Review: Black Fire Doromb - Maultrommel aus Ungarn

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SaxyMaultrommler
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Diese Maultrommel (Doromb ist eine der vielen länderspezifischen Bezeichnungen vergleichbar mit Khomus, Vargan, etc.) mit dem vielversprechenden Namen Black Fire stammt aus Ungarn. Auffallend ist der sehr schwere schwarze Rahmen. Ich vermute Stahl (kein Edelstahl!), der oberflächenbehandelt wurde.
Näheres zum Material ist mir nicht bekannt.

Die schmale, straffe Zunge erzeugt einen schneidenden Klang. Der Sound ist sehr obertonreich, relativ laut und perkussiv.
Abstand Zunge zu Rahmen ist vorbildlich eng, was i.d.R. ein Garant für voluminöse Klangerzeugung bei Maultrommeln ist.

Unbenannt.JPG

Geliefert wird das Instrument in einer billigen scharzen Pappschachtel, die das Instrument mehr schlecht als recht schützt.
Es liegt weder ein sog. Aufbewahrungsklötzchen noch eine Schatulle bei, was die sichere Aufbewahrung doch einschränkt.
Bastellösungen bringen zwar Abhilfe, benötigen aber Zeit und etwas handwerkliches Geschick.

Nun zum Wesentlichen, der Maultrommel als solche:
Mein Exemplar in A1 ist exakt gestimmt, selbst mit Stimmgerät überprüft.
P.S.: von sog. freien Stimmungen rate ich persönlich ab, insbesondere wenn man vor hat, in der Gruppe zu spielen.
Außerdem werde ich nervös, wenn die Tuning-Nadel schneller ausschlägt als der Flügelschlag eines Colibris ;-)
Hier ein Tonbeispiel:


Das Spielen erfordert schon etwas Erfahrung, einem Anfänger würde ich es nicht empfehlen. Bei Beherrschung der Spieltechnik kann mit diesem Instrument richtig loslegen und schnelle, kräftige Anschläge praktizieren.
Ein großer Vorteil ist, dass man das Instrument korrekt gestimmt bekommt und die Maultrommel für erschwingliche 50,-€ (je nach Händler) zu bekommen ist.
Sprich: Preis-/Leistungsverhältnis top.

ABER... jetzt das meiner Erfahrung nach größte Problem:
Der Rahmen ist leider nicht abgerundet, sondern 4-eckig. Auch beim Finish wurde offensichtlich gespart, betrachtet man Schleifspuren bzw. leichte Grate am Rahmen. Es wirkt, als hätte man den 4-Kant-Stahl nach dem Biegeprozess einfach auf auf einen Schmiergelblock gelegt, um die Auflagefläche zumindest ein wenig zu "entschärfen". Somit besteht leider ein relativ hohes Risiko, zumindest im Laufe der Zeit, den Schneidezähnen, an denen das Instrument anliegen muss, nachhaltig zu schaden.

Hier sollte der Hersteller zwingend nachbessern und den Fertigungsprozess ggfs. anzupassen. Musik spielen soll einem selbst und dem Publikum Freude bereiten, ohne gesundheitliche Beeinträchtigungen in Kauf nehmen zu müssen.
Aus diesem Grund musste mich das Instrument auch wieder verlassen.

Wer eine günstige Maultrommel sucht, welche auf Ton gestimmt ist, die sich leicht spielen lässt, einen schönen Ton hat und preislich im selben Rahmen liegt, bleibt vielleicht besser in Deutschland und greift zu einer Schlütter Pro. Auch wenn diese geringfügig leiser im Ton ist (für was gibt es Mikrofone), sie ist hochwertig verarbeitet und zahnschonend zu spielen.

Fazit: Maultrommel mit Potential, aber qualitativen Abstrichen.
 

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