

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    Erstellt: 06.07.20 um 16:29 Uhr   #14
    Ich zitiere mal die Frage des TE.

    Hat er danach gefragt, welcher Gitarrenhändler die Gitarren wie einstellt? Nein.

    Bitte also beim Thema der Frage bleiben (beantwortet ist sie eh schon) und auch mal die Finger ruhen lassen, bevor wir hier wieder auf das Tonholzthema kommen oder auf Gibsons der Norlin Ära oder Relic oder oder oder. Es geht auch mal ohne Aufarbeitung der Geschichte der E-Gitarren und deren Händlern/Vertrieblern.
     
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  15. dubbel

    dubbel Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 06.07.20 um 17:02 Uhr   #15
    Ich würde ein set up machen (lassen), wenn sich die Gitarre komisch anfühlt oder komisch anhört.
    Wenn ich nichts daran verändere, kann das eine ganze Weile dauern.
     
  16. B.B

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    Erstellt: 06.07.20 um 20:42 Uhr   #16
    Ich schließe mich der Meinung an, dass ein Gitarrist, zumindest wenn man langfristig dabeibleibt, das selbst können sollte.

    Auf Youtube wirst du natürlich reichlich fündig

    Ich glaube mich zu erinnern, dass das Gitarre&Bass Sonderheft zu dem Thema eigentlich ganz gut gelungen war.

    https://www.gitarrebass.de/shop/gitarren-abc-alles-ueber-e-gitarren-digital-2014/

    Solange man mit Bedacht und ohne Gewalt vorgeht/nichts erzwingt, kann man da auch nichts falsch machen, zumindest nichts, was man nicht wieder hinbekäme.

    Zu der Ausgangsfrage:

    Solange du nicht extreme klimatische Bedingungen hast, hält das sehr lange. Never touch a running system...

    grüße B.B
     
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