Wil_Riker
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Einleitung
Studiomonitore brauchen einen ordentlichen Stand. Wenn der Platz auf dem Tisch nicht ausreicht, sind separate Ständer von Nöten. Im Herbst 2025 stand ich vor der Kaufentscheidung für zwei Studiomonitor-Ständer und meine Wahl fiel mal wieder auf ein Produkt von Gravity, nämlich zwei Exemplaren SP 3202, die zu einem Straßenpreis von 55 € (Stand Januar 2026) erhältlich sind.Gravity SP 3202 Studiomonitor Stand
Anm.: Die als Thumbnails eingebundenen Fotos öffnen sich durch Anklicken in Vollansicht.
Lieferumfang, Ausstattung, technische Daten
Der Gravity SP 3202 kommt nicht im zusammengebauten Zustand ins Haus, sondern in Einzelteilen, die in einem markentypischen Karton verpackt sind.Werfen wir zunächst einen Blick auf die Kleinteile, die der Hersteller beigelegt hat: Der obligatorische Beipackzettel ist gleichzeitig die Aufbauanleitung, der wir im Laufe des Reviews folgen
Der dreieckige Fuß/Sockel besteht aus massivem Gusseisen, das schwarz pulverbeschichtet ist. Das Gravity-G befindet sich an den gebrochenen Spitzen des Dreiecks; in dessen Mittelpunkt ist das M20-Gewinde zum Einschrauben des Rohrs geschnitten. Auf der Unterseite dienen drei ordentliche Gummifüße für rutschfesten und kratzfreien Stand. Zusätzlich können in die drei vorhandenen Gewinde die beiliegenden Spikes zur akustischen Entkopplung bei schwingenden Böden eingeschraubt werden.
Das (Stand-) Rohr ist ebenso tadellos verarbeitet und wird am griffig gestalteten unteren Ende in den Fuß eingeschraubt.
Wie man von den meisten Boxenstativen gewohnt ist, erfolgt die Höhenverstellung mittels eines Auszugs am oberen Ende des Rohrs. Der Kragen besteht aus Stahl und nicht nur aus Kunststoff
Die Befestigung der Ablage (25 x 25 cm) an der Montageplatte ist mit den beiliegenden Schrauben und dem Gravity-Dreher schnell erledigt. Nicht nur an dieser Stelle ist die tadellose Verarbeitung erwähnenswert: Ordentliche Pulverbeschichtung und sauber gearbeitete Löcher/Gewinde
Jetzt ist der Gravity SP 3202 fertig zusammengebaut. Er wiegt insgesamt 6,5 kg und besitzt lt. Datenblatt eine Traglast von max. 30 kg, was für die meisten handelsüblichen Studiomonitore bequem reichen sollte
Und wie stabil steht der Gravity SP 3202 jetzt?
Praxistest, Fazit
Nachdem der Aufbau zügig und unproblematisch erledigt war, kam zunächst die Wasserwaage zum Einsatz: Wie erwartet in allen Dimensionen "alles im Lot", also eine Bestätigung für die bereits optisch und haptisch festgestellte Qualitätsanmutung. Bringen wir doch jetzt mal Gewicht auf die Ablage:Fast etwas gelangweilt und unterfordert ist der Gravity SP 3202 mit den 3,5 kg der Satelliten meiner Syrincs M3-220: Denjenigen, die diesen "Klassiker" nicht kennen, sei gesagt, dass auf der Unterseite von deren Gehäuse ein 3/8" zur Montage auf einem Mikrofonstativ eingelassen ist. Ein einschraubbarer Bolzen dient als Standpunkt neben der nach unten herausragenden Frontplatte, an der je links und rechts unten ein Gummipuffer angebracht ist - also quasi "Dreibein". Durch die schlanke Bauweise erreicht das Gehäuse eines Satelliten die Schaumstoffstreifen der Ablage leider nicht; allerdings ist durch die erwähnten Gummipuffer an den Boxen selbst eine ausreichend gute Entkopplung gewährleistet und die schlanke Box steht sehr stabil, auch weil der Stativ selbst nicht wackelt:
Jetzt belasten wir das Stativ aber mal mit einem größeren und schwereren Studiomonitor: Mit einem Gewicht von ca. 8 kg je Satellit und Abmessungen von 376 × 251 × 345 mm ist der Mackie CR8BT ein etwas anderes Kaliber
Viel Licht, kein Schatten: Der Gravity SP 3202 Studiomonitor-Ständer ist eine Kaufempfehlung wert, nicht zuletzt wg. des günstigen Preises. Und wer aufgrund seiner Abhörsituation ein Modell mit neidbarer Ablage benötigt, greift zur etwa 10 €/Stück teureren Vari Tilt Version Gravity SP 3202 VT mit bis zu 10° neigbarer Platte