Posaune-wie trainiert ihr die hohen töne?

von musicmacher, 29.08.06.

  1. musicmacher

    musicmacher Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.08.06   #1
    Hallo erstmal, ist mein erster beitrag im brass-forum....

    Ich versuche nun schon seit einiger Zeit meinen Tonhöhenumfang zu erweitern, aber beim F" ist irgendwie eine unsichtbare Schallmauer die ich nicht zu durchbrechen vermag....

    Nach einem monat üben habe ichs immerhin aufs G" geschafft....Nicht besonders ermutigend für einen monat lippenschinderei....Die "Gewalt-Methode" scheint also nicht zu funktionieren.
    Da ich aber fast ausschließlich Jazz spiele wäre mindestens ein C"' auf lange sicht wünschenswert.


    Gibt es spezielle Trainigsmethoden um den Tonhöhenumfang zu erweitern?
    Was würdet Ihr empfehlen?


    gruß

    musicmacher
     
  2. posaunix

    posaunix Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.08.06   #2
    gewalt-methode ist mist...
    trainingsmethoden gibt es.. aber die sind abhängig davon, wie du bläst. und dafür müsste ich mir deinen ansatz mal ansehen und anhören. ohne dem, will ich dir keine übungen nennen. nachher bläst du die völlig falsch und es bringt dich nicht nach vorne, sondern schränkt dich ein.

    aber kontinuierlich nicht zu viel wollend zu üben, ist nie schlecht.
     
  3. musicmacher

    musicmacher Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.08.06   #3
    naja, meinen ansatz sehen könnte schwierig werden, aber ich habe mal ein audiosample hochgeladen : http://www.fmghome.de/sample.mp3

    Also ich denke so schlimm, das ich nen völlig falschen Ansatz habe ist es nicht, ich hab halt nur ein problem mit den hohen Tönen.....

    Also: Jetzt rück raus mit dem Zauber-Rezept ;-)



    gruß

    musicmacher
     
  4. Froce

    Froce Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 30.08.06   #4
    Also ich übe jedes mal bevor ich anfange anturtonbindungen vom B bis zum b"
    Da kann man sich schlne scahen selber ausdenken, mit hin und her und so weiter, da ist man nicht weiter festgelgt.
    Und wie posauni schon gesagt hat, ist auch das regelmäßige üben wichtig.

    €-Sample: Dein Sample hört ishc imo nicht so schlimm an. ich denek durch regelmäßiges üben, und schön enaturtonbindungen nach oben und so passt das schon. Mein Posaunenleher hat immer gesagt: gute tiefe macht viel für iene gute höhe aus, also auch ruhig mal die pedaltöne üben.
     
  5. posaunix

    posaunix Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.09.06   #5
    EDIT: das ende des postings beachten!

    äh.. naturtonbindungn? also ich habe auch übungen in der höhe aber ich würde mal eiskalt sagen, du meinst das b' :-)


    das mit der tiefe stimmt übrigens.. man sollte aber genau wissen, wie es gemeint ist. es ist nicht so gemeint, dass wer tiefer kommt auch höher kommt.. das ist oftmals ein nebeneffekt. aber in erster linie hat es den hintergrund, dass viele in den tieferen regionen lockerer und dadurch oft richtiger (da weniger verkopft) spielen. wenn dann der ansatz stimmt, werden die pedaltöne (indikator nr. 1) auch besser kommen.
    die höhe ist - auch wenn man das beim spielen nicht denken darf - rein analytisch betrachtet ein kraftakt. das ist dann trainingssache. jedoch spart man halt kraft, wenn der rest stimmt und kommt somit mit vorhandener kondition nochmal um einiges höher. (wie ich vor 1,5 jahren, als ich mit meinem lehrer das erste mal die Maggio-Schule durchgemacht habe... auf einmal kam ein b''!


    wo ich gerade erst das sample höre, wird mir bewusst, dass das mit dem b'' doch stimmte, da es sich wohl um trompete handelt!

    sorry, aber der thread hier geht über posaune.. daher die verwirrung!
    oder bist du, musicmacher, doch die posaune? ;)
     
  6. Froce

    Froce Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.09.06   #6
    Also ich meinte natürlich das b' komme mit den bezeichnungen nur immer durcheinenader.

    bei seinem sample kommt am schluss nach dem trompetenintro afair sein posaunenspiel
     
  7. Hyperion

    Hyperion Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.09.06   #7
    genau zum warmspielen erstmal ein paar Bindungen vom B zu b'' ^^
    zum warmmachen schon ganz ok
    naja ich hab dazu nich viel zu sagen...hohe Töne einfach erstmal saube rund lange spielen das sie "selbstverständlich" werden
    vor 3 jahren hab ich mich auch noch zum f' hochgeQUÄLT *g*
     
  8. tantrix

    tantrix Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.09.06   #8
    na ja, Ferndiagnosen... sehr problematisch.
    Wenn ich mir dein Stück (Posaune) so anhöre, scheint die Kraft wohl da zu sein. Dann, so scheint mir, könntest du einen "Pressansatz" haben. Der ist gut für ganz dichte Kantilene und wenn man die Register nicht sonderlich wechselt (Tommy Dorsey). Es könnte aber auch sein, dass du unbewußt einem Klangideal nachgehst. Denn dieser Ansatz hat auch klanglichen Einfluss (klingt posauniger) - dies ideal könnte man auch mit einem anderen Mundstück und einem anderen Instrument erreichen. Die verschieden Ansatztypen werden auch nur im alten Blues als Ausdrucksmittel gebraucht. Was mir aufgefallen ist, es fehlt das Leuchten, wenn es nicht an der billigen Aufnahme liegt, was sein kann. Daneben stehn wäre besser. Was du brauchen könntest, wenn ich mit der Vermutung richtig liege, wäre ein flexibler Ansatz. Das hieße neu lernen.
    Frage:
    kann es sein dass du am Mundstück klebst?

    Häufig ist es ja so, dass gesagt wird dass man das Munstück auf die Mitte der Lippen setzen soll (horzontal, wertikal?). Da klebt man dann und quält sich. Ebenfalls folgt manch einer der Logik dass ein kleines Mundstück mit flachem Kessel für Höhen ideal sein müsse. Das hat aber mehr klangliche Eigenschaften und stimmt nur bedingt und recht wenig für hohe Töne. Ich pfeife schließlich auf einer Bassposaune mit seinem riesen Mundstück jeden Diskant.

    Du könntest experimentieren:
    einmal würde ich empfehlen (normal wäre Spucke) einige Zeit mit Salatöl auf den Lippen und dem Mundstückrand zu üben, damit das Mundstück besser gleiten kann. Es soll sich seinen eigenen Weg suchen können. Ich selbst habe, wenn die Haut mal sehr empfindlich ist, einen Fettstift dabei.
    Deshalb und ebenso würde ich einen Mundstückwechsel nahelegen. Hin zu einem großen Kesseldurchmesser, mit flachem Rand und einem ausgeprägten Kessel und tiefen Topf. Der ausgeprägte Kessel bringt das Leuchten, aber auch viell. unerwünschte Schärfe, und der tiefe Topf das Posaunige, so dass du nicht pressen brauchst. Wenn noch nicht posaunig genug, dann ein anderes Instrument. (Über deutsche vs. amerikanische Bauart wurde schon geschrieben).
    Aber Geduld. Gönn dir drei Wochen wenigstens. so schnell geht es nämlich mit der Umstellung nicht. Zurück kannst du immer.

    Begreife die Lippen als Membran, ähnlich den Stimmlippen. Da kann man sich bei (gelernten!!!) Sängern erkundigen wie das theoretisch funktioniert, die kennen sich mit der Physiologie aus. Hohe Töne haben mehr Randschwingung. Die Basslage ist dagegen fast ein eigener Ansatz und verlangt mehr Spezialisierung. Stellt sich praktisch die Frage, wie kriegt man für die Basslage mehr Fleisch und für die Höhen mehr Randschwingung hin. Jedes Register verlangt minimale Änderungen der Lage. Deshalb ist "Kleben" tödlich.
    Ungeklärt bleibt auch die Frage ob überhaupt eine Anlage da ist für high blower oder gar Solist der alle Register leicht kann oder doch mehr für mittel-tief Bläser. Das ist keine Beleidigung, sondern das stellt sich erst mit der Zeit heraus mit einem Lehrer, den man vielleicht auch mal wechseln sollte. Warum nicht auch mal einen Professor an der Musikhochschule für eine Stunde Beratung privat bezahlen?

    Wie ich übe?
    eigentlich habe ich keine speziellen Übungen - nie ghabt.
    von langen Tönen halte ich gar nichts. Es gibt langsame Stücke. Von langweiligen Etüden auch nichts. Es gibt schnelle Stücke. Bei dem Zeug handeltes sich doch nur um eine handvoll Noten, die in Geräusch verwandelt werden. das hat mit Musik gar nichts zu tun! Findet sich mal ne eklige Stelle, beackert die man separat. Einige diverse Techniken, die schwierig sind auch. Von "Schwanzvergleichen" wie: wer kann am höchste oder am schnellsten halt ich auch nichts. Da bin ich zu alt für. Während des Studiums fand sich auch kein Prof der da Wert draufgelegt hätte. Alles Quatsch.
    Nimmt man sich Stücke vor, ist alles drin. Die Musik im Audruck hinzukriegen, gut zu interpretieren, das ist die wahre Herausforderung.
    Wichtig ist aber auch sich morgens, (vor der Arbeit) kurz einzublasen, und sei es nur für eine Minute. Der Ringmuskel soll kurz gereizt werden.
    Wichtig ist die Ausbildung genügender Stütze. Da mal eine gelernte Sänger/in (Liederfach oder Oper) fragen. Je mehr Stütze, desto weniger verkrampft sich die Mimik. Also auch Bauchmuskeltraining. Das mit dem Krampf hat ja Posaunix schon angesprochen.
    Und wenn du mal ein Krafttraining wünscht, empfehle ich die Sarastro Arie ,1. und 2. Posaune (Oh Isis oh Osiris). Und zwar perfekt, so, dass du den Herzschlag im Lufstrom wahrnimmst. Steht und tut auch einem Jazzer gut.
    Berichte über deine Erfahrungen mal.
     
  9. LoneWolf

    LoneWolf Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 05.09.06   #9
    Das Problem das ich früher immer hatte war dass ich nicht genügend spannung auf die Lippen bekamm versuch einfach mal mit den Lippen zu summen. Auf deutsch Tonleitern ohne Munstück nur mit deinem Ansatz ist ne ganz gute Übung auch um deine Lippenkontrolle zu verbessern. Und was eben auch hilft sind die Bindeübungen wobei ich von denen eigentlich gar nix halte weil Sie ziemlich schnell falsch gemacht werden können und dann eher schlecht als gut sind. Was ich allerdings nicht ganz verstehe sind die Tipps von wegen anderes Mundstück. Ok zugegeben ein neues Mundstück kann einen volleren bzw. "schöneren" Ton ergeben aber nicht wirklich effektiv dabei helfen den Tonumfang zu vergrößern.

    Ein kleiner Trost Musicmacher ich habe das selbe Problem gehabt das das g einfach wie eine Mauer war. Aber irgendwann durchbrichst du sie. (Aber vorsicht: Gleich von anfang an angewöhnen. In dieser Obertonreihe die Töne höher Ziehen)
     
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