Steelstring: Saiten ungleichmäßig laut (L.R. Baggs Element VTC)

  • Ersteller Ersteller frama78
  • Erstellt am Erstellt am
frama78

frama78

Registrierter Benutzer
Zuletzt hier
15.04.26
Registriert
04.04.04
Beiträge
5.455
Kekse
42.696
Tach zusammen; die Klampfe schafft mich jetzt dann:

Ich hab mir eine Epiphone 1942 Banner J-45 mit L.R. Baggs Element VTC gegönnt.
So sehr ich die Klampfe mag, elektrisch schafft sie mich jetzt dann.

Ich habe sie das erste mal; einige Monaten nach dem kauf; das erste mal in die PA eingestöpselt und die hohe E-Saite war kaum zu hören. Nach RS mit dem Verkäufer habe ich sie eingesendet. Dort wurde der komplette Pickup getauscht. Seit heute ist sie wieder da und siehe da: Diesesmal hört man die Tiefe E-Saiten (fast) nicht.

Ich weigere mich zu glauben, dass das nochmal ein Pickup-Problem ist. Die Frage ist: was kann ich machen? An der Stegeinlage darf ich nicht rumfeilen, da das die Garantie beeinträchtigt....

Habt ihr Ideen?


IMG_2286.webp


Das Bild dient nur als Eyecatcher weil mir die guteste poliert deutlich besser gefällt als in dem Matt-Finish🙂
 

Wieder reklamieren bis Du zufrieden bist. Nächstes Mal gleich nach dem Kauf alles testen.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
.....die hohe E-Saite war kaum zu hören...........Diesesmal hört man die Tiefe E-Saiten (fast) nicht.

Vielleicht wurde nix getauscht sondernur die Piezo Einlage um 180Grad gedreht verbaut.
Hohe E Saite geht ja jetzt und gut wars damit :nix:

Ich weigere mich zu glauben, dass das nochmal ein Pickup-Problem ist.
Warum, der Fehler taucht in beiden Fällen am PU auf, die einzig nicht Variable ist der PU.
An was könnte es sonst liegen?

An der Stegeinlage darf ich nicht rumfeilen,
Warum sollte das auch helfen ?
Du könntest die Einlage selbst um 180Grad drehen und schauen was geschieht.


Aber ich bin ganz bei @Helikon
reklamieren bis Du zufrieden bist
👍
 

Möglicherweise ist die Stegeinlage verklemmt.
 

Das L.R.Baggs Element ist super. Lautstärkeunterschiede liegen fast immer an ungenau gefräster Stegnut.

Diese Nut ist also so nachzuarbeiten. Mit etwas Glück liegt da nur ein Span drin.

Hab´ grad´ telefoniert, aber wegen den inzwischen eingetroffenen Beiträgen: Der Tonabnehmer ist nicht so einfach um 180 Grad zu wenden da das "Element" keine mittige Kabelzuführung hat.

Die Nut muss am Boden plan sein und die Stegeinlage ebenfalls.

*
 
  • Gefällt mir
  • Interessant
Reaktionen: 3 Benutzer
Hey,
ja, wie Bassturmator richtig schreibt muss die Nut sauber gefräst sein...aber auch die Stegeinlage muss unten richtig plan sein.
Sauber abschleifen das Ding, am Schluss noch auf ner (ebenen!) feinen Feile polieren und wieder einsetzen.
Wenn dann die Saiten immer noch ungleichmäßig laut sind hast du ne versaute Steg-Nut...stumpfer Fräser, schlechte Qualität, verpfuschte Arbeit...kommt vor, auffällig oft leider auch beim großen G Original deiner.
Fällt akustisch nicht unbedingt auf (wobei das nicht unbedingt den Klang fordert 😵 ) , Pickup-technisch ist das dann allerdings n Totalschaden und nur durch nachfräsen eventuell korrigierbar.

Der LR Baggs ist vom Aufbau her ein Pickup, der gewisse Unebenheiten schon etwas korrigiert (Fishmans sind da durch ihre starre Bauart weitaus empfindlicher)...dh, wenn er mit unten planer Stegeinlage und Nut ohne Holzssplitter drin ungleichmäßig überträgt wurde wirklich sehr unsauber gearbeitet.

Gruß,
Bernie
 
Ich hätte ein ungutes Gefühl damit die Gitarre hin und her zu schicken, in der Hoffnung, dass da wirklich jemand mit Sachverstand auf die Gitarre schaut.

Garantie hin oder her, dass soll ja funktionieren. ;-)
Ich würde da auch selbst aktiv werden, oder auch mal einen Gitarrenbauer dran lassen. Ist ja kein großes Ding.
 
Eventuell kann man das verbessern, indem man den Steg segmentweise schlitzt:
geschlitztersattel-png.274588

Das geht so: zuerst die Löcher (2-3mm Durchmesser) genau zwischen den Saitenauflagepunkten bohren, dann von der Bodenseite mit einer feinen Säge (Laubsäge) bis in das Loch hinein sägen. Der große Lochdurchmesser verhindert, dass der Schlitz weiter reißt (Kerbwirkung verhindert).

Dann kann jeder Teil seinen Anpressdruck finden.
Aber die Stgeinlage darf nicht im Schlitz zu fest klemmen, sonst hilft das nicht. Hab schon mal bei einem Gitarrenbauer gesehen, wie der die Stgeionlage mit der Ziehklinge so leicht abgetragen hat, dass sie sich nciht mehr verklemmt hat.

Mit dieser Methode habe ich schon bei 2 Instrumenten (1 Gitarre, 1 Akustikbass) die Balance wieder hergestellt (Ich musste die aber nicht dünner machen).
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
  • #10
  • #11
Bei der Stegeinlage nicht, eher beim Sattel.
Und der Hinweis mit dem Klemmen bezog sich auf das Schlitzen, denn das hilft auch nciht, wenn die Einlage seitlich klemmt. Dann ist alles für die Katz.
 
  • #12
Interessant, wie wirkt sich ein beweglicher Sattel auf den Tonabnehmer aus?
Kann mir das schlecht vorstellen.
 
  • #13
Ich denke, er kann sich an Unebenheiten darunter besser anpassen.
 
  • #14
Am Sattel geht es um die Nut, bzw. wie gut da die Saiten "gleiten" und sich nicht verhaken. Dort bringt man als "Gleitmittel" Graphit ein, damit die Saiten leichter gleiten. Der Sattel selber ist ja nicht beweglich.
Ich würde übrigens niemals Graphit in die Stegnut einbringen, denn das ist elektrisch leitfähig und kann den Pickup beeinträchtigen, wen nicht sogar beschädigen. Manche Pickups sehen nämlich aus wie ein Kabel mit einem Kupfergeflecht außen.

Und die geschlitzte Stegeinlage hat die Möglichkeit sich segmentweise an den Untergrund anzupassen, weil sich die Segmente in kleinem Maßstab gegeneinander verschieben können. So kann jedes Segment für sich seinen Anpressdruck aufbauen, auch wenn der Untergrund drunter nicht 100% plan ist. Da können schon kleinste Abweichungen ausreichen, dass der Anpressdruck sehr unterschiedlich ist. Wenn aber da ein Segment im Steg klemmt, dann hilft das natürlich nichts.
Es darf natürlich genausowenig in der Stegnut herumwackeln. Es muss gerade so reingehen, ohne zu klemmen.

Ich habe auch schon Stegeinlagen gesehen, die hatten zuviel Spiel in der Stegnut. Die kippen dann etwas, bis sie weider klemmen.
 

Ähnliche Themen

Zurück
Oben