[Review] Mackie SRM212 V-Class Aktiver Fullrange Lautsprecher mit Bluetooth

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Einleitung

Die erste Generation der preisgünstigen SRM-Serie von Mackie kam bereits 1999, also vor über 20 Jahren, auf den Markt. Mit der aktuellen V-Class-Ausführung halten einige neue Features, die teilweise schon aus der "höheren" DRM-Serie bekannt sind, Einzug in das SRM-Universum, das ganz "klassisch" aus einem 10"-, 12"- und 15"-Modell besteht.
Mir stand für eine mehrwöchige Begutachtung ein Pärchen der 12/2er SRM212 V-Class zur Verfügung - ein Live-Einsatz ergab sich leider aufgrund der Corona-Einschränkungen im November/Dezember 2020 nicht :(.

Mackie SRM 212 V-Class


Zur Vollansicht eines eingebundenen Fotos bitte einfach draufklicken.

Technische Daten, Bedienung

Die Versandbox enthält neben der Box ein passende Kaltgerätekabel (Länge: 2 Meter) sowie das Handbuch. Für ein 12/2er-Topteil mit Kunststoffgehäuse (schwarzes PP mit leichter Textur) ist die SRM212 mit 18,4 kg kein Leichtgewicht, und die Abmessungen von 658 x 361 x 386 mm machen sie auch etwas schwierig zu handhaben.



Das Chassis des 12"-Tief-/Mitteltöners und der 1,4"-Hochtöner der SRM212 werden von einem robusten Metallgitter mit dahinter liegendem feinen Akustikschaum geschützt. Der "Querstreifen", der das Lochmuster mittig unterbricht, sorgt für ein edles Aussehen; hier ist auch das obligatorische "Running Man"-Logo von Mackie platziert.



Mitten, direkt oberhalb und unterhalb des Gitterrands, ist jeweils eine breite mehrfarbige LED (grün/weiß) platziert - dazu später mehr... Die Gehäusekanten ragen ein paar Millimeter nach vorne über das Gitter hinaus, so dass eine kleine Kante entsteht, an der man einerseits hängenbleiben könnte, die aber andererseits dafür sorgt, dass das Gitter gegen Eindellen (z. B. beim liegenden Transport) geschützt wird.



Auf der Oberseite ist das Gehäuse so geformt, dass sich für den Tragegriff (in den die Serienbezeichnung eingeprägt ist) eine Griffschale bildet. Hier ein erster Kritikpunkt: Der Griff ist viel zu breit, um ihn mit einer Hand bequem so umfassen zu können, dass man nicht abrutscht - trotz Wulst auf der Unterseite in Richtung hinterer Kante. Zudem ist die Vorderseite (die in Schallrichtung zeigt) scharfkantig und somit unergonomisch :(. Entfernt man die beiden Schrauben des Griffs, lassen sich dort M10-Eyebolts zum Fliegen der Box montieren.



Auf der Unterseite sorgen vier ausreichend dicke Gummifüße für einen stabilen Stand der Box. Hier ist mittig nicht nur ein obligatorischer Stativflansch eingelassen - der zusätzliche zweite sorgt dafür, dass man die SRM212 ohne zusätzlichen Schrägsteller um 7 Grad nach vorne neigen kann :great:.



Wie es sich für eine Multifunktionsbox gehört, besitzt die symmetrische DRM212 auf jeder Gehäuseseite eine 45-Grad-Schräge, um sie als Bühnenmonitor (Wedge) einsetzen zu können. Die vier Gummifüße an den Ecken der Auflagefläche hätten für meinen Geschmack allerdings deutlich großflächiger und etwas dicker ausfallen dürfen :nix:.
Die seitlichen Tragegriffe (samt Griffschale, die ins Gehäuse geformt ist) fallen übrigens deutlich besser aus als der auf der Oberseite: Etwas dünner und damit leicht zu umfassen, in Richtung Gehäuse abgerundet und ohne jedwede Scharfkantigkeit :).



Bevor wir zum Anschluss- und Bedienfeld der SRM212 kommen, vorab noch die schnöden technischen Daten: Der 12" große Tieftöner (1800 W/RMS) und der 1,4" große Hochtöner (200 W/RMS) werden von separaten konvektionsgekühlten Class-D-Endstufe angetrieben (Trennfrequenz 2,0 kHz) und decken einen akustischen Bereich von ca. 90 Grad x 60 Grad ab (Frequenzgang etwa 42 - 20.000 Hz). Lt. Datenblatt wird ein maximaler Schalldruckpegel von 135 dB erreicht. Mit einem Peak-Limiter, einem Subsonic Filter und einer thermischen Schutzschaltung sollte die Box ausreichend gegen Fehlbedienung und Überlastung gesichert sein.

Sämtliche Anschlüsse und Regler befinden sich versenkt am "Hinterteil" der Box.



Zur Stromversorgung mittels mitgelieferten Kabels ist eine Kaltgerätebuchse verbaut. Daneben befindet sich ein Kippschalter zum Ein-/Ausschalten der SRM212.



Werfen wir doch mal einen genaueren Blick ins obere Drittel: Hier finden wir eine 4-Kanal-Mix-Sektion, wobei Kanal 1 und 2 jeweils für Monosignale vorgesehen sind und dafür Combo-Inputs (also Buchse, die sowohl XLR- als auch Klinkenstecker aufnehmen) besitzen. Kanal 3/4 ist ein Stereo-Input für Zuspieler, der physisch als 3,5-mm-Klinkenbuchse ausgeführt ist (also z. B. für Zuspieler wie Smartphones, Tablets, Notebooks, MP3-Player). Alternativ dazu kann hierüber auch ein Bluetooth-Signal eingespielt werden.
Die Pegel der drei Inputs lassen sich mit den jeweils darüberliegenden Potis regeln, wobei lediglich die beiden ersten Regler einen Rastpunkt in Mittelstellung besitzen (der 3/4-Regler keinen) und für meinen Geschmack etwas zu leichtgängig sind - außerdem bevorzuge ich eine durchgängige Rasterung (individuelle Geschmackssache). Zumindest sind sie jedoch griffig gummiert und gut angeordnet, so dass die Bedienung zum Glück nicht allzu fummelig ist.
Unter den Eingängen 1 und 2 befinden sich die zugehörigen Direct Outs, über die sich die anliegenden Signale jeweils einzeln wieder ausspielen lassen können. Unter dem Input 3/4 dient der Mix Out dazu, das wiedergegebene Signal komplett (Fullrange oder LowPass - s. u.) an eine weitere Box weiterzuschleifen.



Ganz oben befinden sich mit der Speaker Control das Herzstück zur Konfiguration/Bedienung der SRM212, bestehend aus einem Farbdisplay und einem Encoder. Letzterer besitzt einen satten Druckpunkt, der mir sehr gut gefällt, ebenso die Gängigkeit der Dreh-Rasterung :great:.
Anmerkung: Der Streifen über dem Display auf obigem Fotos und den folgenden Bildern stammt von der Schutzfolie, die ich nicht entfernt habe (Leihgerät).

Im Einschaltzustand, wenn man nach Aufruf eines Untermenüs ein paar Sekunden wartet, oder wenn man in der Menüübersicht "Main" auswählt, zeigt das Display die Standardansicht Mixer mit den wichtigsten Infos, d. h. die Pegelanzeigen der drei Inputs (sogar farbig grün/rot) und den Main-Pegel inkl. Pegelstellung.



Standardmäßig kann man durch drehen des Endlosreglers direkt den Main-Pegel der Box bestimmen und durch einen Druck auf den Knopf bestätigen.



Danach kann man mit dem Regler zu den anderen Kanälen und Menüpunkten navigieren. Das jeweils aktive Element ist grün hinterlegt, die Untermenüs bzw. Menüpunkte wählt man durch Drehen des Encoders an und ruft sie durch einen weiteren Druck auf bzw. aktiviert sie dadurch. In den Untermenüs gibt es zur Navigation aufwärts dann einen "Zurück-Pfeil" (links).

Unterhalb der virtuellen Fader sieht man je Kanal einen stilisierten 3-Band-EQ:



Hier lässt sich der Kanal-EQ (3-bändig mit den festen Frequenzen 80 Hz, 2,5 kHz, 5 kHz) einstellen (+/- 12 dB) und bei den Kanälen 1 und 2 zusätzlich noch ein variabler Hochpassfilter (zwischen 80 und 150 Hz mit +/- 12 dB) zuschalten. All das kann zwar kein vollwertiger Ersatz für ein Mischpult sein, kann aber bei einfachen Beschallungsaufgaben hilfreich sein und durchaus reichen ;).



Navigiert man in der Standardansicht zum Symbol unter dem Main-Fader, so gelangt man zur Menüübersicht.



Im Submenü Mode lässt sich die grundsätzliche Klangcharakteristik der SRM212 bestimmen. Die Grafikelemente deuten an, wie der DSP den Frequenzgang der Box ("Speaker Voicing") in etwa "verbiegt", um unterschiedlichen Einsatzzwecken gerecht zu werden:
  • Flat: "Neutrale" Einstellung
  • Live: Leichte Absenkung zwischen 100 und 200 Hz, Betonung zwischen 5 und 10 kHz
  • Speech: Anpassung zur besserenSprachverständlichkeit, Notch-Filter bei 6 kHz
  • Club: "Badewanne" (Loudness für Stand-Alone-Betrieb (Konserve))
  • Mon: Leichte Absenkung der tiefen Frequenzen beim Einsatz als Wedge/Floormonitor (Bodenkopplung!), Notch-Filter zwischen 900 und 1000 Hz
Zusätzlich lässt sich über "Location Inside/Outside" noch eine DSP-Änderung vornehmen, um unterschiedlichen Locations gerecht zu werden. Wie genau dies bewerkstelligt wird bzw. wie sich das auf das Frequenzdiagramm auswirkt, darüber schweigt sich Mackie leider aus.



Das Untermenü Sub dient dazu, den Hochpassfilter (HPF) der Box zu konfigurieren:
  • Off: HPF deaktiviert
  • DRM Sub: Abgestimmter Betrieb mit dem zugehörigen System-Subdoofer DRM128S
  • Var: Manuelle Einstellung des Filters von 40 - 160 Hz

Außerdem lässt sich über "Mix Out" bestimmen, ob an der entsprechend bezeichneten Ausgangsbuchse das Fullrange- oder Highpass-Signal anliegt.



Eine hilfreiche Funktion findet man im Menü unter Delay. Hier lässt sich das Topteil gegenüber einem Subwoofer oder beim Einsatz als Delay-Line-Lautsprecher um bis zu 100 ms verzögern. Besonders clever: Man muss die Formel/Zahl zur Schallgeschwindigkeit nicht auswendig wissen, sondern kann auch einfach die Entfernung (in Fuß bzw. Metern) einstellen . Zu beachten ist allerdings, dass sich nur die Millisekunden-Anzeige manipulieren lässt; die Anzeigen für die Distanz gehen dabei simultan mit.



In der Sektion BT lässt sich zum einen das Pairing mit einem Bluetooth-Zuspieler oder dem Liking mit einer zweiten SRM212 auslösen, und für letzteres dann definieren, ob zwei gekoppelte SRM212 im Stereo-Modus (also eine für den linken, eine für den rechten Signalanteil) oder im Zone-Modus (so dass beide Boxen im Mono-Modus für Mehrzonensbeschallung) zusammengeschaltet werden. Mackie gibt übrigens eine Verbindungsreichweite von bis zu 100 m an.



In der Config-Sektion lassen sich einige grundlegende Konfigurationen treffen und Infos abrufen:


  • Ch1 In und CH2 In: Eingangsempfindlichkeit (Line/Mic) für Input 1 und Eingangsimpedanz für Input 2 (Hi-Z ermöglicht z. B. den direkten Anschluss von Instrumenten mit passivem Abnahmesystem ohne DI-Box)
  • Front LED: Die beiden Betriebsanzeigen auf der Vorderseite (s. o.) dauerhaft aktivieren, bei anliegendem Signal aktivieren oder komplett deaktivieren
  • LED Color: Farbe der beiden Front-LEDs - Grün, Weiß oder in 5-Sekunden-Intervallen zwischen Grün, Weiß und Aus wechseln (diese "Lichtorgel" ist aber IMHO eine eher sinnentleerte Spielerei)
  • LCD Screen: Beleuchtung des Displays dauerhaft an-/ausschalten oder nach einer Weile ohne Bedienzugriff automatisch dimmen lassen (die Abschaltung bzw. das Dimmen ist u. a. für Situationen sinnvoll, in denen die SRM212 in dezenter Umgebung ihren Dienst verrichten soll
  • Lock: Vergabe eines vierstelligen numerischen Passworts, um unerwünschten Zugriff zu verhindern.
  • BT Settings:

    • Auto-Conn: Automatisches Pairing mit einem bereits vorher verbundenen Zuspieler beim Einschalten der Box
    • Auto-Link: Automatisches Linking mit einer bereits vorher verbundenen zweiten SRM beim Einschalten der Box, wahlweise als Pri (Master) oder Sec (Slave)

  • About/Res: Diverse Infos zu Firmware-, DSP- und Bluetooth-Version, Temperaturanzeige, Zurücksetzen auf Werkseinstellungen


Wie immer schafft es Mackie auch hier, das Studium des Handbuchs amüsant zu gestalten: Vielleicht findet ein anderer Tester/Anwender das beschriebene Feature Movie Night :rofl:...


Steuerung via Bluetooth (Mackie SRM Connect)

Eine bequeme Möglichkeit, die Mackie SRM212 V-Class via verbundenem Mobilgerät steuern zu können, ohne auf der Rückseite herumfummeln zu müssen, bietet die Mackie SRM Connect App, die sowohl für iOS- als auch Android-basierte Smartphones/Tablets kostenlos erhältlich ist.
Generell funktioniert die App sowohl im Hoch- als auch im Querformat, und auch ohne angeschlossene SRM-Box kann man sich im Demo-Modus mit der Bedienung vertraut machen.
Nach dem Start mit "gepairtem" Lautsprecher werden die beiden Mono- und der Stereokanal sowie der "Main Out" angezeigt, analog zum Mixer des LCD-Displays auf der Boxenrückseite.



Tippt man auf das stilisierte EQ-Symbol unter einem der virtuellen Kanalfader der Inputs, kann man direkt die 3 Equalizer-Bänder und den Hochpassfilter (außer im Kanalzug Bluetooth - 3/4) manipulieren; im Querformat bleibt zusätzlich der Main-Fader sichtbar. Als sehr praxistauglich erweist sich der "Mute"-Button, der nicht als physikalisches Bedienelement vorhanden ist.



Das EQ-Symbol unter dem Main Output führt zu den auf insgesamt 5 Reiter verteilten Einstellmöglichkeiten. Exklusiv über die App im gibt es im Reiter Memory die Möglichkeit, bis zu 10 unterschiedliche Setups zu speichern und wieder zu laden.




Praxistest, Fazit

Schicken wir die SRM212 V-Class mal auf die Teststrecke: Etwa 3 Sekunden nach dem Einschalten ist die Box betriebsbereit, signalisiert durch ein minimales Rauschen des Hochtöners, so wie bei jeder Aktivbox. Ein Einschaltknacks ist nicht zu hören, auch wenn offenbar keine Relaisschaltung vorhanden ist. Beim Ausschalten ist dann tatsächlich ein minimales Knacken zu hören.
Als erstes läuft bei mir wie üblich im Wohnzimmer "Proud Mary" von den Global.Krynern in der Maxi-Version (DSP-Einstellung "Flat") über ein mit Bluetooth gekoppeltes MacBook Pro. Wenn man nun ein lautes HiFi-Klangbild erwartet, wird man überrascht: Die Box ist eher eine "Rockröhre" als ein "Schöngeist" - durchsetzungsfähig, ohne plärrig zu sein :D. Für einen 12"-Tief-/Mitteltöner ist die Basswiedergabe recht gut; hier spielt das große Gehäusevolumen seinen Trumpf aus. Die Bluetooth-Kopplung konnte hierbei übrigens schnell und problemlos hergestellt werden und lief auf kurze Distanz (ca. 5 Meter) und trotz weiterer BT-Geräte (Maus, Tastatur) stabil ohne Störungen.

Die weiteren DSP-Presets liefern mehr oder weniger deutlich hörbare Unterschiede in der Klangabstimmung.
Als persönlichen Monitor fürs Akkordeon habe ich die SRM212 V-Class auf "Mon" konfiguriert und als Wedge vor mich gelegt: Hier liefert sie ein natürlich klingendes aber dennoch druckvolles Signal meines Instruments. Durch die Absenkung des Frequenzgangs in den erfahrungsgemäß "schwierigen" Bereichen muss mein Monitorweg am Mischpult deutlich weniger entzerrt werden als erwartet :great:. Einen kurzen Test auf "Speech" mit angeschlossenem Beyerdynamic TG-X58 absolviert die Box dann auf einem Stativ ebenso unauffällig.
Sehr gut gefallen hat mir in allen Anwendungsfällen das mehrfarbige Display: Gut ablesbar und informativ.

Gerne hätte ich die SRM212 V-Class auch im Bandkontext bzw. "live" getestet, insofern kann ich aus den Wohnzimmer-Eindrücken leider nur extrapolieren: Die aktuelle Auflage von Mackie Klassiker hat einige bewährte Features aus der höherklassigen DRM-Serie geerbt und ist damit eine preiswerte Aktivbox mit großem Funktionsumfang und gutem Klang. Punktabzüge gibt's von mir für den unbequemen Griff auf der Oberseite, die winzigen Gummifüße an den Monitorschrägen und das etwas unhandliche Transportmaß. Speziell für One-Man-Bands kann die Box dank der integrierten Mixsektion als komplette PA dienen, ohne dass man dazu ein zusätzliches Mischpult benötigt.
 
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Hervorragendes Review, danke!

Gruß
Andreas
 
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Ist da ein echter 1.4"er drin, oder bezieht sich Mackie auf den Durchmesser der Schwingspule, statt auf den Halsdurchmesser? Konnte ich aus dem Datenblatt nicht herauslesen.

Die veröffentlichten Frequenzgänge im selben Dokument finde ich für eine Self-Powered-Kiste in dem Preisbereich "mutig". Bei der Nase bei 1.8 kHz wundert mich das Urteil "durchsetzungsfähig" wenig, "flat" ist aber für mich etwas anderes. Ich nehme mal 5 dB / div an, die Achse ist nicht beschrieben.
Die Presets verstehe ich auch nicht wirklich. Den 6 kHz Notch bei Speech als Auto-Deesser kann ich noch irgendwo nachvollziehen, aber die beschriebene nennenswerte Bassabsenkung sehe ich nicht. Zumindest ist das nicht vergleichbar mit dem, was ich pauschal auf einem Vocals-Kanal für ein nah besprochenes Mikro machen würde (Lowcut bei mindestens 100 Hz und dann noch per Lowshelf bis 250 Hz 3-6 dB rausnehmen). Und im Monitor dann pauschal einen recht breiten Notch bei 1 kHz? Da kann ich mir die internen Presets auch gleich sparen, einen zusätzlichen Controller davor hängen und selbst entzerren.

Warum noch 45°-Schrägen verbaut werden und dann noch als einzige Option, verstehe ich auch nicht.
 
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Wil_Riker

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Ist da ein echter 1.4"er drin, oder bezieht sich Mackie auf den Durchmesser der Schwingspule, statt auf den Halsdurchmesser? Konnte ich aus dem Datenblatt nicht herauslesen.

Da die Box zur Zeit noch bei mir ist, kann ich gerne nochmal versuchen, das herauszufinden. Keine Ahnung, ob der Mackie-Produktspezialist @dimitri_mackie hier zufällig sogar mitliest?

Da kann ich mir die internen Presets auch gleich sparen, einen zusätzlichen Controller davor hängen und selbst entzerren.

Ich denke mal, die Presets sind ein Zugeständnis an die Anwender, die Klangveränderung im Standalone-Betrieb haben wollen. Beim Einsatz als Band-PA, wofür die V-Class IMHO genau wie ihre Vorgängermodelle geeignet ist, hat man heutzutage ohnehin mindestens ein kleines Pult mit rudimentärem Summen-EQ zur Anpassung von Klang/Frequenzgang.

Insgesamt bedauere ich die Tatsache, dass bisher kein richtiger Live-Test möglich war. Vielleicht ergibt sich noch etwas in dieser Richtung, bevor ich die beiden Testobjekte weiterschicken muss - dann kann ich die Aspekte Klang/Durchsetzungsfähig/Maximalpegel noch weiter untersuchen.
 
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dimitri_mackie

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Ja, es ist ein 1.4" Kompressionstreiber eingebaut.
Wir haben bei Mackie eine langjärhige Erfahrung mit der Voicing-Anpassung und hier das Optimum eingestellt. Natürlich arbeitet es sich einfacher, wenn man ein Mischpult oder für eigene individuelle Anpassungen mit einem eigenen EQ davor arbeitet.

Viele Grüße, Dimitri
 
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