Samplemodeling: Mr. Sax & Co.

von windplayer, 03.02.16.

  1. windplayer

    windplayer Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.02.16   #1
    Das neue EWI-Modell (EWI 5000) setzt überwiegend auf Sounds "natürlicher" Instrumente, die es allerdings nur so einigermaßen abbildet.
    (Dazu muss ich allerdings sagen, dass sich diese Meinung nur auf den Soundbeispielen von Youtube gründet, da ich das Gerät selbst nicht besitze.)

    Wenn ich ehrlich bin, haben mich in puncto Natursounds nur die Instrumente von Samplemodeling überzeugt, wobei ich dort nur Mr. Sax und "The Saxophones" besitze.
    http://www.samplemodeling.com/en/index.php
    Mit Ingos XPression kenne ich mich nicht aus, daher kann ich mir hier keine Meinung erlauben.
    Die Samplemodeling-Instrumente haben ihren Preis, dafür kann man hier nach seinem eigenen Geschmack eine Auswahl treffen. Ich bin nun mal eher Saxophon-Fan! ;-)

    Mich interessiert, was ihr für Erfahrungen mit anderen Samplemodeling-Instrumenten habt, z. B. sollen "The Trumpet" gut sein (wobei mich vom Sound eher die Flöten und Klarinetten interessieren).

    Schön finde ich, dass Samplemodeling ein eigenes Forum anbietet, mit einer Rubrik für Windcontroller-Spieler: http://www.samplemodeling.com/forum/viewforum.php?f=4&sid=b53a5c12afbeace9062fcaf563d9d4f1

    Dort wird z. B. auch das EWI 5000 kräftig kritisiert. Ein Grund für mich, noch ein zweites EWI 4000s zu erwerben, bevor dieses vom Markt verschwinden sollte...
    Einige Händler wie Thomann bieten das 4000er-Modell gar nicht mehr an.

    Ein Grund für einen Zweitkauf war für mich auch die häufig beanstandete Fehleranfälligkeit des 5000er-Modells. Mein EWI4000s läuft und läuft und läuft. Eine kleine Reinigung habe ich in zig-Jahren vorgenommen, sonst nichts. Auch das Nachjustieren war fast nie nötig. Kurz: Ein tolles Teil, das ich noch lange spielen möchte!
     
  2. Petra Sue

    Petra Sue Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.02.16   #2
    Hallo Gonzomaster,

    Ingo hat ja ein paar Beispiele auf seinem Server hinterlegt - wobei man dazu schon anmerken sollte, dass er 1. ein gelernter Musiker ist und 2. als Entwickler des Geräts schon genau weiß, an welchen Strippen er wie ziehen muss, um die optimal erreichbare Qualität der einzelnen Instrumente rauszuholen.

    Ich habe auf meiner SoundCloud-Seite mal ein paar Einspielungen mit dem XPression zusammengestöppert, aus dem vielleicht ansatzweise das Potenzial einiger Instrumente erkennbar wird, wenn die nicht von einem Profi gespielt werden. Dabei bitte ich zu berücksichtigen, dass keinerlei Nachbearbeitung und keinerlei Effekthascherei über das einfache Line-In-Einspielen der einzelnen Tracks hinaus erfolgt ist.

    Sehe ich für mein EWI-USB ähnlich.

    Übrigens ist beim EWI-5k nur ca. die Hälfte der Sounds "naturnah". Der Rest ist, wie beim 4000er doch eher, sagen wir mal, klar synthetisch ausgerichtet.

    Tschüssi,
    Petra
     
  3. dynasample

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    Erstellt: 03.02.16   #3
    Wer mal ein paar Instrumente (z.B. Sax, Klarinette, etc.) vergleichen will, kann sich mal diese beiden Synthophone Videos von der NAMM-Show 2016 reinziehen. Am besten parallell auf zwei Browser-Fenstern zum hin- und herschalten.
    Zumindest auf den Videos haben die SampleModeling Instrumente deutlich weniger Dynamik, finde ich.
    Aber da bei Sounds alles immer Geschmackssache ist, soll sich jeder selbst seine Meinung bilden!

    Martin Hurni (der Erfinder des Synthophones) hat sein Video zufälligerweise am selben Tag auf YouTube eingestellt. Ich wusste nicht, dass er teilweise dasselbe Material hatte ...
    Daher kann man die Instrumente mit dem selben Spieler am selben Tag schön vergleichen und sich entscheiden, was einem mehr liegt.





    Alt-Sax XPression 1. Video bei 21 Sek. - Alt Sax SampleModeling 2. Video bei 1:09. Beide spielen an diesen Stellen ungefähr im gleichen Register.

    Bariton-Sax, 2. Video: 0:20 (SampleModeling) - 4:08 (XPression) - gibt's auch im ersten Video.

    Unser Lieblings-Klarinetten-Muckel:
    XPression 1. Video 1:27 - SampleModeling 2. Video 1:31.
    (Der XPression spielt einfach langsamer ... LOL!)

    Erik (Robosax) hat den XPression auf der Namm zum ersten Mal - also ohne Vorbereitung - gespielt. SampleModeling spielt er bereits set Jahren ...
    (Er ist aber studierter Saxophonist, muss ich dazu erwähnen!)

    Und noch ein wunderschön gespieltes Alt-Sax, das ein User (EVI) aus New York vor ein paar Tagen erst auf SoundCloud gestellt hat und das ich gestern zum ersten mal gehört habe. Kein schlechtes Sax-Feeling für einen Trompeter ...

    https://soundcloud.com/scanders/saharas-mile

    LG, Ingo
     
  4. windplayer

    windplayer Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.02.16   #4
    Ich werde mir die Videos mal in Ruhe ansehen/anhören. Aber ich vertraue einfach mal eurer Einschätzung bezüglich der Qualität des XPression.
    Dennoch wage ich zu behaupten, dass für jede/n, der/die die Qualität von Samplemodeling und/oder XPression in Kombi mit Blaswandler erfahren hat, andere Versuche mit Naturinstrumenten-Imitation weitgehend verdorben sind. Ausnahmen bestätigen wie immer die Regel.
    Die Instrumenten-Sounds des EWI5000 klingen dagegen wie ein Kinder-Keyboard verglichen mit einem Flügel...

    Im Samplemodeling-Forum gibt es Versuche, die Samplemodeling-Entwickler von einem eigenen Blaswandler-Modell zu überzeugen, das dann auch Super-Sounds abspielen kann. Das wäre eine nette Sache. Frage ist, ob ein solches Teil dann bezahlbar wäre bzw. ob eine solche Spezialisierung nicht auf Kosten der Flexibilität gehen würde.
     
  5. dynasample

    dynasample dynasample.com

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    Erstellt: 04.02.16   #5
    Und wer genau sollte so einen Wind Controller bei SampleModeling entwickeln?
    Spielt von denen jemand überhaupt ein Blasinstrument, was über Blockflöte Grundschule hinausgeht?

    Eher nicht, sonst hätten sie bereits diverse Probleme bei ihren Software-Instrumenten erkannt ...

    Die SampleModeling Instrumente sind (von Keyboard-Spielern) für Keyboard-Spieler entwickelt worden!

    Daran ist auch nichts falsch. Der XPression wurde zuerst auch für Keyboards entwickelt, da ich dachte, die Keyboarder bräuchten dringender Instrumente, die sich in Echtzeit spielen und nicht nur (im Puzzle-Modus) editieren lassen. Das war leider daneben gedacht - Keyboarder LIEBEN Puzzles!

    Ich muss dazu allerdings sagen, dass ich für die perfekte Anpassung an Blaswandler fast zwei volle Jahre gebraucht habe. D.h. bis sich alles mit allen gängigen Wind Controllern wirklich so spielen lies, dass man ein Bläser-Feeling beim Spielen hat und nicht meint, dass man in ein Klavier bläst oder eine Geige aus 20 cm Entfernung mit chinesischen Ess-Stäbchen bedient.

    Um ehrlich zu sein, ökonomisch gesehen rechtfertigt der Umsatz einen solchen Aufwand auf keinen Fall! Das dürften andere ebenso sehen ...

    LG, Ingo
     
  6. windplayer

    windplayer Threadersteller Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.02.16   #6
    Das kann ich auf anderem Gebiet bestätigen. Ich habe zwei Jahre lang an einem Sachbuch geschrieben (ganz anderes Metier ;-) ). Die Umsätze sind vermutlich um einiges geringer als beim XPression. Da geht es vermutlich einfach um Spaß an der Sache und darum, dass eigene Ideen etwas mehr Verbreitung finden. Du kannst ja Synergie-Effekte nutzen - und bei Samplemodeling einsteigen - oder direkt bei Akai (Vorher müssten natürlich die fürs EWI5000 Verantwortlichen gefeuert werden...).
    Dafür, dass die SampleModeling Instrumente von Keyboard-Spielern entwickelt wurden, finde ich sie wirklich klasse. Für mich kommt da auch ein Bläserfeeling auf. Dagegen war die Passion Flute von Orange Tree Samples ein Flop. Die Sound-Beispiele waren nett, aber es kommt kein schönes Spielgefühl auf. Hier hätte ich eher Keyboard-Frickler am Werk vermutet.
     
  7. Petra Sue

    Petra Sue Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.02.16   #7
    Nuja, ich kann Ingo sehr gut nachfühlen, dass er sich nicht unbedingt bei SampleModeling andienen will, sondern selbständig bleibt. Bin ja selber ebenfalls eine Freelancerin (auf 'nem ganz anderen Gebiet) und weiß die Unabhängigkeit zu schätzen, auch wenn sie manchmal etwas stressig ist.

    Wie dem auch sei - wenn SM sich tatsächlich dazu entschließen sollte, ein eigenes Gerät zu entwickeln, werden die das gleiche Problem wie Ingo kriegen: Dass das Gerät für nur einige wenige Instrumente relativ zu viel Hardware-Kosten verursacht und damit eigentlich zu teuer wird, aber mit vielen Instrumenten dann in einer Preisklasse liegen wird, bei der man genauso gut zu schon Etabliertem, nämlich dem XPression, greifen kann und vermutlich auch tut.

    Tschüssi,
    Petra
     
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