Röhrenwechsel bei JCM2000 DSL 100

von Kramerama, 24.03.06.

  1. Kramerama

    Kramerama Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.03.06   #1
    Das ist ne Frage an Leut die den Amp besitzen und schonmal die Röhren getauscht haben. Der hat rückseitig 3 Pins und jeweils ein Poti, von dem ich ausgehen kann, daß es die Biaspotis sind. Die Pins dann an mein Voltmeter und ab die Post oder?
    Nur - Problem:
    Ich messe eine Speisespannung von ca. 400V
    Ich hab von TubeTown Röhren mit ner Verlustleistung von 37,3W bekommen
    laut Adam Riese ergibt das dann ungefähr 56mA die einzustellen sind.
    Das ist bei dem Amp beinahe das niedrigste was geht - ist das normal, daß ich mich bei dem Amp in so extremen beinahe Anschlag Einstellungen bewege oder ist da ein anderer Wiederstand drin?
    Hab aus Lust und Zeitmangel das Ding nicht komplett aufgeschraubt.
    Also ist das OK so und die Einstellung ist cool oder hab ich vielleicht nen 1R8 Ohm drin und ich muß anders rechnen?
    Also wer hat das Ding schonmal offengehabt und kann mir sagen was jetzt los ist?
     
  2. hoss

    hoss HCA Gibson, Fender, vintage HCA

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    Erstellt: 24.03.06   #2
    Hm, eigentlich solltest Du was in der Region von 90 Millivolt ablesen :confused:

    Steht Dein Multimeter auf mV und hast Du die schwarze Sonde am mittleren Pin und die rote an einem der beiden äußeren?
     
  3. Kramerama

    Kramerama Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.03.06   #3
    Logo hab ich getan... aber wie kommst Du auf 90mV?
    so Pi mal Daumen sind 37.7W mal TT-Faktor 600 durch die 400V doch eher 56 oder hab ich da irgendwo nen Denkfehler...
    Ich mein mit den 90 würd ich eher beruhigt sein, weil die bei dem Poti mehr in der Mitte wären und ich mir eh denk, daß so ne extreme einstellung doch sicher nicht der Norm entspricht.
    wie kommst Du auf die 90?
    Selbst wenn ich nach der Tabelle gehe bin ich da in der Region um die 50mA.
    Ist das pro Röhre gemeint? Misst man da beide päärchen zur Masse in Reihe oder was?!?
    normalerweise isst das doch Müll.
    Wenn ich normalerweise oldscoollike nen 1R reinbaue an einer Röhre und für alle Röhren einen Bias hab vgl.meinem 6100er bei dem ich die Messanschlüsse nebst Poti auf die Rückseite gepflanzt hab, dann fahr ich mit der Rechnung sehr gut und das Poti ist auch in etwa mittig gestellt.
     
  4. hoss

    hoss HCA Gibson, Fender, vintage HCA

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    Erstellt: 24.03.06   #4
    Die offizielle Anleitung von Marshall Service sagt das

    How to Bias Your DSL/TSL Amplifier
    by Tony Novacheck

    Revised 06/03/02

    1. Make sure amplifier is connected to a load with the proper impedance selected.
    2. Power up amplifier on STANDBY and let the circuit stabilize for a couple of minutes.
    3. Locate the male three pin molex connector (CON2) with the two mini-pots (PR1 and PR2) on both ends found on the bottom of the tube bay.
    4. Connect DMM (set to read mV) with alligator leads, reference common lead to center pin (pin2) on molex connector CON2 and positive lead to pin1 on CON2.
    5. Take amplifier off of STANDBY with no signal, adjust mini-pot (PR1) closest to pin that the positive lead from your DMM is connected to and set it to the mV voltage that is listed in the chart below.
    6. Repeat steps 4 & 5 for pin3 and until both pin1 and pin3 mV are the same.

    BIAS CHART mV SETTINGS
    (pin1 and pin3)

    DSL50 45mV
    TSL60/1/2 80mV
    DSL100 90mV
    DSL401 1.375V
    TSL100/122 90mV
    DSL201 .675V
     
  5. Kramerama

    Kramerama Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.03.06   #5
    Und was wenn ich da dann andere Röhren reinsetzen will als die für den Amp vorgesehenen?
    90mA könnte wirklich ein 1R8 zur Masse sein... Dann kommt man mit den Werten auchhin.
    zumindest ungefähr - bissel kalt aber OK
    Ich verstehe die Logik von dem Chart nicht wirklich.
     
  6. hoss

    hoss HCA Gibson, Fender, vintage HCA

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    Erstellt: 24.03.06   #6
    Nicht mA, mV!
    Andere Röhren als EL34 solltest Du auf keinen Fall einsetzen.
     
  7. Kramerama

    Kramerama Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.03.06   #7
    Hallo?!? mV bei 1R ist mA und das ist es doch was ich wissen will - den Ruhestrom oda?
    und mir scheint ein 1R8Ohm im Kathodenweg zu liegen sonst kommt man da auf nicht nachvollziehbare Werte mit der Einstellerei.
    Weil ich bin immer noch der Meinung:
    Kathodenstrom = Anodenverlustleistung in Watt x TT-Faktor 500 (kalt) - 700(warm) / Anodenspannung
    Also bei 38 W Verlustleistung und bei 400V und wenn ich 600 als mittlere Position nehme komme ich auf 57mA und wenn dann ein 1R0 hinter dem Kathodenpinn liegt stell ich auf 57mV bei meinem DMM (und das auch wenns ein Drehspulinstrument ist oder gar ein Schreiber - Das wär eigentlich mal Modding Level 2 - ein mV-Meter hinten an den Amp dranzusetzen :D - dann bräuchte man nur noch nen Schraubenzieher und nen Taschenrechner ausm Handy zum Röhren wechseln)
    Aber wie zum Geier kommen die auf die 90mV?
    Ich hab in meinem 6100er erstmal 5881er drineegehabt und dann damit ich EL34er reinpflanzen konnte des Biaspoti in ein 22kR Poti getauscht und das dann sauber in der Rückwand verbaut. Schon ging das. Vorher bin ich nicht auf den Wert gekommen, weil ich mit dem alten Poti auf Anschlag war und ich immer noch nicht dort war wo ich hin wollte. Ich hab das auch vorher mal mit dem Peter D. von gleichnamiger Firma D. am Handy kurz besprochen, daß das so korrekt ist.
    Was ham se dann bei dem JCM2000 verbaut?
     
  8. Kramerama

    Kramerama Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.03.06   #8
  9. Kramerama

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    Erstellt: 24.03.06   #9
    Also Kuckstu - wieso soll ich 90mV stellen?
     
  10. hoss

    hoss HCA Gibson, Fender, vintage HCA

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    Erstellt: 24.03.06   #10
    Weil es im Marshall Tech Data Dokument so steht?
    Du glaubst doch nicht im Ernst dass Marshall an einem "User servicable access point" 400V anliegen läßt.
     
  11. CallMeAstronaut

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    Erstellt: 24.03.06   #11
    Hab dann auch ma grad ne frage zu dem thema

    wie habt ihr das bei eurer Vorstufe gemacht?
    Habt ihr sie selbst gewechselt oder ist es eher ratsam im laden machen zu lassen?

    Was kostet so ein Wechsel SAMT Röhren ungefähr
    und last but not least welche röhren sind denn z. Bsp.: für Green Day Sound zu empfehlen (Vorstufe)
    dangä
     
  12. hoss

    hoss HCA Gibson, Fender, vintage HCA

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    Erstellt: 24.03.06   #12
    Vorstufe kannst auch selbst machen, 10,- pro Röhre
     
  13. CallMeAstronaut

    CallMeAstronaut Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.03.06   #13
    cool
    hab nämlich vor die vorstufe zu wechseln
    is das allererste mal und hab absolut KEINE erfahrung drin

    kannste mir vielleicht sagen, welche röhren gut sind? speziell für einen sahnigen Rocksound á la GNR, Green Day etc?

    deine empfehlungen bitte (wenn möglich no wo man die im netz bekommt) :great:

    also kann ich die röhren einfach kaufen und eibauen und das wars??

    danke im vorraus!
     
  14. hoss

    hoss HCA Gibson, Fender, vintage HCA

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    Erstellt: 24.03.06   #14
    Schau bitte in meine FAQ. Meine Empfehlung JJ von Tube-Town.
     
  15. BF79

    BF79 HCA - Gitarren HCA

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    Erstellt: 24.03.06   #15
    Weil bei der 100W Endstufe jeweils der Kathodenstrom von zwei Röhren anliegt.

    Ich weiß nicht, welche Röhren Du einbauen willst, aber wenn es EL34 sind, dann werden die mit 37,3W je Röhre nicht lange halten... Wenn es andere sind, würde ich mich erst mal schlau machen, ob es prinzipiell möglich ist und dann nach Erfahrungen von Leuten fragen, die es schon gemacht haben.
     
  16. Kramerama

    Kramerama Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.03.06   #16
    OK nochmal zum mitschreiben - Die der Wert von 37.3 ist der Wert von den Röhren den ich vom Dirk erhalten hab. Stand auf der Packung.
    Ja es sind EL34 undzwar TT´s
    und nochmal wegen der Logik:
    es sind in dem Plan ja die R68 und R54 um dies geht.
    R68 ist 2R 1W
    R54 ist 1R 1W
    beide R´s sind für ein Pärchen
    und jetzt kommst Du und erzählst mir was der sinn ist.
    Ich hab gruße Lust die sch*** Schaltung umzlöten.
    Also ich mach jetzt folgendes. ich setz jetzt einen eigenen 1R0 5W
    hinter je eine der Pärchen und geh dann an die Pins.
    Dann können mich die Jungs von Marshall mal.
    So ein Krampf.
    @Hoss is mir echt wurscht was irgendwo steht. Ich will es gerne verstehen.
    Und die 400V braucht man ja also ohnehin.
    Auch ja... der Mick aus Landshut hat da schon 6550er reingepflanzt und die Schaltung auch dafür so umgebaut.
    Also soweit passt es jetzt.
    Ich glaub die Marshall Leute wollen damit irgendwas aus finanziellen Gründen verkomplizieren oder undurchsichtig machen.
    Mir missfällt vor allem das "90mV - des passt scho!"
    Es kann einem ja auch wurscht sein.
    Mir isses nicht wurscht.
    Das sind die Pseudo - Techniker, die die Anodenbleche zum glühen bringen und dann zurückdrehen beim Einmessen. Oder neue Röhren einfach nur reinpflanzen und gut iss.
    Dafür verlangen wir dann mal 50 - 80€ und schicken den Musiker der meist wenig Ahnung hat mit einem schlacht eingestellten Amp wieder heim der meist keine Ahnung hat was er aus seinem Amp rausholen kann.
     
  17. hoss

    hoss HCA Gibson, Fender, vintage HCA

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    Erstellt: 27.03.06   #17
    Ralph, frag doch mal den Dirk wie er matcht und wie er daher zu den Zahlen kommt.

    Ich halte es für etwas übereilt, einen Amp umzulöten, weil für Dich einige Zahlen nicht schlüssig erscheinen.
     
  18. Kramerama

    Kramerama Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 27.03.06   #18
    Ich löte keinen Amp um weil mir die Zahlen unschlüssig sind, sondern weil mir die Schaltung von dem Amp nicht gefällt und ich sie für unsinnig halte.
    Die Zahlen sind für mich logisch.
     
  19. Kramerama

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    Erstellt: 10.04.06   #19
    So... jetzt folgendes - habe die 90mV eingestellt und hat super geklungen.
    Bei den EL34b (neue)... Bandprobe ungefähr 2 Stunden
    Dann Raucherpause und nicht auf Standby
    Und
    FITZ
    Good bye HT Sicherung
    dementsprechend
    Good bye Main Fuse
    heute bau ich neue Sicherungen rein.
    Ich hoffe das war ne Alterserscheinung.
    Oder is doch was verkehrt?
    Ich zweifel an meinen Fähigkeiten.
    Bei jedem anderen Amp den ich bis jetzt gemacht habe war nie ein Problem
    Da hab ich einen 1R reingelötet - die Anschlüsse nach hinten verlegt und das Poti auch und bei dem ist alles vorgefertigt und fest eingebaut und es gibt Probleme. Toll.
    Wie bei Autos. Sobald mehr rechner und Elektronik dazu gekommen ist werden die Karren unzuverlässiger.
    Was sagt Ihr zu der Sicherung?
    Wenn die HT fliegt - und zwar so, daß die Main verspiegelt -
    Issts dann mit nem neuen Satz Sicherungen getan?
    Wir haben am WE 2 Konzerte und 500km Anreise - ich will da nicht, daß der Amp dann ausfällt.
     
  20. LX84

    LX84 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 10.05.06   #20
    hm.. hab mich gestern mal mitm multimeter an meinem TSL60 gemacht..

    das erst was mir gleich aufgefallen ist.. ich hab nur einen Poti zum einstellen der BIAS...
    ichnehme an das liegt daran dass ich nur ein endstufenröhren-paar habe im gegensatz zum TSL100...
    jedoch verstehe ich dann nicht, warum ich trotzdem 3 PINS zum messen habe!?
    also gleich mal gemessen. Minus an Pin2, Plus an Pin1 -> 46mV
    Pin2 + Pin3 -> ebenfalls 46mV

    laut tabelle soltens ja 80mV sein..
    also hab ich den trimpoti mal raufgedreht...
    auf maximalstellung bin ich dann bei 78mV
    lustigerweise erhöhen sich die messwerte sowohl auf Pin1 und Pin3, wenn ich nru bei dem einen poti drehe...

    aber warum nur 46mV?
    und warum komm ich bei maximalstellung die BIAS nur auf 78mV!?

    soundmässig hat sih der TSl nur nuancen weise geändert..
    mir gehts gar nciht darum, einfach wild drauf los rumzuschrauben...
    aber bei mir steht röhrenwechsel an (letzter wechsel vor ca 5 jahren), und der sound des amps ist über die zeit irgendwie dumpfer geworden...
    und da ich nicht bereit bin 80,- im laden zu zahlen, will ich mri das selber machen (um €35,- :D )
     
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