Proberaumaufnahme - alles verd(r)eckt...!

von feelium, 17.02.07.

  1. feelium

    feelium Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 17.02.07   #1
    Hi,

    wir sind zu dritte (vóx/git.,drums, bass) und versuchen in unserem sehr kleinen proberaum eine vernünftige aufnahme hinzubekommen.
    die wände sind teils mit schweren teppichen bedämpft. der boden teils mit auslegware verlegt.

    wir haben ein 30 euro kleinmembran-mic von thomann versucht, über einen billig-preamp in den laptop. drums kommen so rüber aber die gitarre und der gesang klingen dabei nicht. auch bei einem teureren großmembran-kondensator-mikro keine großartige verbesserung. die gitarre klingt dann nicht wie ein toaster aber immer noch viel zu kratzig.

    das problem ist auch, dass der gesang ziemlich zugedeckt ist auf der aufnahme und nicht so klingt wie im live-betrieb. auch im live-betrieb kommt der gesang nur dann gut rüber, wenn die gitarre leiser geregelt wird und sich alle etwas zurückhalten - dadurch hört man dann aber auf der aufnahme die gitarre nur noch als leises gekratze im hintergrund. wesentlich besser wird der gesang aber dennoch nicht aufgenommen.

    ich suche eine möglichkeit, eine live-aufnahme zu machen wo es dann auch auf der aufnahme möglichst so klingt, wie wir es hören. alle sind sich einig, dass gesang etc. alles recht verfälscht auf der aufnahme klingt.

    wenn man alleine singt kommen alle facetten gut rüber, sobald drums und bass einsetzen wird die hälfte zugedeckt und so verliert alles an prägnanz.

    zum aufnehmen haben wir das mikro meist in der raummitte auf höhe der decke. praktisch gegenüber ist der basspeaker der gesangsbox. wir hatten das mikro aber auch mal mehr in nähe des hochtöners platziert oder weiter unten bei der gitarrenbox.

    1 meter weiter steht der bassamp. 2 meter weiter das schlagzeug und 1 meter von der bassdrum entfernt steht der gitarrenamp.

    also alles sehr dicht beieinander. bassdrum und der bass erzeugen teils freuquenzen ab 20 Hz, wie ich beim mastern der aufnahme feststellen musste. :mad:

    wieviel sinn macht es, bei diesen räumlichen verhältnissen in ein besseres mikro für live-abnahme zu investieren und welches solte man nehmen?
    macht es sinn z.B. mit einem EQ den bass weiter zu bearbeiten oder die drums weiter abzudämpfen?

    liebe grüße

    feelium
     
  2. ambee

    ambee Mod Emeritus Ex-Moderator

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    Erstellt: 17.02.07   #2
    mit einem einzigen mikro bekommt ihr denk ich keine annehmbaren ergebnisse, noch dazu wenn es ein kleinmembraner ist
    auch wenn man sich das so leicht vorstellt, aber damit es so klingt wie live muss man ziemlich viel aufwand betreiben, mehr als mit normalem overdubbing
    ihr müsstet erstmal jedes instrument einzeln mikrofonieren und dann am besten in seperate räume damit keine instrumente übersprechen

    ich hab letzte woche mein großmembrankondensatormikrofon aufgestellt und eine probe mitgeschnitten, abgewendet von den drums, direkt vor die pa des sängers und mit ungefähr gleichem abstand gitarre und bass von links und rechts: http://www.ambee.org/probemitschnitt.mp3
     
  3. cello und bass

    cello und bass Mod Streicher/HipHop Moderator

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    Erstellt: 17.02.07   #3
    Auch ein anders Micro (Großmembran) wird m.E. nichts bringen!

    Einzelnen mikrofonieren der Instrumente bringt wesentlich mehr, dann können die einzelnen Pegel erheblich geringer werden. Übersprechungen wird es Geben, ihr könnt aber die einzelnen Spuren besser bearbeiten. Allerdings müsst ihr dann das Schlagzeug mit min. 6 Mics abnehmen.

    Einfacher würden wahrscheinlich Overdubsaufnahmen werden. Aber auch hier braucht ihr 4 Mics für das Schlagzeug und entsprechend viele Vorverstärker (oder das Mischpult). Und einen guten geschlossenen Kopfhörer, der keinen Schall rauslässt!
     
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