Physical Modelling fuer Rompler

Hi lenin
Und zur deiner Eingangsfrage. (Beispiel ist immer am besten)
Oszillator ... Resonator
Gitarre,Geige
Saite, ... Geigen/Gitarrenkoerper (Die Form ist kein Zufall)
Saxophon
Holzplaettchen, offener Resonator
Floete
Wirbelabriss am Mundstueck, Floetenkoerper
Klavier
Klavierseiten, Resonanzboden des Klaviers
Fender Rhodes
Klangstab aus Ferrometall ... Resonatorstaebe aus Messing

Ein Oszillator generiert bei einem Musikinstrument allgemein eine Schwingung.
Ein Resonator ist bischen komplizierter. Algemein ist das ein Kasten um den Oszillator. Auf diesen abgestimmt. Im Resonanzfall passt die Wellenlaenge des Oszillators oder dessen Obertoene genau in den Kasten und erzeugt eine stehende Welle. Der Generator pumpt staendig Energie in den Kasten, so dass diese Resonanzfrequenzen (mehrere, ein Resonanzkoerper kann ja ganz verschiedene 3 dimensionale Geometrien haben) verstaerkt werden.
Der Resonator bestimmt dadurch maßgeblich den Klang. Auch dessen Material.
Bei einem Blasinstrument hat der zusaetzlich die Aufgabe den Wellenwiderstand des Oszillators an den Wellenwiderstand des freien Schallfeldes anzupassen. (Exponentialhorn, ausgepraegt bei Susaphon,Tuba)
Ein ganz spezieller Resonator ist eine Hohlkugel. Da passt in jeder
Lage nur eine Wellenlaenge (Durchmesser) rein. Sowie deren Obertoene. Wenn du gegen nen Gummiball klopfst hoerst du auch einen Flageraehnlichen Ton.Genauso wenn du unter einer Kirchenkuppel in die Haende klatschst. Ganz miese Akustik.
Dafuer hoert man den Pfarrer recht laut.
Die Kunst des Geigenbaus ist es ein ausgewogenes Maß der Resonanzfrequenzen zu erzeugen. Daher die Formen.
Die EInschnitte bei der Geige, Stegform, alles kein Zufall sondern
resultat der Erfahrung der Geigenbauer.

Bei einem Synthesizer koennte man das Filter als Resonator betrachten.
Aber nur bedingt, denn es ist ja nicht rauemlich ausgedehnt.

@waldorfer
Die Anregefunktion bei VS ist meines Wissens nicht allgemein weisses Rauschen. Der Oszillator wird sicherlich auch durch ein eigenes Modell implementiert. Und wichtig: Es sind Delayketten. Erst damit kann der Resonator 2 (3) dimensional dargestellt werden.
Er berechnet nicht nur eine Schwingung f(t) sondern eine Welle f(t+-c*t)

Der Karplus Strong Algorithmus ist ein schoenens einfaches Beispiel.
Karplus-Strong string synthesis - Wikipedia, the free encyclopedia
Den kann man mit einem Rompler problemlos nachbasteln.
Wobei Saegezahn oder Geigensample bessere "Anreger" sind.
Genauso habe ich auch mit uebertriebenen Parametern die Kreissaege gemacht.

Ui jetzt werden alle Gitarreros, Geiger sauer :)
Kreissaegenartige Instrumente *fg

ciao
 
Die Anregung kann durch ein Nadelimpuls geschehen - das ist richtig - es muss nicht zwangsläufig Rauschen sein - es passte bloß grad zum Bild.;)
Allerdings - das Eingangssignal bzw. der Impuls ist eine Komponente, die sich nachher auf die Klangfarbe auswirkt,
Also Spektrum Nadelimpuls = mitbestimmend auf die resultierende Klangfarbe

2. Komponete
z.B ein Tiefpassfilter lässt das resultierende Signal, weil die Obertöne ( hochfrequente Signalanteile ) gefiltert werden, dann auch mehr in Richtung Sinus gehen.

Ich will das auch nochmal etwas genauer schildern....
 
Nadelpuls, weisses Rauschen enthalten beide alle Frequenzen.
Daher sind die gut geeignet wenn der Resonanzkoerper zur Eigenschwingung angeregt werden soll. Bei einer Floete ist das z.B der bestimmende Faktor.
Der Resonanzkoerper wird veraendert.
Bei einer Geige oder Gitarre ist der Resonanzkoerper aber immer fest.
Regst du mit weissem Rauschen an und einer Delayzeit,kommt immer nur
ein Ton raus. Daher mein Vorschlag mit dem Saegezahn. Beim Le kann man
die Delayzeit ueber Velocity steuern und damit einem Sample voellig unterschiedliche Chrakteren entlocken. Diesen Shakkahukki Effekt aus normalem Floetensample. Kein Problem. Aber klingt nur monophon gut und
auch schon recht psychedelic,flangig.

Fuer Le Bastler :
Gute Parameterwerte fuer eine Posaune:

St Envelope Flanger
Delay Bottom 14 ms
Delay Top 26 ms
Den Bereich durchlauft die Anschlagdynamik bei :
Mode Dmod SRC: Velocity
Feedback -30
High Damp 40%
Wet Dry 20/80

Zur Glaettung der Resonanzen dahinter einen Compressor mit den Default werten.

PS:
Meines Wissens arbeiten moderne Digital Pianos auch zum Teil schon mit Resonatoren. DerThread also gar nicht so abwegig.

@bluebox
Es gibt eben verschiedene Typen Keyboarder. Ich schraube lieber statt spielen. Anderes Hobby von mir waere kochen.
Auch nicht jedermanns Sache. Vor 10 Jahren war die Zeit fuer die PM's
von der Prozessorleistung wohl noch zu frueh. Irgendwann wird es aber soweit sein: Eine Workstation in der (alle ) Samples durch PM ersetzt sind.
Z.B. eine PM General Midi Bank. 64 fach Polyphon,Multimode.
Ich denke das wird kommen. Und sehr gut klingen :)
 
Daher mein Vorschlag mit dem Saegezahn
Das ist ein sehr gutes Signal, weil es sehr einfach zu erzeugen ist und zudem Oberwellen enthält, die in Frequenz und Amplitudenverlauf einem typischen Audiospektrum entsprechen. Man muss nur aufpassen, dass der eingeprägte Sägezahn auch ziemlich exakt der Frequenz entspricht, die durch die Rückkopplung erzeuge werden soll.
 
.... man muss nur aufpassen, dass der Sägezahn nach 17 Jahren nicht schon verrostet ist..... sonst wirds schwer mit dem Sägen !

😉
 
  • Haha
Reaktionen: 2 Benutzer
Sägezähne sind dauerhaft und ewig nutzbar. Besonders die in Software :)
Anbei ein frisch gezapfter SZ, einmal gewendet und gut auf der 3. Oberwelle durchgebraten.
saegezahn-waveguide.jpg

(6 verschiedene Zeitausschnitte, nach mehreren hunderten Durchläufen)
 

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