Ohne Dich (Hörprobe oder Lyric-Talk?)

  • Ersteller
  • #21
Gern geschehen, auch sehr interessant zu lesen, wie viel Gedanken über deinen Text du dir selber schon gemacht hast.
oh ja. Ich sitze oft viele Monate über eneinem Text. Klar, dann legst ihn auch mal 8 Wochen weg, wenn er in der Sackgasse steckt.
Aber ich überlasse kein Wort dem Zufall. Manchmal fehlt es mir an irgend'ner Stelle an zündenden Ideen, passenden Bildern oder Begriffen, das wird aber immer besser. Übung macht den Meister.
 
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  • Ersteller
  • #22
Hi @Vocal Voyage
habe mir jetzt Deinen Text nach den eingegangenen Feedbacks noch mal intensiver angeschaut & hätte was zu zwei Stellen:
Direkt am Anfang die zweimalige Verwendung von Horizont. Einwände treffen schon, sieht man‘s aber poetischer bzw. aus einer Innensicht heraus, passt es imho. Das erste Horizont sehe ich als Zielpunkt einer Bewegung. Man weiß, dass man den Horizont per Definition nicht erreichen kann - somit ist er als ideelle Orientierung gemeint.
Das kann man schon aufgreifen - bei der zweiten Verwendung wäre Horizont wieder kein bestimmter Ort und sicher kann dort keine Bank stehen - also ist auch hier ein imaginierter Ort gemeint.
War in beiden Fällen als echter, geografischer (wenn auch unspezifischer) Ort gemeint. Horizont als die optische Linie, der den Himmel von der Erde abgrenzt. Da steht die Bank. Eigentlich ein schönes Bild. Wenn Du dort angekommen bist, ist der Horizont natürlich wieder woanders. Der ist ja immer in der Ferne. Aber: Der Protagonist beschreibt seine EIndrücke auf dem Weg zum Horizont. Ich stelle mir das so vor, dass er den Weg an den Feldern vorbei bis zum Horizont geht, der auch das Ziel darstellt, weil dort die "geschichtstächtige" Bank der beiden steht (komme gleich näher drauf zu sprechen).
Von dieser Perspektive wäre das stimmig, gäbe aber eine Richtung vor, die ich so lese, dass alles, was an Sinneseindrücken im weiteren (Geruch …) geschildert wird, ebenfalls zum Reich der Imagination gehört. Das Lyrische Ich besucht also nicht wirklich die gemeinsame Bank, nimmt nicht wirklich Platz etc. Ich weiß nicht, ob Du das wirklich willst.
Manchmal mag man ja auch Wortwiederholungen nicht, das wäre für mich ein zweiter Grund hier ranzugehen.
Ah ok. Also, wie gesagt, es war immer als reale Bank gemeint und gedacht! "Sie trägt unsere Namen" (= weil ins Holz geritzt). Haben sich dort also verewigt. Waren oft da, Hand in hand, haben bis in die Dämmerung geträumt. Subtext: Die Bank verbindet damit starke positive Erinnerungen/Gefühle, die auf die beiden geprägt sind (=emotionale Bindungskräfte). Soweit meine ganz konkrete Intention. Also alles REAL.
Ich wollte, wie man es so macht, das Thema erstmal szenisch etablieren und dann auf die Bedeutungsebene gehen mit Allegorien.
Szene = Klärung: Was, wann, wer, wo? Das Ganze mit Sinneseindrücken verknüpft =>hookt besser & schneller! Ist ein must have, wenn man danach poetisch wird, weil die Szene die Bezüge von den Andeutungen zur Realität/dem eigentlich Gemeinten herstellt. Vielleicht fehlt hier wirklich noch ein Detail, wie bspw. der Fliederbaum o.ä.. (am Horizont). Es gbt allerdings keinen Ort. Oder ich müsste dafür das duftende Heu, das sich mit Erinnerungen mischt, weglassen. Das ist allerdings ein Highlight, und es wäre nichts gewonnen
Du schreibst, du hast konkrete Orte (für das zweite Horizont) ausprobiert und hättest nichts gefunden, was genau gepasst hätte … Sollen es drei Silben sein, eher helle Vokale? Mir ist spontan „Am Fliederbusch“ eingefallen, es könnte auch sowas wie „Am Auerbach sein“ - tatsächlich gibt es nahezu unendlich viele Möglichkeiten, so dass ich denke, falls Du Horizont durch einen konkreten Ort (oder einen poetischen) ersetzen willst, dass man da bei einigem Suchen fündig würde.
Der Fliederbusch ist wirklich schön! Ich hatte vorab die Kandidaten: Lindenbaum, alter Baum, Lichtung, am Wegweiser u.ä. Es gibt genug Möglichkeiten, nur ist dafür kein Platz im Text. Derst bewussts ehr knapp gehalten und mit langen Pausen zwischen den Satzfragmenten versehen (zum Nachdenken und -spüren). Ich habe das nicht lösen können.
Die zweite Stelle ist die mit dem Geruch und den letzten beiden Zeilen und dem Reim auf „fehlst“. Aus dem Bauch raus und sehr weit weg vom Original fiel mir dies ein (ist noch nicht silbengetreu, geht mir eher um die Idee als solche)
„und ich suche Dich wieder, höre wie Du von 100 abwärts/runter zählst“ oder als Variante „und ich will (immer noch), dass Du mich findest, wenn Du von 100 abwärts/runter zählst“. Das würde eine Rückerinnerung in eine gemeinsame Kindheit bedeuten und dann auch einschließen (so lange das nicht durch andere Formulierungen ausgeschlossen wird), dass es auch beispielsweise der Tod eines geliebten Bruders oder einer geliebten Schwester bedeuten könnte, in jedem Fall aber, dass die beiden Personen eine Kindheit geteilt haben.
Schöne Idee, ich habe da schon seeeehr viel ausprobiert! Das mit dem Geruchssinn / Riechen ging noch am ehesten. Habe ich irgendwann als Kompromiss innerlich duchgewunken.
Dass es eine Sandkastenliebe ist, wäre allerdings ein neuer, auch irrelevanter Aspekt.
Herzlichen Dank!
 
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  • Ersteller
  • #23
So, ich habe alle Anregungen aufgenommen und verbaut (rot markiert), mit diesem Ergebnis:

[verse 1]
An Feldern vorbei zieh ich
bis zum Horizont
ein schwerer Duft von Heu mischt sich
mit Erinnerung

[prechorus]
am Fliederbaum steht eine Bank
wir träumten oft dort Hand in Hand
bis in die Dämmerung

heut' geh ich den stillen Weg allein
Dein Name steht in kaltem Stein

das Leben ist nicht fair.

[chorus]
Wie soll das geh'n
Wie soll das geh'n
Wie soll das geh'n
ohne Dich

Wie soll das geh'n
Wie soll das geh'n
Wie soll das geh'n
ohne Dich (ad libs ... oooooh)

[vers 2]
schon seltsam wie nah du mir bist
jetzt wo Du fehlst
ich hör' dich noch oft an der Tür
doch das ist nur der Wind
(naja, kann man besser formulieren)

[prechorus]
Und manchmal verlier ich den Verstand
besuche Dich an uns'rer Bank
wo uns're Namen steh'n

dann schließ' ich die Augen, leg' die Hand
genau aufs Herz, wo Liebe stand
und bin ein Stück bei Dir

[chorus]
Wie soll das geh'n
Wie soll das geh'n
Es muss doch geh'n
ohne Dich

Das wird schon geh'n
Wirst schon seh'n
wird irgendwann geh'n
ohne Dich (ad libs ... oooooh)


Vorteil:
Klarheit über: Tod, nicht Trennung, (Name in kaltem Stein)
Nachteil:
kleinere Projektionsfläche. Spricht evtl. nur Witwer/n an

Irgendwie gefiel es mir vorher besser, als der Punkt getrennt oder verwitwert offen war.

Gaaaanz am Anfang im ersten Fred schireb ich was vom "Hin und Her beim Texten". In etwa so wie jetzt äußerst sich das. Morgen früh, kann ich locker ne 180°-Wendung machen. :cool:
 
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  • #24
Das wirft die Frage auf: Wie viel Unvollkommenheit in einem Text ist eigentlich akzeptabel – wenn am Ende jeder Hörer ohnehin seine eigene Geschichte hineinliest?
Wie du meinst. - Ich schreibe nur, was mir gefällt. Oder besser gesagt, bis es mir gefällt. Das macht mir immer große Freude. Ich schreibe verdammt individuell. Immer im Gespräch mit mir. Meistens mit einer Begründung... manchmal auch ohne. :unsure:
 
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  • #25
"schon seltsam wie nah du mir bist
jetzt wo Du fehlst
ich hör' dich noch oft an der Tür
doch es ist wieder nur der Wind"

Ich will mich nicht einmischen, aber wie findest du den letzten Satz? Das klingt so wehleidig, wiederholend, Hoffnung da - Hoffnung weg und das immer und immer wieder. Ist nur eine Idee.
LG

P.S
Dieser Song ist schon herzzerreißend und sehnsuchtsvoll und er erweckt Mitgefühl in mir. Die Schlichtheit die Dein Text hat, macht es für mich so glaubwürdig und nahbar. Diese kleinen Dinge in Deinem Text wie "ich höre dich oft noch an der Tür" - als Beispiel - ich kann hier meine eigenen Erfahrungen und Erinnerungen hineininterpretieren

"wir träumten oft dort Hand in Hand" - Vergangenheit - um dann wieder in die Gegenwart zu springen, die weh tut.

LG
 
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  • #26
"schon seltsam wie nah du mir bist
jetzt wo Du fehlst
ich hör' dich noch oft an der Tür
doch es ist wieder nur der Wind"

Ich will mich nicht einmischen, aber wie findest du den letzten Satz? Das klingt so wehleidig, wiederholend, Hoffnung da - Hoffnung weg und das immer und immer wieder. Ist nur eine Idee.
LG

P.S
Dieser Song ist schon herzzerreißend und sehnsuchtsvoll und er erweckt Mitgefühl in mir. Die Schlichtheit die Dein Text hat, macht es für mich so glaubwürdig und nahbar. Diese kleinen Dinge in Deinem Text wie "ich höre dich oft noch an der Tür" - als Beispiel - ich kann hier meine eigenen Erfahrungen und Erinnerungen hineininterpretieren

"wir träumten oft dort Hand in Hand" - Vergangenheit - um dann wieder in die Gegenwart zu springen, die weh tut.

LG
Ja, ich schrieb ja direkt dabei dass die letzte Zeile Luft nach oben hat. War erstmal nur eine inhaltliche Skizze
 
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  • #27
schon seltsam wie nah du mir bist
jetzt wo Du fehlst
ich hör' dich noch oft an der Tür
doch es ist wieder nur der Wind"
Falls deine Frage an mich gerichtet ist- das gefällt mir! Nicht zuletzt deshalb, weil es die Gegenwart betont! 😉

Dieser Vierzeiler ersetzt für mich einen ganzen Text. Den Rest gestalte ich gern allein! So ging es mir früher, als mein Englisch noch schlechter war als heute:, wenn ich einen Vers toll fand, malte ich mir begeistert den Rest selber aus! Das geht sicher Anderen auch so…
 
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  • #28
Ja war an Dich - ich habe es nur vergessen zu erwähnen. Nicht unwichtig, oder? :) Sorry - bin einfach nur müde.
 
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  • #29
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  • #30
Mich holt diese Strophe noch nicht wirklich ab, vielleicht auch wegen des fehlenden Reimes, das hat etwas „unrundes“, das sehr stark die Aufmerksamkeit erhöht und die Erwartung besonderer Bedeutung weckt, die sich für mich nicht einlöst.

Man könnte die geringen Reimmöglichkeiten von „fehlst“ umgehen, z.B.
Schon seltsam, jetzt wo Du fehlst
bist Du mir so nah,
ein Rascheln im Wind, die offene Tür
und Du bist unvollkommen da

Dieses Beispiel ist selbst noch unrund - es soll nur weitere Optionen aufzeigen.

Der Text insgesamt hat gewonnen, finde ich!

x-Riff
 
  • #31
Man könnte die geringen Reimmöglichkeiten von „fehlst“ umgehen, z.B.
Schon seltsam, jetzt wo Du fehlst
bist Du mir so nah,
ein Rascheln im Wind, die offene Tür
und Du bist unvollkommen da

Lieber x-Riff
Könnte man. Ohne Zweifel!

Aber die andere Variante des Texters überrascht mit einem einmaligen Geniestreich
"schon seltsam wie nah du mir bist
jetzt wo Du fehlst
ich hör' dich noch oft an der Tür
doch es ist wieder nur der Wind

Diese trockene Schluss-Pointe wird mE zeitgleich kein zweites Inneres auf dieser Welt erfinden! Obwohl gerade der Wind zugleich für ein billiges Nichts steht und somit doppelt wirksam zu sein scheint…👍

Wer im Reimen drin steckt , steigt selten vor dem Ziel aus dem Fluss!
 
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  • Ersteller
  • #32
Ihr lieben Schreiber :-)
Spannend und toll, was Texte mit jedem Einzelnen machen!
Bishin zum Wachkoma 🤟 (müde-wach) :cool:

Manchmal hilt es, Texte ein paar Tage liegen zu lassen.
Ich mache das jetzt mal.

Die Nummer mit den Halluzinationen an der Türe in Vers 2 finde ich aktuell zunehmend unattraktiv.

Dafür gefällt mir zunehmend im ersten Chorus (Teil 2):
...
heut' geh ich den stillen Weg allein
Dein Name steht auf einem Stein (
oder doch, "wo Du jetzt bist, kann ich nicht sein". Dann würde bleibt der Hintergrund offen)
das Leben ist nicht fair.

Aber wie gesagt, ich lass es jetzt mal 'ne Weile ruhen.
Am Ende entscheidet ohnehin die Regierung hier zuhause ;-)

Vielen Dank bis hierhin schonmal für eure tollen Anregungen und konkreten Hilfestellungen!
 
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  • #33
...
heut' geh ich den stillen Weg allein
Dein Name steht auf einem Stein (
oder doch, "wo Du jetzt bist, kann ich nicht sein". Dann würde bleibt der Hintergrund offen)
das Leben ist nicht fair.

Aber wie gesagt, ich lass es jetzt mal 'ne Weile ruhen
Ich finde Variante 1 besser.
Das Bedauern über "wo du nicht bist, kann ich nicht sein", stellt das dort-nicht-sein-zu-können in den Vordergrund, als ob selber zu sterben das daraus resultierende Wünschenswerte sei.
 
  • #34
hi @Vocal Voyage,

Funktioniert der Text?
..ich finde dein Text hat ausgesprochen schöne Stellen, aber auch eine ganze Reihe Momente, über man noch einmal nachdenken, bzw bei denen man Alternativen prüfen kann..

..ich mach mal eine komplette Kommentierung..
oh ja. Ich sitze oft viele Monate über eneinem Text.
..kenn ich..
Aber ich überlasse kein Wort dem Zufall. Manchmal fehlt es mir an irgend'ner Stelle an zündenden Ideen, passenden Bildern oder Begriffen, das wird aber immer besser. Übung macht den Meister.
:)
[verse 1]
An Feldern vorbei zieh ich
bis zum Horizont
ein schwerer Duft von Heu mischt sich
mit Erinnerung
..lass mich raten, du bist ein Stadtkind..

..Felder, Heu und schwerer Duft..
..zwar nicht richtig falsch, aber auch nicht wirklich stimmig..Heu ist gemähtes Gras und liegt eher auf Wiesen..es duftet frisch, blumig, süßlich, vielleicht nach Gras oder Erde - jedenfalls kaum schwer..Felder mit Stroh beglücken uns mitunter mit eher staubigem Geruch und manchen Zeitgenossen auch mit roten Augen..

..mit der Beschreibung „schwerer Duft“ lenkst du den Hörer/Leser in eine Richtung.. klar, du willst Innen- und Außenwelt synchronisieren..tatsächlich ist es ja die Erinnerung, die die Sache schwer macht..für mich wäre das Heu das Wort, das ich mit einem Adjektiv versehen würde z.B. als „frisches Heu“

..aber nicht zu vergessen, das Mischen von Duft mit Erinnerung ist wunderschön..
[prechorus]
am Fliederbaum steht eine Bank
wir träumten oft dort Hand in Hand
bis in die Dämmerung
..stehen Fliederbäume/-sträucher an den Stellen, die du im Sinn hattest? Das Schöne an der Horizont-Variante, war für mich der erwartungsvolle Blick in die Ferne, also in die Zukunft..

..bei „wir träumten…“ könntest du mal schauen, welche Satz-Umstellungen noch in Frage kämen..mein Favorit wäre „Oft träumten wir...“..2. Favorit „Dort träumten wir oft..“

..kleine Nebenbemerkung..“oft“ „träumen“ „Hand in Hand bis in die Dämmerung“ deutet nicht gerade auf eine wilde Beziehung..wenn man das „oft“ ersetzt, kann der Hörer/Leser den „Ruhe finden“-Anteil für sich selber dosieren..
heut' geh ich den stillen Weg allein
Dein Name steht in kaltem Stein

das Leben ist nicht fair.
..hier sind sie wieder, die Adjektiv-Nomen Pärchen..ich denk, die könnte man reduzieren..man kann die Eigenschaft auch ans Verb binden..“heut‘ geh ich still den Weg allein“..
[chorus]
Wie soll das geh'n
Wie soll das geh'n
Wie soll das geh'n
ohne Dich

Wie soll das geh'n
Wie soll das geh'n
Wie soll das geh'n
ohne Dich (ad libs ... oooooh)
..ja, das gefällt mir..ich denk das funktioniert gut..
[vers 2]
schon seltsam wie nah du mir bist
jetzt wo Du fehlst
ich hör' dich noch oft an der Tür
doch das ist nur der Wind
(naja, kann man besser formulieren)
die oberen beiden Zeilen sind wieder wunderschön..

..die Sache mit dem Riechen und der Person, die vor einem steht, war schon anfällig für unschöne Assoziationen..kleinere Änderungen hätten aber vielleicht auch gereicht..wir ersetzen ‚riechen‘ durch ‚schmecken‘ und entkoppeln die körperliche Nähe..Idee: „Alles schmeckt noch nach dir, als wenn du bei mir wärst“
[prechorus]
Und manchmal verlier ich den Verstand
besuche Dich an uns'rer Bank
wo uns're Namen steh'n

dann schließ' ich die Augen, leg' die Hand
genau aufs Herz, wo Liebe stand
und bin ein Stück bei Dir
.. ein Name, der steht..war ein paar Zeilen weiter oben schon..ich würde versuchen den oberen zu ersetzen..

..Kleinkram, aber evtl. eine Überlegung wert..ist das Wort „dann“ nötig? Wenn nicht, dann;-) lässt sich formulieren „schließe meine Augen, leg die Hand..“

..ähnlich bei dem „genau“..Idee: „dort auf mein Herz..“
[chorus]
Wie soll das geh'n
Wie soll das geh'n
Es muss doch geh'n
ohne Dich

Das wird schon geh'n
Wirst schon seh'n
wird irgendwann geh'n
ohne Dich (ad libs ... oooooh)
..schön..
Beitrag automatisch zusammengefügt:

..ups, wo ist denn eigentlich das Schwalbenpaar hin, das euch in die Luft gespiegelt hatte..auch ein schöner Gedanke..falls du es doch verwenden möchtest..
Ein Schwalbenpaar kehrt langsam heim
..bedenke, Schwalben sind nicht langsam und eher in Schwärmen unterwegs - oder? Und sie nisten eher an Gebäuden..man müsste und könnte den Standort des Song-Ichs an ein Fenster o.ä. verlegen..

Gruß, m.
 
Grund: Typo
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  • #35
hi @Vocal Voyage,


..ich finde dein Text hat ausgesprochen schöne Stellen, aber auch eine ganze Reihe Momente, über man noch einmal nachdenken, bzw bei denen man Alternativen prüfen kann..

..ich mach mal eine komplette Kommentierung..

..kenn ich..

:)

..lass mich raten, du bist ein Stadtkind..

..Felder, Heu und schwerer Duft..
..zwar nicht richtig falsch, aber auch nicht wirklich stimmig..Heu ist gemähtes Gras und liegt eher auf Wiesen..es duftet frisch, blumig, süßlich, vielleicht nach Gras oder Erde - jedenfalls kaum schwer..Felder mit Stroh beglücken uns mitunter mit eher staubigem Geruch und manchen Zeitgenossen auch mit roten Augen..

..mit der Beschreibung „schwerer Duft“ lenkst du den Hörer/Leser in eine Richtung.. klar, du willst Innen- und Außenwelt synchronisieren..tatsächlich ist es ja die Erinnerung, die die Sache schwer macht..für mich wäre das Heu das Wort, das ich mit einem Adjektiv versehen würde z.B. als „frisches Heu“

..aber nicht zu vergessen, das Mischen von Duft mit Erinnerung ist wunderschön..

..stehen Fliederbäume/-sträucher an den Stellen, die du im Sinn hattest? Das Schöne an der Horizont-Variante, war für mich der erwartungsvolle Blick in die Ferne, also in die Zukunft..

..bei „wir träumten…“ könntest du mal schauen, welche Satz-Umstellungen noch in Frage kämen..mein Favorit wäre „Oft träumten wir...“..2. Favorit „Dort träumten wir oft..“

..kleine Nebenbemerkung..“oft“ „träumen“ „Hand in Hand bis in die Dämmerung“ deutet nicht gerade auf eine wilde Beziehung..wenn man das „oft“ ersetzt, kann der Hörer/Leser den „Ruhe finden“-Anteil für sich selber dosieren..

..hier sind sie wieder, die Adjektiv-Nomen Pärchen..ich denk, die könnte man reduzieren..man kann die Eigenschaft auch ans Verb binden..“heut‘ geh ich still den Weg allein“..

..ja, das gefällt mir..ich denk das funktioniert gut..

die oberen beiden Zeilen sind wieder wunderschön..

..die Sache mit dem Riechen und der Person, die vor einem steht, war schon anfällig für unschöne Assoziationen..kleinere Änderungen hätten aber vielleicht auch gereicht..wir ersetzen ‚riechen‘ durch ‚schmecken‘ und entkoppeln die körperliche Nähe..Idee: „Alles schmeckt noch nach dir, als wenn du bei mir wärst“

.. ein Name, der steht..war ein paar Zeilen weiter oben schon..ich würde versuchen den oberen zu ersetzen..

..Kleinkram, aber evtl. eine Überlegung wert..ist das Wort „dann“ nötig? Wenn nicht, dann;-) lässt sich formulieren „schließe meine Augen, leg die Hand..“

..ähnlich bei dem „genau“..Idee: „dort auf mein Herz..“

..schön..
Beitrag automatisch zusammengefügt:

..ups, wo ist denn eigentlich das Schwalbenpaar hin, das euch in die Luft gespiegelt hatte..auch ein schöner Gedanke..falls du es doch verwenden möchtest..

..bedenke, Schwalben sind nicht langsam und eher in Schwärmen unterwegs - oder? Und sie nisten eher an Gebäuden..man müsste und könnte den Standort des Song-Ichs an ein Fenster o.ä. verlegen..

Gruß, m.
Hi Micha,
vielen Dank für Deine Mühe / Auseinandersetzung mit dem unfertigen Text. Ich kann einige Deiner Einwände / Comments nachvollziehen, andere wiederum schlüssig entkräften.
Das wäre zu diesem Zeitpunkt jedoch müßig. Ich schrieb zum Schluss, dass ich den Text jetzt ein paar Tage sacken lasse, und am Ende wahrscheinlich ohnehin de Regierung den Daumen drauf hat ;-)
Ich habe für mich mittlerweile eine Version gefunden die für mich stimmig ist.
(Un)Stimmigkeit zeigt sich mit der Zeit, wenn man fragliche Stellen immer und immer wieder spielt / singt. So bin ich jetzt vorgegangen. Wenn der Prozess abgeschlossen ist, stelle ich das Ergebnis vor. Da er zusammen mit der Musik eine andere / tiefere Wirkung entfaltet, als die reine Prosa, wird das allerdings etwas dauern. Ich bitte bis dahin um Geduld.
Den aktuellen Stand der DInge kannst Du hier bei Ultimate Guitar einsehen: https://tabs.ultimate-guitar.com/user/tab/view?h=d1GzmhqfzH4bxSYY5P3KKTZJ
Nochmal lieben Dank für Dein Engagement!
Micha
 
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  • #36
Ich kann einige Deiner Einwände / Comments nachvollziehen, andere wiederum schlüssig entkräften.
..wenn dir einige der Gedanken weiterhelfen, freu ich mich..du musst dabei nichts entkräften..das sind doch nur Kommentare..
 
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  • #37
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  • Ersteller
  • #38
Oh, gleich zu Anfang ein G9sus4
e = x
B = 1
G = 2
D = 0
A = x
E = 3

Kanntest du den vom Namen her oder hast du gespielt und musstest selber nachschauen, was das ist?
Ich kannte den, habe dann aber nochmal entschieden wie ich ihn nenne.
Es könnte auch ein D7add9/G (/G heißt mit G als Bass) sein (im Ergbnis dieselben Töne).
Dann wäre der Song allerdings in D-Dur definiert (weil er mit D beginnt), was ein Fehler wäre.
Nein, ich hatte erst mit G4 angefangen und nahm dann noch die None hinzu. Ich liebe Nonen!! :)

PS: Ich habe jetzt mal, Deinem Hinweis folgend nach "Das Leben ist nicht fair" & Grönemeyer gegooglet.
Du hast recht, er hat ihn zuerst gefunden, und der Satz ist in dem Song so prägnant, dass ich ihn jetzt herausgenommen habe.
Großartiger Song übrigens. Ich kann ihn (Gröni) mir trotzdem kaum anhören. :-S
 
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  • #39
Hallo MB-Gemeinde!
vielen Dank für eure Mithilfe, euer Engagement und eure Geduld!
"Ohne Dich" ist jetzt gereift und "geboren".

Ein Song über das, was bleibt, wenn jemand geht.
Nicht über den Abschied selbst, sondern über die stillen Momente danach – wenn man allein einen Weg geht, den man zu zweit kannte. Wenn man die Augen schließt und trotzdem nah ist.
Die Frage „Wie soll das geh'n?" kennt keine schnelle Antwort. Aber irgendwann, ganz leise, wandelt sie sich. Muss irgendwie geh'n. Wird irgendwann geh'n.
Ein Lied über Trauer, Erinnerung – und die kleine, zähe Hoffnung, die sich langsam ihren Weg bahnt.


View: https://youtu.be/n_cUwgFFn2U

Songtext
==============
Vers 1
An Feldern vorbei zieh ich
bis zum Horizont
ein schwerer Duft von Heu mischt sich
mit Erinnerung

Pre-Chorus
Am Horizont steht eine Bank
wir träumten oft dort Hand in Hand
bis in die Dämmerung

doch heut' geh' ich unser'n Weg allein
wo Du jetzt bist, kann ich nicht sein
Dein Name steht in Stein

Chorus
Wie soll das geh'n
Wie soll das geh'n
Wie soll das geh'n
ohne Dich

Wie soll das geh'n
es muss doch geh'n
muss irgendwann geh'n
ohne Dich

Vers 2
schon seltsam wie nah du mir bist
jetzt wo Du fehlst
es riecht überall noch nach Dir
als wenn Du vor mir stehst

Pre-Chorus
Und manchmal verlier ich den Verstand
besuche Dich an uns'rer Bank
wo uns're Namen steh'n

dann schließ' ich die Augen, leg' die Hand
genau aufs Herz, wo Liebe stand
und bin ein Stück bei Dir

Chorus
Wie soll das geh'n
Wie soll das geh'n
es muss doch geh'n
ohne Dich

Das wird schon geh'n
wird irgendwann geh'n
muss irgendwie geh'n
ohne Dich
 
  • #40
( (y) ) :cry:
 

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