Sopran?

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Selene
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Ich hab mal ne Frage zum Thema Stimmlage. Ich hab ja noch nie Gesangsunterricht gehabt, deshalb hab ich auch recht wenig Ahnung davon, aber ich würde doch gerne wissen, wo ich dran bin.
Ich weiß, es ist eigentlich nicht wichtig, aber es interessiert mich eben einfach, auch wenn man es vielleicht nicht 100% sagen kann.

So und jetzt zu meinem "Problem":
Ich kann sehr hoch singen. Die Noten weiß ich nicht, aber ich weiß, das ich das Lied Phantom der Oper oder Denk an mich(aus Phantom der Oper) von Höhe her problemlos singen kann(Bei Phantom der Oper auch das Ende, zumindest den Anfang von Ende)
Ich hab aber doch ein dunkleres Timbre, als das "Original", sei es im Musical oder Film. Außerdem komm ich auch tiefer, als ein "normaler" Sopran. Das heißt nicht, das ich einen riesen Stimmumfang hab, aber ich kann auch sehr tief singen, allerdings mag ich das nicht so, hört sich irgendwie komisch an.
Ich würde mcih ja selbst als Mezzosopran einstufen, aber als ich dann ein Beispiel(die Rolle der Carmen aus der Oper Carmen) gehört hab, fand ich, das die Stimme noch ein ganzes Stück dunkler klingt als meine. Oder bin ich einfach ein hoher Mezzo und sie war ein tiefer?

Schonmal danke fürs lesen. Und ich hoffe, das mir jemand helfen kann.

Gruß Selene
 
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Elisa Day
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Ohne Deine Stimme zu hören kann man dazu wenig sagen.
Ich kann "Denk an mich" aus Phantom der Oper auch singen. Ich bin aber Alt oder dunkler Mezzosopran. Die hohen Passagen in "Denk an mich" erreiche ich ohne größere Probleme, aber sie klingen nicht besonders toll und voll.

Wenn du Aufnahmen der Carmen gehört hast, dann hörst du da ja ein voll ausgebildete Opernstimme. Daran seine eigene Stimme einzuschätzen ist nicht nur schwierig - man schneidet auch schlecht ab. ;) Die Wärme und Fülle in der Stimme eines Mezzosoprans entwickelt sich mit der Zeit und mit jahrelangem Training.

Der Stimmumfang gibt zwar eine Richtung vor, ist aber nicht entgültig ausschlaggebend für das Register. Wichtig ist die Stimmfärbung. Da liegst du vielleicht mit Mezzosopran ganz richtig.

Liebe Grüße
Elisa
 
Günter Sch.
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Selene schrieb:
Ich hab mal ne Frage zum Thema Stimmlage. Ich hab ja noch nie Gesangsunterricht gehabt, deshalb hab ich auch recht wenig Ahnung davon, aber ich würde doch gerne wissen, wo ich dran bin.

Liebe Selene,
du bist du, und deine ganz persönliche stimmlage wird sich heraustellen, wenn du das handwerk des singens gelernt hast. Die "fächer" im Musiktheater entsprechen dem zuschnitt des traditionellen spielplans. "Hoch" singen die guten, die schurken immer bariton oder bass. Die jugendliche liebende ist lyrischer sopran - speziell für dich "Rusalka", lied an den mond (Selene) -, der dramatische oder gar hochdramatische hat andere rollen, der mezzosopran schlüpft gern in hosen, der koloratursopran hat ein bestimmtes hohes register. In der operette war die einteilung ganz klar: die dame (nur sängerin genannt), der schmachtende liebhaber (tenor), das buffo-paar (soubrette-tenorbuffo) muß in der klassischen oprette noch singen können, später reicht es, komisch zu sein und ein paar tanzschritte zu können. Die soubrette, (das schelmische kammermädchen) und den bass-buffo gibt es in beiden sparten, die komische alte übrigens auch. Eine elevin darf die Barbarina mit ihrer 1 1/2 minütigen kavatine von der verlorenen nadel singen, später die Susanna und über 40 die Rosina, die Marcellina ist dann auch noch da.
Das ist eine kleine welt für sich, und interessant wird es bei fächerübergreifenden rollen oder sängerinnen, die "ihr" fach sprengen. Die Migenes (sopran) brillierte als Carmen, mancher "mezzo oder "alt" ist langweilig. Neulich hörte ich eine dramatische als soubrette, ein Wagner-bariton singt den Eisenstein, da eröffnen sich neue, auch komödiantische perspektiven.
Ich will nicht lange herumreden, aber ich habe einen wunsch: da geben sich manche, gar viele, mühe, fragen zu beantworten, aber sehr selten hören sie, dass die antwort genützt habe, ob es zweifel gibt (ist ja nicht leicht, in kürze erschöpfend zu antworten) oder rückfragen, und oft endet es in einem meinungstreit unter experten. Gib uns ein gutes beispiel und hab freude am singen!
 
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DerDrache
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Günter Sch. schrieb:
Selene schrieb:
Ich hab mal ne Frage zum Thema Stimmlage. Ich hab ja noch nie Gesangsunterricht gehabt, deshalb hab ich auch recht wenig Ahnung davon, aber ich würde doch gerne wissen, wo ich dran bin.

Liebe Selene,
du bist du, und deine ganz persönliche stimmlage wird sich heraustellen, wenn du das handwerk des singens gelernt hast. Die "fächer" im Musiktheater entsprechen dem zuschnitt des traditionellen spielplans. "Hoch" singen die guten, die schurken immer bariton oder bass. Die jugendliche liebende ist lyrischer sopran - speziell für dich "Rusalka", lied an den mond (Selene) -, der dramatische oder gar hochdramatische hat andere rollen, der mezzosopran schlüpft gern in hosen, der koloratursopran hat ein bestimmtes hohes register. In der operette war die einteilung ganz klar: die dame (nur sängerin genannt), der schmachtende liebhaber (tenor), das buffo-paar (soubrette-tenorbuffo) muß in der klassischen oprette noch singen können, später reicht es, komisch zu sein und ein paar tanzschritte zu können. Die soubrette, (das schelmische kammermädchen) und den bass-buffo gibt es in beiden sparten, die komische alte übrigens auch. Eine elevin darf die Barbarina mit ihrer 1 1/2 minütigen kavatine von der verlorenen nadel singen, später die Susanna und über 40 die Rosina, die Marcellina ist dann auch noch da.
Das ist eine kleine welt für sich, und interessant wird es bei fächerübergreifenden rollen oder sängerinnen, die "ihr" fach sprengen. Die Migenes (sopran) brillierte als Carmen, mancher "mezzo oder "alt" ist langweilig. Neulich hörte ich eine dramatische als soubrette, ein Wagner-bariton singt den Eisenstein, da eröffnen sich neue, auch komödiantische perspektiven.
Ich will nicht lange herumreden, aber ich habe einen wunsch: da geben sich manche, gar viele, mühe, fragen zu beantworten, aber sehr selten hören sie, dass die antwort genützt habe, ob es zweifel gibt (ist ja nicht leicht, in kürze erschöpfend zu antworten) oder rückfragen, und oft endet es in einem meinungstreit unter experten. Gib uns ein gutes beispiel und hab freude am singen!


ich muss sagen dieser beitrag bringt mich positiv zum schmunzeln :)
 
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Selene
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Erstmal danke für eure Antworten. Ich weiß, es ist sehr schwer das so zu beurteilen und auch erstmal nicht unbedingt so wichtig, aber irgendwie interessiert es einen doch.

Ich versuche mal eine Aufnahme reinzustellen, aber das ist sehr schwierig, weil ich leider nicth so die tollen Mittel dazu hab. Das fängt schon bei meinem Mikrofo an, das so leide ist, das ich schreien muss, damit man überhaupt etwas hört.

Gruß Selene
 
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Rebellin
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ích versteh wirklich nicht was es bringen soll dich irgendwo zuzuordnen ...
ich habe seit zwei jahren gesangsunterricht und singe allgemein schon sehr lange und mich kann man einfach nicht zuordnen (sehr sehr dunkles timbre , aber hohe höhe und auch große tiefe ) was solls ?! Ich finds eher toll , dass man nich 0815 sagt ochja zartes stimmchen und hoch =lyr.sopran ...
ich fall gern aus dem raster ... bringt ja auch nichts .. wenn man nich beruflich was machen will , wozu sollte man sowas wissen , schränkt einen ja doch nur ein . Sing was du willst und was dir spaß macht und im zweifelsfall kannste ja sagen "hach , ich bin ein sopran" ....
 

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