Schlaf nicht vor morgen.. Bräuchte sehr gern Feedback.

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Spice Weasel
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Hallo,

ich hab neulich nach einer gewissen Situation dieses Lied geschrieben und bräuchte mal ein paar Meinung dazu. Es ist allerdings nur eine erste Aufnahme, deswegen qualitativ nicht die Wucht mit einigen Fehlerchen und Macken. Würde mich freuen, wenn jemand was dazu sagen könnte.

Liebe Grüße
Spice

http://soundcloud.com/spice-weasel/schlaf-nich

Lyrics:

Lehn dich zurück und schließ die Augen
Mal dein Glück in einen neuen Tag.
Lös dich los von erdachten Fassaden
weil ich dich in deinem Innersten mag.

Schlaf nicht vor morgen.
Atme tief in die Nacht herein.
Mach dir keine Sorgen
morgen jemand Andres zu sein.

Schau nicht auf fremde Gedanken
Schließ die Tür und lass sie nicht herein.
Lass dich fallen in diese zwanglosen Stunden
Höre auf heute schon im Morgen zu sein.
 
Eigenschaft
 
Finde deine Stimme super!
Der Song ist super. Ich hör den schon mit einer Band :)
Wenn du wirklich was ändern willst, wie wärs mit einer
Veränderung beim Rhythmus zwischen Refrain und Strophe?
 
Kleine Fehlerchen und Macken find ich überhaupt nicht schlimm, ganz im Gegenteil!
Dadurch wirkt es irgendwie subtil zerbrechlicher (es ist ja nicht so dass du dich mal grob verhauen hättest),
aber die Stärke des Songs bleibt darüber bestehen.
Der Text ist ganz toll!

@mento was hörst du bei der Band alles? Ich weiß nicht warum aber ich bilde mir irgendwie ein Tamburin ein ^^
 
Also, den Text find ich wirklich sehr toll, ich wünschte solche tollen Bilder und eine so schöne Ausdrucksweise würden mir beim Schreiben auch in den Sinn kommen! Deine Stimme mag ich (hat für mich auf den ersten Eindruck was von Judith Holofernes von Wir sind Helden), wie auch die Liedbegleitung.

Was ich allerdings auf Dauer eher als störend empfinde, sind die langen Vokaldehnungen. Es gibt stellen in dem Lied, da passiert das bei drei Wörtern direkt nacheinander ("Schau nicht auf..." z.b.). Das ist sicherlich eine Geschmacksfrage, mir persönlich ist das etwas "too much". Im Refrain finde ich's passend, wäre vielleicht auch ein gutes Mittel, diesen ein bisschen von den Strophen abzugrenzen, wenn dort weniger von diesem Stilmittel gebraucht gemacht würde. Mein leienhafter Sachverstand sagt mir, dass es am relativ kurzen Text liegt. Klar, kurze Texte können sehr schön sein (so wie ich diesen hier, wie schon gesagt, auch als solch einen empfinde), meiner Meinung nach ist es aber oft auch schwieriger sie wirklich "Liedfüllend" einzusetzen. Wäre es mein Lied, würde ich vielleicht versuchen den Text ein wenig zu Strecken, sich teilweise vielleicht ein paar Pausen zwischen einzelnen Worten oder sogar Vokalen innerhalb einzelner Wörter zu trauen oder auch das Lied vielleicht etwas schneller zu spielen.

Aber es ist Geschmackssache, und nicht nur das! Ich sitze an meinem PC, surfe ein wenig im Netz, höre dein Lied über eher schlecht Aldi-Pc-Lautsprecher für 10 Euro, ich sehe beim Blick aus dem Fenster auf eher langweilige Häuser bei durchwachsenem Wetter am Nachmittag, ich höre immerwieder Autos auf der Straße vorbeifahren. Was ich sagen will, die Stimmung ist auch grad nicht die passende für dein doch eher stilles Lied. Was ich vielleicht grade als ein zu langsam und zu gedehnt empfinde, könnte mir in einer anderen Stimmung vielleicht auch grade gefallen...

In dem Sinne, hoffe ich dir irgendwie geholfen haben zu können, auch wenn es wahrscheinlich nicht die positivste Kritik war ;)

Grüße, Yannick

PS.: Mich würde mal interessieren, wie du beim Schreiben vorgehst, schreibst du zuerst Text, Musik oder fällt beides gar zusammen!?
 
Vielen Dank erstmal für euer Feedback.
Ich geh dann gleich mal auf dich ein, Lehrgut (geiler Name).
Was genau meinst du mit zu langen Vokalen? Sind die Wörter zu lang gezogen, zu lang gesungen, etc??
Und ich muss dazu sagen, es ist eine Stimmungsgeschichte. Wo wir schonmal bei dem Thema sind: Ich fange an zu schreiben, wenn gerade was passiert ist, was mich irgendwie bewegt. Da steht noch keinerlei Melodie fest. Die Worte und die Gedanken sind irgendwie im Kopf und die werden dann aufgeschrieben. Im Laufe des textens fange ich an einer Melodie draufzuschrubben, damit ich weiß, wie ich weiter vorgehen sollte im, speziell die Rhythmusgeschichten.
Vielleicht erzähl ich mal kurz (ohne ins Detail gehen zu wollen) wie es zu de Lied kam.
Es geht um einen Kollegen, mit dem ich meine Ausbildung mache und wir uns immer gut verstanden haben und mit dem ich immer reden konnte.
Neulich war ich abends und über Nacht bei ihm (und man kann es sich ja denken). Irgendwas war aber komisch und er war sich unsicher.. Wie gesagt, ich möchte nicht ins Detail gehen. Aber das Lied ist quasi für mich eine sehr entspannende, schöne, aber auch denkwürdige Situation.
Es geht um völlige, bedingungslose Hingabe, egal wie man am morgen danach denkt. Der Verstand wird ausgeschaltet und das Bauchgefühl ein..
Es soll einfach ein bisschen entspannt klingen.. Ein wenig verlangsamt, genauso wie manche Dinge passieren. Den Moment ein Stück weit ruhen lassen und nicht über Konsequenten nachdenken und all das.

PS: Ich habe keinerlei mit Probleme mit negativer Kritik. IM Gegenteil, daran wächst man nur..
 
Hmm. Ja wie erklär ich das am besten. Ich meine halt, dass du eine Silbe nimmst und dann sehr lange hälst (das machst du ja quasi überall im Lied), was ja rein technisch nicht schlecht gesungen ist, ich fänd es aber eben schöner, wenn diese Art die Silben über einen längeren Zeitraum zu halten, ein wenig dezenter im Lied eingesetzt würde... ich hoffe du hast jetzt verstanden, was ich meine ;)

Okay, ja so ungefähr schreibe ich auch, ich finde es aber immer wieder interessant, wie der Rest der Welt seine Lieder zusammen bekommt! Ich find auch immer hilfreich, wenn man sich beim Schreiben des Textes ein bisschen an einer Melodie "festhalten" kann...

Ja, genauso hab ich den Text auch verstanden! Ich find, das hast du schon sehr gut umgesetzt. Die Prägnanz der Textes steht für mich genau für dieses Bauchgefühl und damit im Gegensatz zur Verkopftheit des im Text Angesprochenen. Wie gesagt, generell find ich das Lied ja gut, nur die oben erwähnte Sache stört mich noch etwas ;)

Eine kleine Anmerkung zum Text noch: Die Zeile "Atme tief in die Nacht herein" scheint mir nicht ganz richtig/logisch. Meiner Meinung nach müsste es entweder etwas wie "Atme in die Nacht hinaus" oder "Atme die Nacht tief ein" heißen, denn man kann ja eigentlich nur in seinen Körper hinein atmen, oder?
 
http://youtu.be/eJHuMmyVsaI

Soo, das Endprodukt.. Es klappert, es rauscht, es klingt komisch, aber es hat ewig gedauert die gefühlten 100.000 stimmen drauf zusingen.
 

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