Roland GO:PIANO (GO:61P)


frama78
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Da hier immer wieder über die üblichen Verdächtigen und/oder Hi-End Equipment berichtet wird, würde ich gerne meine Erfahrungen zu einem "Piano" aus der unteren Preisklasse zum Besten geben:

Vorgeschichte: Das Warmspielen:
Auf meiner langen Suche nach dem für mich perfekten E-Piano bin ich beim MP11SE gelandet. Ich liebe die Holztastatur, die Sounds und die Optik! Außerdem mag ich die Other-Sounds-Kategorie und die Masterfunktionalität. Für mich die perfekte Mischung aus Home- und Stagepiano sowie Mastercontroller.
Würde ich allerdings Live spielen und müsste das Möbel mal transportieren, hätte der Spass ziemlich schnell ein Loch: 35kg Lebendgewicht + Zubehör sowie die fast schon abartige Größe (auch schon ohne Case!) machen einen Transport alleine fast unmöglich.

Da ich seit einiger Zeit neben Piano auch eine verstärkte Affinität zu Synth- und E-Pianosounds entwickle, bin ich auf der Suche nach einem netten Universal-Reise-Controller-Spasskeyboard.
Meine bisherige Historie ohne Anspruch auf Vollständigkeit:

Aktuell habe ich noch das Triton LE76 und finde das klanglich so gut, dass ich es auch weiterhin behalten werde, aber das ist mir für den gewünschten Anwendungsfall zu groß, zu sperrig und nicht wirklich mobil.
Das MODX6 hatte ich auch; klanglich nahezu perfekt, logische Bedienung; All-in-One-Gerät aber auch nicht mobil und von den Optionen wie auch finanziell irgendwie too much für mich.

Da kam die Entscheidung, dass mir ein Mastercontroller eigentlich reichen würde: Keylab Essental 61: toller Controller und sehr gute Arturia Soundlibrary. Aber die Tastatur ist einfach elendig schlecht. Die Tasten schwimmen horizontal und ich hatte tatsächlich Angst, dass ich eine Taste abbreche, wenn ich mal ordentlich drauf drücke.
Das danach folgende Impulse 61 von Novation war schon eine ganz andere Hausnummer und ich habe gemerkt, dass ich mit einer ordentlichen, leichtgewichteten Tastatur doch sehr gut zurecht komme. Dafür fand ich das Programmieren auf dem Display wieder ein bisschen Anstrengend, und dass ich alles verkabeln muss ist auch nervig,... Aber trotzdem ein klasse Teil, das ich nur ungern wieder habe gehen lassen. Allerdings ist das preislich für einen reinen Controller mit +300,- auch schon wieder eher ein mittleres Preissegment.

Ich habe mir dann einen Wunschzettel zusammen gestellt (ohne spezifischer Reihenfolge):

  • Kleines, leichtes Keyboard
  • 61 Tasten (49 sind zu wenig und 73 zu viele wegen der Größe)
  • Eingebaute Brot&Buttersounds (vor allem gute Pianos und ein paar Pads)
  • Einbindung von PC, Mac und Ipad per Midi
  • Idealerweise Bluetooth
  • Pitchbend+Modwhell (am liebsten ein Joystick wie bei Korg)
  • Schnelle Bootzeit (moderne Workstations sind jenseits von Gut&Böse)
  • Eingebaute, aber auch deaktivierbare Lautsprecher
  • Optionaler Batteriebetrieb
  • Gewichtete, stramme Tasten oder halt besser gleich ne Hammermechanik
  • Preislich so 300,- bis 400,-

Irgendwie bin ich dann bei Rolands GO:Serie hängen geblieben und auf dem Papier sind die schon recht gut passend und dazu noch günstiger als das Novation. Bluetooth und USB-Midi, deaktivierbare Lautsprecher sehr leicht und handlich, Batteriebetrieb, leicht gewichtete Mechanik in optischem "Hammer-Design" (boxed keys)....

Nur welches der Beiden? Das rote GO:KEYS ist mit seinen vielen Programmen und Pich/Mod-Slider eigentlich näher an der Wunschliste. Dafür hat das schwarze GO: PIANO ein Metronom und einen Notenständer (boah... wie uncool, aber halt ganz sinnvolle Features!). Da man die Sounds nicht direkt anwählen und auch nicht splitten/layern kann sind für mich Metronom und und der Notenständer sinnvoller. Was nützen mir 500 Sounds, wenn ich erst mal ewig brauche, um die Liste per +/-Tasten durch zu gehen?
Außerdem kann man beim Piano direkt am Gerät Octave up/down umschalten während man das beim GO:Keys über das Menü machen muss. Dass beim Piano kein Pitch/Mod-Manipulator vorhanden ist, ist halt schon schade, aber wenn ich für Synthsounds eh das iPad verwenden würde/müsste, haben die meisten VSTi sowieso virtuelle Räder.
Ob ich dann am Keyboard handiere oder am Tablet ist mir im Moment egal; richtige physikalische Stellelemente sind ja beides nicht. Dazu kommt, dass die Touch-Slider wohl auch nicht so gut reagieren, wie man sich das so vorstellt und dass es kein smoothes, stufenloses sliden ist, sondern ein "5-Schritt-Slider". Also -100% / -50% / mitte / +50% / +100% was dann in der Praxis ein bisschen rupfig daher kommt.


Erfahrungsbericht /Das Konzert

Der Größenvergleich zum MP11 ist schon gewaltig:
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Die "Haptik" der Schalter bzw. Tastelemente ist für mich jetzt nicht der Weisheit letzter Schluss denn mein Vertrauen in solche Touch-Elemente ist aus Erfahrung eher durchwachsen. Richtige Hardwareschalter/Knöpfe wären mir lieber aber am GO:61 sind es eigentlich nicht mal Schalter, sondern kapazitive Flächen wie bei einem Touchpad. Also keine Druckpunt-Folie ála DX7.

Hardware/Gehäuse: machen generell einen wirklich soliden und robusten Eindruck. Rein optisch macht es auf mich einen klassischen, schlichten und aufgeräumten Eindruck. Edel möchte ich es nicht nennen, aber durchaus irgendwie elegant - was natürlich absolut oberfächlich und subjetiv ist.

Lediglich die obere Abdeckung, die die Bedienelemente und das Display beinhalten ist doch sehr federnd und man kann sie mit einem Finger um mehrere Millimeter nach unten Richtung Tasten drücken/verbiegen. Da hätte definitiv nochmal eine Abstützung rein gemusst und das ist schon ein Dämpfer im Gesamteindruck.
Sehr schade; denn der Rest passt wie Nagel auf Eimer... oder so... :)

Normalzustand:
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Mit Druck:
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Der Kunststoff (ABS) ist schön solide und fühlt sich recht hochwertig an. Blech oder ein faserverstärkter Kunststoff wäre natürlich nochmal eine andere Kategorie, aber eben auch teurer und ob man dann noch auf die 4kg (!) Lebendgewicht gekommen wäre?!

Die Tastatur: spielt sich subjetiv gesehen toll. Sie ist relativ schwergängig, was wohl ein bisschen eine Gewichtung/Hammermechanik nachbilden soll. Für mich durchaus ein guter Kompromiss! Im Vergleich zur Arturia reagiert sie viel besser auf Dynamik und wirkt auch hochwertiger! Man kann natürlich auch noch verschiedene Anschlagsstärken einstellen: fixed, leicht, mittel und schwer. Die Tasten selbst sind gut und fest gelagert. Ich bin zufrieden!


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Die Übersichtlichkeit was Bedienelemente und Menüführung angeht ist super einfach verständlich. Nach ein paar Versuchen findet man sich auch ohne Anleitung gut zurecht und findet auch bald die Funktion um das nervige Beepen bei der Betätigung der Tasten zu deaktivieren.

Die Lautsprecher sind ok. Keine Klangwunder, aber auch keine Tonkrüppel. Sie sind recht Mittig mit recht wenig Bass. Ein besonders großes Klangvolumen bringen sie nicht, aber wo soll das auch her kommen? Anfangs war ich ein bisschen enttäuscht und fand den Klang ein wenig topfig. Erst als ich den Kopfhörer angeschlossen habe, habe ich ein Grinsen im Gesicht bekommen: Die Sounds sind wirklich amtlich und sinnvoll angepasst. Dazu später mehr.
Interessant ist, dass das erste Piano Preset offensichtlich klanglich für die internen Speaker designt wurde! Das klingt mMn gleich am besten. Schließt man das Board an einen Kopfhörer oder eine Anlage an merkt man aber, dass es dafür dann besser geeignete Modelle gibt und dass das erste Preset ein wenig dünn klingt. So, als ob die Mitten an die Lautsprecher angepasst wären, während andere Presets über die Speaker ein wenig dröhnen, aber dann über die Anlage super ausgewogen klingen.

Die ganze Kritik beschränkt sich aber auf Vollaussteuerung der Lautsprecher und dann machen sie ordentlich Rabbatz und reicht für die Begleitung von Sängern und akustischen Gitarren aus. In normalen Einstellungen klingen alle Sounds absolut ok!


Die Konnektivität ist recht einfach, aber ausreichend: Audio/Headpone out (Miniklinke), Audio/Aux in (Miniklinke), Sustainpedal und Mikro-USB zum Anschuss an Computer oder Mobilgeräte.
Klar sind vor allem die Audio und USB-Anschlussformate jetzt nicht gerade wirklich für professionellen Einsatz gebaut, aber für eine Probe oder einen Gartengig tut das auch seinen Job. Ich kenne jetzt auch niemanden, der mit einem Keyboard aus dieser Kategorie auf Tour gehen würde :)

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Ein klasse Feature ist die eingebaute Bluetooth Funktion. Genauer gesagt sind es zwei getrennte Strecken bzw wird als getrennte Geräte erkannt: BT Audio und BT Midi. Per Midi kann Softwareinstrumente auf Mobil- oder Computersystemen verwendet werden. Sampletank via iOS funktioniert beispielsweise hervorragend! Eine Latenz/Verzögerung der Signale kann ich nicht oder nur ganz gering feststellen.
Bluetooth Audio funktioniert ebenfalls sehr gut. Allerdings darf man nicht erwarten, dass man per Midi das iPad ansteuert und dann per Bluetooth Audio das Signal auf die Lautsprecher des GO:61 legt. Das geht technisch zwar, aber hat eine sehr große Latenz so dass das nicht wirklich nutzbar ist. Man kann aber eine Kabelverbindung zwischen Mobilgerät und Piano per Miniklinkenkabel herstellen, was problemlos funktioniert. Zum Einbinden von Audios/Playbacks/Lernvideos etc ist BT-Audio aber eine tolle Sache!

Obacht: Audio in (egal ob per BT oder Hardware) hat am GO:61 keine Regelmöglichkeit der Lautstärke! Das muss am Endgerät eingestellt werden, sonst föht´s dir die Härchen in den Ohren platt! Die Lautstärkeregelung am GO:61 dient lediglich für die internen Sounds, was man in der Praxis also hervorragend als Local Off verwenden kann. Also Stummschaltung der internen Sounds bei Nutzung einer externen Soundquelle.


Apropos iPad: man sieht an vielen kleinen Punkten, dass die GO:Serie für die Einbindung von Mobilgeräten gebaut wurde. Der beiliegende Notenhalter beispielsweise hat eine Einsenkung in die zuuuuufällig ein 12,9" iPad im Querformat genau passt. Der Notenhalter ist von der Qualität her übrigens vergleichbar mit dem Gehäuse; macht also einen guten, stabilen Eindruck und hält auch schwere Leitzordner problemlos. Schön ist die Extrabreite, die auch drei A4-Blätter zuverlässig nebeneinander aufnimmt.
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Das Umschalten von Sounds erfolgt per Kategorieauswahl und dann +/-. Das ist beim GO:piano noch ok weil es nicht besonders viel durch zu wählen gibt. Beim Go:Keys stelle ich mir das anstrengender vor. Ich würde unbedingt die Piano Partner2-App laden; damit kann man beide GOs viel komfortabler und übersichtlicher umschalten.

Das Display des GO ist zwar ein einfaches, hintergrundbeleuchtetes, aber mehr braucht man auch nicht bei dieser Kategorie von Instrument. Es ist übrigens klasse, dass es auch bei grellstem Sonnenschein im Freien noch problemlos erkennbar ist (siehe letztes Bild!).

Seit ich das Board habe, habe ich das 9V Netzteil noch nicht mal ausgepackt sondern ich habe gleich Akkus eingeschoben. Ich mag es, wenn man einfach mal auf dem Sofa oder im Garten beim Grillen ein wenig rumdaddeln kann, ohne dass man sich erst Gedanken über Leitungen usw machen muss. Mich nervt da ja schon das Sustainpedal :)

Es funktionieren übrigens auch übliche "Gitarreneffekt" Netzteile. Ich habe beispielsweise ein Boss PSA 9V Typ (DC, 500mA, Minus innen, 2,1mm Hohlklinke) gestestet: läuft problemlos! Die aufgedruckten 2A sind also doch eher mit viel Sicherheit gerechnet.


Die Sounds reichen von diversen Pianos mit und ohne Layern, Harpsi, ein paar Orgeln, Wurly, Rhodes, DX, Clavi über Strings, Choir/Voice Bässen bis zu (rudimentären) Synth Sounds.
Meiner Meinung nach ist die Auswahl sehr gut getroffen und ein bisschen von allem, aber ohne dem User zuviel zu zu muten. Es ist aber zu beachten, dass man KEINNERLEI Einfluss auf die Sounds nehmen kann! Man kann nicht Layern, nicht Splitten und kein Mixverhältnis von bereits gelayerten Sounds verändern. Man kann nichtmal das Leslie der Orgel von Fast auf Slow stellen; geschweige denn Attack oder Release verändern. Auch Effekte gibt es, außer einem globalen(!) Hall, nicht.
Gerade darum bin ich sehr froh, dass man externe Soundquellen ansteuern kann und das GO: quasi zum Controller "degradiert". Die Sounds des GO selbst sind durch die Bank weg sehr hochwertig. Vor allem durch Kopfhörer oder eine Anlage hört man, dass es typische Roland-Sounds sind. Gerade bei Pianos, Pads und dem D50 Fantasia ist das offensichtlich!

Zur Ehrenrettung sei aber noch gesagt, dass bei den meisten einfachen Stagepianos keine besonders tiefgründigen manipulationen in die Sounds möglich ist! Eigentlich ist das aber auch sinnvoll, weil man seine kostbare Zeit weniger im Editieren/Rumprobieren versenkt, sondern sich aufs Spielen/Üben konzentrieren kann.

Noch eine kleine Anmerkung zum großen GO: PIANO 88: Das gibt es auch in einer 88-Tasten Version.
Angesichts des Preises, der noch spartanischerer Ausstattung (nur 4 Sounds!) und vor allem der (gleichen) Tastaturtechnik wie beim 61er würde ich eher was kaufen, was dann auch eine echte Hammermechanik besitzt. Das Yamaha P45 kostet in etwa gleich viel, hat aber die durchaus brauchbare GHS Tastatur! Oder aber das Roland FP10 mit der phantastischen PHA4 wie beim FP30.

Soundbeispiele poste ich bewusst nicht: davon gibts schon genug und andere können das sowieso viel besser! Mir ging es eher um meine Gedanken zur GO:Serie allgemein sowie meinen Eindruck vom Go: Piano insbesondere. Das ist natürlich alles meine ganz persönliche Meinung ohne Einfluss von Dritten.

Plus:
- Klein, handlich, ultraleicht
- Batteriebetrieb
- Universaltastatur
- Batteriebetrieb
- Bluetooth Midi und Audio
- Metronom (auch 0/4 ist möglich!)
- Notenhalter
- Quasi-Local Off
- Einfaches und logisches Layout
- Optik und Verabeitung (großteils)
- Roland Sounds.

Neutral/ War bekannt:
- Keine Pitch/Mod-Manipulation
- Keine Controller für ex. Geräte
- Keine Effekte
- Ich hätte lieber Hardwareschalter gehabt

Minus:
- Gehäuseoberseite ist sehr federnd
- Keinerlei Einfluss auf Sounds möglich; Kein Edit/Save oder anderes Start-Patch




Mein Fazit / die Backstage-Party:

Was ist das Go: Piano jetzt eigentlich? Obwohl es als Entry-Level Piano beworben wird würde ich es einem interessierten Piano-Einsteiger nicht empfehlen; alleine schon wegen der 61er Tastatur, die eher in Richtung schwerere Synthtastatur geht als in die Hammermechanik.

Um "richtig Klavier" zu lernen sind die üblichen Platzhirsche im D-Piano Bereich sicher besser geeignet: Kawai ES110, Yamaha P125 (oder das kompaktere 73er P121) sowie Rolands FP30 oder evtl. das Casio PX S1000. Diese sind allerdings schon wieder teilweise doppelt so teuer und haben auch wieder ihre ganz eigenen Besonderheiten. - (Stand Sommer 2020)

Negativ könnte man sagen, es ist eigentlich "weder Fisch noch Fleich" oder um es positiv auszudrücken: es hat "von allem Etwas". Es ist definitiv kein Digitalpiano im eigentlichen Sinn, was man u.A. daran erkennt, dass weder eine Hammermechanik noch die nötige Tastenanzahl vorhanden ist. Es ist aber auch kein Universalkeyboard da dafür doch einiges an Soundvielfalt und Ausstattung fehlt.

Für mich ist das ein sehr gut durchdachtes, gut spielbares und amtlich klingendes Zweit, Dritt- (Viert)-oder Reisekeyboard das auch im Homestudio eine gute Figur macht. Sowohl als Controller (mit Abzügen in der B-Note wie Schalt- und Tastfunktionen natürlich) wie auch als Soundquelle. Die Präferenz liegt im Vergleich zum GO:Keys schon eindeutig eher beim Piano (ach was...) aber auch für kleine Ausflüge in Synth- oder Padgefilde stehen gut brauchbare Sounds zur Verfügung.

Wer mehr mehr Soundalternativen haben möchte, kann jederzeit sein Tablet via Bluetooth oder auch USB koppeln und dann es gibt eigentlich kaum mehr klangliche Limitierungen.

Dadurch, dass die Sounds Geräteintern nicht editierbar sind und man doch recht unkomfortabel Sounds auswählen muss, fühle ich mich beim GO:Keys ein bisschen so wie ein Kind im Spielzeugladen: Es gibt alles, was das Herz begehrt, aber du kommst nicht so recht ran....

Natürlich kommt das GO:piano weder Klanglich, haptisch oder "inspirativ" an mein Kawai heran, aber es ist auch ein komplett anderes Konzept. Ich würde nie auf die Idee kommen, meinen 40kg-Prügel mal in den Garten oder auf eine Dienstreise mit zu nehmen. Es aber als reines Spassbrett zu bezeichnen würde dem Gerät auch nicht gerecht werden. Es ist halt "etwas von allem". Für mich und für meinen Anwendungszweck ist das kleine Teil jedenfalls nahezu perfekt; und dann noch zu dem Preis .... ! Mir würde jedenfalls keine Alternative einfallen.


Zum Schluss noch ein Bild vom ersten Einsatz als Lagerfeuerklavier :)
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Ich freue mich auf konstruktive Kritik und eine rege Diskussion!
 
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Super Review! Ich hab mich für das Go:Keys aus einem einzigen Grund entschieden: Epianosound 22 Backtothe60's . Der ist einfach geil, zwischen Rhodes und Wurlitzer mit Tremolo (was sich leider nicht abschalten lässt, aber sei's drum) und der klingt über Kopfhörer und über die eingebauten Lautsprecher richtig gut und auch laut. Hab damit schon mal ne Mucke in ner kleinen Kneipe gemacht, die Anlage war ausgefallen und ich hab gegen Bass und Schlagzeug mit den kleinen Speakern angespielt und war doch noch zu hören :) Und für n bisschen rumklimpern im Garten mit iRealB Begleitung über Bluetooth vom iPhone einfach unschlagbar - batterypowered völlig kabellos die komplette Band! Und ansonsten sind wirklich viele gute Sounds an Board. Für den Preis und bei dem Gewicht von 4,5 Kg - wo gibts das sonst? Und mit dem Aux in und Bluetooth Midi kann ich auch die ganzen App -Sounds vom iPhone spielen - ist ja im Prinzip jedem High-End Teuer- Keyboard überlegen. Einzig die Tastatur schmälert das Vergnügen, die Dynamikumsetzung ist gerade bei Ansteuerung externer Sounds ziemlich schlecht, egal welche der 3 Stufen man wählt, gefühlvolles Pianospiel von beispielsweise dem Ravenscroft aufm iPhone ist schwierig obwohl man das Ravenscroft ja auch noch dynamisch anpassen kann. Liegt vielleicht auch daran, das die Tastatur so straff gefedert ist, was dazu führt, das bei leichtem Anschlag fast nichts kommt und dann hauts gleich voll durch - ich hab damit jedenfalls Probleme. Aber was solls, der eingebaute Backtothe 60's hat das Problem nicht, der funktioniert auch dynamisch perfekt und das war ja der Hauptgrund für meinen Kauf - also ein Mini Rhodes zum mitnehmen, was will man mehr :)
 
frama78
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Ich mag die beiden 61er Go für das, was sie sind. Weder Synthesizer, noch Workstation oder Stage/Digitalpiano, aber auch kein Spielzeug sondern ein recht einfaches aber flexibel und gut klingendes Übungs-und Reisekeyboard.

Übrigens kann man bei der Orgel doch indirekt zwischen fast und slow umschalten in dem man Preset + oder - drückt. Die beiden Sounds sind sinnvollerweise direkt hintereinander gelistet :)

Beim rumprobieren ist mir übrigens aufgefallen, dass das Ding so ne Art seamless-switching hat: gehaltene Sounds bleiben stehen, während man einen neuen Sound anwählt. Das ist schon ziemlich cool


Was hältst du eigentlich von den beiden Slidern beim GO:Keys?
 
juejan
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Du meinst diese Flächen über die man streichen kann, um wie mit dem Modwheel Filter oder Tonhöhe zu verändern? Nette Idee, ich habs allerdings noch nie genutzt, reagiert bisschen träge...
 
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Benetti
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Ich habe mein Roland Go Piano meinen kleinen Töchtern gegeben mit der Folge, dass sie irgend eine Tastenkombination gedrückt haben, die dazu führte, dass es nun ein Roland Go Keys ist und die Sounds des Go Keys auswählbar sind. Die Bedienung ist damit natürlich etwas konfus, weil auch unbeschriftete Felder gedrückt werden können, um Sounds auszuwählen.
Ich habe es aber erstmal so gelassen und ein Manual für das Go Keys dazu ausgedruckt, insbesondere die Ansicht der Bedienungsfelder des roten Roland Go Keys.
Ist schon verwunderlich!
 
frama78
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Ist ja interessant. Welche Kombi das war wisst ihr nicht mehr? Ob das auch so sinnvoll ist, oder ob ein Reset nicht sinnvoller wäre?

Was mir gestern aufgefallen ist und ein bisschen auf den Zeiger geht ist, dass man die zuletzt geänderte Metronomeinstellung nicht speichern kann. Ich mag mein Metronom auf 0/4/ Ohne Betonung und voreingestellt ist immer 4/4 bei 120bpm. Ist eigentlich ne Kleinigkeit, aber es nervt ein bisschen. Doof ist auch, dass man das Lautstärkeverhältnis Metronom/Klavier nicht ändern kann.
 

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