Saitenlage senken durch Stegeinlage??

von balintawak, 29.03.07.

  1. balintawak

    balintawak Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.03.07   #1
    hallo, habe seit 3 jahren wieder angefangen gitte zu spielen-nach 30 jahren pause.
    hab mich zwischenzeitlich so reingesteigert;-) daß ich regelmässig auch in der mittagspause im office übe...
    habe mir zu diesem zweck eine gebrauchte fender stratacoustic zugelegt- die ist nicht zu laut... ja ich weiß der plastiksound-aber doch lauter als ne solidbody e-gitarre
    anyway- die saitenlage ist recht hoch, will eigentlich auch egitarrenstücke üben.
    meine frage: kann ich die saitenlage durch abfeilen der stegeinlage senken- ja natürlich-aber kann ich das als eher duchschnittlich begabter nichthandwerker selber machen?
    der gitarrenbauer will da gleich 100 euronen dafür.
    halskrümmung scheint zu stimmen. nur die e-Saite ist am 12bund echte 5mm hoch.
    meine ibanez talman hat nur 3mm.

    danke für die antworten
     
  2. armint

    armint Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.03.07   #2
    a) Du meinst hoffentlich, dass die e-Saite am 12. Bund 5mm hoch ist, und die anderen Saiten passend dazu ebenfalls hoch liegen - es ist nicht so, dass nur die e-Saite so hoch liegt - oder?
    b) Wenn du halbwegs handwerklich begabt bist, sollte das klappen. Du musst halt aufpassen, dass die Stegeinlage völlig eben bleibt (Kontrolle mit Glasplatte o.ä.).
    Sicherheitshalber kannst du dir zunächst eine als Ersatz beschaffen (die meisten Musikhändler haben eine größere Auswahl vorrätig).

    Gruß
    Armin
     
  3. delayLLama

    delayLLama Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 29.03.07   #3
    Sei gegrüßt.

    Ich ahbe die Gitarre schon besessen, bei mir war die Saitenlage auch sehr hoch...

    Ich musste also das volle Programm durchziehen um Linderung zu erreichen (ausser Sattel).
    Im Endeffekt lief es draus rauf, die 12er Saiten durch 11er zu ersetzen (10er gehen auch, finde ich schon sehr dünn), den Steg: wenn eine Unterlage drunter ist, rausnehmen (nennt man shim), den Hals anspannen.
    Durch die dünneren Saiten vermindert sich der Zug, d.h. der Hals wird nicht so weit nach vorn gezogen, dadurch erhält man eine niedrigere Saitenlage.
    Duchr den Halseinstellstab und dessen Justage kannst Du ihn nach hinten anspannen (wenn du vor der Frontseite der Gitarre stehst, weg von dir), das verringert den Saitenabstand zum Griffbrett.
    Wenn das nun reicht OK, wenn nicht den shim unterm Steg rausnehmen (falls vorhanden), wenn immer noch nicht reicht kann man die Stegeinlage auf einem Schmirgelpapier auf einer planen Unterlage runterschleifen, also Schleifpapier auf den Tisch legen und die Einlage "ufm Tisch hin und herrutschen":p
    Auch gäbe es die Möglichkeit Saiten zu ordern, die eine geringere Zugkraft haben in der Art von Silk and steel Saiten, oder die Fa. Pyramid bietet welche an die weniger Zug haben und sich auch leicht bespielen lassen sollen.
    Ich würde erst mal mit Saiten und Halsstabkorrektur probieren und dann ggf. den Steg runterschleifen.

    So wars bei meiner Fender auch, dann war es viel besser.
    Melde dich doch nacht dem feintunen, falls du dich nicht traust kannst du sie auch einem Fachmann bringen, das kostet nicht allzu viel und dauert ne halbe Stunde.
     
  4. balintawak

    balintawak Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 29.03.07   #4
    super- vielen dank für die tips

    werde also mir beim händler mal ein ersatz-stegeinlage besorgen, falls was schiefgeht. das mit dem wegschmirgeln sollte eigentlich klappen-das kann glaub ich auch ich...
    blödsinnigerweise sind die saiten am 1.bund schön niedrig 1mm-aber dann gehts nach oben. wenn ich 1mm durch abschmirgeln gewinne, müssten dann die saiten am 1.bund aufliegen:confused:
    wieviel kann man denn mit der halskrümmung erreichen?
    da sind schon 11er saiten drauf.

    thanx
     
  5. Miles Smiles

    Miles Smiles Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 30.03.07   #5
    Das stimmt, aber wenn man den Halsstab anzieht, wird der Hals auch weniger "nach vorne gezogen", ist also keine Sache von Saitenstärke. Saitenspannung und Spannung des Halsstabes müssen sich ganz einfach die Waage halten.

    Dünnere Saiten machten nur dann Sinn, wenn der Halsspannstab am Ende wäre, sich also nicht mehr weiter spannen ließe.

    Beim Abschleifen des Steges ist es von praktischem Vorteil, wenn man Schleifpapier auf ein Brett tackern kann. Weiters ist es ratsam die geplante Höhe am Steg vor dem Abschleifen anzuzeichnen.

    Es gibt Leute, die berichten, dass das Abschleifen des Steges sich auch auf den Klang auswirken würde, weil die Saiten nun auf den niedrigeren Steg weniger Druck ausüben würden.

    Konnte ich zwar noch nicht beobachten, aber meine Theorie ist, dass man dies auch ausgleichen kann, indem man die Löcher aus denen die Saiten kommen, etwas einkerbt, sodass die Saiten wieder einen steileren Winkel auf den Steg nehmen.
     
  6. JoergHH

    JoergHH Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 01.04.07   #6
    Das sollte nicht pasieren, denn der Steg am Kopf bleibt ja so hoch, wire er jetzt ist. Die Saiten laufen nur in einem spitzeren Winkel über das Griffbrett, wenn Du den Steg niedriger machst. Wenn man zu viel wegnimmt, schepperts, also zwischendurch einfach mal ausprobieren.
    Bei meiner Western habe ich das auch so gemacht. Eine Verschlechterung des Sounds habe ich nicht bemerkt, eher eine Verbesserung, weil ich einfach sauberer spielen kann.
     
  7. balintawak

    balintawak Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 02.04.07   #7
    hab mich doch tatsächlich samstag morgens durchgerungen die arbeiten anzugehen...
    saiten entspannt- da gings schon los- 2 pins abgebrochen:o nein ich wars nicht...
    dann hab ich die steigeinlage rausgenommen- als mir dann auch gleich der tonabnehmer rausfiel und sich mein blutdruck und herzfrequenz rapid in den grenzbereich anhoben-hab ich akut keine lust mehr bekommen-noch mehr schaden anzurichten.
    also, alles zusammenpacken-auf zum gitarrenladen, der servicemann hat mich gleich beruhigt, daß das bei älteren gitarren schon mal sein kann, daß die pins abkrachen:rolleyes:
    für 30 euronen lass ich jetzt die saitenlage optimieren , alles einstellen und die pins ersetzen.
    schade nur, daß ich die fender vor ostern nicht mehr bekomme:( schade wollte auf dem gartenstückle meines schwagers so richtig krach machen:twisted:

    danke für die guten tipps-vielleicht trau ich mich bei meiner nächsten gebrauchten.

    bin gespannt wie die saitenlage ausfällt- von dem tonabnehmer in der stratacoustic bin ich schon nach kuzem test super begeistert.

    frohe ostern
     
  8. Fraggle

    Fraggle Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.04.07   #8
    Hast Du dann einen Piezo unter der Stegeinlage gehabt (und den da vielleicht sogar selbst eingebaut)? Dann muss die Stegeinlage natürlich auch entsprechend runtergefeilt werden. Bei meiner 12-saitigen hat das vor Jahren auch ein Gitarrenbauer gemacht und mir dabei gleich noch die Bundreinheit verbessert.
     
  9. balintawak

    balintawak Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 13.04.07   #9
    so... habe gestern die fender nach der generalüberholung wieder zurückbekommen.
    muß sagen die leute von soundland haben ganze arbeit geleistet.
    saitenlage richtig super-fast wie e-gitte, hals justiert alles eingestellt, neubesaitet und poliert. die d,addario bronze 10er saiten klingen auch auf der stratacpoustic gut-finde ich-zum über auch ohne amp durchaus anhörbar.
    also selber hätte ich das niocht hinbekommen.
    danke nochmals für die tips:great:

    schönes weekend
     
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