Selmer Style User-Thread

von Gast75843, 18.02.08.

  1. Gast75843

    Gast75843 Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 18.02.08   #1
    Zuerst einmal eine passende Einleitung: Ich glaube, im Jahre 1916 entwickelte in den USA ein deutschstämmiger Gitarrenbauer mit dem Nachnahmen Martin den bislang größten Gitarrentyp und benannte ihn nach einer Kategorie von Kriegsschiffen Dreadnought. Ende der Einleitung.

    Im Jahre 1931 legte der Instrumentbauer Maccaferri der französischen Instrumentenfabrik Selmer seine Gitarrenkonstuktion vor, kurz darauf konnte man sich darauf einigen, dieses Modell in Paris zu produzieren. Die Zusammenarbeit währte wohl nur bis zum Jahre 1933, es war zu Meinungsverschiedenheiten zwischen Selmer und Maccaferri gekommen. Produziert wurde die Gitarre jedoch noch bis 1940.

    Die Selmer Maccaferri Gitarrre ist für mich „die Andere“ Gitarre mit Stahlsaiten, die fast vergessene europäische Schwester der Westerngitarre.
    Heute wird dieses Modell oft als Django Gitarre bezeichnet, weil es eben vollständig mit Django Reinhardt und dem Sinti Swing assoziiert wird, dabei darf man bezweifeln, dass Maccaferri tatsächlich bei der Entwicklung seines Instrumentes nur diese eine Zielgruppe vor Augen hatte.
    Offensichtlich liegt eine solche Gitarre sehr gut ausbalanciert am Körper und in den Händen des Musikers, ein Cutaway wurde sofort Bestandteil der Konstruktion. Durch einen besonderen Korpus war die Gitarre sehr laut, so brauchte man das für den Jazz. Je nach Schallloch unterscheidet man zwischen der D-Hole, die in erster Linie von Rhythmusgitarristen verwendet wird, und der Oval-Hole, die von Rhythmus- sowie Leadgitarristen eingesetzt werden kann. Später kamen auch Typen mit nierenförmigen Schallloch dazu, wenn ich recht informiert bin, sind die allerdings nicht mehr bei Selmer gebaut worden. Ihre Klangcharakteristik entwickeln die Klampfen am besten mit silberumsponnenen Stahlsaiten, die von den Sinti-Gitarristen ziemlich doll mit dicken Plektren angeschlagen werden, das Plektrum kann mehrere mm dick sein, und z.B. aus Knochen, Schildpatt, Holz, verschiedenen Halbedelsteinen und durchaus auch aus Gold bestehen.

    Eine echte Selmer Maccaferri in gutem Zustand ist wohl kaum unter 10 000, in Worten Zehntausend Euro zu kriegen. Verschiedene Nachbauten werden in vielen Ländern individuell von Gitarrenbaumeistern gefertigt. Bekannte Namen sind Dupont, Favino, Dunn und Hahl.
    Nun haben jedoch auch die bekannten internationalen Konzerne die Selmer Maccaferri wieder entdeckt, zu erwähnen wäre die Saga Gitane, Modelle von Klira, Johnson, Kirkland und vielen anderen.
    Diese billigen Nachbauten sind schon ab 160.- Euro zu haben, eine Saga Gitane kostet jedoch schon wieder 550.- und mehr. Die Instrumente unter 400.- sollten jedoch bei einem Händler gekauft werden, der werkseitige Schlampereien beseitigt. Andererseits haben wir ja das für Käufer ganz praktische Rückgaberecht für im Versand eingekaufte Artikel…

    Hat jemand Erfahrungen mit solch einer Gitarre? Vor allem, gibt es auch jemanden, der das Intrument nicht für Sinti Swing oder Jazz im allgemeinen benützt?
     
  2. Gast75843

    Gast75843 Threadersteller Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 23.02.08   #2
    Nun, das Thema Selmer-Maccarerri hat wohl doch einige Leute interessiert, obwohl niemand etwas dazu zu sagen hatte. Gestern habe ich auf Grundlage meines kleinen Aufsatzes den Eintrag über dieses Gitarrenmodell in der deutschen Wikipedia erweitert, dabei fand ich einen Link zu einer englischsprachigen Seite über dieses Instrument:
    http://www.lutherie.net/is_a_mac.htm
    Die für mich sehr wichtige Aussage auf dieser Page: Maccaferri hat dieses Instrument nicht speziell für den Sinti Swing entwickelt. Heute wird die Selmer-Maccaferri fast schon als eine Art Django Signatur Gitarre angesehen. Maccaferri kannte Django Reinhardt aber überhaupt nicht!
    Bei Wikipedia wird das Instrument sogar als eine Folkloregitarre bezeichnet.
     
  3. Akquarius

    Akquarius Mod Emeritus Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 23.02.08   #3
    selmer-maccaferri ist ein thema, mit dem sich glaube ich (leider) nur eine echte fan-gemeinde auseinandersetzt. schade eigentlich, denn der junge mann hier zeigt doch, was man aus solch einer gitarre rausholen kann:

    http://de.youtube.com/watch?v=J_pfmrj0rxc

    was genau macht eigentlich den besonderen klang der Se-Ma aus?

    groetjes
     
  4. Gast75843

    Gast75843 Threadersteller Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 24.02.08   #4
    Das von Dir vorgestelte Video zeigt ja an sich die klangliche Eigenschaft der Selmer recht gut, obwohl hier das Klangbild leicht elektrifiziert ist. Ich würde sagen, der Sound ist drahtig, kurz, scharf, wenig zum Ausruhen auf den Saiten geeignet. Die Sinti-Swinger benutzen gerne Saiten aus einem mit Silberdraht umsponnenen Stahl/Kupfer-Kern, z. B. die Savarez Argentine New Concept.
    In diesem Zusammenhang habe ich gelesen, dass manche chinesichen Produkte, wie etwas Johnson, mit typischen Westernstrings ausgeliefert werden, und so ausgerüstet für den Sinti Swing zu folkig klingen!
    Ich werde aber erst demnächst in das praktische Experimentiern einsteigen, mit diesem Schreiben hier verkürze ich mir die Wartezeit auf eine Saga Cigano, das ist gewissermaßen die Studierversion der etwas kostspieligeren Saga Gitane.
    Mich interessiert sehr, was man auf dem Instrment außer der Djangologie noch so alles machen kann, denn diese Konstruktion war zu Anfang eben nicht auf irgendeine Richtung festgefahren. Maccaferri selbst war offensichtlich sogar ein guter Klassikgitarrist, und seine Ambition war halt, etwas Neues für das angebrochene vergangene Jahrhundert zu schaffen!
     
  5. armint

    armint Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 24.02.08   #5
    Hi, ich habe eine Saga Gitane DG-255.
    Ich spiele auf ihr nicht nur Sinti-Jazz (kann ich sowieso nicht gut) sondern im Prinzip alles:
    Folk, C&W, Fingerstyle, Akustik-Pop etc..
    Die Gitane ist (wie alle besseren Gitarren dieser Bauart) sehr laut, aber wesentlich mittiger im Klang.
    In unserer Akustik-Band setze ich sie gerne ein weil sie sich klanglich von den beiden anderen Gitarren (Small-Jumbo und Flamenco) absetzt.

    Eigentlich ist sie meine Lieblingsgitarre (obwohl ich auch wesentlich teurere habe).
    Der Klang und die Bespielbarkeit lassen mich häufig die Zeit vergessen.

    Gruß
    Armin
     
  6. History

    History HCA-Gitarrengeschichte HCA

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    Erstellt: 24.02.08   #6
    Ich habe ein paar Bücher gewälzt.
    Diese Gitarre wurde von Mario Maccaferri ursprünglich als Klassikgitarre entwickelt.
    Er ließ sich von Selmer übereden auch eine Stahlversion zu konstruieren.
    Das Besondere an der Gitarre war die "internal Tone Chamber" eine Schallkammer (Resonator) im Inneren des Instrumentes.
    Dadurch wurde die Lautstärke erhöht, der Klang etwas weicher gemacht.
    Allerdings wird in einem Artikel angeführt, daß dieser Resonatur bautechnisch schwer zu realisieren war, so daß bei späteren Modellen darauf verzichtetet wurde.
     
  7. Gast75843

    Gast75843 Threadersteller Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 24.02.08   #7
    Maccaferri entwickelte nur die erste Gitarre dieser Art mit Stahsaiten, die hatte ein D-Hole und noch eine übliche Mensur. Eigentlich dürfte nur dieses Modell Selmer-Maccaferri genannt werden. Es folgte die verlängerte Mensur und auch das Oval-Hole. Dieses Instument ist dann die Selmer Gitarre.
    Ich möchte noch Django erklingen lassen:
    http://youtube.com/watch?v=h4DDkhLM3wI
     
  8. Minor6

    Minor6 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.02.08   #8
    Ich habe vor diese Woche mir eine Selmerlike zu kaufen, so habe ich im Vorfeld ganz groß recherchiert was in Frage käme. :great: Fazit ist ganz klar: die China-Böller (Johnson, Aria etc. ausgenommen vieleicht einige Sagas) sind mit größten Vorsicht zu genießen da sie, meiner Meinung nach, im Preiss überzogen viel kosten. Ja , richtig gelesen. Denn z.B. für ARIA 260 EUR zu verlangen ist Preislastungsmässig nicht ok. Habe einige Exemplare getestet und die sind das Geld nicht wert. Wenn ich das Qualität mit Westerngitarren (nicht den Sound) vergleiche, kriegt man eine vergleichbare Western schon unter 100 Eur. Da habe ich auch schon überlegt ob sich fürs Üben eine günstige klasische Gitarre mit Gypsy Seiten nicht besser macht. Typischen Gypsy sound, kriegt man da ehe nicht raus. Also was solls. Dafür sind schon die Französische Gitarrenbauer (Handmade) nötig. Von mir getestete sind für keine Musikrichtung geeignet. Es ist aber wie immer die Frage was möchtest du mit dem Instrument machen und wie viel darf er kosten. ;) Ich werde demnächst einige Modelle austesten und kann euch vieleicht am WE etwas mehr erzählen.
     
  9. Minor6

    Minor6 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.02.08   #9
    Damit hast du wahscheinlich recht. Ich denke das liegt auch daran das man als Gitarrist unheimlich viel üben muss um diese Musik richtig spielen zu können (damit wir uns verstehen, ich kanns auch nicht, aber ich lerne es noch hoffentlich :D) . Nicht nur die Geschwindigkeit und spezielle Phrasierungen sondern insbesonderen auch ganz eigene Technik für die rechte und linke Hand macht es einem nicht leicht. Wenn man so wie ich aus dem Blues, Pop-Rock Lager kommt, muss man eigene Technik nicht bisschen sondern KOMPLETT umstellen.
     
  10. Jiko

    Jiko Ex-Mod Ex-Moderator HFU

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    Erstellt: 25.02.08   #10
    Eieieiei - wer sagt denn, dass man eine solche Gitarre nur auf diese eine Art spielen darf? So, wie ich mich kenne, würde ich die als "ganz normale Western mit anderer Optik und etwas anderem Klang" verwenden :D
     
  11. Minor6

    Minor6 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 25.02.08   #11
    Na klaro, jeder darf diese Gitarren so spielen und verwenden wie er Lust hat. Ich mache hier doch keine Vorschriften :great: Ich schrieb ja über die Art und Weise wie man Jazz Manouche spielt und nicht die Gitarren selbst. Trotzdem sind Klangunterschiede zwischen zB. hochwertigen Westerngitarren und hochwertigen Gypsy Gitarren sehr groß. Niemand der die Musikrichtung Jazz Manouche kennt und diese ernsthafft erlernen und spielen will, wird sich speziell dafür eine Martin oder Ovation kaufen. Genau so behaupte ich, niemand wird sich eine Dupont MD50/60 für Country Musik anschaffen. Ich weiss das diese Gitarren ursprünglich nicht für diese Musikrichtung gebaut wurden aber die sind jetzt, ob man das will oder nicht, der Standard dafür. Für was anderes werden die nun mal kaum eingesetzt. Experimentieren ist natürlich immer erlaubt, mache ich auch sehr gerne, aber es bleibt nun mal experiment.
    Ich glaube die Spitzengitarristen (ich zähle nicht dazu :( ) wissen ganz genau wozu sie so viele unterschiedliche Gitarren brauchen. Bei entsprechend vorhandenen Kleingeld würde ich auch gerne einen Dutzend hochwertigen Gitarren besitzen. :D
     
  12. Miles Smiles

    Miles Smiles Helpful & Friendly User HFU

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    Erstellt: 25.02.08   #12
    Also, wenn um diese Art Gitarren geht, darf dieser URL nicht fehlen:
    http://www.gypsyguitar.de/cms/

    Dort sind offenbar sehr kompetente Leute am Werk. Es gibt die komplette Preispalette und es werden auch Billigmodelle gepimpt.

    Ich habe auch eine und zwar eine Kirkland, sehr gut verarbeitet und entspricht den Klangvorstellungen:

    [​IMG]

    Noch mehr Bilder hier: Gallerie

    Gekostet hat sie vor ein paar Jahren 250 € und sie ist wirklich mit Bronzesaiten gekommen, die blieben aber nach dem Auspacken nur ein paar Minuten drauf. Savarez 1610 hatte ich gleich mitbestellt.

    Ah ja, ich spiele alles darauf, am wenigstens allerdings Gypsyswing, weil das kann ich noch immer nicht. ;)
     
  13. Gast75843

    Gast75843 Threadersteller Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 26.02.08   #13
    Interessant, jetzt haben wir schon zwei glückliche Besitzer, die keinen Gypsyswing auf ihrem Nachbau spielen!
    Zur Qualität der Nachbauten:Minor 6, Deine Aussage, das die Aria nicht so doll ist, wird anderweitig bestätigt. Im gleichen Test kommt die Saga und die Kirkland allerdings ganz gut weg.
    Dumm ist halt, das die lokalen Händler in der Regel keine solche Nachbauten anbieten. Und die großen Shops beschränken sich in der Regel auf Saga und zusätzlich einen Billiganbieter. Man müßte also u. U. hunderte von km fahren, um da eine Johnson und dort eine Kirkland zu testen.
    Miles Smiles, es freut mich das Du gute Worte für die Kirkland findest. Sie ist ja wirklich nett anzuschauen. Ich werde mir wahrscheinlich auch so eine kommen lassen, zumal es die Saga Cigano in den nächsten zwei Monaten in Deutschland nicht geben wird. Viel teurer ist die Kirkland Gitarre glücklicherweise nicht geworden!
     
  14. Minor6

    Minor6 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 26.02.08   #14
    Ja, über Kirkland kann ich wirklich nichts sagen aber sicher sehr bald :). Eine Gitan 500 habe ich mal bei eBay gekauft und sehr schnell wieder zurückgeschickt. (Alte Weisheit das man die Gitarren nicht im Internet kaufen soll hat sich hier bestätigt. Immerhin Rückabwicklung lief einwandfrei.) Der Hals war für mich viel zu breit und die Seiten haben ziemlich geschäppert. Lies sich mit Halsstab nicht groß korigieren. Hätte man schon am Bridge rumbasteln müssen. Aber gut, an Hand von eine Gitarre kann man kein generelles Urteil bilden deswegen habe ich das auch bisscher nicht erwähnt. Ich denke diese eine war einfach defekt. B Ware (oder Z ;-)). Meines Wissens nach der einziger in Deutschland der wirklich eine Auswahl an solchen Gitarren hat ist www.gypsyguitars.com. Er hat ein Laden beim Würzburg und deswegen fahre ich bald hin um ausreichend Vergleichsmöglichkeiten zu haben. Da bin ich schon gespannt was dabei rauskommt. Übrigens, laut Online Shop hat er noch 2 Ciganos vorrätig :-)
     
  15. armint

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    Erstellt: 26.02.08   #15
    Den Norman (gypsyguitars) kenne ich inzwischen persönlich und würde mir meine nächste Gypsy-Gitarre auf jeden Fall bei ihm kaufen. Die anderen Artikel in seinem Shop kann man übrigens auch sehr empfehlen - vor allem die oben schon genannten ultra-dicken Picks.
    Die Dugain-Picks spiele ich nun seit einer Weile - auch teilweise auf den anderen Gitarren!
    Ich habe im Einsatz:
    Solo und "Gas!" auf der Saga: Knochen
    Normale Gitarre und Saga Rythmus: Acetat
    Ganz sanft auf Saga (Zusammenspiel mit Konzertgitarren): Delrin

    Mein Tipp: Optima-Strings. Guter Klang bei akzeptablem Preis.

    Ich kenne die Aria und die Richwood - soweit sie in einem großen Musikhaus in meiner Nähe standen und die waren der Grund weshalb ich dann doch mehr Geld ausgegeben habe und die Saga kaufte.

    Meine Saga ist top - ich habe nichts an ihr zu mäkeln. Ich hatte sie letztes Jahr mit auf einem Gypsy-Gitarren-Workshop (bei Norman) und der Referent spielte das gleiche Modell. Meine hatte er kurz angetestet und (bis auf die etwas höhere Saitenlage) als gut befunden. Die Saitenlage ist aber Geschmacksache, wir reden hier von Nuancen.
    Da ich die Saga sehr wahrscheinlich mit dem Shadow-Pickupsystem aufrüsten (lassen) werde, spielt die derzeitige Saitenlage keine Rolle, dann wird der Steg sowieso angepasst.

    Die Kirkland (habe sie als Halei gesehen, sollte aber die gleiche sein) ist auch brauchbar, die hat mich angefixt. Ich kann sie leider nur schlecht mit meiner vergleichen weil der Besitzer keine sinnvollen Saiten aufzieht (Stichwort: Stacheldraht).

    An Minor6:
    Du hast einen falschen Link gepostet, du führst die Leute aus Deutschland raus.
    Hier ist der Richtige:

    http://www.gypsyguitar.de/cms/

    Gruß
    Armin
     
  16. Minor6

    Minor6 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.02.08   #16
    Ich besitze jetzt eine Gitane DG255! Bin sehr zufrieden mit der Auswahl. Mal sehen obs anhällt. Verarbeitung ist sehr sauber und die Macken der Gitarre aus meinem eBay Kauf waren anscheindend wirklich eine Ausnahme. Es ist nicht der pure Gypsy Sound aber sie geht schon gut in diese Richtung und wenn ich bedenke das der "richtige" Sound schon über 2000 EUR kostet dann ist diese Gitarre eine gute Wahl. Ich würde sagen, die ist vom Sound her schon so was wie Brücke von Western zu Gypsy. Mit diese Gitarre lässt sich auch nicht Gypsy Musik gut spielen. Kirkland war für mich keine wirkliche Alternative. (Habe wegen den Preis schon bisschen gehofft) Sieht zwar einigermasen ordentlich verarbeitet aus dennoch gar nicht mein Fall. Sound ist ziemlich dünn und Tailpiece geht schon mal gar nicht. Blechdosenboden. Aber von irgendwo muss der Preis auch herkommen. Ich finde für den Preis ist sie aber ganz OK und sie hat gewisse substanz, wenn ich da an Aria denke. Es ist schon eine Gitarre mit der man was anstellen kann. Ich denke wenn man den Tailpiece und Bridge (liegt komplett auf!) austauscht, sicher eine Alternative aber dann ist die Gitane 255 auch preislich nicht mehr weit. Armin, Danke für die Linkkorrektur!
     
  17. armint

    armint Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.02.08   #17
    Herzlichen Glückwunsch! Wo hast du sie her?

    Ja, ich gebe dir recht, die "echten" klingen noch extremer, ich muss aber sagen, dass mich genau der Klang "meiner" DG255 beim Ausprobieren interessiert und in seinen Bann gezogen hat. - Sie klingt halt genau so wie ich es gerne hätte.
    Wenn ich mal zuviel Geld haben sollte - und sonst keine anderen Sorgen - dann werde ich mir hier im Taunus eine bauen lassen, genug Baumeister haben wir hier ja.

    Stimmt, das Tailpiece der Kirkland ist nicht so der Bringer, aber das kann man ja auch noch später ändern. Spielen lässt sie sich schon. Sie wäre auf jeden Fall die bessere Wahl als die Aria/Richwood-Gurken. Besonders die Aria hat mich schwer enttäuscht, habe ich doch zuhause noch eine inzwischen 34-jährige Aria Konzertgitarre stehen und bin eigentlich auch mit dem Gedanken an die Aria ins Musikgeschäft gegangen.

    Was lernt man daraus? Nie per Internet Musikinstrumente bestellen!

    Gruß
    Armin
     
  18. Minor6

    Minor6 Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 28.02.08   #18
    Ich war bei Norman. Da muss man auch hin wenn man solche Gitarre kaufen will :) .
     
  19. Gast75843

    Gast75843 Threadersteller Gesperrter Benutzer

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    Erstellt: 03.03.08   #19
    Hi Leute,

    es hat mich sehr gefreut, dass noch so viel Bewegung in diesen Thread kam, wo er doch zu Anfang ein echter Sleeper war.

    Was hat es eigentlich mit Halei auf sich? Ich habe Halei auch schon bei eBay entdeckt. Ist das eine Art Tunigbetrieb für Gitarren?

    Ich habe mir darüber Gedanken gemacht, dass unser Bild, wie eine Selmer-Style Gitarre klingen sollte, wohl auch ein Stück weit von der Aufnahmetechnik zu Djangos Zeiten geprägt sein KÖNNTE. Dieser leicht verrauschte, etwas nasale und ein wenig quäkende Sound der dreißiger Jahre, den die meisten von uns so lieben. Darum stelle ich hier mal ein Video mit Stochelo Rosenberg vor, der eine echte Selmer spielt, die wahrscheinlich sogar einmal Django gehört hat. Vorsicht, Sochelo spielt so, wie Django mit fünf gesunden Fingern!



    Ein weiteres kleines Video, an dessen Ende auch die besagte Selmer vorgestellt wird, die einmal Django gehört haben könnte. Die berühmteste Django Gitarre wird allerdings gemeinsam mit Stephan Grappellis Geige im Museum Conservatoire Nationale in Paris gezeigt.
     
  20. armint

    armint Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 03.03.08   #20
    Brav! :great:


    Gruß
    Armin
     
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