Standard-Bass: Quinte aus Septakkord entfernen

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robi
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Hallo an alle Akkordeonexperten!

Ich hab mir neulich aus der Brockenstube ein altes Chromatisches Akkordeon mit Standard-Bass gekauft. Da ich es vor allem zum Improvisieren im Bereich Jazz verwenden möchte, stört mich die mitklingende Quinte im Dominant-Septakkord. Dominant-Akkorde in Jazz haben oft Alterationen der Quint drin, weshalb die reine Quinte dann störend wirkt.

Gibt es eine Möglichkeit, die Quinte mechanisch von den entsprechenden Tasten zu entkoppeln, so dass nur noch Grundton, Terz und kleine Septime des Akkords erklingen? Und wenn ja, kann man das selber bewerkstelligen oder braucht es dazu einen Fachmann?

Lieber Gruss, Robi
 
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Hi, schön, dass du das thema ansprichst. Frank Marocco zum beispiel hat seinen Bass in der Gola auch modifiziert und die Quinte der Septakkorde "abgeschnitte". Das hat er wohl selbst erledigt. Das gute daran ist dann, dass man ja zum beispiel Tritonus Substitionen ganz leicht spielen, ohne dass falsche Töne mitklingen. Allerdings ist dieser Schritt nicht wieder rückgängig zu machen....ausser man bezahlt halt nochmal für ne neue Mechanik:)
 
Hallo WhitePhoenix

Danke für die Antwort! Ich hab nach dem Schreiben des Threads den Bassteil aus Neugier geöffnet, und ich glaub ich hab geblickt, wie die Sache funktioniert:

Man kann über die anderen Tasten der gleichen Tonart über Ausschlussverfahren den Quintton bestimmen, der über einen Stift an der jeweiligen Septakkord-Taste angesprochen wird. Dann müsste man diesen einen Stift kappen, was rein werkzeugtechnisch wohl gar nicht so leicht ist...

Dasselbe wäre so auch für den Grundton der Akkordknöpfe möglich, der eigentlich auch unnötig ist und den Sound eher zu dicht erscheinen lässt.

Stimmt, das wäre irreversibel... allerdings kann, was den Dom-Septakkord angeht, immer noch über die hinterste "vermindert Reihe" operieren: bei C müsste man dann den vermindert Knopf des darüberliegenden G drücken (e-g-b) und kommt so zu C-e-g-b.

Lieber Gruss

Robi
 
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Hi Robi,

das mit dem Grundtin kappen....weiß nicht so recht......^^ ich denk, dann wirds zu saftlos, wenns mal härter rangehen soll:)
Bei dem Verminderten G bin ich mir jetzt aber auch gar nicht sicher. Es gibt glaub ich Instrumente, bei denen Klingen 4 Töne auf dem Verminderten. Ansonsten weiß ich auch nicht genau, ob bei dem verminderten G das "des" mitklingt.

Gruß WhitePhoenix
 
Hab inzwischen festgestellt, dass es bei meinem Instrument gar kein grosser Act ist, die Quinte zu "entfernen": Am Hebel, der beim Drücken der Tasten nach unten bewegt wird, befinden sich kleine kurze Stifte. Die wiederum drücken längere, im 90-Grad-Winkel angeordnete Stifte runter, welche weiter hinten über einen Drehmechanismus den Ton auslösen. Drückt man den längeren Stift sorgfältig seitlich weg, geht die Kopplung verloren, da der eine Stift wie gesagt sehr kurz ist, et volià!!

Du hast übrigens Recht: hab das mit dem Akkord-Grundton auch gemacht, es klingt dann wirklich ziemlich dünn...

Bezüglich des verminderten Dreiklangs bin ich mir sicher: Es erklingt nur ein Dreiklang, allerdings aufgebaut auf dem Grundton der jeweiligen Mollparallele, d.h. im Falle von G erklingt ein verminderter Dreiklang von E aus e-g-b. Zusammen mit dem Grundton C ergibt das C7. Was in diesem Fall fehlt, ist der verdoppelte Grundton der Dom7-Taste.

Lieber Gruss, Robi

P.S. Hast du eine Ahnung, wie man oxidierte Metallhebel wieder sauber kriegt? Die Oxidation ist so stark, dass beim Drücken der Tasten Reibungsgeräusche zu hören sind.... ;)
 
Um es genauer zu sagen: die "Verminderten" sind verminderte Septakkorde ohne (verminderte) Quinte, also auf Grundton G wären es die Töne g-b-des-fes wobei des fehlt.

Monte
 
ah ok:) gut zu wissen....hab keine ahnung wie man sowas antioxidiert :D vielleicht mit vanish oxi action? ;)
 

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