[REVIEW] George Lowden Guitars - Jumbo-Western S22 (heute O22)

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[REVIEW] George Lowden Guitars - Jumbo-Western S22 (heute O22)


Das ist mein 4444ster-Beitrag (gepostet um 22:22 Uhr) und ich möchte euch in ihm etwas ganz besonderes vorstellen:
Meine George Lowden S22.
Sie ist eine Schönheit und begleitet mich nun schon fast dreißig Jahre. In diesem Thread möchte ich erzählen wie sie es geschafft hat mein Herz zu erobern und was sie ausmacht.
full


Hintergrund & Anforderungen


Jeder Gitarrist kommt wahrscheinlich irgendwann an den Punkt, dass er sich eine Gitarre kaufen möchte, die ganz dem eigenen Geschmack entspricht!
Und auch ich hatte diesen Punkt 1991 nach vier Jahren mit einer schauderbaren alten Wandergitarre erreicht.
Natürlich hatte ich noch meine zweite selbst gebaute E-Gitarre, aber für manche Gelegenheit musste es eben eine akustische Gitarre sein. Und die alte Wandergitarre war klanglich einfach schlimm! Deshalb wollte ich mir 1991 nach dem Abitur endlich eine "gute" Westerngitarre kaufen. Ich wollte sie in meiner damaligen Deutschrockband, zum Songs schreiben, am Lagerfeuer, daheim und bei kleineren Familienfeiern einsetzen.
Ich wollte auf jeden Fall einen integrierten Tonabnehmer haben und sie sollte gut klingen.
Ich hatte einige Zeit gespart und mein geplantes Budget lag bei ca 1000 bis 1200 DM.
Es gab damals noch kein Internet, es gab Fachzeitschriften und vorallem einige Läden in Stuttgart bei denen ich regelmäßig zu Besuch war und immer mal wieder eine Gitarre in die Hand nahm.
Zu dem Zeitpunkt spielte ich schon immerhin 4 Jahre und es war nicht mehr ganz so peinlich wie am Anfang wenn man eine Gitarre in die Hand nahm. Ich konnte einige Lieder auswendig, konnte etwas improvisieren und durch die E-Gitarre auch schon leichtere Solos spielen.
Da ich zu der Zeit auch gerne Lieder von Reinhard Mey clean auf meiner E-Gitarre spielte, hatte ich schon eine ganze Weile Fingerpicking geübt und es gefiel mir sehr gut. Die Gitarre sollte also vom Saitenabstand halbwegs ähnlich sein und sich mit den Fingern und dem Plektrum gut spielen lassen.
Ich hatte nach einigen Experimenten an der rechten Hand am Zeige-, Mittel, Ring- und kleinem Finger etwa 1,5mm lange, abgerundete Nägel und am Daumen einen kurzen Nagel. Die linke Hand hatte natürlich komplett kurze Nägel. Das ergab für mich den passenden Picking-Sound: Weiche Bässe durch das Anreißen mit der Haut des Daumens und klare Höhen für die oberen Saiten durch das Zupfen mit den Nägeln.
Diesem Konzept bin ich übrigens bis heute treu geblieben!

Erster Ansatz: Vielleicht eine gebrauchte Ovation?


Als der Plan entstand, daß ich mir eine akustische Gitarre kaufen wollte, hatte ich wegen dem guten Tonabnehmersystem immer an eine "Ovation" gedacht und bin dann auch auf eine Anzeige im "Sperrmüll" (eine Zeitschrift, in der man kostenlos inserieren konnte) hin, mit meinen Eltern zu jemandem gefahren, der eine Ovation verkaufen wollte. Ich spielte sie dann an und merkte, daß der Klang absolut fade und viel zu leise war. Sie wäre also eigentlich nur mit Verstärker spielbar gewesen. Da ich aber eine Gitarre suchte, die man auch am Lagerfeuer verwenden kann, schied diese aus.

Anspielen verschiedenster Gitarre in mehreren Läden


Am nächsten Samstag bin ich dann mit meinem Vater in die Stadt gefahren und wir, bzw. ich, probierten viele Gitarren aus. Dabei stellte sich heraus, daß der Klang aller "Ovation-Gitarren", egal in welcher Preislage, ziemlich flach und leise war. Vor allem für den Spieler selbst. Also probierten wir nun Westerngitarren aus, die noch einen elektrischen Abnehmer eingebaut hatten. Nachdem wir nun alle bei "Barth" und "Modern Music" (damalige Stuttgarter Musikgeschäfte) ausprobiert hatten, gingen wir zu "Sound of music" zu Hans Schweizer, der damals seinen Laden im Stuttgarter Norden irgendwo in der Christoph-Strasse hatte (später war er Ecke Wilhelm- und Olgastrasse, dann Schwabstrasse 33 und heute ist er in der Charlottenstr. 1 in 70182 Stuttgart-Mitte). Das SOM war damals und ist auch heute noch ein relativ großer Laden in dem auch manch größerer Künstler z.B. bei Equipmentproblemen auf Konzertbesuch in der Schleyerhalle Station machte.

Eine rote Yamaha?


Dort probierten wir auch wieder einige Gitarren und eine davon gefiel mir recht gut. Wir waren dann aber erst mal mit meiner Mutter verabredet, aßen zu Mittag, und gingen erst danach wieder hin.
Nun probierten wir in einem schallisolierten, kleinen Kämmerchen einige Gitarren aus und ich hatte mich schon fast für die entschieden, die mir vorher schon ins Auge gefallen war. Es war eine rote Yamaha mit kleinem Korpus, sehr guten Abnehmern, Höhen-, Tiefen- und Lautstärkeregler und einem Balanceregler, da sie zwei Tonabnehmer hatte. Sie klang schön und ausgeglichen, war jedoch ein bißchen leise. Sie hätte 1500.- gekostet und lag damit eigentlich schon über meinem selbst gesetzten Budget, da ich maximal ca. 1200.- ausgeben wollte. Wir gingen dann aber doch noch mal zu den Ständern, wo die Gitarren mit Abnehmer standen und nahmen einfach alle, die halbwegs nach was aussahen mit. Ich spielte alle an und eine fiel mir sofort auf: sie hatte einen besonders großen Korpus und einen super Klang! Ausgeglichen, schön und je nach Spielweise sanft oder hart und vorallem laut. Sie klang aber auch schon schön, wenn man sie nur ganz leise spielte. Nur der elektrische Abnehmer bzw. die Buchse knackte immer wieder laut, wenn man den Stecker berührte und war lose.

Lowden Guitars? Nie gehört! Klingt aber echt super!


Ich war begeistert und schaute auf das kleine Preisschild auf der Rückseite der Kopfplatte....:eek:...:weep:.... und stellte sie ganz schnell wieder in die Ecke.... 3000DM war ja das doppelte meines Maximalpreises!
...also nahm ich die Yamaha in die Hand, schlug beherzt rein... und es klang nach nix! Der Vergleich war so krass, dass alle Gitarren die bisher in der engeren Auswahl waren, einfach nicht mithalten konnten!
Ich hätte nie für möglich gehalten, dass es sowas gibt und das ich das so empfinden könnte!
Es ist wirklich so: Wenn man mal den Sound gehört und eine solche Gitarre gespielt hat und dann wieder "die Beste" der bisherigen Auswahl in die Hand nimmt, dann "kommt da einfach nix raus"... sie ist leiser, flacher, einfach "weniger da". Gerade beim Picking ist die Gitarre bei normaler Raumgröße akustisch noch schön present...
Nun war ich echt in der Zwickmühle! Mir gefielen die bisherigen Gitarren nicht mehr, aber die Lowden war mir einfach zu teuer!
Meine Mutter meinte dann schließlich, ich solle doch noch mal "die Teure" spielen. Ich tat es und war wieder hingerissen. Dann dachten wir uns: Ich verdiene ja als Zivi monatlich 762.-DM. Es wären also etwa vier Monatslöhne, die ich investieren müsste. Dafür hätte ich dann aber auch eine Gitarre, die ich nicht nur einige Jährchen, sondern ziemlich lange spielen würde, ohne dann nach kurzer Zeit doch unzufrieden zu werden. Wir holten also Herrn Schweitzer, den Inhaber und sagten ihm, daß an der Buchse wahrscheinlich ein Wackelkontakt sei und ob er deshalb nicht etwas im Preis runter gehen könnte. Er sagte jedoch, daß das nicht möglich sei, da dies eine Gitarre von George Lowden, einem Irländer, sei, die er schon vor einigen Jahren gekauft hätte und sie sogar immer noch zum damaligen Verkaufspreis anbiete, obwohl sie heutzutage eigentlich schon 3700.- koste. Außerdem würde er keine Gitarre verkaufen, die nicht absolut in Ordnung sei. Sein Elektriker wäre gerade in Urlaub, würde jedoch in einer Woche zurück kommen.

Die Qual der Wahl wird noch vergrößert


Ich musste überlegen...
...nach einer Weile kam er wieder zu mir sagte ich solle mal in sein Büro kommen. Ich bin dann mit meinen Eltern dort rein und da lagen so an die 5 offene Koffer mit wunderschönen Lowden Gitarren drin.
Ich solle einfach mal alle anspielen meinte er.
Das tat ich dann einfach dort direkt im Büro, denn mittlerweile war mir egal wer zuhört.
Und eine Gitarre tat es mir ganz besonders an! Sie klang noch besser als die "mit dem Wackelkontakt in der Buchse" und war oktavreiner dank zweigeteiltem Steg.
Ich harmonierte total mit ihr und sie hat es mir wirklich direkt angetan! Ich wollte sie unbedingt! Daran konnte auch der mitgelieferte grüne Hilcox-Koffer nichts ändern, obwohl mir das Grün im Vergleich zu den anderen Koffern überhaupt nicht gefiel.
Auch der fehlende Tonabnehmer war mir zu dem Zeitpunkt dann egal zumal Hans Schweizer auch sagte, dass man den für 200 DM nachrüsten könne.
Da auf ihrem Preisschild 2780DM stand, wäre sie dann ja nicht teurer als die erste angespielte Lowden - aber sie klang und gefiel mir einfach besser!
Kennt ihr das? wenn ihr genau spührt und hört, dass diese Gitarre zu einem passt und man mit ihr eine Einheit ist und spürt, dass man mit ihr neue Kreativität entwickeln wird?
Sie roch neu...schön nach Holz, als ob der Koffer in ihrem Gitarrenleben nur sehr selten geöffnet wurde.
Es ist jetzt 27 Jahre her, aber ich rieche es in Erinnerung immer noch ;)

Made in Ireland - oder doch nicht?


Ich schaute durch das Schalloch auf das ovale Label. Dort stand "Lowden guitars", dann handschriftlich "S22", dann "lowden", "HAND MADE INSTRUMENT NO." und handschriftlich "324", dann die Unterschrift von George Lowden und "Northern Ireland".

Ich sagte dann irgendwas in die Richtung "Cool, eine handgebaute Gitarre aus Irland und der Gitarrenbauer unterschreibt selbst!" Hans Schweizer meinte jedoch: "Nein, das stimmt so nicht ganz."
Er erzählte mir, daß dieser Lowden so ein Geheimtip geworden wäre, daß nicht einmal mehr Gitarristen, wie Peter Horton (ein Stuttgarter Gitarrist, der im Fernsehen damals seine eigene Sendung hatte) eine von Lowden gebaute Gitarre bekommen würden. Deshalb hatte er vier Jahre damit zugebracht in Japan einer kleinen Firma (S. Yairi) beizubringen, wie man seine Gitarren baut. Als er mit dem Ergebnis zufrieden war, lies er sie in Produktion gehen. Jedoch mit den gleichen Qualitätsmerkmalen, wie bisher: Handarbeit, 10 Jahre luftgetrocknetes, ausgewähltes Holz, persönliche Überprüfung von ihm, nach der er den Preis bestimmt.
Von dieser japanischen Produktion hatte Hans dann schon ungefähr fünf bis sechs Jahren vorher einige Gitarren gekauft und verkaufte sie noch zu seinem damaligen Verkaufspreis. So hatte er es mir jedenfalls damals erzählt.
Das diese Aussage so nicht ganz zutreffend war, habe ich erst viiiiele Jahre später selbst festgestellt - aber dazu später.

Der Kauf


Es war jedenfalls um mich geschehen und meine Eltern waren ja hochpreisige Instrumente von den Geigen her gewohnt, also sagten sie mir auch ihre ehrliche Meinung. Und die fiel genauso aus: Diese Gitarre klingt toll und ich sollte sie mir kaufen, wenn sie mir das wert ist.... so ein Instrument kann man ja ein ganzen Leben lang haben...
Mittlerweile war die Ladenschluß-Zeit längst erreicht, es war schon etwa 16 Uhr und ich fragte, ob er noch bissl warten könne.
Er sagte, kein Problem, er müsse sowieso noch was machen... also bin ich zur Bank bzw. zu zwei verschiedenen Banken gelaufen und habe das Geld von meinen Sparbüchern abgehoben.
So viel Geld hatte ich noch in der Hand gehabt, oder mit mir herumgetragen und ich fühlte mich dann doch ziemlich komisch mit so einem dicken Geldbeutel durch Stuttgart zu laufen.
Irgendwann, kurz vor 18 Uhr verließ ich jedenfalls mit einem fetten Grinsen und um einige Mark ärmer den Laden - in der Hand einen großen grünen Koffer und darin meine neue Lowden S22 :juhuu:

Die Bezeichnung "S22"


Die ersten Gitarren von Lowden hatten eine Buchstabenbezeichnung für das verwendete Holz des Bodens und der Zargen. Das "S" stand für "Mahagoni".
Die "22" steht für die Bauform und Größe.
Es handelt sich also um eine Jumbo-Gitarre mit Mahagoni Boden und Zargen.
Heute wäre die Bezeichnung "O-22" und es wäre diese Gitarre: klick klick
Lowden-Webseite | Prospekt
Bei meiner Gitarre sind jedoch keine Gotoh, sondern goldene Schaller-Mechaniken verbaut worden.
Das Design stammt von 1976/1977. George Lowden hat sie vor einigen Jahren wieder in sein Programm aufgenommen und schreibt selbst:
"The Original Series was the very first Lowden range from 1976, just as the ‘O’ model is George’s original Lowden body design. Although the medium sized ‘F’ and concert sized ‘S’ have been added to the range since then, the Lowden standard of passionate commitment to no compromise was well and truly set.
‘I have re-introduced the 22 model, having fond memories of it. First designed in 1976/7 it was sweet and clear – deep and resonant, not at all heavy or muddy even though the O is a jumbo size guitar. Great for strumming and picking alike." - George Lowden


Die Daten


- Massive Zederndecke
- Massive Mahagony Zargen
- Massiver Mahagony Boden
- 5-teiliger Mahagony/Palisander-Hals
- Ebenholz-Griffbrett, Mensur 648mm
- Rosette aus Palisander, Bergahorn, Walnuß, Mahagony
- Randeinlage aus Bergahorn, Palisander, Mahagony
- Ahorn-Binding
- 45mm Knochen-Sattel
- Lowden "Dolphin-Profile" Bracing
- zweiteiliger Knochen-Steg mit 57mm Saitenabstand E zu E
- Goldene Schaller-Mechaniken
- grüner Glasfaser Koffer mit Lowden-Schriftzug als Vertiefung im Deckel im Calton Stil (Calton-Cases)
- Handmade in Irland
- Gewicht (mit Tonabnehmern und Gurtpins) 2180g
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Empfindlicher Lack, empfindliche Decke - Schlagschutz wird benötigt


Nach einigem Spielen merkte ich, dass mein Plektrum und meine Fingernägel die weiche Zederndecke doch erheblich beschädigten, da der Lack sehr dünn war :eek:
Also kaufte ich einen transparenten, aufklebbaren Kunstoff als Schlagschutz, den ich selbst in meine gewünschte Form schneiden/schleifen konnte.
Ich hatte zwar Bedenken, dass das Aufkleben den Klang verändern könnte und freute mich dann umso mehr, dass der Unterschied kaum hörbar war. :juhuu:
Ich war zufrieden, konnte wieder nach Herzenslust weiterspielen und die Decke war geschützt.
Dass sich das gelohnt hat, kann man heute sehr gut sehen: Die Decke ist nur außerhalb des Schlagschutzes beschädigt:

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Saiten mit besonderem Design


Ich bekam beim Kauf noch einen neuen Satz "Lowden-Saiten" mit und stand natürlich relativ schnell vor der Frage, was sind denn die passenden Saiten für meine Lowden S22?
Da ich das schon vor einiger Zeit ausführlich in meinem Saiten-Review beschrieben habe, gehe ich hier nicht näher darauf ein. Bitte lest es euch dort durch wenn es euch interessieren sollte: klick
Mittlerweile spiele ich ja günstigere beschichtete Saiten die ich selbst auf das "Center Core-Design" modifiziere.
Auch hierzu gibt es einen Saiten-Review: klick

Der "versteckte Halsstab"


Das Wissen eines Gitarristen steigt mit der Erfahrung. Und versteckte Dinge, von denen man nicht weiß, dass sie versteckt sein könnten, findet man oft nicht durch Zufall, sondern durch die Hilfe anderer.
Gehen wir gedanklich nochmal zurück in die frühen Neunziger. Ich war glücklich mit dem Klang meiner Lowden und trainierte immer mehr meine Fingerkuppen um sie auch möglichst lang spielen zu können. Da meine zweite selbstgebaute E-Gitarre eine sehr gute und flache Saitenlage hatte, konnte ich sie etwa sieben Stunden spielen, hatte aber bei der Lowden schon nach etwa zwei Stunden schmerzende Fingerkuppen. Das lag natürlich an den dickeren und dadurch härter gespannten Saiten und auch an der etwas hohen Saitenlage die durch die etwas stärkere Biegung des Halses zustande kam. Der Sattel war sauber gekerbt, aber ich suchte und vermisste einfach den Spannstab... aber der war nirgends sichtbar. Ich dachte es gibt ihn nicht - und empfand das natürlich als Wehrmutstropfen bei dieser schönen Gitarre.
Klar hätte ich ja mal wieder damit in den Laden gehen können, aber auf die Idee bin ich damals nicht gekommen. :nix:
Wie auch immer. Eines schönen Tages las ich in einer Augabe von "Gitarre & Bass" einen Testbericht über eine andere Lowden-Gitarre interessiert durch und stolperte über den Satz der irgendwie so ähnlich lautete: "...Lowden typisch ist der Halsspannstab schwer zugänglich und versteckt..."
Und mit einem Schlag wurde es mir klar: Da könnte doch auch bei meiner Gitarre ein Spannstab verbaut sein, den ich jetzt jahrelang nicht gefunden bzw. entdeckt hatte!!!!!
Also spannte ich die Saiten etwas ab, griff durch mein Schallloch durch, vorbei am Bracing bis zum oberen Klotz und tatächlich: Da war eine Schraube ertastbar!
Also holte ich meinen Inbus-Satz, sichte den passenden Schlüssel und zog die Schraube leicht an - schon begradigte sich der Hals auf wundervolle, fast magische Weise und ich war total happy, dass die Saitenlage nun viel angenehmer war und sich "meine Lowden" auf einmal viel besser spielen ließ!
Hallelujah! Das iss'n Ding!

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Aber wo wurde meine Lowden S22 denn jetzt gebaut und wann?


Vor ein paar Jahren hatte ich mir die Homepage von George Lowden Guitars durchgeschaut und dann herausgefunden, dass man aufgrund der Etiketten und Seriennummern eine ganz gute Zuordnung meiner Gitarre machen: Klick
Sie stammt aus der Era 1985-1989, denn sie hat dieses leicht cremefarbene, ovale Etikett mit dem grünen Rand:
Serial No. (re-started)- 0001-1306, Oval cream with green edge, new Lowden Logo Era- 1985-89
Origin- Balloo Industrial Estate Workshops, Bangor, Co. Down, Northern Ireland
Lowden Guitars of this period between late 1985 and November 1988, were labelled with a slightly smaller version of the oval label.

Ich würde anhand der Seriennummer 324 auf ca. 1986/87 tippen.
Im Gegensatz zu der Aussage von Hans Schweizer stammt sie also nicht aus Japan, sondern aus der Zeit danach in Irland in der George Lowden die Produktion dort wieder aufgebaut hat.
Trotzdem war die Aussage von Hans nicht komplett falsch, da ich mich erinnern kann, dass einige der mir gezeigten Gitarren und vorallem auch die erste mit dem "Wackelkontakt" ein rechteckiges Etikett im Schallloch hatten und wahrscheinlich aus der Periode davor in Japan bei S. Yiari stammten. (S22 von S.Yiari)

Ich freue mich jedenfalls eine der Gitarren aus Irland erwischt zu haben über die George Lowden selber schreibt:
The best Lowden guitars were built during the periods 1976-1979, 1986-1988 and from 2004 onwards in my new workshops here in Ireland. But it is very important to realise that many many Lowden guitars (in fact most) from the other periods are really great as well.
If there is anything else I can do to help or advise, please get back to me,
best regards,
George

Ich hatte mich bei der Auswahl nur auf den Klang und die Spielbarkeit konzentriert und dadurch wohl "genau die Richtige" aus der großen Auswahl für mich rausgepickt! :juhuu:

Sound of my Heart - Sound of my Life - Der Einsatz im Wandel der Zeit


Meine Gitarre hat all meine Höhen und Tiefen seit dem Abi gemeinsam mit mir erlebt, ich hatte mich von Anfang an in ihren Klang verliebt und spielte sie Anfangs vorallem alleine Zuhause im Stil eines Liedermachers, schrieb meine Lieder mit ihr und sang diese Lieder dann zu ihr auf kleinen Festen, am Lagerfeuer und mit meiner Rockband.
Sie begleitete mich durch Beziehungen, war sogar mal mit mir per Flieger in Wales, per Zug auf dem Zivi-Lehrgang in Bad Oeynhausen, per Bus auf diversen Freizeiten mit der Naturfreundejugend. Sogar bis nach Ungarn per Begleitbus auf einer Fahrradtour - ja, sie hat viel mit mir erlebt und durchlebt und es ist einfach cool, dass ich diese Gitarre habe und dass sie mich begleitet!
Als ich 1998 dann anfing wieder zu glauben und in Stuttgart Teil einer Gemeinde wurde, kamen Einsätze im Hauskreis und im Gottesdienst dazu.
Mittlerweile ist sie meine meist gespielte Gitarre und aus den Alpha-Kursen, Hauskreisen und sonstigen Veranstaltungen im CGS kaum weg zu denken! Ich spiele sie oft rein akustisch, aber auch verstärkt und liebe ihren Klang nach wie vor!
Es ist einfach:

Eine Gitarre für's Leben


Ja, es gibt sie tatsächlich, die Gitarre für's Leben! Wir sind zusammengewachsen, sie hat mich geschult und ich habe gelernt ihr die feinen Nuancen ihres Klanges zu entlocken, sie laut und leise zu spielen, sie neu zu bundieren, abzurichten, Klangprobleme zu beheben, sie auf mich anzupassen und sie begeistert zu spielen!

Klang und Nuancen


Sie eignet sich durch ihre Lautstärke sehr gut für Fingerstyle, kommt aber auch sehr gut mit Plektrum zurecht. Für mich ist es eine allrounder-Gitarre die so klingt wie ich das mag!
Schon beim Berühren ihrer Zedernholzdecke merkt man wie empfindlich sie ist. Wenn ich stärker hineingreife klingt sie hart und hell und funkelt förmlich mit ihrer Brillianz ohne die Bässe zu vernachlässigen. Zupfe ich sie leise klingt sie rund und warm mit offenen Ton. Ich habe mal wo gelesen das die Kombination aus der Zederdecke mit einem warmen, rund klingenden Holz wie Mahagoni einen außergewöhnlichen Klang ergibt. Mahagoni verleiht wohl immer ein bisschen natürliche, gleichmäßige Kompression, die die Spitzen der Zedern-Dynamik zähmt, so dass sie bei jeder Lautstärke angenehm, klar und ausgeglichen klingt. Das heißt: Es ist nahezu unmöglich, die S22 dazu zu bringen, verwaschen oder hart zu klingen! Sie hat tiefe, warme Tiefen, pochende Mitten und berührungsempfindliche Höhen, die je nach Spieltechnik glasig und glatt oder funkelnd und üppig klingen können. Sie klingt offen und klar und kann schön begleiten oder sich durchsetzen!

Sie ist einfach ein wunderbar klingendes Instrument! Bei geringer Lautstärke klingt sie reich und voll, was es zu einer wunderbaren Wahl für Fingerstylisten macht, die einen "großen" Sound suchen. Sie kann aber auch glänzen und hell wie ein Glockenspiel klingen wenn man sie mit einem dünneren Plektrum anschlägt, was nicht über jede Jumbo-Gitarre gesagt werden kann!
Sie hat eine hervorragende Balance und Notentrennung und klingt für mich einfach herausragend!

Bilder


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Der Koffer


Ich hatte es ja schon oben erwähnt, dass alle Lowdens mit einem passenden Koffer verkauft wurden (und werden). Meine S22 kam wie gesagt in einem dunkelgrünen Glasfaser-Koffer, der zwar nicht ganz meinem Geschmack entsprach, aber seeeehr stabil ist und die Gitarre wirklich gut schützt!
Ich hatte sie 1991 gerade mal ein paar Tage und war auf der Bahn-Fahrt von Bad Oeynhausen nach Stuttgart und hatte in einem Kundencenter der Bahn (in Hannover?) etwas klären müssen. Deshalb stellte ich die Lowden kurz senkrecht in die Ecke an eine Glaswand und wollte gerade Richtung Schalter gehen, als die Glas-Schiebetüre von rechts in meinem Blickfeld auftauchte und dann mit einem heftigen Schlag meine Gitarre im Koffer gegen die Wand donnerte und mit großer Kraft einklemmte. Der Motor hatte wohl keine Sicherheitseinrichtung und keinen Überlastschalter, jedenfalls klemmte er die Gitarre mit aller Kraft gegen die Wand und ich musste den Koffer mit einem schnellen und heftigen Ruck aus dieser Verklemmung befreien!
Ich glaube jeder Holzkoffer wäre gebrochen und jedes Gigbag hätte die Last etwas gedämpft an die Gitarre weiter gegeben und es hätte sie zerlegt.
Mein Glasfaser-Monster hatte den Unfall dagegen fast völlig unbeschadet überstanden. Es waren lediglich ein paar Kratzer in der Oberfläche.
Natürlich hat er in den letzten dreißig Jahren viel mitgemacht und die Gummidichtung und auch der Stoff im Inneren löst sich immer mehr von den Halbschaalen ab. Auch die Halter des Griffs und den Ledergriff selbst hat es schon zerlegt, deshalb hatte ich schon vor vielen Jahren hier zwei neue Halter aus Alublech angefertigt und den Griff aus einem Stück Kupferrohr, jede Menge selbsklebendem Schaumstoff-Dichtband, vier großen Kabelbindern und einem dicken Schrumpfschlauch ersetzt. Jetzt ist er stabil, federt schön und gefällt mir besser als der Originalgriff. :D
Sein Gewicht ist leider nicht ganz unerheblich mit 6,424kg. Aber ich trage ihn gerne, da ich weiß wie gut er schützen kann!
Bei meiner Recherche habe ich herausgefunden, dass die meißten Lowden-Gitarren in einem Hilcox Koffer verkauft werden. Meinen grünen Koffer habe ich fast nicht gefunden. Er scheint tatsächlich eine Rarität zu sein. Er ist im Stil der Calton Cases gebaut. ich habe aber nicht herausfinden können, ob ihn damals tatsächlich auch Calton im Auftrag für Lowden gebaut hat? (Calton-Cases)

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Fazit: Der Kauf aus heutiger Sicht


Jetzt, im Rückblick, kann ich nur sagen, dass es eine der besten Entscheidungen meines Lebens war, denn durch diese Gitarre schrieb ich viele Lieder, spielte sehr viel und lernte eine ganze Menge!
Dank ihrer Inspiration bin ich heute wahrscheinlich ein besserer Gitarrist geworden, als wenn ich sie nicht gekauft hätte!
Vorallem live merkt man den Unterschied zu anderen Gitarren, aber auch bei Aufnahmen kann man sich ein Bild des Klanges machen:

Professionelle Klangproben



Das Thema "Tonabnehmer" und Mikrofonierung und die damit verbundenen Hörproben möchte ich ganz bewusst in einen eigenen Review und Workshop auslagern, also keine Angst, auch da werdet ihr noch etwas von mir lesen und hören können!
Ich werde die Reviews dann auch hier verlinken. Wenn es euch also interessiert, dann klickt oben auf das "Auge" und beobachtet das Thema um dann die Ergänzungen mit zu bekommen.
Ihr könnt aber auch schonmal in diesen beiden Workshops stöbern und euch meine Lowden anhören:
DIY-A-Gitarren-Mikrofonhalter für verschiedene Mikrofone zum Anklemmen an meine Lowden S22
Der große Mikrofonvergleich auf den DIY-Mikrofonhaltern an meiner Lowden S22
Wie gesagt: Fortsetzung folgt!
Bis dahin wünsche ich euch weiterhin viel Spaß hier im Musiker-Board! Bis bald!

...wer noch mehr von mir lesen möchte, darf gerne durch meine Reviews und Workshops stöbern. :coffee:

Vielen Dank für Euer Interesse! Seid gesegnet!
 
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ein sehr schönes und ausführliches Review :great:

und herzlichen Glückwunsch zu deinem 4444sten Beitrag, fast schade das du dich nicht direkt ein Jahr früher im Board angemeldet hast ;)

Bildschirmfoto 2020-11-18 um 22.32.16.png


lg
Chris
 
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Sehr schönes Review ... meine Keksdose geht leider grade nicht auf ;)

:great:
 
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dafür meine :D, schönes Review

Danke

Gaddy
 
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So eine hatte ich damals auch im Laden als gebrauchtes Angebot gesehen und gespielt, es ist dann eine Takamine-Zeder-Jumbo geworden, die sehr ähnllich aussieht, aber die Lowden hat einen bis heute bleibenden Eindruck hinterlassen.
Gruß
M
 
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Tolles Review!

Lowden Gitarren habe ich auch schon viele gespielt und viele für absolut kaufenswert empfunden.
Ich mag dieses einfache Design, ohne viele Verzierungen, ohne viel Perlmutt etc mit Fokus auf dem Klang.
Als ich meine erste Westerngitarre gekauft habe, war die Wahl zwischen meiner Lakewood und der Lowden. Beide haben mir wirklich ausgesprochen gut gefallen, nur die Lowden war halt doppelt so teuer, somit fiel die (recht einfache) Wahl dann auf die Lakewood.

Und der Preis ist tatsächlich auch das, was mich abhält mir eine Lowden zu kaufen.
Nicht, weil sie es nicht wert wären, sondern einfach, weil man in dem Preisbereich eben auch eine handgebaute Gitarre nach eigenen Kriterien bekommt, was mich einfach mehr reizt. (Ich ärgere mich immer noch tierisch, dass ich damals keine Presler (heutzutage Poljakoff: https://www.poljakoffgitarren.de/deutsch/galerie/) gekauft habe, als die Dinger noch 2500€ statt 8000 gekostet haben und Jakob noch in Dortmund in nicht in Berlin war)

Aber Lowden ist für mich auch definitiv ein Name, den ich mit hoher Qualität und vor allem auch konstanter Güte assoziiere.
Ich kann mich an keine Lowden erinnert, die ich "schlecht" fand. Unterschiedliche Ausrichtungen? Auf jeden Fall. Ne fette Jumbo hier, ne kleine Concert da, mit Cut und ohne. Aber alles mit Berechtigung.

Und die Story, wie du @GeiGit an die Gitarre gekommen bist, erinnert mich auch an einige von mir... Budget gesteckt und dann um das Doppelte überzogen.... ich sag euch.. auf Dauer wird das echt teuer..
 
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GeiGit
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Vielen Dank für Lob, Kekse und eure Erfahrungen und Meinungen!

Ihr Lieben, ich war fleißig und habe nun den angekündigten ersten, zweiten und dritten Teil über die Tonabnehmer fertig gestellt und veröffentlicht:

[REVIEW] K&K Sound - FanTaStick Stereo als Untersteg-Piezo in meiner Lowden S22 (O-22)



[Workshop] Einbau einer Sennheiser ME865 Mikrofonkapsel als "Klotzmikrofon" in meine Lowden S22 (O22)



[Workshop] Einbau eines Sennheiser ME865 Mikrofonmoduls mit "DiY-Entkopplungs-Spinne" in meine Lowden S22 (O22)



Viel Spaß beim Lesen, Anschauen und Anhören!
 
D
Der Ravensburger
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. . . und nochmals: ein großes Hallo an GeiGit!

Deinen Beitrag kann ich mehr als gut nach-empfinden; - wie ich schon in meinem comment gesagt habe.

Diese Deine Geschichte erklärt mir nun auch diese "kleine" serial no. von "nur" 324, gegenüber meiner von s.n. 2009 vom Frühjahr 1990; der Händler Schweizer muss diese Gitarre tatsächlich schon irgendwann in den JAhren 1986 bis höchstens 1988 gekauft haben.

"MEine" Lowden ist eine L-32P, Mahagoni Zargen und Boden mit Sikta-Spruce-Fichten-Decke und einem aktiven damals schon von Lowden eingebauten pickup, ganz fein, mit zwei in Holz gedrechselten "Potis". DAs kleine, hellgrüne, ovale label im Innern der Gitarre hat mir George Lowden mit "George Lowden to HAns" persönlich gewidmet. - Sie hat mir der nette Andreas Dill aus Weingarten mal vor einigen Jahren nochmals nachgestellt. - Ich spiele darauf mit D'Addario Phosphor-Bronze, 52-12/11-Stärke; - aber viel zu selten!

Wie ich Dir bereits schrieb, hatte ich die damalige Lowden Guitar Company in jenem legendären Industrial Estate No Two, Balloo Drive Komplex in Klinker-Bauweise außerhalb von Bangor, östlich von Belfast, persönlich besucht; ein fast zweieinhalb stündiger Aufenthalt in einer Art Doppel-Bus-Garage mit einem team von etwa 8 bis 10 Leuten. - Damals hatte man mir jeden einzelnen Bau-Fortschritt erläutert; allein die sechswöchige 5-fach-Lackierung erschien traumhaft; der gesamte Klang allerdings völlig phantastisch und "flawless". - Siehe auch das Stück "Sur Vesdre" von Jacques Stotzem!!!

Zu meinen "Preis" darf ich nach Ablauf so vieler JAhre sagen: Es waren damals, 1990, 850 Pfund Sterling plus 40 Pfund Fracht, also 890 Pfund Sterling, - und die damalige, deutsche Umsatzssteuer von - so glaube ich - 14%. Den "Zoll-Beleg" und den kleinen KAtalog habe ich heute noch.


Deine Freude kann ich vollkommen verstehen; es ist in jeder Hinsicht, vor allem mit diesem Original-Alter und niedrigen serial-no., ein völlig einzigartiges Instrument, das man nur noch vererben darf.

Meine Frau ist studierte Lehrerin für klassische Gitarre, die sich von Franziska Kössl eine einzigartige, eigene Gitarre bauen ließ, die es nur viermal gibt, weil für Boden und Zargen ein einzigartiges, unwiederholbares, mittelamerikanisches Holz verwendet wurde; zudem mit 64,2mm Mensur; also ein bisschen "kürzer" und mit "nur" 50mm Halsbreite.


Damit spielten wir früher manchmal "fingerstyle"-guitar; die Lowden ist für meine Frau die einzige "Western-Gitarre", die sie mit Stahlsaiten spielt.

Dir, GeiGit, nochmals alle Freude mit dieser Deiner Lowden!!!


Hans aus Achberg
 
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