Neue Yamaha Keys mit (zu) wenig Polyphonie?

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Yamaha* hat Anfang des Jahres zwei neue Einsteiger Keyboards das PSR-E 483 und E 583 auf den Markt gebracht.
Beim Durchlesen eines Testberichts (AMAZONA) fällt mir auf: Viele, viele Features die angepriesen werden, so z.B. Dual/Layer Modus, OTS, Motion Effect, zwei frei belegbare Ctrl Knobs, DSP Effekte und, und ....
Die Qualität der Sounds kann ich so nicht beurteilen, bei den YT-Verkaufsvideos klingt ja alles super gut!!!.
Was meiner Meinung nach negativ ist, Yamaha* spendiert beiden Geräten eine magere gerade mal 64fache Polyphonie. Analog zu Yamaha* das KORG Einstiegsmodell EK-50 bietet polyphoniemäßig auch nicht mehr.

Gerade bei Keyboards wo logischerweise und oft die Begleitautomatik mit einem Style mitläuft u. da schon einiges von der Polyphonie angeknabbert wird u. dann noch einen Sound/Klang gelayert, kann es doch schon mal eng werden mit der Polyphonie. Das heißt, wenn die vorhandene Polyphonie an ihre Grenzen kommt, werden Klänge abgeschnitten.
Sollten deswegen die Hersteller ihren Einsteigermodellen nicht auch eine höhere z.B. 128fache Polyphonie mitgeben?
Bei der Anzahl der Sounds wird ja aucht nicht gekleckert, eher geklotzt, die neuen Yamaha* Keys haben 860 respektive 890 Sounds zu bieten. Vllt. da etwas weniger, dafür eine vernünftig große Polyphonie mitgeben.

Preislich liegen die beiden Yamaha* Modelle in einem wie ich finde vernünftigen Rahmen. Trotzdem hat nicht jede(r) vor so ein Instrument nach kurzer Zeit wieder zu verkaufen u. will es länger spielen und nutzen.
Deshalb wäre es doch wichtig, wenn die Hersteller nicht auf der einen Seite klotzen und auf der anderen wird gespart.

Grüße an alle Tastenfreunde
Keysandmore
 
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wenn die Hersteller nicht auf der einen Seite klotzen und auf der anderen wird gespart.
Ist ja nicht der Fall.

Genos 2 hat 1990 Sounds und 800 Styles. 3x 128 stimmig.

PSR SX920 hat 1587 Sounds und 575 Styles. 128 stimmig.

PSR SX720+ hat 1377 Sounds und 450 Styles. 128 stimmig.

......

Sounds, Styles und Polyphonie sinken mit den günstiger werdenden Modellen. Es muss ja Luft geben nach unten.

Warum sollte sich ein Interessent z.B. das bald dreimal so teure 720er kaufen, wenn das 583er, das auch über Anschlagdynamik verfügt, auch noch 128 stimmig wäre und er auf das Mehr an Sounds und Styles verzichten könnte?

Begehrlichkeiten wecken.....
 
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… Sollten deswegen die Hersteller ihren Einsteigermodellen nicht auch eine höhere z.B. 128fache Polyphonie mitgeben?
…
Deshalb wäre es doch wichtig, wenn die Hersteller nicht auf der einen Seite klotzen und auf der anderen wird gespart. …
Was ist denn Sinn bzw. Ziel dieses Threads? Kritik an der herstellerseitigen Produktkonzeption? Verbesserungsvorschläge? Genereller Wunsch nach mehr oder anderem? Im letzteren Fall würde ich mich gerne mit dem Wunsch nach Weltfrieden beteiligen ((:), wenngleich beides - also der Weltfrieden und das perfekte Erfüllen aller Verbraucherwünsche, wahrscheinlich nicht wunschgemäß eintreten wird.

Dass (nicht nur, aber insbesondere) Einsteigerprodukte nahezu immer ein (ggf. schwieriger) Kompromiss aus Preis und Leistung sind, ist ja keine neue Erkenntnis. Dem einen hat ein kleines Keyboard zu wenig Klänge, dem anderen zu schlechte Haptik und dem Dritten zu wenig Polyphonie. Hinsichtlich der Polyphonie kleiner Keyboards mag es vielleicht in der Praxis so sein, dass viele Einsteiger die Stimmen eh kaum ausnutzen?
 
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  • #4
Wir sprechen hier aber nicht von der Keyboard Oberklasse, die sich nicht jede(r) leisten kann und will.
Die (relativ) günstigen Einsteigermodelle die auch schon Sound- u. Stylemäßig >aufgepimpt< sind, werden eben von den Herstellern polyphoniemäßig vernachlässigt, daß ist mein Kritikpunkt.
Luft nach unten muß ja nicht heißen kein in allen Belangen gutes Instrument zu produzieren.
 
Was ist denn Sinn bzw. Ziel dieses Threads?
Ach, ich finde manche Entscheidungen von Herstellern bzgl. der Preisgestaltung und Ausstattung ihrer Produktpalette und -linien schon diskussionswürdig. Auch wenn wir das dadurch nicht ändern können. Aber ggf. gibt es ja auch Hintergrundinfos, an die man so gelangt.

Apple stößt mir da regelmäßig auf mit seiner Speicherpolitik und den für das Zubehör aufgerufenen, teils irrsinnigen Preisen. 😁

Bei Yamaha aber finde ich das Konzept eigentlich ganz gut. Deshalb würde ich das auch gar nicht kritisieren wollen.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Luft nach unten muß ja nicht heißen kein in allen Belangen gutes Instrument zu produzieren.
Und das "gut" machst du an 64 stimmiger Polyphonie fest?

Ich finde das vernachlässigbar. Denn:

Hinsichtlich der Polyphonie kleiner Keyboards mag es vielleicht in der Praxis so sein, dass viele Einsteiger die Stimmen eh kaum ausnutzen?
Eben!



Man ey, diese Zusammenführung von Antworten, die auf verschiedene Beiträge erfolgt, ist aber auch Mist. 😵‍💫
 
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… ich finde manche Entscheidungen von Herstellern bzgl. der Preisgestaltung und Ausstattung ihrer Produktpalette und -linien schon diskussionswürdig. …
Die meisten solcher Diskussionen sind halt sinnlos, zumal viele davon bereits nicht auf sinnvoller Tatsachenbasis beginnen, sondern eher Ausdruck persönliches Empfindens sind. Aber gut, dem Forum tut‘s natürlich nicht weh. ;)

Bei elektronischen Musikinstrumenten, nicht allein bzgl. Yamaha, finde ich die Fortschritte über die Jahre eigentlich recht beachtlich. Man bekommt heutzutage wirklich sehr viel mehr für‘s Geld als „damals“. :)
 
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Die meisten solcher Diskussionen sind halt sinnlos,
In "Der Name der Rose" gibt es ein schönes Zitat:

„Wie friedlich wäre doch das Leben ohne die Liebe... wie ruhig, wie sicher... und wie öde.“

Abgewandelt könnt man auch sagen:

„Wie friedlich wäre doch das Leben ohne Foren und ihre Diskussionen ... wie ruhig, wie sicher... und wie öde.“

😁

@Keysandmore

Überschätzt du da nicht auch vielleicht ein bisschen das fachliche Verständnis des Käufers? Schaut der Otto Normalo wirklich auf die Polyphonie? Oder lässt er sich nicht eher von anderen Zahlen überzeugen?

Wenn du 10 Interessenten von Keyboards fragst, was das Wort bedeutet, ich könnte mir gut vorstellen, dass mind. 7 das nicht korrekt beantworten können.
 
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  • #8
Die meisten solcher Diskussionen sind halt sinnlos, zumal viele davon bereits nicht auf sinnvoller Tatsachenbasis beginnen, sondern eher Ausdruck persönliches Empfindens sind. Aber gut, dem Forum tut‘s natürlich nicht weh.
Ist es aber nicht so, daß zu allen Themen die hier im Forum diskutiert werden unterschiedliche Meinungen - die auch persönliche Empfindungen sind - existieren?
Soll ja auch so sein bei einem Austausch in einem Forum.
Niemand - auch ich nicht - kann Instrumente besser machen wie sie sind. Ich wollte nur mal im Hinblick auf die Polyphonie, einen >Denkanstoß< geben!!!
Klar sind Keyboards heute besser wie vor Jahrzehnten. Mein erstes Key hatte ich mit 22, jetzt bin ich 69. :rolleyes:

@Willi1969

Der Otto Normalkäufer kann sich im Musikgeschäft durchaus aufklären lassen. Es heißt doch immer ein Instrument im Musikladen ausgiebig antesten.

Aber nichts für ungut
Dem Zitat aus Der Name der Rose pflichte ich durchaus bei.
 
64-fache Polyphonie ist nicht üppig, schon klar.
Aber wird ein Anfänger beim Spielen der Arrangements diese Beschränkung überhaupt konkret erfahren?

Unter 500 Euro für ein E-583 und weniger für die anderen Modelle empfinde ich eigentlich als günstigen Preis für die Instrumente. Die haben dann natürlich weniger Leistung als doppelt oder dreimal so teure Modelle und das kann durchaus auch absatzstrategisch begründet sein.
Mein erstes Digitalpiano war auch ein Einsteigerinstrument mit einhergehenden Einschränkungen, aber das wurde mir erst nach Jahren bewusst.
Beim Kauf für 555 Euro hatte ich 2019 dafür aber das gute Gefühl, keinesfalls Geld zu versenken.

Gruß Claus
 
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  • #10
Die Beschränkung ist sogar sinnvoll, da man bei guten Produktionen darauf achtet, dass nicht jeder Takt mit Signalen zugeballert wird.

Wer eine "Wall of sound" produzieren möchte, nimmt kein PSR Keyboard.
 
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  • #11
Der Otto Normalkäufer kann sich im Musikgeschäft durchaus aufklären lassen. Es heißt doch immer ein Instrument im Musikladen ausgiebig antesten.
Sofern es den Laden überhaupt noch in der Nähe von Otto gibt. Es gibt ja nicht wenige Threads zum Aussterben des Fachhandels vor Ort. Es gibt hier bei mir genau noch einen Laden in akzeptabler Nähe. Und ob da die Aufklärung des Einsteigers deutlich über ein "das Instrument kann halt 64 Töne gleichzeitig ausgeben" hinausgeht? Ich bezweifle das. Aus eigener Erfahrung.

Und ich bin mir sicher, die Erklärung reicht dem Otto.

Ich spiele auf dem Genos 2. Kommend von einem Technics KN2000 mit 64 stimmiger Polyphonie vor vielen Jahren. Auch für mich ist das mit der Polyphonie nur eine abstrakte Kennziffer. Ich habe nie ein konkretes praktisches Beispiel für eine Einschränkung erlebt.

Du schreibst hier ja von Einsteigergeräten..... da reichen 64.

Aber wird ein Anfänger beim Spielen der Arrangements diese Beschränkung überhaupt konkret erfahren?
Genau das! Außer man machte ihm explizit den Unterschied hörbar. Aber sonst?
 
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  • #12
Was meiner Meinung nach negativ ist, YAMAHA spendiert beiden Geräten eine magere gerade mal 64fache Polyphonie.
Dass 64-fache Polyphonie schnell mal erreicht werden kann, weiß ich von meinem MOX6 (2011 erschienen). Viele Werk-Presets bestehen aus mehreren Layers, die gleichzeitig erklingen, und wenn man z.B. mehrere orchestrale Sounds einsetzt usw., kommt es zum Voice Stealing. Beim Nachfolger-Modell MOXF6 (2013 erschienen) hat Yamaha zwei statt einem Sound-Chip eingelötet und die Polyphonie dadurch verdoppelt. Ein MOX6/MOXF6 kostete damals um die 1000 DM. Seitdem wurden leistungsfähigere Sound-Chips entwickelt/hergestellt und in neueren Modellen verbaut, allerdings werden in günstigeren Keyboards von Yamaha höchstwahrscheinlich immer noch weniger leistungsfähige Sound-Chips verwendet, weil sie höchstwahrscheinlich günstiger herzustellen/einzukaufen sind. Außerdem werden wahrscheinlich auch entsprechend dazu passende Mutterplatinen verwendet, die aktuell wahrscheinlich günstiger herzustellen sind als neuere Boards. Jedenfalls sollen Entwicklungs- und Herstellungskosten eines günstigeren Keyboards niedriger sein als eines teureren Keyboards, und wenn ein 128-stimmiger Chip auch heute noch deutlich teurer in der Herstellung / im Einkauf ist als 64-stimmiger Chip + passendes Mainboard dazu, dann erscheint es logisch, warum im günstigeren Keyboard keine 128-stimmige Polyphonie verbaut wird. Es gibt noch günstigere "Kinder-Keyboards", die noch weniger Polyphonie und schlechtere Klangqualität haben. Wahrscheinlich, weil High-End-Sound für den Hersteller immer noch höhere Selbstkosten hat. Wenn man also 128-fache Polyphonie haben möchte, sollte man zu einem Modell greifen, das es ermöglicht.
 
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  • #13
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  • #14
Wir sprechen hier aber nicht von der Keyboard Oberklasse, die sich nicht jede(r) leisten kann und will.
Die (relativ) günstigen Einsteigermodelle die auch schon Sound- u. Stylemäßig >aufgepimpt< sind, werden eben von den Herstellern polyphoniemäßig vernachlässigt, daß ist mein Kritikpunkt.
Luft nach unten muß ja nicht heißen kein in allen Belangen gutes Instrument zu produzieren.
Hallo Keysandmore,
daß bei Keyboards unter € 500,- mit 64-facher Polyphonie "gekleckert" und mit der Anzahl von Sounds "geklotzt" wird, läßt sich so nicht vergleichen!

Der interne Processor des Keyboards (DSP) teilt seinen Sound einen bestimmten Teil seiner Rechenleistung als eigenständige "Stimme" zu.
Dafür wird für 128 Stimmen (128-fache Polyphonie) von Sounds doppelt soviel Rechenleistung wie für 64 Stimmen benötigt.
Wenn aber des Keyboard 500 oder 1000 unterschiedliche Sounds zur Auswahl bereitstellt, benötigt es dafür keine höhere Rechenleistung,
sondern lediglich etwas mehr Speicherplatz für die Sounds. Speicherplatz ist aber relativ billig, während eine höhere Recheneistung nur durch höheren Aufwand realisierbar ist!

Günstige Einstiegmodelle können daher mit preisgünstigem Speicherplatz sound- und stylemäßig "aufgepimpt" sein. Aber polyphoniemäßig sind sie nicht deswegen vernachlässigt, sondern weil sie so günstig mit keiner höheren Rechenleistung angeboten werden können.

Das heißt aber nicht, daß mit 64-stimmiger Polyphonie kein in allen Belangen gutes Instrument produzierbar ist, wenn es für den beabsichtigten Einsatz geeignet und ausreichend ist.
*
Die Rechenleistung günstiger Einstiegsmodelle reicht für einfache Melodien mit einfacher Begleitung. Ein mehrspurig laufender Style (Drum, Baß, Akkorde) benötigt ca. 30–50 Stimmen, sodaß für das vollgriffige Spiel mit rechter und linker Hand insgesamt 64 Stimmen bald verbraucht sind.

Für Alleinunterhalter und anspruchsvollere Styles und Melodien sollten 128-fache Polyphonie ausreichen. Komplexe Layer-Sounds und der Einsatz externer MIDI-Files benötigt 256 Stimmen - und bieten damit ausreichend Reserven.
 
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