Roland MC-707

Michael Burman

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Ich finde es etwas seltsam, dass es bisher keinen Thread zum Gerät im Musiker-Board gab, wobei das Gerät schon seit etwas längerer Zeit auf dem Markt ist ... Im "Großen MB-Weihnachtsspiel 2019" haben sich z.B., soweit ich gesehen habe, ganze vier Forum-Teilnehmer das Gerät gewünscht. ;)
Bei der Markteinführung lag der Preis mit ca. 1000 € relativ hoch. Inzwischen und nach der MwSt-Senkung rutschte der Preis unter 800 €.
Sofern Diskussions-Bedarf innerhalb des Musiker-Boards besteht, könnte die Diskussion stattfinden.

Meine Sicht der Dinge (zu diesem Zeitpunkt als potenzieller Interessent):

Das Gerät ist zum einen ein 8-fach multitimbraler editierbarer Klangerzeuger – quasi aus der Sicht eines Keyboarders. ;)
Bzw. Drum-Kits kann / hat er auch. Und wo wir schon bei Drums sind, ist im Gerät auch ein Sequencer integriert. Wobei natürlich nicht nur Drums sequenziert werden können. ;)
Effekte bzw. Effekt-Prozessoren sind im Gerät natürlich auch integriert. Zwar nicht wirklich flexibel routbar, aber naja, Roland hat halt (s)eine Vorstellung davon, wie man Effekte einzusetzen hat, sprich, wie viele Send-Effekte usw. ;)

Falls also jemand das Gerät besprechen möchte, ob als Nutzer oder Interessent, könnte man es z.B. in diesem Thread tun. :)
 
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Pasci-Oli

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Ja, hier ist in der Tat noch ein Interessent!
Wie Du sagst finde ich es jetzt preislich auch interessanter. Vergleichbar mit digitakt/ digitone...

Ich will mir einen Drumcomputer zulegen, um meine 2 Synths und mein Stagepiano zu begleiten. Weiss aber noch nicht so Recht was.
Mc707 wäre vielleicht auch interessant und jetzt im oberen Bereich meines Preisrahmens.

Und er kann ja viel mehr als nur Drums!

Was ich toll fände, wäre meine 3 Instrumente damit zu sequenzieren. Der Digitakt kann das ja auch und hat dazu sogar 8 Midi Spuren, allerdings nur Monophon. Das ist blöd da meine Synths polyphon sind.
Könnte das der mc707?

Was ich auch noch toll fände, wäre Midi live Looping, das kann der Digitakt nach meinem Verständnis aber auch nicht. Das könnte höchstens Squarp Pyramid, aber das ist ja nur ein reiner Sequencer und damit nicht so interessant für mich. Wie sieht's da beim Mc707 aus?

Was ich als Keyboarder am 707 auch super interessant finde, sind die Synth engines! Kann man ja fast schon als eine Art abgespeckte Desktop Version vom Jupiter Xm verstehen, oder?
Ich hatte aber mal in irgend einem englischsprachigen Forum gelesen, das der 707 keinen eigenen Arpeggiator hat. Und man munkelt Roland hat den weggelassen um nicht mit dem Jupiter xm zu konkurrieren.
Das wäre für mich ärgerlich, da ich den 707 mit meinem Roland Rd2000 anspielen wurde und der (leider Gottes) auch keinen Arpeggiator hat. Weiß jemand ob das stimmt?

Grüße!
 
Michael Burman

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Tja, wie der Sequencer so ist ... Ich habe zwar ins Handbuch reingeschaut, habe davon aber keinen guten Überblick bekommen ...
Ich habe auch ein wenig bei YouTube reingeschaut. Ein paar sinnvolle Features gesehen, ein paar für mich nutzlose. Z.B. wo er bestimmte Noten mal spielt und mal nicht spielt, nach Random. So etwas brauche ich nicht. :rolleyes: Flames wurden gezeigt. Aber sind sie auch parametrisiert? Abstand zwischen den Schlägen, Velocities der Schläge?
Wie sind polyphone Einspielungen im Sequencer zu bearbeiten? Irgendwie hat es für mich wie ein Step-Sequencer ausgesehen, wo jede Note in Bezug zum Raster verschoben werden kann. Kein "klassischer" MIDI-Sequencer?... :nix:

Ich habe z.B. 2015 den Electribe Sampler gleich nach Erscheinen gekauft. Drums kann man dort schon gut programmieren. Etwas umständlich, aber es geht. Synth-mäßig gibt's Einschränkungen in den Möglichkeiten der Klangerzeugung, in der Polyphonie, aber auch im Sequencer. Sequencer des Electribe Sampler maximal 4-fach paraphon pro Spur. Kein klassischer polyphoner MIDI-Sequencer.

Bei der MC-707 scheint zumindest schon mal die Klangerzeugung zum einen Polyphonie-mäßig mehr drauf zu haben, zum anderen bietet sie aber auch mehr Parameter, angefangen mit vollständigen Hüllkurven usw.
Interne Sequencing-Möglichkeiten – da bin ich noch wenig schlau, was so alles geht und wie gut zu editieren.
Ob die MC-707 ein Upgrade zum Electribe Sampler wäre, oder ob es wieder seltsame Einschränkungen gibt. Klar wird es Einschränkungen im Vergleich zu einer DAW geben, aber ... :D Für ein "nettes Spielzeug" wären 800 € immer noch viel Geld. Daher beobachte ich das erstmal noch. ;)
 
Michael Burman

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Ich habe das Gerät nun gekauft und bin am Erkunden.
 
Tremar

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Falls du magst, erzähl doch mal ein bisschen. :)
 
Michael Burman

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Falls du magst, erzähl doch mal ein bisschen. :)
Naja, die MC-707 habe ich als Upgrade zum Electribe Sampler gekauft, und ich sehe sie in der Praxis tatsächlich als ein großes Upgrade zum Electribe Sampler, wenn auch einige Einschränkungen bestehen bleiben. Sprich, eine vollständige Workstation oder gar so etwas wie DAW ist sie nicht, aber ... ;)

Beim Electribe Sampler habe ich das Konzept von Step-Sequencing mit Lauflicht schätzen gelernt, es zum Erstellen von Grooves einzusetzen.
Allerdings ging dem Electribe Sampler schnell die Puste aus, was die Gesamt-Polyphonie anging.
D.h. allein schon für programmierte Drums hätte ich da mindestens die doppelte Rechen-Leistung gebraucht.

Der Electribe Sampler hat zwar einen gut klingenden VA-Synth eingebaut, aber mit sehr limitierten Möglichkeiten. Angefangen mit 2-Phasen-Hüllkurven (AD) statt mindestens ADSR. Pro Spur 4-fach paraphon. Um programmierte Drums und den Synth multitimbral gleichzeitig einzusetzen, hätte der Electribe Sampler mindestens eine 4-fache Rechenleistung dessen gebraucht, was dort verbaut ist.

Die MC-707 bietet mehr ...

Erstens steht mehr Rechenleistung insb. für mehr Polyphonie zur Verfügung.
Zweitens vollständige Hüllkurven (soweit ich überblicke, mindestens ADSR jeweils für Pitch, Filter und Amplifier, bei Drums 4-Segment-Hüllkurven, was sogar mehr ist), und auch sonst sehr üppig parametrisierte Klangerzeugung. Es gibt LFO's, Matrix-Modulation. Nicht viel, aber ... Ich glaube, 2 LFO's und 4 Matrix-Modulationen pro Patch. Electribe Sampler hat jedenfalls weniger. :twisted:
Die Klangqualität ist insgesamt besser, insb. auch wegen besser klingender Effekte. Effekte i.d.R. auch sehr üppig parametrisiert. Leider immer noch nur eine Reverb-Instanz intern. Das war mir vor dem Kauf bewusst. Die Qualität ist aber sehr gut. Es besteht auch die Möglichkeit externe Effekt-Geräte anzuschließen, oder die Spuren per USB mehrkanalig zu streamen. Bisher habe ich nur die Stereosumme im PC aufgenommen und noch keine externen Effekt-Geräte angeschlossen. Ich begnüge mich also erstmal mit einer Reverb-Instanz. Send-Anteile regelbar. Beim Electribe Sampler war selbst das nicht möglich. Nur an oder aus pro Spur. Bei der MC-707 gibt es aber zumindest zwei Send-Wege mit Send-Anteilen. Außerdem (leider nur) einen Insert-Effekt pro Spur (abgesehen von EQ's – die gibt es immer). Bei Drums kann man noch zusätzlich 6 Kompressoren zuweisen und einstellen. Und es gibt Master-Effekte für die Summe oben drauf.
EQ's und Filter an allen Ecken vorhanden. Aber z.B. keine zwei dynamischen Filter in Reihe, soweit ich gesehen habe.

Die Klänge kann man sehr detailliert editieren. Ich würde mal sagen vollständig, außer dass man die internen Multisamples nicht zerlegen/verändern kann.
Für Drums kann man pro Pad mehrere Samples layern und gewisse Parameter unterschiedlich einstellen, wie Lautstärke, Panorama, Verzögerung ... Hüllkurven gelten aber pro Pad. 16 Pads pro Drum-Kit gibt es, und Sequencer-mäßig sind es 16 Drum-Spuren innerhalb einer übergeordneten Drum-Spur.
Jeden gesetzten Drum-Trigger im Sequencer kann man beliebig im Timing verschieben. Velocity und Notenlänge gibt es auch pro Trigger.

Bei tonalen Spuren arbeitet der Sequencer zwar auch Step-orientiert, allerdings kann jede einzelne Note (der Sequencer ist polyphon; die Klangerzeugung natürlich auch, außer man stellt den einen oder anderen Sound auf Monophon um ;)) beliebig verschoben werden. Velocity und Länge pro einzelne Note einstellbar bzw. aufnehmbar. Klangerzeugung und Sequencer also nicht paraphon wie beim Electribe Sampler, sondern polyphon. Lediglich zwei Noten gleicher Tonhöhe können im Sequencer nicht überlappen – zumindest nicht innerhalb einer Spur. ;)

Der Sequencer ist Pattern-orientiert. Es gibt keinen linearen Modus für einen kompletten Song. Firmware-Version 1.50.
Die Übergänge zwischen den Patterns klappen nicht immer nahtlos. Wenn Noten also z.B. kurz vor der Eins des nächsten Patterns starten sollen, gibt es ein Problem. Entweder wird die Note abgeschnitten, wenn sie am Ende des vorigen Clips gesetzt ist, oder sie kann eben frühestens auf der Eins des nächsten Clips gesetzt werden.

"Pattern" an sich gibt es nicht als Begriff auf der MC-707. Die Sequenzen pro Spur heißen Clips, und auf jedem der 8 Tracks (ob Drum- oder Tone-Spur) kann zur gleichen Zeit eine solche Sequenz = Clip wiedergegeben werden. Pro Spur kann man aber bis zu 16 solcher Sequenzen = Clips anlegen / erstellen / aufnehmen, und entscheiden, welche gerade spielen soll. Man kann manuell mit [Enter] umschalten, über die Pads, Chains festlegen oder die Konstellationen als Szenen speichern und abrufen.

Alles schön und gut, wenn die Übergänge immer fließend möglich wären ... Firmware-Version 1.50.

Bis zu einer vollständigen Workstation fehlen noch ein paar Dinge ... MIDI-Tastatur kann man anschließen, kein Thema. Aber Controller wie Pitch Bend werden vom Keyboard z.B. nicht aufgenommen ... Ich denke, mit der Firmware-Version 1.50 geht das (noch) nicht ... Controller können intern auf der MC-707 aber mit eigenen Reglern aufgenommen werden.
Naja, solche Controller editiere ich aber sowieso lieber in einem Software-Sequencer mit großem Bildschirm. Und die Klangerzeugung der MC-707 soll der Erzählungen nach dann auf Controller reagieren bzw. sie klanglich umsetzen.

D.h., die MC-707 hat da und dort schon ihre Limitationen, für mich stellt sie aber eben doch ein Upgrade zum Electribe Sampler dar, und das sieht man halt an vielen Stellen, trotz weiterhin bestehender Einschränkungen.

Tonale Klänge bestehen Roland-typisch (die MC-707 ist allerdings mein erster editierbarer Roland ;)) aus 4 so genannten Partials. Dort kann man VA-Oszillatoren verwenden, interne (Multi-)Samples oder eigene Einzelsamples, die zwar Stereo sein können, aber keine Multisamples, soviel ich mitbekommen habe. D.h., in Drum-Kits kann man ganz viele Samples einbinden. Sprich, für 16 Pads mit je 4 Layers. Bei tonalen Klängen aber insgesamt 4 eigene Samples, für die man auch Key-Zonen einstellen kann. Aber eben nicht für z.B. 88 Samples. Aber Multisample-Klaviere etc. gibt es notfalls auch im ROM der MC-707. ;)

Ach so, was noch cool ist beim Arbeiten mit externen Samples: Die kann man vor dem Laden vorhören. Eine SD-Karte steckt schon ab Werk im Gerät drin, dort sind Factory-Demos drauf, und man kann sie per USB beschreiben oder lesen, ohne sie herausnehmen zu müssen. Ordner für Samples können beliebig angelegt und auf der MC-707 navigiert werden. Zwecks Sortierung, damit nicht alles auf einem Haufen ist, wenn ihr versteht, was ich meine. ;)

Was mir gerade noch zwischendurch einfällt: Die MC-707 hat keine Uhr verbaut. Projekte werden alle mit demselben Datum gespeichert. 07.07.2019, 00:00.
Zwecks Sortierung benenne ich sie nach dem Schema "YYMMTT Prj. Name". Wie viele Zeichen haben wir? 16? Ich denke, so viele sind auch maximal möglich auf dem Gerät. :D

Mit Samples kann man auch noch etwas mehr machen, man kann auch mit dem Gerät aufnehmen usw. Ich habe bisher nur von der SD-Karte importiert.

Hier was ganz Kleines auf der MC-707 programmiert: Ein Drum-Track mit internen Samples, ein paar Bass-Noten (mit dem VA-Synth gemacht) und ein paar Piano-Pad-Akkorde. Einfach Maj7-Akkorde reingehauen. ;) Den Sound habe ich neu programmiert: Ein internes Piano-Multisample mit VA-Fläche gelayert. Naja, das nenne ich eben "Erkunden" ... :)

Das konnte ich dann schon in einem Rutsch als Mix im PC aufnehmen, ohne Störungen in den Übergängen, und es waren 3 gespeicherte Szenen, die ich während der Aufnahme umgeschaltet habe: 1. Drums + Bass; 2. zusätzlich Piano-Pad; 3. Ending mit der Schlussnote:


Die Audio-Aufnahme ist hier dieselbe, nur andere Bilder:


;)

Ein paar sinnvolle Features gesehen, ein paar für mich nutzlose. Z.B. wo er bestimmte Noten mal spielt und mal nicht spielt, nach Random. So etwas brauche ich nicht. :rolleyes:
Ich habe doch die Nützlichkeit der Funktion für mich entdeckt: Stelle ich Mute auf 100%, habe ich die Note eben gemutet, aber nicht komplett mit allen Einstellungen wie Velocity, Versatz gelöscht. :)

Flames wurden gezeigt. Aber sind sie auch parametrisiert? Abstand zwischen den Schlägen, Velocities der Schläge?
Brauche ich nicht, weil: Man kann Pads mit ihren Einstellungen kopieren. Und dann kann ich Flames und Rolls programmieren oder einspielen wie ich will oder kann – mit beliebigen Velocity-Werten und Versätzen, anderen Attack- und Filter-Einstellungen usw. ;)

Bass sind importierte Samples. Es gibt auch ähnliche ROM-Bässe, aber ich wollte halt selber ein Patch erstellen. ;)
Bei den Drums gibt's programmierte Rolls:




Hier mal schnell E-Gitarre aufgenommen (lange nicht mehr gespielt, daher sehr einfach gehalten) und als Samples in die MC-707 geladen:




Ach so, die in den Slideshows verwendete Audioaufnahme – hier in besserer Audio-Qualität als bei YouTube zusammen mit dem Video hochgeladen (zwar immer noch mp3, aber die maximalen 320 kbps):


 

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Was ich toll fände, wäre meine 3 Instrumente damit zu sequenzieren. Der Digitakt kann das ja auch und hat dazu sogar 8 Midi Spuren, allerdings nur Monophon. Das ist blöd da meine Synths polyphon sind.
Könnte das der mc707?
Ich würde sagen: Ja, sie kann das. 8 polyphone Sequencer-Tracks und 2 MIDI-Outs mit je 16 zuweisbaren MIDI-Kanälen. Zumindest theoretisch. Selber habe ich das noch nicht ausprobiert.

Was ich auch noch toll fände, wäre Midi live Looping, das kann der Digitakt nach meinem Verständnis aber auch nicht. Das könnte höchstens Squarp Pyramid, aber das ist ja nur ein reiner Sequencer und damit nicht so interessant für mich. Wie sieht's da beim Mc707 aus?
Die Clips laufen im Loop, es kann auf die Clips per MIDI aufgenommen werden, und es wird per MIDI ausgegeben. Wäre das "Midi live Looping"? Allerdings werden nicht alle Arten von MIDI-Messages aufgenommen. Noten ja, aber Controller?... Ich glaube, nicht ...

Was ich als Keyboarder am 707 auch super interessant finde, sind die Synth engines! Kann man ja fast schon als eine Art abgespeckte Desktop Version vom Jupiter Xm verstehen, oder?
Ich denke, Jupiter-Xm hat etwas mehr Möglichkeiten, aber etwas abgespeckt könnte schon zutreffen. Jedenfalls gibt es Samples und VA mit verschiedenen Filter- und Oszillator-Modellen. Modulierbar usw. Editierung überwiegend per Menü, bzw. Navigation per Display und Cursor-Taster, und die 4 Encoder mit Taster-Funktion unter dem Display für Parameter-Änderungen und das Selektieren von Partials. Mit gehaltenem [Shift]-Taster kann man größere Sprünge machen. Jupiter-Xm hat da mehr Regler, allerdings keine Encoder, sondern Potis. Ich mag z.B. lieber Encoder. Die MC-707 hat aber auch pro Track jeweils 3 zuweisbare Potis. Der obere ist per Voreinstellung jeweils mit Filter-Cutoff belegt, alle drei können aber pro Track anders zugewiesen werden. Die Fader regeln nur die Lautstärken und sind nicht speicherbar. Track-Lautstärken (und auch sonstige Lautstärken auf tieferen Ebenen) können aber unabhängig davon gespeichert werden, und die Fader machen dann einfach nur noch leiser bis aus. Ist wohl für schnelle Zugriffe gedacht. Man kann aber auch per Pads muten, Clips umschalten oder starten/stoppen usw.

Ich hatte aber mal in irgend einem englischsprachigen Forum gelesen, das der 707 keinen eigenen Arpeggiator hat. Und man munkelt Roland hat den weggelassen um nicht mit dem Jupiter xm zu konkurrieren.
Das wäre für mich ärgerlich, da ich den 707 mit meinem Roland Rd2000 anspielen wurde und der (leider Gottes) auch keinen Arpeggiator hat. Weiß jemand ob das stimmt?
Die MC-707 hat doch was besseres als Arpeggiator, nämlich einen Sequencer! :D
Ich meine, die ein paar Noten eines Arpeggios sind schnell in den Sequencer eingegeben oder eingespielt. Pro Track kann man bis zu 16 verschiedene Clips und somit auch z.B. Arpeggios zum Umschalten haben. Die Clip-Längen sind individuell in Steps einstellbar, und Clips spielen im Loop unendlich, mehrmals oder einmal. Man kann die Richtung einstellen: Vorwärts, Rückwärts, Vorwärts+Rückwärts, Zufällig usw. Step-Auflösung pro Clip einstellbar wie 1/8, 1/16, 1/32, Triolen. Shuffle/Swing ist auch pro Clip einstellbar.
Arpeggios kann man monophon machen, aber auch polyphone Sachen einspielen oder eingeben. Es ist eben ein Sequencer. Die Noten im Clip kann man auch nachträglich transponieren.
 
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Was ich auch noch toll fände, wäre Midi live Looping,

das geht auf jeden Fall, genau wie andere Geräte steuern. Da es keine reinen MIDI Tracks gibt, erstellt man sich einfach einen Sound mit allen 4 Partials ausgeschaltet, dann werden auch keine Stimmen verbraucht.

Man drückt auf REC, spielt etwas ein und hat im einfachsten Fall eine sofort geloopte Eintaktige Sequenz, will man mehr als 1 Takt haben stellt man das entweder vorher ein oder kann auch den aktuellen Takt duplizieren. Standardmäßig steht die 707 auch auf Auto-Clock, wenn eine von extern anliegt, wird diese erkannt und verwendet - hat allerdings derzeit noch den gleichen Bug wie der Fantom, daß zB das Multi Delay bei externer MIDI Clock verrückt spielt und man das leider auch hört.
Dafür kann man bei jeder Spur einstellen, ob sie MIDI sendet (und auf welchem Port) oder nicht, auch die Kanäle lassen sich einstellen, allerdings nur global und nicht per Projekt. Ich mußte allerdings feststellen, daß auf dem Globalkanal, der standardmäßig auf 16 steht, auch alle Spurdaten als MIDI ausgegeben werden.

Was ich als Keyboarder am 707 auch super interessant finde, sind die Synth engines! Kann man ja fast schon als eine Art abgespeckte Desktop Version vom Jupiter Xm verstehen, oder?

Nicht Jupiter X(m), denn die haben Synth-Modelle, sondern da steckt nicht nur die Engine des Fantom drin, wenn auch ohne dessen V-Piano und SN Sounds, dafür sind die Presets nicht nur zu 95% identisch, sondern sitzen auch an den gleichen Speicherplätzen - das gilt übrigens auch für die kleinere MC-101.

Wer nur die Sounds des Fantom in portabel braucht, kann getrost die MC-101 nehmen, die 707 bietet dagegen ein paar Sachen, die der Fantom nicht hat, zB Loopertrack und daß man Sounds per Clip setzen kann.

Ein Arpeggiator fehlt leider, ebenso kann man Projekte, die beim Fantom Scenes heißen, nicht untereinander austauschen, was sich in Zukunft hoffentlich noch ändert, ebenso fehlen SMF und Sound Export.
Durch Setzen des ersten und letzten Step kann man durchaus einen Arpeggiator simulieren, leider ist das Last Step Feature nicht musikalisch umgesetzt, indem man die Länge bei jeder 16er Sequenz einstellen kann wie beim Circuit, sondern das geht immer auf die Gesamtlänge.

Woran Roland dringend noch arbeiten muß ist die Zugriffsgeschwindigkeit der SD-Karte. Das fühlt sich an als würden die Karten im MMC-Modus betrieben, dem Vorgänger der SD-Karten, die immer noch diesen kompatiblen Modus haben. Es macht keinerlei Unterschied, ob man eine Class 10 oder eine Geringere einsetzt, und das Inhaltsverzeichnis wird auch nicht zwischengespeichert, sondern jedesmal neu eingelesen.
Böse gesagt kommt es mir fast so vor, als hätte man da entweder ehemalige Yamaha-Entwickler rangelassen oder gar Code von dort gekauft, bis zum Montage und MODX konnte man dort auch keinen Massenspeicher.

Bei den Funktionen zur Namenvergabe wurde defintiv Code vom Juno G verwendet, die Art wie die Buchstaben eingekurbelt werden ist identisch.

Ein sehr feines Feature ist, daß man Kopfhörerausgang komplett getrennt vom Hauptausgang regeln kann - was mir im Liveeinsatz den Mixer spart. Darüber hinaus kann man dank externem Eingang sogar entsprechende Kanäle wie ein Mixer benutzen, externe Geräte anschließen und deren Lautstärke über den Kanalfader regeln.

Außerdem hat man wie beim Fantom ein dickes Audiointerface drin, in diesem Fall 8 Stereo Ausgänge, sodaß man die Spuren auch getrennt ausgeben kann, leider mit eigenem Treiber und nicht dem gleichen wie dem des Fantom. Von Familientreibern wie Yamaha/Steinberg, MOTU und Focusrite das machen, hat man bei Roland offenbar noch nie etwas gehört, will nicht oder weiß nicht wie es geht. Man könnte das auch classcompliant machen, aber dann würden die Leute die Geräte ja auch über die geplante Laufzeit hinaus voll benutzen können ...
 
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das geht auf jeden Fall, genau wie andere Geräte steuern. Da es keine reinen MIDI Tracks gibt, erstellt man sich einfach einen Sound mit allen 4 Partials ausgeschaltet, dann werden auch keine Stimmen verbraucht.
Wobei im Default-Sound nur ein Partial aktiviert ist. Man bräuchte also nur das erste Partial auf OFF zu stellen.

will man mehr als 1 Takt haben stellt man das entweder vorher ein oder kann auch den aktuellen Takt duplizieren.
Außerdem kann man die Anzahl der Steps eines Clips nachträglich erhöhen ohne die Aufnahme zu duplizieren. Dann sind die restlichen Steps halt erstmal leer.

Durch Setzen des ersten und letzten Step kann man durchaus einen Arpeggiator simulieren, leider ist das Last Step Feature nicht musikalisch umgesetzt, indem man die Länge bei jeder 16er Sequenz einstellen kann wie beim Circuit, sondern das geht immer auf die Gesamtlänge.
Das habe ich jetzt nicht verstanden, wie das gemeint ist ...
Mit First & Last Step kann man, soweit ich verstanden / gesehen habe, in jedem Clip einzeln den Spielbereich in Steps reduzieren. Also z.B., dass ein Clip nicht von Step 1 bis Step 64 durchgespielt wird, sondern z.B. nur von Step 33 bis Step 48.
Ich wünschte mir, man könnte es für alle Tracks gemeinsam einstellen, um z.B. bei der Aufnahme in einem Takt zu verbleiben ...

und das Inhaltsverzeichnis wird auch nicht zwischengespeichert, sondern jedesmal neu eingelesen.
Wenn ich z.B. weitere Samples aus einem Ordner auf der Karte nachladen möchte, hat die MC-707 sich den Ordner gemerkt. Ich muss nicht jedes Mal vom Neuen durch die Ordner-Struktur gehen. Außer, wenn ich die MC-707 ausschalte. Dann hat sie den Ordner vergessen und ich lande wieder im Hauptverzeichnis.

Außerdem hat man wie beim Fantom ein dickes Audiointerface drin, in diesem Fall 8 Stereo Ausgänge, sodaß man die Spuren auch getrennt ausgeben kann
Zusammen mit dem Main Out und mit dem Stereo-Eingang sind es 10 Stereo-Ausgänge per USB.
 
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Den Zusammenhang mit dem Thema "Arpeggiator" habe ich nicht verstanden.
Denn ohne First & Last Step kann man ja einen Clip auch auf eine bestimmte Anzahl von Steps und Metrum einstellen.
Mit First & Last Step kann man aber den Spielbereich bezogen auf die Steps einschränken.
Also z.B. aus einem längeren Arpeggio ein kürzeres machen, indem man den Anfang und Ende quasi abschneidet.
Ich habe die Funktion (First & Last Step) nur kurz ausprobiert. Mich hat's gestört, dass es halt auf der Clip-Ebene funktioniert und nicht Track-übergreifend. Jetzt nicht für Arpeggios, sondern für das gesamte Arrangement, um es bei der Wiedergabe zwecks Bearbeitung oder beim Recording zeitlich einzugrenzen.
Ähnlich auch bei der Chain-Funktion, wo die Anzahl von Steps und die Regeln pro Clip einzustellen sind. Kann vielleicht manchmal sinnvoll sein, mit manuellem Umschalten von Szenen bin ich aber schneller beim Abspielen von "Songs". Wobei die Übergänge, wie gesagt, sowieso nicht immer klappen. Aber naja, endmontieren kann ich auch am PC. Im PC endmixen wäre noch besser, weil die Möglichkeiten auf der MC-707 doch eingeschränkt sind. Deshalb ja Mehrkanal-Audio per USB.

An dieser Stelle könnte man übrigens die neu vorgestellte MASCHINE PLUS von NI erwähnen. Sie ist zwar teurer als MC-707, aber evtl. eine interessante Alternative. Ich selber werde sie aber nicht so schnell ausprobieren können – zumindest nicht, wenn ich sie dafür erst kaufen müsste. ;) Zudem weiß ich sowieso noch zu wenig darüber, ob sie für mich interessant werden könnte. Wie tief und komfortabel oder überhaupt ob Sounds und Multisamples direkt am Gerät editierbar, wie hoch die Rechenleistung und die Flexibilität, wenn es ums Mixing mit hochqualitativen Effekten geht usw.
 
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Roland hat die Firmware-Version 1.60 herausgebracht. Im Wesentlichen wurde die Arpeggiator-Funktion hinzugefügt, aber auch ein paar weitere Dinge.
 
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Heute habe ich wieder etwas auf der MC-707 rumgespielt und dabei den Arpeggiator für die eine Spur eingesetzt ...



Die 4 Pattern-Varianten habe ich als 4 Scenes gespeichert und nacheinander aufgerufen. Ich hätte zwar auch die Clips chainen können, aber über die Scenes geht's schneller. So als kleine Demo quasi ...
 

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Passend zu der Jahreszeit ein Lied auf der MC-707:


:)
 
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News:

Firmware-Version 1.71

für MC-707 (und für MC-101) verfügbar.

https://www.roland.com/de/products/mc-707/downloads/

[ Ver.1.71 ] MAY 2021

Additional Functions

Please refer to the "MC-707 Update" for detailed information in the [ Owner's Manuals ].
  • Scene Chain Function Added
  • Count-In Function Added
  • Added Functions to the Chord Designer
  • Added Function to the Audio Insert
  • Added Function to the Looper Track
  • Delay/Reverb Send Added to EXT IN and PC IN
  • Added Functions to the SCATTER
  • Added Function to the Metronome Position
  • Added Shortcuts
Bug Fixes

Please refer to the "MC-707 Update" for detailed information in the [ Owner's Manuals ].
 
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8 Tracks heißt 8 Parts Zen Core?
 
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Ja, das kann ein Drum-Kit sein (PCM) oder ein tonaler Klang bestehend aus bis zu 4 Partials (PCM und VA). Bzw. auch Audio-Looper, und wahrscheinlich auch ein Effekt-Kanal für den Audio-Eingang oder für einen der vorigen Tracks? Die zuletzt genannten Möglichkeiten habe ich selber nicht ausprobiert. Derzeit noch nicht mal 1.71 aufgespielt. ;)
 
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Heute habe ich wieder etwas auf der MC-707 rumgespielt und dabei den Arpeggiator für die eine Spur eingesetzt ...


Ach ja, den Track gibt es seit dem 20. Januar auch als Video bzw. als Slideshow:


Solange wir noch keinen Sommer haben, noch einigermaßen passend zur Jahreszeit bzw. zum aktuellen Wetter. 😜
 

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