Warum haben aktuelle Westerngitarren Sattelbreiten um 42/3mm und nicht größer?

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Moin, ich werde mir in absehbarer Zeit sicher noch eine mittelteure Western zulegen, also so +/- 1000 €. Ich habe ein Duke D PF cut und bin sehr mit der Gitarre zufrieden, vor allem auch wegen der Sattelbreite mit 45 mm.
Und das ist auch so meine Frage oder Feststellung oder Ärger...wie auch immer. Sehr viele Westerngitarren haben eine Sattelbreite von 43 mm, 42,8 mm habe ich gerade erst gesehen.
Ich möchte aber mindestens 44,5, besser 45 mm.
Sind die Hände iwie kleiner geworden, oder warum sind die Sattelbreiten so?
Ist ja eigentlich gar keine Frage, sondern nur so ne Feststellung, über die ich mich gerade sehr ärgere. Auf der E Gitarre komme ich mit 43mm klar, auf der Western eher nicht. Ich habe nun keine kleinen Hände, aber auch keine Riesenpranken.
Kommt ihr mit 43 mm gut klar?
 
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vielleicht weil die E-Gitarre im Moment deutlich beliebter ist und die Kunden ein ähnliches Spielgefühl wollen?

Meine Furch hat 45mm. Weniger wollte ich tatsächlich auch nicht haben. Ich merke schon wie einfacher klassische Stücke sich auf meiner Nylon mit 52mm Sattelbreite spielen lassen.
 
Sattelbreite? Ich habe mal nachgemessen! Der Gitarrenbaumeister hatte 43 mm gewählt. Als hätte er geahnt, was mich im Leben voranbringt. 42 mm finde ich auch super. Meine Hände sind relativ groß, laut der Radfahrhandschuhkollektionen, die ich ab und an durchtesten muss.
 

Ich teile dein Leid jedenfalls. Ich HABE allerdings große Hände (11). SOLLTE ich irgendwann doch endlich mal Zeit und Muße für meinen laaaange geplanten Selbstbau haben, werden es definitiv 45mm am Sattel. Alternativ, bzw. bis dahin hatte ich schon überlegt, eine 12saitige auf 6 zu "strippen".
 
Ich bin inzwischen generell bei meinen vier Gitarren (Nylon, Western, Resonator, E-Gitarre) bei 46 mm gelandet (etwas beeinflußt durch Lakewood damals). Die Sattelbreite (und besonders auch die resultierende Breite an der Brücke!) passte für mich mich. Hab dann irgendwann eine entsprechende E-Gitarre in Auftrag gegeben 🙂 alles andere gabs „von der Stange“.
… und hab schon einige Male Musiker getroffen, die ähnlich gehandelt haben. Ist ja auch völlig unverständlich, warum es da nur so einen Einheitsbrei gibt,
Schuhe, Fahrräder, Handschuh usw., alles gibt es selbstverständlich in angepasste Größen.
 
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es gibt auch E-Gitarren mit breiterem Sattel, aber natürlich ist die Auswahl kleiner.
 
Ich habe Westerngitarren in verschiedenen Sattelbreiten. Aber ich komme mit 42,86 mm am besten klar.
 
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Angebot und Nachfrage ;)
Naja, ob das die Erklärung ist? … immerhin ist das Angebot an unterschiedlichen Farben ja enorm 😉

es gibt auch E-Gitarren mit breiterem Sattel, aber natürlich ist die Auswahl kleiner.
Ja, aber die haben (nach meinen Recherchen) dann an der Brücke das übliche Spacing (wg. des ebenfalls ja überwiegend einheitlichen Spacing der Pickups).
 
  • #10
Ich glaube die Erklärung ist relativ simpel:
Die meisten Kunden möchten eher eine schmale Sattelbreite und kaufen solche Gitarren.
Entsprechend ist das Angebot dort relativ groß.
Ich empfinde es aber auch kein großes Problem jede Menge Westerngitarren mit 45mm oder größer zu finden.
Thomann listet da ungefähr 100 verschiedene Modelle, da sollte jeder etwas finden.

Ich persönlich empfinde die reine Sattelbreite auch gar nicht als so super ausschlaggebend.
Ich habe super kleine Hände und spiele Gitarren von 42 bis 54mm. Das ist mehr oder minder Gewöhnungssache.
Viel wichtiger empfinde ich die Dicke des Halses, dessen Form (C-Shape, D-Shape, V-Shape) und die Saitenlage.
Da heb ich ganz klar Dinge, die ich präferiere. Aber ob nun 43 oder 45mm ist mir tatsächlich ziemlich egal.
 
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  • #11
Es gibt eigentlich 2 Grundtypen bezüglich der Halsbreite.
Für vor allem Strumming und Leute die von der E-Gitarre her kommen 42 bis 43 mm.
Für Fingerpicking und vor allem komplexeres Fingerstyle-Spiel 44 bis 45 mm (vereinzelt auch bis 46 oder 48 mm).
Meine "Wohlfühlzone" (ausschließlich Fingerstyle) ist z. B. 44 bis 45 mm, 46 mm geht auch noch einigermaßen, schmaler geht überhaupt nicht.

Inzwischen gibt es eine gute Auswahl an Gitarren sowohl mit schmaleren als auch mit breiteren Griffbrettern.
Neben der reinen Breite ist aber vor allem auch das Halsprofil wichtig, und auch das String Spacing, also wie die Breite tatsächlich genutzt wird.
Das alles muss insgesamt zum eigenen Spiel passen, auch was überhaupt und wie gespielt wird ...
 
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  • #12
Ja Blues - Opa.....so in etwa geht es mir auch. Und na klar gibt es etliche Gitarren mit breiterem Sattel, aber ich habe es jetzt schon paar Mal erlebt, dass ich bei guten Gebrauchtangeboten deswegen schnell abgewunken habe. Z. B. eine Taylor 214 CE zu einem guten Preis.... Sattelbreite 42,8 mm !!! da bin ich gleich raus.
@ Disgracer: wenn du super kleine Hände hast, wirst du mich wohl kaum verstehen, bzw. betrifft es dich gar nicht und es interessiert mich dann auch eher nicht, dass es für dich kein Problem ist....Glückwunsch. für mich ist es aber eins.
 
  • #13
ich würde mal behaupten, dass es auf die Musik ankommt. Wie gesagt, wenn ich klassische Stücke spiele, bin ich froh über einen breiten Sattel, weil meine Finger einfach mehr Raum bekommen.
Beim Strumming von Akkorden bevorzuge ich aber definitiv ein schmaleres Griffbrett.

Das trifft auf alle Gitarren und Spielweisen zu. Spiele ich klassischen Blues und setze viel den Daumen ein, bevorzuge ich eher einen dicken runden Hals. Spiele ich Soli und generell schnellere Sachen, finde ich einen breiteren und dünneren Hals mit flachem Radius besser.

Es geht nicht unbedingt darum ob etwas (un)möglich ist, sondern wie bequem es ist. Denn möglich ist das meiste natürlich auf jeder Gitarre.
 
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  • #14
Ja richtig, ich habe auf der E Gitarre kein Problem mit 43 mm, spiele aber auf der Western ganz anders.
 
  • #15
Mich hat dieses Thema sehr lange beschäftigt. Meine 96er Martin DM hatte 43mm Nutwidth. Ich kam mit ihr beim Fingerpicking nicht gut zurecht. Erst als ich eine Gitarre mit einem etwas breiteren Hals in der Hand hatte, wusste ich, warum. Mit meinen jetzigen Martins klappt Fingerpicking wunderbar. Beide haben 1 3/4" oder 44,45mm.

Es gibt aber auch Tücken, wenn man nicht genau hinsieht. Einmal kaufte ich online eine Sigma S000R 45VS. Die hatte eine Halsbreite von 46mm und sah noch unverschämt gut aus. Zum Glück war es ein Händler, der sie mir verkaufte, denn die Halsbreite war zwar 46mm, brachte aber keinen Nutzen, weil das weiße Binding die Breite nur aufblähte. Der Saitenabstand war viel kleiner als bei einer Martin mit 44,45mm Nutwidth. Die Sigma ging postwendend zurück.
 
  • #16
Meine Cort Luce 550 habe ich aus demselben Grund ausgewählt. Sie hat knapp 48mm am Sattel und einen Saitenabstand, der entspannten Fingerpicking entgegenkommt.
Selbst wenn man vorher eine Konzertgitarre gespielt hat, fällt der Umstieg nicht schwer.
 
  • #17
Bei Furch gibt's Sattelbreite bis 48mm.
Hab ich.
Die Gitarre ist super!

Beispiel (nicht meine)

Homepage mit Konfigurator
 
  • #18
Sind es denn wirklich so viele, mit einer geringeren Sattelbreite?

Meine Steelstrings, auch alle von der Stange, liegen zwischen 44,4 mm und knapp 46 mm.

Bunt gemischt. Collings, Taylor, Gibson, Larrivee, Stanford, eine ältere Sigma, oder auch meine Reisegitarre und die Resos.

Die Einzige, die da abweicht, das ist eigentlich meine olle Fender Stratacoustic, aber das ist ja auch grundsätzlich so ein Zwitter.
Wobei auch das für mich persönlich auch noch gut funktioniert. Fingerpicking ist da jetzt erstmal auch kein Thema. Wobei ich dafür natürlich so oder so etwas anderes nehmen würde. ;-) Meine Paddel sind auch eher etwas zierlicher.
Ich kenne aber schon einige, die auch mit ihren Kohlenschaufeln noch erstaunlich gut auf schmalen Hälsen unterwegs sind.

Für mich ist aber auch eher das Halsprofil schon wichtiger als die Sattelbreite.
Meine Reisegitarre hat z.B. ein recht merkwürdiges Profil, eher ein superflaches C-Profil. Schon recht extrem. Das fühlt sich für mich immer breiter an, als es ist. Hat aber irgendwie auch seinen Charme. Ich spiele die trotzdem gern. Ok, mal eben lässig mit dem Daumen über den Hals greifen, das ist da für mich eher ungünstig, aber dann spiele ich halt nicht so.

Das Profil und den Hals der J45, mit 44 mm am Sattel, mag ich unter allen meine. Gitarren insgesamt vielleicht ein kleines bisschen lieber, aber das kann auch einfach daran liegen, dass ich die insgesamt gern und etwas häufiger spiele.
 
  • #19
Wie ich weiter oben (#11) schon sagte ... die reine Griffbrettbreite ist nur die halbe Miete. Das ganze System, also Griffbrettbreite, Halsprofil und Stringspaceing spielt zusammen, und muss für einen selbst, was und wie man spielt, passen. Da kann man eigentlich auch nicht pauschal was raten, das ist für jeden individuell unterschiedlich.
 
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  • #20
Sind es denn wirklich so viele, mit einer geringeren Sattelbreite?

Meine Steelstrings, auch alle von der Stange, liegen zwischen 44,4 mm und knapp 46 mm.

Bunt gemischt. Collings, Taylor, Gibson, Larrivee, Stanford, eine ältere Sigma, oder auch meine Reisegitarre und die Resos.
Ich weiss nicht, wie viele Western im Vergleich mit 43 mm Sattelbreite unterwegs sind, aber einige sind`s wohl schon. Mir ist das ja eher bei Gebrauchtkauf aufgefallen....
ich erwähne es noch mal aus aktuellem Anlass: ne Taylor 214 CE hat 42, 8 mm ....die würde ich auf gar keinen Fall kaufen. Es mag aber durchaus zierlichere Hände geben, die damit gut und besser klarkommen.
Naja, zumindest gibt es auch ne Menge Gitarren mit breiterem Sattel, man muss halt darauf achten. Oft steht es bei privatem Verkauf ja auch gar nicht mit in der Beschreibung.
 
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