Rode NT1 Kit (Pop-Laute zu extrem?)

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metaÄL9ord88
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Hallo allerseits,

ich habe folgende Komponenten am laufen:

- audient iD14 (Angeschlossen ans NT und über USB am Windows 7 Rechner)
- Rode NT1-Kit über das Cordial CFM XLR Kabel (https://www.thomann.de/de/rode_nt1_kit.htm)

Das Mikrophon befindet sich in der "Line in 1" und die Phantomspeisung mit +48V ist aktiv.
Soweit ist auch alles in Ordnung. Ich stelle nur fest, dass das Mikrofon von Haus aus sehr rauscharm und damit auch sehr leise ist.
Ich muss schon vom Uhrzeigersinn ausgehend den Regler für Gain am iD14 auf 4 Uhr stellen um eine angenehme Lautstärke meiner Stimme festzustellen.
Damit intensiviert sich aber auch das eigentliche Problem. Nämlich die Poplaute werden relativ stark hervorgehoben, bis zur Verzerrung teilweise.
Ich kann dem Entgegenwirken, indem ich ca. auf 20-30 cm Abstand gehe, dies trügt aber irgendwie das Mittendrin gefühl, beim einsprechen meiner
Rapovals im Vergleich zu meinem alten Samson G-Track, welches mir bei den Poplauten jedoch mehr verziehen hat, als es das viel sensiblere NT1 tut.

Muss ich mich hier umgewöhnen das Mikrofon weiter von meinem Mund weg zu positionieren oder gibt es einen Weg dies zu umgehen?
Ist es normal, dass ich so viel Gain auf das Mic geben muss um eine ordentliche Lautstärke zu erhalten?

Ist mein erstes Semiprofessionelles Equipment (Falls man das so bezeichnen kann) und ich bräuchte hier wohl zu meinem Verständnis wohl noch Hilfe.

Vielen Dank fürs durchlesen und ab!
 
Eigenschaft
 
Und der Popschutz ist schön zwischen dir und dem Mikro positioniert? Es darf kein Wind aus deinem Mund zur Mikrofonmembran gelangen!

Das Mikro hat wahrscheinlich eben mehr Höhen als dein bisheriges und vielleicht ist deine Aussprache der S-Laute etwas pfeifend. Da muß man dann per DeEsser, und/oder Höhenabsenkung entgegenwirken...
...oder du trainierst eine sanftere Aussprache...

Sollte es aber ein "Windproblem" sein, kann auch ein etwas stärker (Körperschall) entkoppelter Windschutz helfen:

 
15 - 20 cm Abstand zum Mikrophonkorb sind normal, abhängig von der Performance vor'm Mikrophon sind auch 30 cm und mehr normal.

Ich tippe darauf, dass Du das Mikrophon auch zu hoch aussteuerst, weil Du nicht weißt wie man einen Monitor-Mix erstellt.

Das Problem mit dem Plosivlauten wird (teilweise) auch an deiner Aussprache liegen, würde ich vermuten.
 
Ja, beim Rode NT1 Kit, ist dies sogar DAU-Sicher konzepiert, auch wenn ich mich nicht dazu zählen würde.
Ich habe den von dir genannten Popkiller auch, den habe ich auch probiert und nur minimal bessere Ergebnisse erzielen können.
Selbst wenn ich beide auf einmal nutze gibt es keine wirkliche Besserung.

Eventuell liegt es wirklich an meiner Aussprache, wollte aber ein Hardwareproblem ausschließen. Das mit dem zu großen Gain könnte kein Problem darstellen?
Oder ich bin doch viel zu nah am Mic? 5-10cm zum Popkiller werden wohl zu nahe sein?
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15 - 20 cm Abstand zum Mikrophonkorb sind normal, abhängig von der Performance vor'm Mikrophon sind auch 30 cm und mehr normal.

Ich tippe darauf, dass Du das Mikrophon auch zu hoch aussteuerst, weil Du nicht weißt wie man einen Monitor-Mix erstellt.

Das Problem mit dem Plosivlauten wird (teilweise) auch an deiner Aussprache liegen, würde ich vermuten.

Ich habe mal gerade die 15-20cm ausgemessen und muss sagen, dass es schon ein wenig weit weg erscheint.
Aber ich mach das ganze ja nicht professionell und muss wohl noch einiges dazulernen in diesem Bereich.

Mit aussteuern meinst du bestimmt den Gain-Regler? Ich weiß leider nicht was ein Monitor-Mix ist.
Hat dies etwas mit der Software des iD14 zu tun?
 
Das mit dem zu großen Gain könnte kein Problem darstellen?

Na, ich hab's nicht aus Spaß geschrieben. :)
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Zum Abstand: Ich habe den gebräuchlichen Standard beschrieben.

Mit Aussteuern meine ich den Aufnahmepegel und damit indirekt auch die Stellung des Gain-Reglers, ja.

Der Monitor-Mix ist das was Du während der Aufnahme hörst.
 
Habe den Gain mal runter gedreht und die Audiospuren zueinander ausgeglichen und es hilft schon ein wenig, die P's werden nun nicht mehr so extrem verzerrend aufgezeichnet. Eventuell gibt es ja noch jemanden der hier das selbe Equipment hat wie ich, der mir noch den einen oder anderen Tipp geben kann?

Vielen Dank schon einmal für die Hilfe bis jetzt.
 
All zu spezifische Tipps kann man da eigentlich nicht geben. Es gelten die grundlegenden Spielregeln fürs Recording.

Was sagt eigetlich dein Aufnahmeprogramm? Lassen sich Peaks bei bestimmten Frequenzen ausmachen?
Schau dir das Signal mal im Frequenzdiagramm an.

Das NT1 (non-A) ist (mit Blick auf die Sibilanten und Poplaute) meines Erachtens nicht merklich empfindlicher, als die anderen Mics der Preisklasse.
 
Da dies ein häufiges Verständnisproblem ist, gehe ich mal davon aus, dass du einfach viel zu laut einpegelst. Lass mich raten: Du hast ein fixfertigen Beat, und versuchst mit dem Mikrofon direkt aus dem Interface die gleiche Lautstärke zu erreichen? Das ist leider ohne Bearbeitung nicht möglich.

Aufnahme- und Abspiellautstärke haben nichts miteinander gemeinsam. Wenn die Aufnahme so um die -18 dBfs aufweist ist alles okay. Wenn der Beat dann im Verhältnis zu laut ist, mach den Beat leiser, nicht das Mikrofon lauter, und dreh stattdessen die Abhörlautstärke am Interface auf. (nicht den Masterkanal im Mixer)

Wenn der Mix im Vergleich zu handelsüblichen CDs am Ende zu leise ist, muss er mittels Kompressoren, Limiter usw wieder laut geprügelt werden. Aber das geschieht erst ganz am Ende deiner Produkton, ansonsten ist eine Übersteuerung vorprogrammiert.
 
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Lass' doch einen Ausschnitt hören, dann sollte schnell erkennbar sein, wo das Problem liegt.
 
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...
Eventuell liegt es wirklich an meiner Aussprache, wollte aber ein Hardwareproblem ausschließen. Das mit dem zu großen Gain könnte kein Problem darstellen?
Oder ich bin doch viel zu nah am Mic? 5-10cm zum Popkiller werden wohl zu nahe sein?
...

Ich habe mal gerade die 15-20cm ausgemessen und muss sagen, dass es schon ein wenig weit weg erscheint.
Aber ich mach das ganze ja nicht professionell und muss wohl noch einiges dazulernen in diesem Bereich.
...

Die einfachste Maßnahme bei zu starken Popgeräuschen ist es am Mikrofon "vorbeizusingen- oder sprechen". Das Mikrofon befindet sich dann nicht geradeaus vor dem Mund sondern etwa 30 Grad seitlich, das Mikrofon ist aber auf den Mund ausgerichtet.

Also, du singst direkt geradeaus (0Grad). Das Mikro befindet sich etwas seitlich (30 Grad links oder rechts je nach politischer Orientierung :D) Das Mikrofon zeigt aber genau auf den Mund.

Das würde ich mal als erstes versuchen.
 
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Ich verwende auch ein Rode NT1A mit einem Steinberg UR22 MK2 und da muss ich auch ordentlich an dem Verstärker aufdrehen, damit die lautstärke passt.
Ich empfehle dir, dass du in deinem DAW bereits den Gain auf 10-15 Dezibel erhöhst (durch ein Preamp-Plugin), dann musst du auch nicht so stark am tatsächlichen Preamp drehen. + das Mikro nimmt keine unnötigen sounds mit auf
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Noch ein Tipp: Geh etwas weiter vom Mikro weg, dreh dafür ruhig am Preamp mehr auf (vergiss auch das Preamp-Plugin nicht)
Wenn man weiter weg ist, klingt die Aufnahme auch viel sauberer.
Du kannst natürlich direkt ins Mikrofon einsingen aber es empfehlt sich eher, dass das Mikro paar CM unter deinem Mund liegt (deine Schallwellen sind nicht gerade, sondern fallen nach unten) - da musst du nach deinem Sweet-Spot suchen.
--- Beiträge wurden zusammengefasst ---
Ich möchte nicht, dass du mich falsch verstehst, achte bitte darauf, dass du auch nicht übersteuerst (lautstärke kann man im nachhinein erhöhen mit Kompressor)

Unsaubere Geräusche, Pops, Klicks kannst du auch im nachhinein rausschneiden, die Aufnahme muss nicht immer perfekt sein
 

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