Röhrenradio zu Verstärker umbauen...aber welches?

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Chrischtian
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Ich weiß, dass der Umbau von Röhrenradios zu E-Gitarren-Verstärker schon relativ oft Thema war. Aber ich habe bei meinem Großvater 4 funktionstüchtige Röhrenradios gefunden und weiß nicht, welches sich am besten für einen Umbau eignet. Ich weiß nicht nach welchen Kriterien ich das aussuchen soll. Kennt sich jemand aus? Hier die Modelle mit Link vom Radio und Link zu den Röhren:

REMA 2001
http://www.radiomuseum.org/r/rema_rema_2001.html
8x ECC85: http://www.radiomuseum.org/tubes/tube_ecc85.html

Dominante A122
http://www.radiomuseum.org/r/funkwe_dre_dominante_a122.html
7x UCC85: http://www.radiomuseum.org/tubes/tube_ucc85.html

Stradivari 3
http://www.radiomuseum.org/r/stern_roch_stradivari_iii_3_stereo_1.html
12x ECC85: http://www.radiomuseum.org/tubes/tube_ecc85.html

Diamant II 8E158 I
http://www.radiomuseum.org/r/stern_stas_diamant_ii_8e158_1.html
8x EC92 : http://www.radiomuseum.org/tubes/tube_ec92.html

Ich fänd's super, wenn mir jemand was Konstruktives raten würde! Danke im Voraus!
 
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blasphemy
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Moin
Ich würde dir eher empfehlen die Teile zu verkaufen, und dir dann ein Kleines Röhrentop zu kaufen.
Das mit dem Radio klingt weder gut, noch ist es für deine Gesundheit förderlich, wenn du dich damit nicht auskennst.

Und lass die Finger bloß vom Dominante, das ist ein Allstromgerät und wird dich evtl rösten.
Mfg
 
tsb.olaf
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Chrischtian
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Vielen Dank für die Antworten! Also fällt das Dominante A122 raus, weil es ein Allstromgerät ist, das REMA 2001 weil es nur 2 Watt hat und das Diamant II 8E158 I weil es "nur" 8 Röhren hat. Ich werde also das Stradivari 3 einem professionellen Elektrofachmann übergeben, der mir den 3-poligen Din-Stecker auf der Rückseite (TA) auf Klinke umlöten soll. Könnte man eigentlich auch die Speaker gegen Neue ersetzen (wieviel Zoll könnten die haben?) oder vielleicht zusätzlich ne 1x12-Box ranhängen, damit der "Verstärker" länger durchhält also 5 Minuten. Oder sind das eher blöde Ideen? ;)
 
raphrav
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eine blöde idee ist zuallererst einmal, einfach den "line-eingang" des radios als eingang zu verwenden.
zuerst einmal hat er eine geringe eingangsimpedanz, stellt somit eine last für den pickup der gitarre dar und wird da schon mal gewaltig sound kosten.
dann sind diese teile von grund auf, trotz röhrentechnik, auf linearität getrimmt (so gut's halt damals ging). von daher wird das auch nicht gut klingen, viel zu kalt und schneidend.
wenn du so was machst, musst du tiefgreifender umbauen
 
Chrischtian
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kannst du auf "tiefgreifender" näher eingehen?
 
Spidermett
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Der Einang ist (meist jedenfalls) auf Plattenspieler ausgelegt, hat also einen Entzerrvorverstärker.
Die "tiefgreifenderen" Umbauten würden also mehr oder weniger die Entfernung der gesamten Vorstufe und Einbau einer für Gitarren geeigneten Vorstufe bedeuten :D
Wenn du einen Schaltplan und Ahnung hast kannst du evtl. einen Eingang direkt an die Endstufe löten und da eine externe Vorstufe dranhängen.
Wollte ich ursprünglich auch machen, derzeit benutz ich zum Üben ein Grundig Typ 96 Radio, Gitarre geht direkt in den Eingang (steht immerhin "Magnettonabnehmer" dran ;)). Zerrpedal dazwishen und es funktioniert.
Naja, gibt besseres.
 
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Was ist denn, wenn man den Entzerrvorverstärker aus der Signalkette nimmt? Dann würde das Signal doch direkt in die Endstufe gehen, oder?
Ein Entzerrvorverstärker hebt doch die Höhen an und senkt die Bässe oder? Kann man dann nicht einen Tiefpass vorschalten, um das wieder zu normaisieren?

MfG
 
züborch
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und dann? dann hat's immer noch nicht viel mit den vorzügen eines klassischen röhren-gitarrenamps zu tun. ich würde ehrlich gesagt auch zur lösung von blasphemy raten.
 
tsb.olaf
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züborch;3740535 schrieb:
und dann? dann hat's immer noch nicht viel mit den vorzügen eines klassischen röhren-gitarrenamps zu tun.

achso? ich dachte dann schreibt man noch VOX drauf un fertig ist das Ding...

Wo steht denn hier, dass er daraus den richtigen Gitarrenamp machen will? Gut, die Überschrift heißt "Röhrenradio zu Verstärker umbauen...aber welches?" aber ist doch mehr so als Gag gedacht, er wird wohl keinen Gig damit spielen wollen.

MfG
 
klaatu
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Wo steht denn hier, dass er daraus den richtigen Gitarrenamp machen will? Gut, die Überschrift heißt "Röhrenradio zu Verstärker umbauen...aber welches?" aber ist doch mehr so als Gag gedacht, er wird wohl keinen Gig damit spielen wollen.

Wäre schade um den Radio, ein Adapter DIN-Klinke würde wenigstens reversibel sein und nichts an der Substanz zerstören.
 
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*lol* Ihr seid lustig :)
Es ist wirklich nur als Gag gedacht und soll niemals live zum Einsatz kommen. Trotz aller Gegenargumente, lass ich trotzdem auf Klinke umlöten und werde sehen, wie's funktioniert. Vielleicht stelle ich dann mal ein Soundsample hier rein, wenn's jemanden interessiert. :great:
 
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also ich wäre an nem soundsample interessiert

MfG
 
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achso? ich dachte dann schreibt man noch VOX drauf un fertig ist das Ding...

Wo steht denn hier, dass er daraus den richtigen Gitarrenamp machen will? Gut, die Überschrift heißt "Röhrenradio zu Verstärker umbauen...aber welches?" aber ist doch mehr so als Gag gedacht, er wird wohl keinen Gig damit spielen wollen.

MfG
Mir drängt sich allgemein beim Thema Röhrenradios ehrlich gesagt immer der Verdacht auf, dass ein wenig mit der Gleichung: "Alt+Röhre=Geil" gerechnet wird.
Ich denke mal, man kann auch ein Transistorradio als Verstärker benutzen, macht nur irgendwie keiner... Versteht mich nicht falsch, ich bin kein Röhrenfeind, aber es kann auch schlicht und einfach sch**ße klingen.
Und die Überlegung, für jedes Radio vielleicht zwischen 50€ und 100€ zu kriegen und damit insgesamt zw. 2-und 400€ zu kriegen, wenns in gutem Zustand ist, würde mich durchaus abhalten, eins zu verbasteln und mich in dem Plan bestärken, mir von der Asche nen kleinen netten Röhrenamp zu kaufen.
 
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hi zübroch!

leider ist deine schätzung von 50-100,- E. allzu optimistisch ;)

ich habe mich kürzlich mal ein bißchen umgesehen und selbst geräte von grundig die einen guten ruf, einen guten sound und eine gute technik haben gehen um die 20 - 30,- E.

ich selbst habe vor vielen jahren genau das gemacht was chrischtian vorhat (also: gitarre in den TA-eingang) und das war zum gnaddeln zuhause (ich hatte keinen amp zu der zeit) völlig ok. ich erinnere mich wirklich nicht mehr WIE es denn geklungen hat - aber es war jedenfalls nicht haarsträubend ;)

das gerät war ein grundig 2066.


cheers - 68.
 
züborch
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ah echt? na denn...
 
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züborch;3742337 schrieb:
ah echt? na denn...

Die Teile sind ja recht linear ausgelegt. Solange du den Eingang nicht hoffnungslos überfährst, hast du einen wirklich guten Cleansound.
Ich behaupte mal, dass es in etwa klingt wie ein Fender Champ oder Valve Junior.

Wenns allerdings anfängt zu zerren, dürfte es recht schnell recht grätzig werden.

Grüße,
Schinkn
 
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Hallo,

ich habe es mal mit meinem Saba Freudenstadt 100 ausprobiert.

Der Sound ist nicht schlecht,aber recht bassig und dumpf.

Dazu habe ich ein Klinkenhabel genommen und dies auf einer Seite an eine 3 Pol-DIN Buchse gelötet und diese in den TB(Tonbandgeräteeingang) gesteckt.

Es hat funktioniert,war aber nicht wirklich laut,trotzt 4 Lautsprechern.

Viel Glück!

PS: Dein Radio würde ich worher mal technisch durchchecken lassen,denn wenn es schon so lange irgendwo"rumliegt" denn kannst du es nicht einfach so einschalten.

Du solltest ggf. die Elkos und die Teerkondensatoren wechseln und die Spannung am Gleichrichter bzw. der Gleichrichterröhre EZ80 messen.

Beste Grüße

Der 7enderizer:D
 

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