Spiegel Artikel "no drumming laws"

von MOB, 04.04.16.

  1. MOB

    MOB Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.04.16   #1
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  2. sonicwarrior

    sonicwarrior R.I.P. sonicwarrior

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  3. bitzone

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    Erstellt: 04.04.16   #3
  4. rbschu

    rbschu Registrierter Benutzer

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    Erstellt: 04.04.16   #4
    Super Artikel und sehr interessant. Jetzt habe ich wieder was gelernt. :o Aber eines scheint mir doch etwas sehr euphemistisch, nämlich der Passus: (...) Bei der Verschiffung von Afrikanern nahmen Sklavenhändler viele traditionelle Trommeln mit, aus pragmatischen Gründen: Tanzen und Trommeln wurde auf den Schiffen Teil der obligatorischen Leibesertüchtigung und sollte die Fitness der "Ware" erhalten - und deren Marktwert. Doch so kam auch ein Werkzeug zur Revolte an Bord. (...). Ich erinnere mich jedoch an ganz andere Schilderungen, nämlich dass Sklavenschiffe bis zum Bersten mit den mitleidserregenden Menschen angefüllt waren, die während der ganzen Fahrtzeit in Ketten lagen. Schiffe wurden routinemäßig stark überladen, um den "Schwund" während des Transports aufzufangen. Dazu passt auch folgende Beschreibung: (...) Die verschleppten und verkauften Menschen wurden während der Überfahrt auf den Schiffen auf engstem Raum buchstäblich wie Fracht gestapelt. Neben psychische Belastungen und seelisches Leid traten medizinische Unterversorgung, Seekrankheit, Hunger und Durst. Die Sklaven wurden angekettet und geschlagen, kauerten in ihren Exkrementen und vegetierten vor sich hin. Viele von ihnen wurden krank und überlebten die Torturen der Überfahrt nicht. Im ernsten Krankheitsfall und bei Ansteckungsgefahr wurden sie von ihren Peinigern oft einfach über Bord geworfen. (...). - Oder auch hier: (...) Um möglichst hohen Profit aus den Transporten über den Atlantik zu schlagen, zogen die Sklavenhändler Zwischendecks in den Schiffsrumpf ein. Beispielsweise konnte das Sklavenschiff "Henrietta Marie" auf einer einzigen Passage bis zu 400 schwarze Sklaven befördern, die auf zwei Decks eingepfercht waren und die wochenlange Passage angekettet auf gerade einmal einem halben Quadratmeter verbrachten. (...).
    Zwar liest sich die Evolution des Drumsets für einen Musiker "Interessant", doch hängt damit die größte Tragödie der Neuzeit zusammen, die Verschleppung und der Mißbrauch von geschätzten 40 Mio. überwiegend Schwarzafrikanern. Das sollten wir dabei nicht ins Abseits schieben.

    Sklavenhandel.jpg
     
  5. sonicwarrior

    sonicwarrior R.I.P. sonicwarrior

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    Erstellt: 04.04.16   #5
    Na, ich weiß nicht, ob das die größte Tragödie der Neuzeit ist, für mich wäre das eher der zweite Weltkrieg mit 55 Millionen Toten, zig zerstörten Kunstwerken, jeder Menge Kriegsversehrter, Tonnen von Blindgängern im Boden, zwei Atombombenabwürfe, usw.. Was auch oft übersehen wird ist die Sklaverei im Islam, siehe: https://de.wikipedia.org/wiki/Sklaverei_im_Islam

    Sklaverei gab es auch in Europa noch zur Zeit der Seeschlacht von Lepanto: https://de.wikipedia.org/wiki/Seeschlacht_von_Lepanto
    Ist auch schon Neuzeit.
     
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