Sattel selbst machen oder nachbearbeiten

von Miles Smiles, 06.01.07.

  1. Miles Smiles

    Miles Smiles Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 06.01.07   #1
    Ich möchte bei meinen Gitarren die Sättel entweder neu machen oder zumindest nachbearbeiten, sofern die Kerben nicht tief genug sind.

    Bisher habe ich da mit Sandpapier, Nagelfeile, Messer, Metallsäge usw. ziemlich unproffessionell herumgewerkelt, zur Not geht's ja, aber für eine komplette Neuanfertigung reicht das nicht.

    Welches Werkzeug verwendet ihr? Die Sägen von Rockinger
    sind ja nicht gerade billig und selbst wenn man alle kauft fehlt ja noch was für die dicken Saiten, da die dickste Säge nur 1mm stark ist und eine .0050er E-Saite 1,2 mm hat. Kommt man mit dem Zeug trotzdem aus, wenn ja wie?

    Dann gibt es noch feines Zeug bei Stewart-MacDonald (als netter Überblick, was man so alles gebrauchen könnte): Essential Nut Making Tool Kit at Stewart-MacDonald

    Da gibt es nur eine dünne Säge und der Rest wird mit Feilen mit V-Profil gemacht. Ist das besser? Nur für Profis? Weil andereseits gibt es auch dort Sägen: Gauged Saws at Stewart-MacDonald
    Die gehen aber überhaupt nur bis .0025". Wie macht man also korrekte dickere Kerben mit dem Zeug?

    Gibt's noch Tips auf andere Bezugsquellen?
     
  2. Ray

    Ray Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 06.01.07   #2
    Sattelfeilen.

    Ich hab die Teile auch, das sind aber echt nur Sägen. Sprich: zum Einsägen der Kerben bei Neusätteln. Zur Endbearbeitung taugen die nicht wirklich, da braucht man Feilen, keine Sägen.

    Besser sind da noch alte Roundwound-Saiten, die man in einen Laubsägebogen spannt. Die haben nämlich ordentlich Feil-Wirkung :).

    Und die Größe passt dann auch immer. Zur Endbearbeitung echt top für die dicken Saiten.


    Ich bin bislang immer in meinen Stammladen gegangen und hab mir dort das (schweineteure) Ibanez-Feilenset kurz ausgeliehen und vor Ort meine Sättel endgefeilt, oder ich habs zuhause mit der Laubsägemethode gemacht. Aber wenn man sehr viel mit Sätteln rumspielt, sollte man sich ein gescheites Feilenset zulegen. Auf Dauer einfach das beste.
     
  3. Miles Smiles

    Miles Smiles Threadersteller Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 06.01.07   #3
    Heißt das, dass man mit einer .010er Säge zum Einkerben auskommen würde?

    Auch guter Tipp Danke, aber so teuer ist im Vergleich der Satz (4449) eigentlich nicht:
    Zubehör bei Saitenkatalog.de
    Und hier noch der Hersteller: ibanez-NUT/FRET FILE SET

    Wobei mich wundert, dass der 3-teilige Satz (4451) so viel mehr kostet als der 8-Teilige (4449). Es kosten auch die Hosco-Feilen relativ viel. Sind die Zweiseitigen um so viel besser?

    Hm, die Amis haben's gut: Fret & Nut Files
     
  4. Ray

    Ray Mod Emeritus Ex-Moderator HCA

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    Erstellt: 07.01.07   #4
    Zum Einsägen in frische Sättel ist das Rockinger-Set top. Dass die beiden hohen Saiten nur eine Säge haben, macht nichts. Dass die dickste Säge für die tiefe E-saite nicht für die allerdicksten Saiten passt, macht da auch nix, es geht ja nur ums Einsägen. Den Rest macht die Feile.

    Und auch die Feile ist ja, wenn man nicht grade stufenloses Profiwerkzeug hat, nur an einer Durchschnittssaite gemessen. Wenn man partout einen 13er Satz Saiten spielt, muss man halt beim Endfeilen bissel die Ränder stärker bearbeiten, also mit seitlichem Druck, nicht mit Druck nach unten, feilen. Oder man zieht noch paar mal eine passende Roundwoundsaite durch die Kerbe, mit oder ohne Laubsägebogen.

    80 Euro oder so fand ich damals einfach enorm viel für so drei lumpige Feilen. Dagegen erschien mir das Rockingerset günstig. Aber es sind halt Sägen, die nicht ganz den Zweck erfüllen, den die Beschreibung suggeriert. Mit etwas Mühe gehts das schon auch, aber letzten Endes sind Feilen einfach deutlich besser und weniger riskant.


    Minifeilen, wie sie Zahnärzte z.T. verwenden, sind übrigens auch sehr praktisch :D
     
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