"Review": Shure Sm137,Beta181,KSM42

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Hallo Leute,
im Rahmen der "Test you Recording-Mic"-Verleihaktion von Shure habe ich folgende Mikros von Shure geliehen.
  1. 2x Shure Sm137
  2. Beta 181
  3. KSM 42
Zur Vorgeschichte

Als bei uns im Proberaumkomplex ein Aushang hing, dass eine Band gerne Aufnahmen für eine EP aufnehmen möchte, da habe ich mich bei dieser Band gemeldet.

Ich selbst bin Gitarrist und in Sachen Recording kein absoluter Anfänger mehr aber bei weitem kein Profi und habe in dieser Richtung keinerlei Ambitionen.

Ich weiß welche Mikros ich nutzen kann um ein Instrument zu mikrofonieren, ich bin mit grundlegenden Regeln des Mixings vertraut etc., aber vor allem habe ich Spaß daran Aufzunehmen.

Jedenfalls habe ich meinen Bandkollegen, der wesentlich weiter ist und viel mehr Erfahrung im Bereich Recording/Mixing hat, mit ins Boot geholt und wir haben die Aufnahmen gemeinsam gemacht.

Da ich kurz vor Aufnahmebeginn die Aktion von Shure entdeckt habe, habe ich kurzerhand eine Mail gesendet und mir die oben genannten Mikros ausgeliehen. Alles einwandfrei gelaufen, top Service und sehr schneller Versand, sodass alles am Aufnahmetag 1 vor Ort war.

Fazit:

Das "Review" welches ihr hier zu lesen bekommt, ist somit kein hoch wissenschaftliches Review, kein Review eines Profis und keineswegs wurden die Mikros in einem akustisch optimierten Raum bzw. Studio verwendet.

Die Aufnahmen, bis auf den Gesang, haben wir im Proberaum aufgenommen.


Zur Aufnahmesituation

Bevor die Aufnahmen begonnen haben, war ich bei der Band im Proberaum um die Songs einmal zu hören und um der Band einige Hinweise zu geben, was wir bei den Aufnahmen von den Musikern "erwarten":
  1. Die Songs müssen den Musiker im Schlaf bekannt sein und die Songs müssen fertig sein.
  2. Die Gitarren sollten neue Saiten haben, intoniert und eingestellt sein.
  3. Die Amps sollten soundmäßig bereits so nah wie möglich am später gewünschten Sound sein.
  4. Die Drums sollten auf die gewünschte Tonhöhe gestimmt werden und möglichst nah am gewünschten Sound sein.
  5. Klicktracks und notwendige Piloten sollen vorhanden sein, damit die Aufnahmen möglichst zügig beginnen und beendet werden können.
Die Mikros nehmen schließlich lediglich auf…das heißt, die Instrumente sollen natürlich den Sound liefern und die Mics diesen möglichst akkurat und hochauflösend aufzeichnen. An der ein oder anderen Stelle gerne auch etwas färben, aber grundsätzlich muss der Sound in natura stimmen.

Kurz um: Die meißten der oben genannten Punkte, wurden von der Band nicht eingehalten. :bad: Dementsprechend ist auch das Ergebnis der Aufnahmen und die Performance der Musiker eher schlecht als recht. Aus diesem Grunde habe ich auch lange überlegt ob das Review überhaupt Sinn macht, da ich gerne Audiodateien einfügen möchte.

Aber ich denke das bin ich Shure, für diese tolle Aktion, definitiv schuldig. An dieser Stelle sei nochmals betont, dass die Performance der Mics im Gegensatz zu der Performance der Musiker durchweg 1A ist .

Der Raum und Mikrofonierung

Für die Drums haben wir viel Shure eingesetzt. Neben dem geliehenen Beta 181 (HH) und den Sm137 (Oberhemds) kamen noch zwei good ol' Sm57 für die Snare und für die Floortom zum Einsatz.
  1. Kick = Sennheiser E602
  2. Snare = Shure Sm57
  3. HH = Beta 181
  4. Overheads = 2x Sm137
  5. Racktoms = Beyerdynamic Opus 53
  6. Floortom = Sm57
Die Gitarren haben wir jeweils mit 3 Mikros aufgenommen, darunter das Sm57 und auch das Beta 181.

Der Gesang wurde bei 3 von 5 Songs mit dem KSM 42 aufgenommen. Da die Band mit den Aufnahmen nicht in der gewünschten Zeit fertig wurde und wir die Shure Mikros zurück senden mussten, wurden die anderen beiden mit einem Rode Nt1000 aufgenommen.

Die Mikros - Soundbeispiele und Gedanken


Ich habe für diesen Part einen Song der Band rausgesucht, der Instrumental ganz gut gespielt und auch vielseitig genug ist um verschiedene Nuancen des Spiels
aufzuzeigen und wie die Mikros dabei reagieren. Für den Gesang habe ich einen anderen Song gewählt.

Die Tracks sind im Großen und Ganzen unbearbeitet. Ich habe lediglich bei allen Spuren einen Lowcut um die 40-50 Hz gesetzt und die Snare und Kick haben leichte Kompression um Lautstärkeunterschiede die der Drummer hatte auszugleichen.

Drums:
Hier sind ein paar Soundcloud Files die ich aus einem Teil des Song exportiert habe (manchmal muss man etwas warten bis die Drums einsetzen).

Einmal die Drums im Kontext mit Gitarren und Bass:
https://soundcloud.com/icymctoe/shure-review-komplett?in=icymctoe/sets/musikerboard-shure-review

Einmal der gleiche Teil, aber lediglich die Drums (Alle Drum Mics):
https://soundcloud.com/icymctoe/shure-review-nur-drums?in=icymctoe/sets/musikerboard-shure-review

Snare allein (Sm 57):
https://soundcloud.com/icymctoe/shure-review-sm57-snare?in=icymctoe/sets/musikerboard-shure-review

Overheads (Sm 137):
https://soundcloud.com/icymctoe/shure-review-sm137-drum?in=icymctoe/sets/musikerboard-shure-review

-----anderer Teil des Songs damit Hi-Hat hörbar ist:-----

Hi-Hat Teil inkl. Gitarren:

https://soundcloud.com/icymctoe/shure-review-hihat-tom-teil?in=icymctoe/sets/musikerboard-shure-review

Hi-Hat Teil komplett (Alle Drum Mics):
https://soundcloud.com/icymctoe/shure-review-hihat-tom-teil-1?in=icymctoe/sets/musikerboard-shure-review

Tom-Gruppe (Opus+Sm57):
https://soundcloud.com/icymctoe/shure-review-tom-group?in=icymctoe/sets/musikerboard-shure-review

Floor-Tom (Sm57):
https://soundcloud.com/icymctoe/shure-review-sm57-floor-tom?in=icymctoe/sets/musikerboard-shure-review

Hi-Hat (Beta 181):

https://soundcloud.com/icymctoe/shure-review-beta-hihat?in=icymctoe/sets/musikerboard-shure-review

Gitarren-Aufnahmen:

Lead-Gitarre (Sm57):
https://soundcloud.com/icymctoe/shure-review-lead-sm57?in=icymctoe/sets/musikerboard-shure-review

Lead-Gitarre (Beta181):
https://soundcloud.com/icymctoe/shure-review-lead-beta?in=icymctoe/sets/musikerboard-shure-review

Lead-Gitarre (57+181):

https://soundcloud.com/icymctoe/shure-review-lead-beta-sm57?in=icymctoe/sets/musikerboard-shure-review


Rhythmus-Gitarre (57):

https://soundcloud.com/icymctoe/shure-review-rhythm-sm57?in=icymctoe/sets/musikerboard-shure-review

Rhythmus-Gitarre (181):

https://soundcloud.com/icymctoe/shure-review-rhythm-beta?in=icymctoe/sets/musikerboard-shure-review

Rhythmus-Gitarre (57+181):

https://soundcloud.com/icymctoe/shure-review-rhythm-beta-sm57?in=icymctoe/sets/musikerboard-shure-review

Klangliches Fazit


SM137:

Das Sm 137 haben wir uns bewusst für die Ausleihaktion ausgesucht. Wir haben zwar potentielle Mics im Bestand die man für die Overheads nutzen könnte, doch wir waren ebenfalls gespannt wie sich die Namensvetter des berühmten und allseits genutzten Sm57 so macht.

Das Ergebnis an den Overheads lässt sich definitiv hören. Die Becken klingen sehr ausgewogen und fein wie ich finde. Der Beckenanschlag kommt direkt und prägnant, die Becken stechen auch ohne klangliche Bearbeitung aus dem Mix heraus und integrieren sich harmonisch ins Gesamtbild. Ob das Sm137 jetzt besser oder schlechter klingt als die andere Option die wir hätten ziehen können oder andere Mikros am Markt kann ich nicht sagen.

Es sind, meiner Meinung nach, aber definitiv Mikros die man ohne Probleme als Overhead nutzen kann und mit denen eine Aufnahme entsteht die sich hervorragend bearbeiten bzw. verarbeiten lässt. Mit einem Preis von aktuell 195€ pro Mikrofon natürlich nicht ganz billig, aber definitiv ist das Sm137 ein Mikrofon das man ohne großartig überlegen zu müssen verwenden kann und damit auf der sicheren Seite ist.

Das Thema Verarbeitung lasse ich hier mal etwas außen vor, denn diese ist einwandfrei.
Bei keinem der geliehenen Mikros oder den Sm57 ,die wir eh schon besitzen, gibt es irgendwelche Bedenken oder Kritikpunkte die man hier anbringen könnte.

Beta181:

Das Beta 181 haben wir, da wir davon nur eines hatten, an die Hi-Hat gehangen. Bzw. auch für die Gitarrenabnahme genutzt. Dieses Mic ist ein kleines aber sehr feines Kleinmembran-Kondensator Mikrofon. Die Hi-Hat setzt sich immer durch, ist nie weg und ohne Probleme zu orten, ohne irgendwas am Eq zu drehen oder sonst wie einzugreifen. Das Beta färbt etwas ein und weißt eine Höhenanhebung auf, was das beschrieben Phänomen wahrscheinlich unterstützt.
Doch finde ich es nicht weiter tragisch, wenn ich dafür ein klares und scharfes Signal erhalte. Das Beta zeichnet extrem fein und nimmt dabei recht wenig Bleed auf.

Höhere Pegel, wie am Gitarrenamp, sind ebenfalls kein Problem für das kleine Beta 181.

Mit einem Preis von 449€ ist das Beta kein günstiges Mikro und eher für Recordingprofis und ggf. Profidrummer gedacht. Vom Beta bin ich jedenfalls sehr angetan, auch wenn ich mir dieses Mikro aufgrund des Preises und meinen nicht professionellen Ambitionen im Recordingbereich wohl niemals kaufen werde.

Für Leute mit eigenen, professionellen Studios sieht es ggf. anders aus. Auch wenn ich die Konkurenzprodukte in dieser Preisklasse nicht kenne, denke ich das das Beta seinen Platz in so manchem Mikrofon-Arsenal findet. Ich stelle es mir wunderbar als Overhead-Pärchen vor :rolleyes:.

KSM 42:

folgt in Kürze


Fazit


Zu aller erst:

Vielen Dank an Shure für diese tolle Aktion und die Geduld die mir entgegengebracht wurde. Das "Review" ließ ja doch etwas auf sich warten.

Vielen Dank an den werten Leser/Hörer, das ihr dieses "Review" gelesen habt.
Ich hoffe ihr seid nicht allzu streng mit mir, denn ich bin wie gesagt kein Profi, sondern lediglich ambitionierter Amateur und einfach interessiert was Recording angeht. Ich bin normalerweise eher der, der aufgenommen wird :cool: :D.

Darüber hinaus ist dies auch mein erster Review bzw. mein bescheidener Erfahrungsbericht über die geliehenen Mics, die Aufnahmesession und den Ablauf mit Shure.

Ich habe versucht möglichst viele Sounddateien einzubauen, damit diese in erster Linie für sich sprechen und der geneigte Leser/Hörer nicht auf meine, doch etwas amateurhafte Einschätzung der Mikrofone, angewiesen ist.

Ich hoffe es hat euch gefallen.

P.s: Der Teil mit den Vocals folgt.
 
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