Optimale Kombi R/C am Volume-Poti

von Ed, 09.11.04.

  1. Ed

    Ed Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 09.11.04   #1
    Hallo zusammen,

    bevor ich schlafengehe, möchte ich noch eine Frage in die Runde werfen.

    Wir wissen alle vom Kondensator am Volume-Poti, um den Höhenklau beim runterdrehen zu verhindern. Nun gibt es eine Verschlimmbesserung, die aus einem Widerstand und einem Kondensator in Serie besteht. Es ist nämlich öfters mal so, dass der Sound etwas ausgedünnt wird, wen man den Poti runterregelt. Das soll nicht sein, daher wird noch ein Widerstand zum Kondensator geschaltet, damit die Höhen, die es über den Kondensator schaffen auch ein wenig gedämpft werden. So soll nämlich der Sound komplett runter gehen und nicht nur die Bässe und Mitten. Hat der Eine oder Andere da Erfahrungswerte? Es ist mir nicht superwichtig, ich denke das lässt sich einigermaßen schnell rauskriegen aber mir graust es immer wieder davor, bei einer Strat das Pickguard abmontieren zu müssen.

    Gruß,
    /Ed
     
  2. Hans_3

    Hans_3 High Competence Award HCA

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    Erstellt: 09.11.04   #2
    Sehr interessantes Thema.

    Ich habe bei Strats mehrfach den Versuch gemacht, den Höhenverlust beim Runterdrehen des Vol-Potis durch andere Kondensatoren aufzuhalten. Nach kurzer Zeit hab ich das aber jeweils wieder in den alten Zustand versetzt. Es entspricht nicht dem menschlichem Empfinden, wenn dann bevorzugt Bässe und Mitten runtergehen und dünne Höhen übrigbleiben.

    Aber es wäre mal interessant zu wissen, ob und welche einfachen Bauteile das für passive Schaltungen bewerkstelligen könnten: Leiser, aber auf jedem Volume-Level mit genau dem selbem Frequenzgang wie bei Volume 10.

    Ich mach es zurzeit so, dass ich den jeweiligen Mix von Höhenanteil und Lautstärke mit Abstimmung von Vol-Regler an der Git. und Volumenpedal herstelle.
     
  3. Ed

    Ed Threadersteller Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 09.11.04   #3
    Wie gesagt, zu dem Kondensator "einfach" einen Widerstand in serie schalten, dann werden auch die Höhen gedämpft. Meine Erfahrungswerte gehen in Richtung 150-220k für den Widerstand. So wie es aussieht, scheint das hier aber kaum jemand zu machen. Bei den teureren Gitarren ist dies sogar üblich. Es sei den es handelt sich um Gibson :(. Da muss man alles selbst anlöten. Suhr Gitarren sollen eine R/C-Kombi von Haus aus eingebaut haben. Bei meiner PRS ist nur ein Kondensator srin. Dieser ist wiederum sehr gut dimensioniert, dass ich keine Probleme mit ausgedünntem Sound habe.

    Gruß,
    /Ed
     
  4. TelosNox

    TelosNox Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.11.04   #4
    Man kann das natürlich berechnen, wenn man weiß,

    bei welcher Frequenz die Höhen liegen, die man am Poti vorbeibringen will
    wie hoch der parallele Widerstand ist (also Eingangsimpedanz)
    wie stark die Bedämpfung wirken soll

    mit Frequenz und Eingangsimpedanz kann man die Kapazität des Kondensators berechnen
    Die Bedämpfung wird durch den seriellen Widerstand realisiert und müßte wohl ausgetestet werden.
    Hierbei wäre aber zu beachten, daß der zusätzliche Höhenanteil auf diese Weise immer gleich ist, d.h. wenn man das Poti ganz zudreht, bleiben immer noch Höhen übrig.

    Geschickt wäre wohl ein Poti mit 2 Schleifern
    Der eine Schleifer regelt Volume, der andere nur die zusätzlichen Höhen. So werden auch die Höhen mit runter gedreht, es bleibt aber immer noch etwas mehr an Höhen da, da der Widerstand für die Höhen nur halb so hoch ist (wenn beide Schleifer den gleichen Widerstand haben). Man sollte aber auch hier noch zusätzlich die Höhen bedämpfen, damit man nicht bei offenem Poti Probleme bekommt.
     
  5. BF79

    BF79 HCA - Gitarren HCA

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    Erstellt: 09.11.04   #5
    Letzen Endes ist es Geschmackssache. Ich bin bei einer Gitarre bei 100K und bei der anderen hab ich überhaupt keinen Widerstand. Ich finde den dünneren Sound ganz praktisch, weil ich so beim zudrehen eines dicken Crunchsounds einen brauchbaren Cleansound bekomme.
     
  6. Ed

    Ed Threadersteller Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 09.11.04   #6
    Hi,

    Ist das wirklich so? Immerhin geht der Schleifer (=Ausgang der Gitarre) beim Abdrehen gegen Masse. Wenn da irgendwas über die Kombi durchkommt, wird es nach meinem Verständnis der Dinge genauso nach Masse abgeleitet, ohne dass es zum Eingang des nachfolgenden Equipments gelangen kann. Daher hat die Gibson-Schaltung den Nachteil, dass wenn der eine PU abgedreht wird und dazu sich der Schalter in der Mittelstellung befindet, die Gitarre komplett stumm bleibt, weil mit dem einen Poti der Ausgang auf Masse gelegt wurde.

    Gruß,
    /Ed
     
  7. TelosNox

    TelosNox Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.11.04   #7
    Da kommt es drauf an wie man verschaltet.
    Du kannst ja das Poti einfach nur als regelbaren Widerstand nehmen. Wenn es offen ist, hast du 0Ohm und wenn du es zudrehst hast du das was beim Poti angegeben ist z.b. 440kOhm und das wäre dann die Vollsperrung (wobei es nicht wirklich voll Sperrt, aber der Widerstand wäre dann normalerweise so hoch, daß halt so gut wie nix mehr ankommt. Wenn du nun aber Höhen am Poti vorbeileitest und so bedämpfst, daß noch etwas durchkommt, dann kommen die ja auch bei zugedrehtem Poti durch, da sie ja das Poti umgehen.

    Deine Vermutung mit Masse und so, stimmt nur dann, wenn man das Poti als Spannungsteiler einsetzt, dann würde man den Abgriff beim zudrehen auf Masse setzen und hätte so kein Signal mehr, aber auch hier würde das die Höhen nicht jucken, da du sie ja wieder am Poti vorbeileitest.
     
  8. Ed

    Ed Threadersteller Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 09.11.04   #8
    Sorry TelosNox, das ist keine Vermutung. Siehe auch hier... ;)
    Gruß,
    /Ed
     
  9. TelosNox

    TelosNox Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 09.11.04   #9
    Wie schon erwähnt, ich bin mir nicht sicher, wie die Potis nun eingebaut sind (als Widerstand oder als Spannungsteiler).
    Aber mir ist jetzt klar, wie du es meinst.
    Für den Fall, daß das Poti als Spannungsteiler dient, schließt es den Weg am Ausgang quasi kurz und liegt somit an Masse, d.h. das Signal das durch den Kondensator am Poti vorbei geht, wird geschluckt.

    Das zieht aber gleichzeitig wieder etwas nach sich (ist jetzt mal so meine Vermutung).
    Wenn das Poti offen ist, dann kann das ganze Signal direkt zum Ausgang, also alles in Ordnung.
    Wenn es ganz zu ist, fließt das ganze Signal auf Masse ab, also auch alles in Ordnung.
    Jetzt kommt der Witz. Ausgehend von offenem Poti - wenn man beginnt es zu zudrehen, gehen die Höhen über den Kondensator auf den Ausgang. Der Widerstand zur Masse hin, nimmt jedoch immer mehr ab, d.h. ein Teil der Höhen wird hier wieder über Masse geschluckt (auch wenn das Anfangs sehr wenig ist). In der Mittelstellung müßte man dann eigentlich den maximalen Höhenanteil haben (sofern das Poti linear ist), dreht man weiter zu, wird der Widerstand gegen Masse immer kleiner und frißt die Höhen immer mehr auf.
    Der Effekt wäre also, daß beim zudrehen, die Höhen zunächst zunehmen und dann wieder abfallen, da ist dann absolut nix mehr linear.

    Wie es sich nun wirklich verhält, müßte man wohl ausprobieren, denn es kann sein, daß das ganze anders abläuft als ich gerade denke.

    /edit
    ich lese hier gerade:
    "Selbst wenn bei unserer Gitarre die Pickups richtig an das Volumepoti angeschlossen sind, bemerken wir folgenden Effekt: Das Volume-Poti steht auf 10, unsere Gitarre klingt so richtig schön brillant. Kaum drehen wir das Poti etwas runter (ca. zwischen 9 und 5), wird der Ton dumpfer. Drehen wir das Poti noch weiter runter (ca. zwischen 4 und 1), relativiert sich der Höhenverlust wieder ein wenig und es wird fast so knackig wie am Anfang."

    Das heißt, die Schaltung macht sinn, da sich ja nach meiner Vermutung der Kondensator im mittleren Bereich (und das ist bei einem Log Poti bei ca. 7-8) am meisten auswirkt.
    Bleibt also nur noch die Frage, wie hoch ist der Lastwiderstand, der an dem Kondensator zerrt, denn der bestimmt wie er Dimensioniert sein muss.
     
  10. Ray

    Ray Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 09.11.04   #10
    Mal ne Frage: weiss einer, wie ein soundneutrales Vol-Poti funktioniert? Ist da was besonderes eingebaut, oder ist das einfach ein Poti mit nem verpackten Vol-Kondensator....

    Ich hab hier so ein Ding. Scheint zwar leider irgendwie linear zu sein, der Sound geht nämlich bei 1/10 Drehung schon vole Pulle hoch und dann kaum noch, aber soundneutral isses wirklich.
     
  11. Ed

    Ed Threadersteller Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 09.11.04   #11
    Ist das Ding rein passiv?

    Gruß,
    /Ed
     
  12. Ray

    Ray Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 09.11.04   #12
    Jau.

    JSX hat das auch. Und meins hab ich nur wegen JSX. :-)

    war bislang zu faul, das Ding mal unterm Pickguard anzuschauen...
     
  13. JSX

    JSX Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 09.11.04   #13
    Hi,

    ich habe es zwar schon öfter gesehen, bin aber nicht so ein Technikfreak um hier ein klares Statement abgeben zu können.

    Außer das es prima funktioniert.
     
  14. Ray

    Ray Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 09.11.04   #14
    Mir isses zu linear. Man dreht zu und zu...und nix passiert. Nur ein paar Nuancen. Und dann auf wenige mm.....wopp, Ton weg :-)

    ich werd das Ding wahrscheinlich auf meine Strat setzten. Bin nämlich ein Freund von Volume-swells mittels Vol-Poti (und nicht mit Pedal). Und wenn man nach wenig Drehbewegung schon viel Ton hat, ist das natürlich praktisch.


    Auf der Tele geht das leider, da ist das Poti nicht in Reichweite des kleinen Fingers. Aber auffer Strat....
     
  15. Doc.Jimmy

    Doc.Jimmy Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 09.11.04   #15
    Na dann bring ich bei gelegenheit mal das werkzeug mit und wir machen eine kleine operation im sinne der allgemeine aufklärung :D

    Ich kenn das ganze von JSX auch , arbeitet wirklich gut aber zugegeben ein wenig linear aber das scheint der preis dieser schaltung zu sein .
     
  16. JSX

    JSX Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 09.11.04   #16
    Hi Doc,

    wenn es der Allgemeinheit dient, können wir die rote Strat am Freitag zerlegen, die braucht sowieso neue Saiten.
    Ein paar Bilder können wir da auch machen.
     
  17. Doc.Jimmy

    Doc.Jimmy Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 10.11.04   #17
    Moin

    Ich denk schon das da genug interesse da ist und sicher einige interesiert , wenn eh neue saiten draufmüssen dann ist das ja kein thema und ein foto ist auch schnell gemacht .

    Sich da mal in die schaltung reinzudenken und zu schauen wie und warum der poti so arbeitet interesiert mich jetzt langsam auch und als allgemeine info ist sowas auch zu sehn da es ja sehr gut zum thema past noch dazu ersparen wir Ray die arbeit :great:
     
  18. Ed

    Ed Threadersteller Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 10.11.04   #18
    Wenig Arbeit? Das ist immer gut! ;) Ich muss bei meiner Strat immer den Hals-PU komplett abschrauben, weil das Pickguard unter dem Hals verschwindet.

    @Ray: Die Thomann-Bestellung ist heute ins Haus gekommen. Der Superswitsch ist auch dabei! :cool: Bin echt gespannt!

    Gruß,
    /Ed
     
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