Nehmen Becken durch Kälte schaden?

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Moin

Ich stelle diese Frage hoffentlich im richtgen Bereich^^

Unser Drummer bat mich, mal herauszufinden, ob Becken durch Kälte schneller einreissen können.
Mitlerweile ist uns (IHM) das 3 Becken eingerissen. Zwei fingen am Beckenrand an, das andere riss an der Bell.

Nun ist es bei uns durch den Winter natürlich sehr kalt, und die Becken verstauen wir nicht extra nach jeder Probe in einer Beckentasche.

Könnte die Kälte die Spannungen in den Becken so erhöhen, das sie duch bespielen schneller kaputt gehn?:confused:
 
Eigenschaft
 
Wenn die Risse vom Rand oder der Kuppe ausgehen, liegt's wohl eher an seiner Spielweise. Mal überprüft, ob seine Becken stark eingespannt sind oder sein Anschlagwinkel auf seine Becken arg steil sind?

Schaden sollten Becken denke ich nur durch häufige Temperaturschwankungen nehmen. George Kollias von Nile meinte bei einer Clinic in Frankfurt mal, dass ihm auf Tour die meisten Becken durch die Temperaturschwankungen im Flugzeugladeraum reissen bzw. schaden nehmen. Wieviel daran wahr ist, kann ich natürlich nicht sagen.
 
Bin da dührssens Meinung.

Wenn du sie nicht grad aus dem Ofen in die Polarkälte schleppst dann passiert da i.d.R. nicht viel. Die Risse, die du bzw. dein Drummer beschreibt, sind meist auf falsche Spielweise zurückzuführen. Wäre der Riss mitten im Becken zu finden, sähe das etwas anders aus.

Liebe Grüße,
Bacchus
 
Das müssten schon gewaltige Temperaturschwankungen sein, die in unseren Breitengraden kaum vorkommen.

Und selbst wenn du sie aus der Wüste direkt nach Sibirien bringst und da auspackst, sollten sie keinen Schaden nehmen.

Die Bronze wird bei 1200° C gegossen. Die sog. Castings werden dann nochmal auf ca. 800° C erhitzt, gewalzt und dann mit Wasser (Zimmertemperatur) abgeschreckt.
Die haben in der Produktion schon einiges mitgemacht, sollten also normale Temperaturen locker wegstecken können.

Die beschriebenen Risse sind wohl eher auf falsche Handhabung zurückzuführen:
- Risse am Rand = falsche, zu harte Spielweise, zu flache Aufhängung
- Risse direkt an der Kuppe = Becken ist zu fest eingespannt und kann nicht schwingen
 
Hallo,

ich selbst hatte schon öfter (seit mehr als 20 Jahren) Becken in unbeheizten Räumen, die nur während der Probe warm wurden, also Temperaturschwankungen von um die Null herum bis etwa mollig warm.
Aus diesem Grund ist mir noch kein Becken gerissen.

Risse sind ohnehin fast ausschließlich aufgrund falscher Handhabung zu beklagen, das kann am Spielen selbst liegen (einfacher Test: schlag dich mal selbst, bist du danach tot, weißt du warum das Becken kaputt ist), das kann an der Montage liegen (festschrauben heißt: keine Fluchtmöglichkeit; kaputte Hülsen), das kann am Transport liegen (Stellen auf harte, spröde Böden, Anecken an Kanten, Fallenlassen ...) usw.

Grüße
Jürgen
 
Zum Thema Umgang mit Becken zitiere ich gerne diese Seite von Paiste

http://www.paiste.com/e/support_usagecare.php?menuid=318

Nimmt man sich diese guten Ratschläge zu Herzen, dürfte man mit handelsüblichen Becken jahrzehntelang Freude haben.

Obwohl sich diese Teile Schlaginstrumente nennen, sind es doch vor allem MUSIKinstrumente und sollte wie solche behandelt werden.
 
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Aber soweit ich weit sind eh Spannungen in den Dingern oder? Auch wenn die abgeschreckt werden, sollten da ja Spannungen drinne sein? (ist nur aus interesse)

Mal überprüft, ob seine Becken stark eingespannt sind oder sein Anschlagwinkel auf seine Becken arg steil sind?
Fest eingespannt sind sie definitiv nicht, hängen einfach nur so drin.
Wie der Winkel beim spielen ist weiß ich nicht, werde ich aber mal überprüfen ;)
 
Unter Umständen wäre es auch interessant zu wissen, wie du anschlägst und mit welcher härte. Becken wollen ja nicht verprügelt werden.

Gar viel zu oft sieht man, dass enthusiastische Schalgzeuger gerne einmal dafür sorgen, dass in mir das Mitleid bei toten Gegenständen hervorgerufen wird.
Ein Schlagzeug ist und bleibt ein Musikinstrument. Entsprechende Spielweise kostet.

Dumm ist, dass die Stickhaltung hier schon eine Rolle spielen kann. Ich weiss jetzt nicht, ob du das Schlagdingsen von vorneherein gelernt oder autodidaktisch verunkurst hast, wie meine Wenigkeit.
Es hat bei mir 8 Jahre gedauert, eh ich heraus gefuden habe, wie man nicht zerstörerrisch spielt. Das ist irgendwann mit meiner ersten Band automatsich passiert. Seit dem habe ich nur noch wenige Sticks zerstört. Kein Becken mehr und kein Fell mehr zerstört.

Nur Mut. Und vielleicht ein oder zwei Stunden in ein wenig Unterricht stecken, wenn du es nicht ohnehin tust.
 
Spannungen sind in jedem Metal das gegoßen wird, aber um diese zu minimieren gibt es verschiedene Möglichkeiten schon im Herstellungsprozess. Ich denke aber das bei den Becken kein abschrecken erfolgt, und somit auch keine großen Spannungen entstehen.
Abschrecken tu ich Metal nur wenn ich es besonderst hart machen will, und macht man n metal hart wird es automatisch auch spröder, und n sprödes becken will glaub ich keiner von uns haben
LG
 
Genau so etwas dachte ich mir auch^^
Außerdem kommen da ja beim Nachbearbeiten auch Spannungen rein oder?
Aber ich glaube wir weichen stark vom Thema ab :D

Ich werde auf jeden fall unseren Drummer mal sagen, er soll nicht ganz so hart zuschlagen und auf den Winkel achten.
 
Wieder was gelernt. :great:

Quintessenz ist aber die, dass sicher mehr als 90% aller Beckenschäden auf falsche Handhabung zurückzuführen sind.
 
stimm ich voll zu, da bin ich auch n bissel stolz drauf das mir noch nie n becken gerissen ist
 
Was ich neulich gesehen habe, hat mich echt zweifeln lassen, ob manche wissen was sie tun.

Eine kaputte Paiste Rude Hihat. Da war das Topbecken total geschreddert.
Mir ist eh schon ein Rätsel wie man das bei einer normalen Hihat schafft, die Paiste Rude ist allerdings wirklich für harte Spielweise gemacht.
Würde da mit Eisenstangen gespielt? :gruebel:

Wie manche es schaffen alle paar Wochen ihre Becken zu demolieren, verstehe ich nicht.

Ich hab neulich mal probiert ein Becken "mutwillig" zu zerstören. War ein altes Paiste Super 14" Crash (aus Nickelsilber). Das Teil ist echt dünn (heute wohl im Bereich thin-paperthin).
Ich hab echt böse reingesemmelt. Es war zwar danach ganz schön verbeult, gerissen ist aber nix.

Wie man es dann fertig bringt, 18" Heavy Crashes zu pulverisieren, hab ich mich schon immer gefragt.
Das muss man doch wie in einen Schraubstock einspannen und ständig auf die Kante hauen. Anders kann ich mir das echt nicht vorstellen.
 
welche frage ich mir immer stell ist, woher nehmen die leute die kohle?

spätestens nach dem ersten kaputten becken hätte ich mich gefragt was falsch war und hätte angefangen mich schlau zu machen wo der fehler liegt. manche leute haben echt zuviel geld
 

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