[service] pumpendes Geräusch bei Röhrenamp

  • Ersteller Seppo666
  • Erstellt am

Seppo666
Seppo666
Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
25.06.22
Registriert
29.01.06
Beiträge
1.277
Kekse
5.802
Ort
im Speckgürtel der Hauptstadt
Hi Leute,

wieder mal brauche ich eure Unterstützung bei einem alten Röhrenamp.

Es ist wieder ein 73'er Carlsbro 50. Diesmal aber original erhalten. Grundsätzlich ist er super erhalten, aber es gab ein paar Alterungserscheinungen. Die wahrscheinlich noch ersten Röhren waren fällig und wurden direkt getauscht. Dann war als Hauptsicherung eine komischerweise intakte 1A Sicherung drin, obwohl eine 3A reingehört. Das hab ich natürlich erst gemerkt, als sie nach ein paar Minuten abgeraucht ist. Also neue 3,15A Sicherung rein und die Kiste lief wieder.

Knisternde Potis wurden behandelt. Die Symmetrierwiderstände auf den seriellen HV-Elkos hab ich mit je 470k bereits nachgerüstet.

Dann gab es eine seltsame Modifikation an den Eingangsbuchsen, die ich wieder auf den Originalzustand zurückgebaut habe. Es waren der 1M und die beiden 68k Widerstände entfernt worden. Die Brücken waren auf ein Minimum reduziert worden und ein 100k widerstand in der rechten Buchse parallel geschaltet. Da hatte zwar funktioniert, aber hier wollte ich wieder den Originalzustand haben, weil es so wahrscheinlich nicht mehr unterschiedlich empfindliche Eingänge gab.(Vermutung)

Nun dachte ich, dass alle Fehler behoben wären und hab den Amp wieder getestet. Ton kommt, auch sehr laut, aber nach kurzer Zeit entsteht erst sehr leise ein pumpendes, puckerndes Geräusch. Das Pumpen wird rasch lauter und schneller. Klingt ein bisschen wie ein schlagendes Herz und ist kein Geräusch, sondern eher eine Reaktion des Speakers. Ich habe keine Erklärung dafür und könnte nur Mutmaßungen anstellen.

Die Elkos sind alle original. Sehen aber viel besser aus, als bei dem anderen Carlsbro vor der Restaurierung, der im Übrigen immer noch sehr viel Spaß macht.

Was kann der Grund für dieses pumpende, puckernde Geräusch sein?
 
Eigenschaft
 
Seppo666
Seppo666
Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
25.06.22
Registriert
29.01.06
Beiträge
1.277
Kekse
5.802
Ort
im Speckgürtel der Hauptstadt
Update: Hab den Test nochmal ohne Gitarre und bei komplett zugedrehten Reglern durchgeführt, bei gleichem Ergebnis.

Da ich das Gefühl hatte, dass es mit zunehmender Erwärmung auftritt, hab ich nochmal mit den Endstufenröhren probiert. Die alten EL34 waren zwar total fertig und haben geknistert bis zum Umfallen, aber da gab es das puckernde Geräusch nicht. Und tatsächlich war bei dem Cross-Check das Symptom nicht mehr wahrnehmbar. Nur eben die fertigen Röhren.

Also hab ich nochmal andere EL34 ausprobiert und es scheint wohl an den Ersatzröhren gelegen zu haben. Nun verlief der Test mit und ohne Gitarre ohne Zwischenfälle.

Kann ich davon ausgehen, dass eine von den den neuen EL34 den Fehler hervorgerufen hat? Wie ist das technisch zu erklären?
 
bluesfreak
bluesfreak
Helpful & Friendly User
HFU
Zuletzt hier
25.06.22
Registriert
11.02.05
Beiträge
9.532
Kekse
56.254
Ort
Burglengenfeld
Servus,

das war vermutlich das sog. "Motorboating", sprich Schwingungen im sehr tiefen Frequenzbereich die als pumpendes Geräusch wahrgenommen werden können (aber nicht müssen). Meist wird dieses Symptom durch altersschwache oder defekte Elkos im Netzteil hervorgerufen. Insofern würde ich dem Amp erst einmal einen CapJob gönnen, mit qualitativ hochwertigen Elkos (F&T), dann die Koppel Cs auf eventuelle Leckage checken und auch die Verkabelung checken ob nicht Steuer- und Ausgangsleitungen parallel laufen...Achja, vermutlich schwingt er mit den alten Röhren nicht weil die schon fertig sind...

Gruß
blues
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Seppo666
Seppo666
Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
25.06.22
Registriert
29.01.06
Beiträge
1.277
Kekse
5.802
Ort
im Speckgürtel der Hauptstadt
Vielen Dank für dein Feedback.

Ich hab den Amp gestern mit anderen neuen Röhren ordentlich rangenommen und das Geräusch war nicht mehr wahrnehmbar. Könnte das mit nem unterschiedlichen Bias zu tun haben?
Der CapJob ist sicherlich ne Maßnahme. Da man an die Platine nur recht umständlich rankommt und der Amp jetzt erstmal einwandfrei läuft, mach ich das, wenn ich etwas mehr Zeit und Muße habe.

Diese Carlsbros sind der absolute Hammer! Eine absolut ebenbürtige Plexi-Alternative! In diesem hier werkelt noch der orig. Partridge Netztrafo und der Drake Ausgangsübertrager. Ein absolutes Dreamteam!
 

Ähnliche Themen


Neue Themen

Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Oben