Rückmeldung zum Mix und Master eines Black Metal Songs

Uhu Stick
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Hallo Musiker, :hat:

ich habe meine nächste Evolutionsstufe gezündet und einen Song inkl. Mastering gemixt.
Mit Master ist das mein Erstlingswerk.

Jetzt bin ich natürlich hoch gespannt, was man bei dieser derben Black Metal Produktion mixing- und masteringmäßig besser machen kann, wo grobe Fehler vorliegen und was schlimmstenfalls „garantiert“ nicht funktionieren wird. (Einen Verstoß gegen das Mixinghandwerk habe ich schonmal bewusst begangen. Mal gucken, ob der überhaupt auffällt.)

Um Rückmeldung wäre ich sehr dankbar.

Noch 3 kurze Worte, wo der Mix hin will.
  1. Der Gesang soll verzerren – da liegt ein Distortion Plugin drauf.
  2. Der Mix soll basslastig sein – da hat sich der Basser durchgesetzt. Die Frage die im Raum steht: Ist das auch für basslastige Ambitionen schon zuviel des Guten?
  3. Der Mix möchte keine extreme Trennung der Instrumente/Frequenzen haben. Da ist sich die Band einig. Meine Frage ist: Hab ich mir da trotzdem zu wenig Arbeit gemacht oder ist das vorzeigbar?

Über Rückmeldung freuen sich alle Beteiligten.


Soundcloud:

View: https://soundcloud.com/user-156624325/unatoned-genocide/s-JlcguzgOvN8?si=8f75fda4f70a43ae860a0c07a339221e&utm_source=clipboard&utm_medium=text&utm_campaign=social_sharing

Vielen Dank und Grüße
Uhu

PS: Ja, der Song ist bei der Hälfte abgeschnitten.
 
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Mit -7LUFS viel zu laut gemastert! Es würde bei YouTube, Spotify und co über 7 dB leiser gemacht werden.
LG Jörg
 
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Moin, gar nicht schlecht. Mein einziger relevanter Kritikpunkt sind die Drums. Klingen mit zu künstlich / aus der Dose und bisl flach / leblos.
Rest ist genremäßg ok. Für BM bisl. zu modern alles (untrve!!!) aber das kan ja auch gewollt sein.
Oder anders. Alles an Mix/Master ist im "ok-Bereich", aber nichts haut mich um.
Vielleicht ein Tip für die Zukunft: Weniger denken "was mache ich falsch/ was muss ich vermeiden" und mehr "was will ich geil haben und so lange schrauben bis du denkst - "ja, das ist so richtig geil / so wie ich es will"
Und bei den LUFS würde ich keinen Wert auf -14 legen. Wenns gut klingt, klingt es gut. In dem Genre ist eh nicht viel Dynamik also wayne ...
Falls der Limiter ständig 6dB und mehr runtergeht, ist natürlich nicht so gut aber bei 2-4 , alles cool. Es ist absolut unwichtig wo du am Ende landest, sondern nur zu welchem Preis.
 
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Klingt doch schon ganz sportlich, grad die Gitarrenwand hat was. Zu laut gemaster heißt halt auch, daß alles an Lautstärkespitzen (=Drums) zu Tode gequetscht wird.. und dementsprechend leiden die Drums da. Gut, irgendwo muß man immer bluten - aber ich für meinen Teil finde die Kickdrum klingt sehr nach "zwei Ess-Stäbchen, die man aneinander klopft"
Der Ansatz vom Post direkt drüber "was will ich geil haben" gilt jedenfalls, da bin ich voll dabei.
 
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Jo, danke euch für die ganzen Rückmeldungen!
 
Das Lied hört aber an einem Cliffhanger auf, Mensch ey :D Guter Song, eine seltsame Mischung aus 2000er amerikanischem Metal und Black Metal, wie ich finde. Sehr stampfend und rhytmisch, nicht so ein Geschraddel.

Neben dem schon gesagtem: Ich finde das noch unausgewogen. Die Stimme und die Drums sind zu leise. Der Rhytmus wird durch die Gitarre vorgegeben, was OK ist jedoch zu viel. Ich finde den Bass nicht zu laut, ich finde die Kombi Gitarre und Bass zu laut. Du hast eine Hauptgitarre, die ist sehr weit vorne, du hast die Nebengitarre, die reicht schon fast. Darüber kommt dann die sehr schwach klingende Blastkomponente und die sehr leise Stimme, viel zu leise.

Ich würde es echt mal auf links drehen. Die Gitarren in den Strophen weiter nach hinten, etwas trennen, dass man das Geschraddel von 2 hört und die Akkorde von 1. Aber die Drums müssen sitzen. Fenriz ist doch nicht umsonst zum Zottel geworden!
 
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aber ich für meinen Teil finde die Kickdrum klingt sehr nach "zwei Ess-Stäbchen, die man aneinander klopft"
Das ist mir auch gleich aufgefallen, da ist kein Druck untenrum.
Bevor ich an der Kick rumschrauben würde, würde ich mich jedoch dem Bass widmen.. Im Mix ist für die Kick kein durchkommen, da der Bass den ganzen Lowendbereich für sich allein in Anspruch nimmt.
 
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Kleiner Nachtrag:
Ich hab den Track mal runtergeladen, und mit Izotope RX8 wieder in die "Einzelspuren" zerlegt so gut es ging. Habe Drum, Bass, Vocals und Other. Mit vielen Artefakten vom zerlegen. Mit sooo lauten Mixen kommt der nicht so gut klar:D
Naja, betrachte das nicht als "Master", Dafür klingts jetzt mit all den Artefaten zu kaputt:D Soll nur mal ein Anhaltspunkt sein, wo ich denke dass du am Mix noch was rausholen kannst.

Ich hab versucht, möglichst "wenig" einzugreifen, hmmm falsches Wort, -wenige Eingriffe, aber extremes eingreifen:D

Lautstärken:
Gesang lauter, Drums lauter, Gitarren wesentlich leiser. Beim Bass kann ich nicht sagen ob er lauter oder leiser ist, denn Frequenzmässig liegt da jetzt ein ganz anderer Fokus drauf.

Drumspur:
-Mit Multiband-Transientshaper den Frequenzbreich untehalb 100Hz attackiger gemacht, und weniger Sustain im Lowend damit die Kick tighter wird.
-Mit EQ Shelf unterhalb 50Hz 3dB geboostet.
-Um die 100Hz rum abgesenkt. (Um dem Bass Freiraum zu schaffen)
-Um die 2..300Hz rum abgesenkt, dort klingt die Snare ziemlich mulmig.
-Um die 8kHz abgesenkt. Dort laufen die Drums sonst etwas aus dem Ruder, hauptsächlich die Kick ist dort sehr aufdringlich.
-Breitbanding die Mitten um die 1kHz angehoben. (Ich hab den Eindruck da wurde vorher ziemlich was rausgeschnitten?)
-Hall

Bassspur:
-Mit Lowcut unterhalb 80Hz gnadenlos abgeschnitten. (Um der Kick Freiraum zu geben)
-Das war nicht genug Freiraum, daher Ducking mit Sidechainkompressor. --> Bass wird kurzzeitig (nur im Lowendbereich) 10dB leiser, immer dann, wenn die Kick schlägt. Danach kommt der Bass sofort wieder auf normallautstärke hoch.
-Ich finde der Bass dürfte etwas mehr sägen. Ich hab ihn mal um die 1kHz massiv angehoben. Da war nicht viel zum anheben, daher so massiv. Ich wollte damit halt die Saitengeräuschen etwas mehr hervorheben. (Das würde ich im Mix vermutlich mit nem Verzerrer versuchen, die Saitengeräusche mehr hervorzuheben.) Das macht den Bass auch Durchsetzungsfähiger. Viel Lowend im Bass wird oft als Mulm wahrgenommen. Ich finde das ist gar nicht nötig, selbst wenn man den Mix basslastig will, klingts in meinen Ohren nicht nach weniger Bass, wenn man Lowend rausnimmt, und stattdessen die Saitengeräusche mehr betont. ;)

Gesangsspur:
-600Hz angehoben. Um die Stimme bisschen anzudicken.
-komrimiert.

Gitarrenspur:
-Lowcut um die 130Hz
-Boost bei 150Hz (Um die Palmmutes etwas fetter zu machen.


So klingts jetzt:


Habs auch auf -7LUFS hochgeprügelt. :S Damit man die beiden Mixe besser im A/B vergleichen kann. Saumässig laut:D Ich würd das nicht so laut prügeln. Aus bereits genannten Grund, dass vermutlich alle Streamingdienste das wieder auf -14LUFS absenken werden. Am Ende hast du nur Dynamik verschenkt.
Auf ner CD ist das was Anderes, dort wird nichts runtergeregelt. Wobei auch da halt der Klang irgendwann mal nur noch kaputt klingt, wenn mans übertreibt.
Allerdings, bei dieser Art von Musik, verträgts auch etwas mehr als sonst, hab ich festgestellt. Der Klang verändert sich, ja, aber ich nehms weniger als "kaputtgeprügelt" wahr, als in anderen Genres.

Achja, die ganz schnellen Doublebasspassagen dort erkannte der Transientshaper leider die Kick nicht, daher bricht dort der Mix stellenweise komplett weg:D
Zwischen 0:16-0:30 reagierte der Trigger ziemlich zuverlässig. Ich hab mein Fokus Kick/Bass eigentlich hauptsächlich auf diese Stelle gelegt.


Der Mix soll basslastig sein – da hat sich der Basser durchgesetzt. Die Frage die im Raum steht: Ist das auch für basslastige Ambitionen schon zuviel des Guten?
hmmm die Fragestellung irritiert mich etwas. In meinen Ohren sollte ein Mix immer ausgewogen klingen. Egal welches Instrument, es ist nur ein Zahnrad im Getriebe, und hat seine Aufgabe im Mix zu erledigen. Will man ein Element "lastig" machen, geht das immer auf kosten des Gesamteindrucks.

übrigens genauso, wie wenn zB ein schüchterner Gitarrist möchte, dass man seine Gitarre im Mix leiser macht, damit man nicht so gut hört, dass er nicht so tight eingespielt hat. Macht man ihm den Gefallen, wird die Gitarre nicht mehr wahrzunehmen sein, nur an den Stellen an denen er besonders untight spielt, wird man ihn noch hören:D Die Gitarre wird dann höchstens zwischendurch mal als Störfaktor wahrgenommen. Würde man die Gitarre ganz rausnehmen, würde das vermutlich niemand merken, ausser dass der Mix insgesamt transparenter klingt.
Meine Meinung bei sowas: Falscher Ansatz sowas leiser zu machen, um zu kaschieren. Entweder üben, bis man tighter ist, oder die Spur quantisieren, oder man pfeift auf die Untightness.
 
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Ich schon wieder:D

Hab mit frischen Ohren grad nochmal ein vorher/nachher Vergleich gemacht, und dabei was seeehr spannendes festgestellt, was ich unbedingt genauer unter die Lupe nehmen muss, wie man sowas absichtlich hervorrufen und kontrollieren kann...

Es geht um die Artefakte die bei meiner Bearbeitung eigentlich ungewollt entstanden sind.

Ich brauch mal ne zweite Meinug von Euch. Gerne auch ne dritte und vierte Meinung:D

Was ich meine, hört man am besten bei 0:30-0:43. Die Gitarrenanschläge (Transienten), sind total mit Artefakten übersäht, jedoch finde ich diese im Vergleich zu vorher richtig geil. Die Gitarren klingen in meinen Ohren dadurch so richtig bösartig, agressiv und "mitten in die Fresse". Das war zwar nicht meine Absicht, aber ein richtig cooler Nebeneffekt wie ich finde.

Geht das nur mir so, oder habt ihr auch den Eindruck dass die Artefakte die Gitarren aufwerten?
 
Also ich persönlich finde, dass das keinen großen Mehrwert bietet. Aber gut: Richtig oder Falsch gibts da wie so oft nicht.

Mich erinnert das ein bisschen an ein Fuzz, das weich verzerrt. Ich hätte dafür mal die Gitarren und/oder Bass oder beide auf einen gemeinsamen Bus mit nem Fuzz belegt und dann als Parallelbus zugeschoben.

PS: Welchen Transientshaper hast du eigentlich benutzt?
 
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Danke für die Rückmeldung:)
Ich muss mir das morgen und auf verschiedenen Abhören mal anhören. Vielleicht empfinde ich es dann auch nicht mehr so toll:D

Ich hab den Trasientshaper von Izotope Neutron 3 benutzt.

Allerdings, die Artefakte kommen nur indirekt vom Transientshapen.
Ich hab dein Mix ja zuerst in 4 Stereospuren zerlegt. Dabei kommts vor, dass Fragmente eines Instruments einem falschen Instrument zugeordnet werden.
Hier wars der Fall, dass Fragmente der Gitarren fälschlicherweise den Drums zugeortnet wurden, immer nur ein kurzer Moment des Anschlags, fehlen in der Gitarrenspur, stattdessen sind sie in der Drumspur zu finden. Wenn ich die beiden Spuren im selben Lautstärkeverhältnis und ohne Bearbeitung laufen lasse, ist das nicht zu hören, fehlt ingesamt ja nichts, und nichts ist zuviel, nur am falschen Ort. Jedoch wenn ich die beiden Spuren unterschiedlich bearbeite, kommts unweigerlich zu sehr merkwürdigen Effekten, die man normalerweise eigentlich nicht haben möchte

:D So klingt die Drumspur die ich zur Verfügung hatte einzeln. Da ist ne Menge drauf was da nicht hingehört. Da ich die Drums lauter, und die Gitarren leiser gemacht hab, ist all der "Müll" natürlich überpropotional vorhanden im Mix. Da ist auch ne Menge vom Gesang, aber da ich auch den Gesang lauter gemacht hab, fällts dort viel weniger ins Gewicht als bei den Gitarrren.
 
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