[Pickup] - Bassculture P-Bass replacement PU

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Bassculture P-Bass replacement PU

Vorwort (oder auch warum ich den PU tauschte):
Jeder weiß, dass der Sound eines Basses von sehr vielen Faktoren beeinflusst wird. Welche Hölzer, Hals, Griffbrett, PU, Elektronik, verwendete Saiten, Amp incl. EQ und Effekte, Box und verbaute Lautsprechen, Aufstellungsort der Box (Raumakustik), Abstand zur Box, Musikrichtung und natürlich auch Spielweise.
Ich war mit dem Sound, den ich hörte nicht ganz zufrieden und hatte auch Schwierigkeiten mit meinem alten XXX Bass. Also musste was Neues her. Aber wo anfangen?
Da ich der Meinung bin, dass man selbst aus einem Höfner Beatles Bass mit dem entsprechenden Equipment (Soundprozessoren, EQ,…) einen Sound erzeugen kann, der einem Status Vollgraphit Bass mit Hyperactive PU nahekommt (OK, hier übertreibe ich etwas), habe ich mir gedacht, Ich fange einmal beim „Wohlfühlen“ an.
Also spielte ich verschiedenste Bässe trocken ohne Verstärkung an. Das beste Gefühl hatte ich bei einem 62er RI Fender Precision CIJ (Ishibashi) mit Erle Korpus, Rosewood Griffbrett und US PU. Der war wie für mich gemacht (Jedem halt das Seine!!!). An meinem Amp (Ashdown ABM 900 EVO II mit 2x ABM 410) angeschlossen war der Sound allerdings für meinen Geschmack und meine Musik (Rock) nicht ganz so prickelnd. Er klang eher dumpf und ohne „Seele“. Auch verschiedenste Einstellungen am Amp brachten nicht viel bessere Ergebnissen. Also Umbau!!! Zunächst mal die Potis mit CTS Potis austauschen, was eine leichte Verbesserung (nicht mehr ganz so dumpf) brachte. Dann habe ich den PU mit einem SD Quaterpound gewechselt. Der Sound wurde dadurch sehr viel besser, war mir pers. aber zu „harsch“
Was ich wollte war ein „samtiger“ Sound mit viel knurr in den Tiefmitten, ganz leichten und feinen Höhen und mit ordentlich „Schub“! Irgendwie eine Mischung aus dem Sound eines US Lakland Paul Glaube und dem Sound von „Roxanne“ (The Police). Da ich früher schon sehr gute Erfahrung mit Christoph Dolf (Bassculture) gemacht habe, habe ich ihn einfach mal angeschrieben und meine Vorstellungen beschrieben. Insgesamt habe ich drei verschiedene Versionen eines Preci-PUs bekommen und die für mich beste behalten. Hier nun das Testergebnis der drei PUs.
Testumgebung:
Fender Precision 62 RI PB-62/78 US mit Erle Korpus und Rosewood Griffbrett
DR Highbeam mediumlight Saiten 100-45
Ashdown ABM 900 EVO II mit 2x ABM 410 (EQ, Preshape und Oktaver auf „OFF“)
Stil: Rock
Testobjekte:

  1. Bassculture Preci PU mit Hartferritmagneten
  2. Bassculture Preci PU mit standard AlNiCo Magneten
  3. Bassculture Preci PU mit 6mm AlNiCo Magneten
Ergebnis:
Bassculture Preci PU mit Hartferritmagneten
Im Vergleich mit dem original PU wesentlich höheren Output, 50% mehr Tiefmittenknurr. Vergleichbar mit dem SD Quaterpound bei dem man den Tonregler halb zu dreht. Für mich fehlen hier die „Seidigen Höhen“ aber für jemanden, der einen druckvollen Vintage-Sound sucht ein absoluter Traum!!!
Bassculture Preci PU mit standard AlNiCo Magneten
Im Vergleich mit dem original PU gefühlte 10% weniger Output, 100% mehr Tiefmittenknurr, leichte „seidige“ höhen und sehr runde Bässe welche auch bei sehr großer Lautstärke (200% der Lautstärke bei bandproben) nicht dröhnen oder wummern. Habe mir dann die Referenzsounds (Sound eines US Lakland Paul Glaube und den Sound von „Roxanne“ (The Police)) nochmal angehört und dazu gespielt….und JA, genau so sollte mein Bass klingen…gestört hat nur der schwache Output.
Bassculture Preci PU mit 6mm AlNiCo Magneten
Vom Sound her fast genau so, wie der mit den standard AlNiCo Magneten, aber durch die stärkeren Magneten noch ein klein wenig mehr „knurr“ und natürlich viel mehr Output. Für diesen PU habe ich mich nun entschieden.
Der Sound bei der nächsten Probe war purer POCK. Der Bass drückte so richtig nach vorne ohne die anderen Instrumente zu erdrücken. Das Bass hatte wesentlich mehr „leben“ und jeder Ton war gut hörbar obwohl ich leiser war als sonst. Dass hat dem Gesamtsound sehr gut getan!

Fazit:
Wenn Du mehr Sound aus Deinem Preci kitzeln möchtest, dann muss es nicht immer ein Quaterpound sein. Meine Empfehlung ist auch mal bei Bassculture (oder auch anderen PU Herstellern) anzufragen. Leider hat die Webseite kaum Infos aber auf Anfrage bekommt man dort erstklassigen Service und maßgeschneiderte PUs zu ganz normalen Preisen!
Nein, ich bekomme keine Provision für Werbung;-) Ich hoffe der Eine oder Andere hat auch einen Bassculture PU und kann meinen sehr positiven Eindruck bestätigen!!!
 
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moin basslife!
ich habe deinen thread freigeschaltet. für einen späteren eintrag ist er jedoch "etwas dünne". da wären speziell soundfiles angebracht. ich schlage vor, wir lassen ihn erstmal die übliche zeit offen, wenn nix mehr kommt, verschieben in´s pu-/e-sub vorbehalten.
 
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