Palmer Orbit 11 - zukünftiger Geheimtipp oder nur gehyped?

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Streicherschlumpf

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Moin ihr lieben Musikbegeisterten,

ich habe mir gerade dieses schöne "Testvideo" von Kristian Kohle angeschaut


View: https://www.youtube.com/watch?v=6oeWm_TS-cw

und habe mich gefragt, ob hinter den Palmer Monitoren tatsächlich ein zukünftiger Geheimtipp stecken mag (sind ja jetzt noch sehr neu) oder ob das eher ein Werbevideo ist, in dem Schnickschnack schön geredet wird.


Momentan habt ihr vermutlich auch wenig oder keine Erfahrungen mit den Monitoren, aber wenn die jemand ausprobiert, dann würde mich eure Meinung sehr interessieren. Ich habe schon gelegentlich mit coaxialen Monitoren geliebäugelt. Die Frage ist also zur Hälfte auf die fachlichen Qualitäten der Geräte gerichtet und zur anderen Hälfte auf den Social Media Aspekt solcher Videos.

Bässte Grüße, der Streicherschlumpf
 

Eher gehyped … 3-Wege zum Abhören ist schon mal ne ziemlich technische „Krücke“. Aber der reelle Klang und räumliche Ortung entscheiden natürlich.
 
?? 3 Wege ist ne Krücke? Versteh ich nicht.
 

technische Krücke, Zwei-Wege ist ja auch schon ein Kompromiss. Die Frequenz-Übergänge sind immer ein „Problem“. Aber wie gesagt, der ausgewogene Klang und vor allem die räumliche Ortung entscheiden beim Abhören. Warten wir es ab …
 
Grund: RS
Zuletzt bearbeitet:
Ich hatte auch schon 20 Jahre ein Paar Breitbänder hier stehen und im Stereobild waren die akkurat, aber die Auflösung von Details und die Bandbreite auf einem ordentlichen 3-Wege System (z.B. Klein+Hummel O300 oder die Neumann-Nachfolger, Geithain 901, etc.) empfinde ich nicht als Krücke, sondern als sehr hilfreich bei der Arbeit.
 
Ich bin gespannt auf eure Eindrücke weil interessieren würden die mich auch..
Und bei Palmer ist die Preisentwicklung tendenziell so dass die Dinge deutlich günstiger werden (siehe den Palmer Super Soaker..)
 
Ich gehe davon aus, dass es kein Geheimtipp werden wird, sondern eine der Standard-Empfehlungen im mittleren Preisbereich und auch darüber hinaus. Die Neumann KH-Reihe hat damit ernsthafte Konkurrenz bekommen, da die Palmer-Box mit kontrolliertem Abstrahlverhalten bis in den Tiefmittelton ein Feature bietet, was die Neumänner nicht haben.
Alles, was man bisher an technischen Daten und Messungen findet, zeigt für mich ein durchdachtes, schlüssiges Design ohne deutlich erkennbare Schwachstellen. Ja, die Abstrahlung schnürt um 1.5 kHz etwas ein. Das wird dem geschuldet sein, dass der Mitteltöner das Horn für den Hochtöner darstellt. In Summe scheint mir der Preis für das gebotene günstig.
Es gibt einen langen Thread dazu auf Audio Science Review, in dem sich auch ein Mitarbeiter von Palmer zu Wort meldet. Im Grunde sind vor allem dessen Beiträge interessant, da aussagekräftige Messdaten zum Verzerrungsverhalten über Pegel gezeigt werden. Die über 15 Seiten Diskussion darüber, dass der orange Ring blöd aussieht und wie man ihn schwärzen könnte, muss man halt überlesen. Einzig die Frage zum akustischen Rauschen war zumindest als ich zuletzt reingeschaut habe noch nicht beantwortet.
Man kann noch abwarten, bis es seriöse unabhängige Messdaten gibt, z.B. in der Sound & Recording (Dr. Goertz) oder wegen mir auch vom Betreiber von Audio Science Review. Ich erwarte mir aber keine grundlegend neuen Informationen dadurch.
 
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Danke fürs Teilen.
Finde die Monitore nicht teuer, würde ich gerne mal hören. Impulskompensation ist auch gut... und natürlich Koax, das verspricht zumindest eine gewisse räumliche Abbildung.
 
Es sind keine Billig-Monitore, aber wenn sie so gut sind, wie ich es erwarten würde, dann wäre der Preis ok. Falls er noch sinken sollte, wären sie bestimmt eine gute Option. Vor allem weil kein zusätzlicher Subwoofer nötig ist, auf den ich sonst nicht verzichten wollen würde.

Ich habe mittlerweile so einiges Zeug von Palmer gekauft und bin von jedem Gerät und Teil sehr überzeugt. Ich würde mich wundern, wenn diese Teile nicht taugen würden.

Ich hätte sie direkt in Erwägung für mich gezogen, aber die Latenz von 4,5 ms ist ein Problem. ich will mit minimaler Latenz arbeiten können mit Gitarre und Plugins. Ist nicht absolut notwendig für mich, aber ich will mir die Option nicht nehmen lassen. Und da sind zusätzliche 4,5 ms einfach ein K.O.-Kriterium.
 
  • #10
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  • #11
Das ist mir bewusst, dass auch schon bei einem gewissen Abstand zu den Lautsprechern eine Schallgeschwindigkeitslatenz ins Spiel kommt.

Da ich es mir auch nicht verkneifen kann: in der Regel hat man einen Abstand von ca. 70 cm zu einem Bildschirm. Das sind dann ziemlich genau 2 ms.

Die hat man ja sowieso schon immer. Was dagegen hilft: Kopfhörer (falls man wirklich mehrere Meter weit weg steht/sitzt von den Speakern).
Jeder, der mal Gitarre über ein Amp-Plugin im Rechner gespielt hat, kennt den Effekt, wenn der Ton wirklich zu spät kommt und man so dann nicht mehr spielen kann. Geht bei 10 ms so ungefähr los und ist ab 20 ms spätestens absolut unmöglich. Deshalb schaut man ja schon, dass man einen PC mit entsprechender Performance und ein Audio-Interface mit geringer Latenz hat.

Fürs Mixen ist die Latenz kein Problem, und fürs Recorden kann man auch Kopfhörer benutzen (ist evtl. eh besser).
Wenn ich jetzt keine Monitore und Subwoofer hätte, mit denen ich sehr zufrieden bin, würde ich die Palmer-Teile vermutlich gern ausprobieren. ;)
 
  • #12
einen PC mit entsprechender Performance
Latenz ist heutzutage (und schon länger) m.E. eher (nicht nur!) ein Softwareproblem … aber das „normale Lautsprecher“ jetzt auch eine interne Latenz von 4ms haben (können) finde ich etwas erschreckend.
 
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  • #13
Alle Monitore mit DSP bringen eine Latenz mit sich - bei den Neumann KH150 sind das z.B. beim Analog Input: 2.6 ms und beim SPDIF Input: 2.1 ms.
Ob diese Latenz stört, muss natürlich jeder selber entscheiden…
 
  • #14
Die Latenz durch die digitale Signalverarbeitung kann man in Grenzen halten. Es gibt Systeme, die mit nur 300 µs auskommen. Aber sobald FIR-Filter ins Spiel kommen, sind ein paar ms quasi nicht zu vermeiden. Es gibt Produkte, bei denen man deswegen auch einen Modus ohne FIR auswählen kann. In der Tat kann man die Latenz den Palmer-Monitoren als negativen Punkt anlasten.
 
  • Ersteller
  • #15
Also im Prinzip kann man ja sagen (gilt dann für jeden Monitor mit DSP):

Beim Abhören und Mischen ist die Latenz egal (Ausnahme vielleicht: Automationsfahrten / write).
Beim Einspielen kann es störend werden, wenn zu der Latenz der Monitore vorher schon die Latenz vom Interface (z.B. AD Wandlung bei Gitarre) und Software-Amp hinzukommt. @suckspeed schrub das ja im Prinzip schon.

Ich hatte gerade mal bei KS Digital geschaut (als vergleichbares Konzept, jedoch mehr als doppelt so teuer), aber da habe ich keine Angabe zur Latenz gefunden. In einem Artikel zum C55 stand lapidar "unter 5ms" und deswegen unkritisch, aber exakt oder vom Hersteller als Vergleich: unbekannt. Aus deren Perspektive soll das Thema auch sicherlich klein gehalten werden.
 
  • #16
Nicht wenige MultiFX Geräte und Modeller haben mehr Latenz als die Palmer Orbit. Kräht auch kein Hahn nach...

Ich sehe den Punkt und versuche selbst auch minimale Latenz im System zu haben, aber per Kabel über die Palmer zu spielen verhält sich ungefähr genauso wie mit einer Funkstrecke von Gitarre zum Amp/Board. Zahlen sind schön und wichtig, aber man muss auch ihre Praxisrelevanz betrachten.
 
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  • #17
Das ist auch alles richtig. Die 4,5 ms müssen kein Problem sein - auch nicht beim Recorden. Und da gäbe es wie gesagt ja auch die Option: Kopfhörer. Ist für sauberes Einspielen für meinen Geschmack eh vorteilhaft. Und vielleicht ist es im persönlichen Setup auch kein Problem, weil die Latenzen ausreichend klein und in Summe immer noch ok sind. Man muss es eben ausprobieren.
Ich persönlich spiele auch nicht über Plugins, würde sie höchstens auf die DI-Spur im Nachhinein ansetzen, um z. B. noch einen weiteren Sound zum Komplementieren damit zu erzeugen. Ich spiele über mein Rack mit Preamp und nehme dann DI auf, Preamp-Output und dann noch Speaker-Sim-Output (Palmer PDI03JB). Alles ohne digitale Signalwege und somit ohne die Latenz des Audio-Interfaces (Direct Monitoring) oder eines Amp-Plugins.
Bei anderen Setups, die über Amp-Plugins einspielen, ist das Thema sicherlich schneller ein Problem.
 
  • #18
Einige werden schon drübergestolpert sein, einige noch nicht; für letztere:


View: https://www.youtube.com/watch?v=FECSKWpsGHU


Einzig die Frage zum akustischen Rauschen war zumindest als ich zuletzt reingeschaut habe noch nicht beantwortet.

Ein Follow-Up bzw. Part 2 meines Reviews geht die Tage online, in welchem das rauschen nicht nur subjektiv bewertet wird, sondern auch ganz konkret messtechnisch quantifiziert wird. Aber vorweg: ist extrem niedrig (leise) und kein Thema.
 
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  • #19
Tatsächlich könnte man sich den Kasten durchaus auch für andere Zwecke als im Studio vorstellen...
 
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