Dennoch habe ich eher seltener erlebt, dass Personen die solche Ausdrücke verwenden, es diskriminierend meinten.
Es geht darum, wie etwas von denen, die es diskriminierend finden, empfunden wird.
Es geht nicht darum, was ich als weisser, privilegierter Mann meine. Oder aus reiner Wurschtigkeit einfach mache und hinterher mühevoll rechtfertige.
Ansonsten bin ich nicht so für das Gendern weil ich es oft als sprachliche Verunstaltung empfinde die nur den Lesefluss stört. So kann man auch eine Sprache verunstalten. Für mich steht auch nicht der sprachliche Ausdruck an erster Stelle, sondern vielmehr wie der sprechenden es meint und nutzt bzw. deren Einstellung und Motivation.
Scheinbar muss alles heutzutage smooth sein und ja nirgendwo anecken. Sowas geht mir gehörig auf den Keks (meine Tochter hätte statt "Keks", "Sack" geschrieben und es wäre für mich OK gewesen.
autsch.
Besser für den Lesefluss wäre hier und da ein Komma:
"Ansonsten bin ich nicht so für das Gendern
, weil ich es oft als sprachliche Verunstaltung empfinde
, die nur den Lesefluss stört."
Besser für den Lesefluss wäre hier eine Großschreibung:
"Für mich steht auch nicht der sprachliche Ausdruck an erster Stelle, sondern vielmehr wie der
Sprechende
n es meint und nutzt bzw. deren
(wessen?) Einstellung und Motivation."
Das "n" am Ende versaut den Fluss wirklich.
Besser für den Lesefluss wäre hier eine "anscheinend", kein "scheinbar":
"Anscheinend muss alles heutzutage smooth sein und ja nirgendwo anecken."
Besser für den Redefluss wäre es, wenn die Klammer irgendwo zugeht:
"Sowas geht mir gehörig auf den Keks (meine Tochter hätte statt "Keks", "Sack" geschrieben und es wäre für mich OK gewesen.
...)? "
Und da soll ein Sternchen noch stören? 