Resonanzfrequenzen von SD-Humbuckern

von DerOnkel, 01.04.05.

  1. DerOnkel

    DerOnkel HCA Elektronik Saiteninstrumente HCA

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    Erstellt: 01.04.05   #1
    Ich habe mal in meiner Datenbank gestöbert. Nachfolgend die Resonanzfrequenzen für einige parallele Humbucker in Reihenschaltung von Seymour Duncan.

    Als Belastung wurde eine typische Beschaltung mit Lautstärke- und Tone-Potentiometer (500kOhm), Tone-Kondensator (22nF) 7m Kabel (700pF) und einem Verstärkereingangswiderstand von 1MOhm berücksichtigt.

    In der Praxis können die Ergebnisse etwas variieren, da die Daten von SD teilweise unvollständig sind. Die fehlenden Werte wurden dann mit Hilfe von Statistik aus den Daten von insgesamt 160 Tonabnehmern abgeschätzt.

    Man kann grundsätzlich sagen, je höher die Resonanzfrequenz, desto heller der Klang.

    Hier nun die Daten:

    SH55 Seth Lover Model (Neck): 2.985 kHz
    SH2 Jazz Model (Neck): 2.976 kHz
    SH10 Full Shred (Neck): 2.945 kHz
    SHPG1 Pearly Gates (Neck): 2.934 kHz
    SH1CN '59 Model (Neck): 2.934 kHz
    SH8 Invader (Neck): 2.932 kHz
    SH1 '59 Model (Neck): 2.864 kHz
    APH1 Alnico Pro II (Neck): 2.859 kHz
    SH2 Jazz Model (Bridge): 2.805 kHz
    APH1 Alnico Pro II (Bridge): 2.792 kHz
    SH1 '59 Model (Bridge): 2.694 kHz
    SH55 Seth Lover Model (Bridge): 2.688 kHz
    SHPG1 Pearly Gates (Bridge): 2.686 kHz
    SH1CN '59 Model (Bridge): 2.686 kHz
    SH12 Screamin' Demon: 2.533 kHz
    SH6 Distortion (Neck): 2.256 kHz
    SH5 Custom: 2.131 kHz
    SANT- HN Antiquity Humbucker (Neck): 2.103 kHz
    SH14 Custom 5: 2.085 kHz
    SH10 Full Shred (Bridge): 2.073 kHz
    SH11 Custom Custom: 2.067 kHz
    SH13 Dimebucker : 2.063 kHz
    SH8 Invader (Bridge): 2.020 kHz
    SH3 Stag Mag: 2.018 kHz
    SANT- HB Antiquity Humbucker (Bridge): 1.972 kHz
    SH4 JB Model: 1.969 kHz
    SH6 Distortion (Bridge): 1.958 kHz

    Hoffe, es hilft.

    Ulf
     
  2. storyletter

    storyletter Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.04.05   #2
    Und ist es gut ? Und dann wie stehts mit aktiven PUs, die manchmal bis 20 kHz Frequenzbereich haben...?
     
  3. DerOnkel

    DerOnkel Threadersteller HCA Elektronik Saiteninstrumente HCA

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    Erstellt: 01.04.05   #3
    Solche PU's sind dann eher für akustische Dinge interessant. Kannst Du mir Beispiele für solche Teile geben?

    Ob der aus den Resoananzfrequenzen sich ergebende "Klang" gut oder schlecht ist, ist eine Frage des persönlichen Geschmacks. Der Werte werden sich auch noch etwas verändern, da die Gitarristen ja unterschiedliche Kabel benutzen.

    Ulf
     
  4. Ray

    Ray Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 01.04.05   #4
    Kommt drauf an, was du willst.

    Eingefleischte Fendercoil-Freaks nehmen auch gerne mal 4 oder 5 khz, wers weich und warm mag, dümpelt halt bei 2 rum. :-)

    Es ist aber ganz gut, solche Listen zu haben. Resonanzfrequenz und/oder Induktivität verrät über den Klang, der am Ende rauskommt, mehr, als Widerstand oder Outputwerte.
     
  5. Hans_3

    Hans_3 High Competence Award HCA

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    Erstellt: 01.04.05   #5
    Zu ergänzen ist noch, dass die am Amp ankommende Reso-FQ durch Potis, Kabel und zwischengeschaltete Geräte mehr oder weniger stark nach unten rutscht. Alles womit der PU Kontakt hat, ist physikalisch eine Verlängerung und Veränderung dessen, was der PU rausgibt. Was zugleich aber nicht heißen muss, dass der KLang dann grundsätzlich schlechter empfunden wird. Eine sehr spitz klingende Gitarre kann durch einen kleine Verschiebung der RF nach unten durchaus wärmer klingen.

    Meistens werden HBs doch seriell verwendet. Von daher wären Vergleichswerte natürlich schön.
     
  6. DerOnkel

    DerOnkel Threadersteller HCA Elektronik Saiteninstrumente HCA

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    Erstellt: 01.04.05   #6
    Diese Dinge sind in den Werten bereits enthalten (siehe mein Posting).

    Aber natürlich können sich die Werte mit einem anderen Kabel noch nach oben oder unten verändern. Ein Verstärkereingang hat in der Regel keinen so großen Einfluß, da die Kapazität recht gering ist.

    Die Leerlaufresonanzen der PU's sind deutlich höher. Diese Werte sind für die Charakterisierung der Tonabnehmer zwar von Interesse, für die Praxis ist der belastete Fall jedoch interessanter.

    Ich würde gerne auch Daten von DiMarzio zur Verfügung stellen, aber leider werden hier die aussagelosen ToneCharts favorisiert. Zusammen mit dem Gleichstromwiderstand der DM-PUs ist der Nutzwert dieser Aussagen schlicht und ergreifend 0!

    Für diese Informationspolitik sollte man DM eigentlich eine glatte 6 erteilen.

    Das Wort "parallel" bezog sich auf die Bauform und nicht auf die Schaltung der Spulen (Siehe "Der elektromagnetische Tonabnehmer als Wandler").

    Ulf
     
  7. Ray

    Ray Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 01.04.05   #7
    Immer wieder aufschlussreich in dem Zusammenhang:

    http://www.gitarrenelektronik.de/elektronik/elektronik.html

    V.a. die Tabelle unten mit den Resonanzfrequenzen bei verschiedenen Werten.

    Du denkst da zu sehr als Elektronikfachmann. Für dich sind Daten sicher aufschlussreicher.

    Für Otto Normalverbraucher, der sich damit überhaupt nicht beschäftigt, sind die Tonecharts aber durchaus ganz parktikabel. Is ja wohl nix anderes als eine "Übersetzung" der Werte in ein überschaubares simples System. Wenn ich nen Vintagecoil mit nem Treble-Wert von 9 habe und daneben einen overwound mit 7 und einen fetten Minibucker mit 5, dann kann ich daraus schon einiges erkennen. Als Laie sicher mehr als aus physikalischen Daten.

    Ich empfand die Angaben bei Dimarzio immer so, wie die PUs am Ende dann auch rüberkamen. Der Steve Special hat keine Mitten, der Tonezone ist bassig mittig fett, aber höhenlos, Paf classics sind weich, Paf Pro ist pafig mit nem schuss mehr Höhen....usw.
     
  8. am_i_jesus?

    am_i_jesus? Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.04.05   #8
    meine frage:
    woher hast du die werte? hab mal nach ESB-bauteil-werten gesucht, man findet aber kaum was....

    edit: ahja, das sind ja eh SD... sry
     
  9. DerOnkel

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    Erstellt: 01.04.05   #9
    Auch SD liefert leider keine vollständigen Angaben. Bei den Antiquity fehlt nur noch die Belastung. Ich habe für diesen Fall meine Standardbelastung gewählt, um die Daten zu ermitteln. Ein Vergleich mit bekannten PU's hat das Ergebnis dann bestätigt, sodas ich davon ausgehe, daß meine Werte realistisch sind.

    Bei den normalen SD's fehlt gelegentlich eine Angabe, sodaß man C oder sogar L und C aus den gegebenen Daten unter Zuhilfenahme anderer PU-Daten abschätzen muß. Auch hier läßt ein Vergleich mit bekannten PU's der Schluß auf richtige Annahmen zu.

    Ulf
     
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