Stereo Schallplatten – Schneidegerät für private Anwender

  • Ersteller lathe_record_cutter
  • Erstellt am
***
An der Entwicklung des Schallplattenschneidegerätes für Musiker (Gruppen), DJ's und Privatanwender habe ich seit vielen Jahren gearbeitet und stehe unmittelbar vor der Fertigstellung.
***

Hallo Thomas und willkommen im Board!

Zu deiner Idee:

einfach großartig !!! Ich habe großen Respekt für "Tüftler", die nicht aufgeben und an ihre Idee glauben...

Sowohl für das Projekt, das Durchhalten bis zur Marktreife sowie die Präsentation hier, erhältst du von mir deine ersten "Kekse" (und zwar meine max. mögliche Punktzahl).

Info: "Kekse" sind Belohnungspunkte für besonders wertvolle Beiträge in diesem Board und unterscheiden sich daher von den -inflationär vergebenen- "Gefällt-Mir"-Bekundungen (zumindest handhabe ich das so...).

Zur Umfrage:

etwas unglücklich finde ich die Wahl, den Fragebogen auf Google-User zu beschränken, hier ist deine Zielgruppe durch einen sehr großen Streuverlust wahrscheinlich unterrepräsentiert.

Allerdings ist eine weitere, d.h. zusätzliche Befragung auf anderen Plattformen immer noch möglich, just do it ;).


Zum Preis:

€ 20.000+ sind ambitioniert, aber ich bin der festen Überzeugung, dass es definitiv einen Markt / eine Klientel für dein Produkt gibt.

Persönlich teile ich deinen Enthusiasmus,

WENN !!!

deine Maschine (bei diesem Preis) qualitativ sehr hochwertige Tonträger liefern kann.

Bei der Höhe der avisierten Anschaffungskosten, kann das Projekt nur über den Faktor "Qualität" Erfolg haben, die Schallplatten müssen sich ergo mit hochwertigen audiophilen Plattenpressungen messen können.

Ich glaube an deine Idee, werde das weiterverfolgen und bin -wenn die Qualität stimmt !- ein potentieller Käufer...

Alles Gute!

RJJC
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Mir sind leider keine geschnittenen Schallplatten bekannt, die qualitativ mit Pressungen vergleichbar wären.

Das wäre tatsächlich eine Ansage!
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Ja...,

das ist die Messlatte, die -auch bei diesem Projekt- den Erfolg bestimmen wird...

RJJC
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Vereinfacht gesagt, basiert der Produktions- bzw. Schneidevorgang einer Schallplatte ja auf dem umgekehrten Verfahren der Abtastung. Das zieht sich als roter Faden von den ersten Walzenphonographen bis hin zum Direktschnitt, bevor die CD und später das Streaming die Stelle der LP im Massenmarkt einnahmen.

Ich frage mich, ob es im 21. Jahrhundert nicht möglich wäre, die rechnerische Erstellung der 3D-Datei einer Pressmatrize und deren anschließende Anfertigung in einem 3D-Druckverfahren zu realisieren. Bis zur fertig gepressten Schallplatte hätte sich dann niemals ein Plattenteller gedreht.

Bei der herkömmlichen Schallplattenherstellung vollzieht sich ja auch ein Prozess über mehrere Positiv- und Negativformen.

Wenn es auch unwahrscheinlich ist, dass man eine direkt verwendbare und haltbare Schallplatte "drucken" kann, so ließen sich doch über ein 3D-Druckverfahren mehrere der o.g. Schritte im Mastering ersetzen. Hinsichtlich der Optimierung der Laufzeit einer LP (Lautstärke, Dynamik, Rillenführung) ergäben sich über ein Computerprogramm ganz neue Möglichkeiten. Auch klanglich könnte theoretisch noch eine Steigerung zu erreichen sein, indem man möglichst viele mechanische Arbeitsschritte eliminiert.

Ob das dem analogen Paradigma der anvisierten Zielgruppe entspricht, sei einmal dahingestellt. Aber eine computergenerierte und 3D-gedruckte Pressmatrize würde die Herstellung von Schallplatten um mehrere arbeitsaufwändige Schritte reduzieren und dennoch zu einer herkömmlichen Vinylplatte als Resultat führen.

Nur so als Idee.
 
  • Gefällt mir
  • Interessant
Reaktionen: 6 Benutzer
***
Ich frage mich, ob es im 21. Jahrhundert nicht möglich wäre, die rechnerische Erstellung der 3D-Datei einer Pressmatrize und deren anschließende Anfertigung in einem 3D-Druckverfahren zu realisieren. Bis zur fertig gepressten Schallplatte hätte sich dann niemals ein Plattenteller gedreht.
finde ich als Denkansatz hochinteressant...!!!

Bei der herkömmlichen Schallplattenherstellung vollzieht sich ja auch ein Prozess über mehrere Positiv- und Negativformen.

Wenn es auch unwahrscheinlich ist, dass man eine direkt verwendbare und haltbare Schallplatte "drucken" kann, ***
...:gruebel: ist das wirklich so unwahrscheinlich...?

Evtl. sogar das kommende "Preis-Leistungs-Wunder"...


Ob das dem analogen Paradigma der anvisierten Zielgruppe entspricht, sei einmal dahingestellt. Aber eine computergenerierte und 3D-gedruckte Pressmatrize würde die Herstellung von Schallplatten um mehrere arbeitsaufwändige Schritte reduzieren und dennoch zu einer herkömmlichen Vinylplatte als Resultat führen.

Nur so als Idee.

Als "Audiophiler", der seit über 40 Jahren seinen Thorens (plus Restanlage...) durch fast alle Kontinente mitgeschleppt hat (ebenso Kilos an LPs und Singles) und das Teil klingt immer noch :cool::cool::cool:

wäre mir persönlich das -zu Recht angesprochene- "analoge Paradigma" (welches ich auch oft belächeln muss...) in dem Moment sowas von egal, wenn die Qualität des "Druckes" in echter Relation zu den Kosten und dem Hörerlebnis stehen würde...

RJJC
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
4000 gleiche Platten
Aber wer schneidet im Jahr 4000 individuelle Platten
Zumal du in Echtzeit schneiden musst, oder?

Will euch nicht entmutigen, finde die Idee gut, jedoch fehlt mir das nötige Kleingeld.
Daher mein Tipp sich an den High End HiFi User zu wenden
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Hallo Thomas und willkommen im Board!

Zu deiner Idee:

einfach großartig !!! Ich habe großen Respekt für "Tüftler", die nicht aufgeben und an ihre Idee glauben...

Sowohl für das Projekt, das Durchhalten bis zur Marktreife sowie die Präsentation hier, erhältst du von mir deine ersten "Kekse" (und zwar meine max. mögliche Punktzahl).

Info: "Kekse" sind Belohnungspunkte für besonders wertvolle Beiträge in diesem Board und unterscheiden sich daher von den -inflationär vergebenen- "Gefällt-Mir"-Bekundungen (zumindest handhabe ich das so...).

Zur Umfrage:

etwas unglücklich finde ich die Wahl, den Fragebogen auf Google-User zu beschränken, hier ist deine Zielgruppe durch einen sehr großen Streuverlust wahrscheinlich unterrepräsentiert.

Allerdings ist eine weitere, d.h. zusätzliche Befragung auf anderen Plattformen immer noch möglich, just do it ;).


Zum Preis:

€ 20.000+ sind ambitioniert, aber ich bin der festen Überzeugung, dass es definitiv einen Markt / eine Klientel für dein Produkt gibt.

Persönlich teile ich deinen Enthusiasmus,

WENN !!!

deine Maschine (bei diesem Preis) qualitativ sehr hochwertige Tonträger liefern kann.

Bei der Höhe der avisierten Anschaffungskosten, kann das Projekt nur über den Faktor "Qualität" Erfolg haben, die Schallplatten müssen sich ergo mit hochwertigen audiophilen Plattenpressungen messen können.

Ich glaube an deine Idee, werde das weiterverfolgen und bin -wenn die Qualität stimmt !- ein potentieller Käufer...

Alles Gute!

RJJC
Hallo RJJC,
erst mal vielen Dank für die Kekse! (ich liebe Kekse)
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Zur Umfrage:

etwas unglücklich finde ich die Wahl, den Fragebogen auf Google-User zu beschränken, hier ist deine Zielgruppe durch einen sehr großen Streuverlust wahrscheinlich unterrepräsentiert.

Allerdings ist eine weitere, d.h. zusätzliche Befragung auf anderen Plattformen immer noch möglich, just do it ;).
Danke für die Anregung, ich arbeite gerade an einer leichter zugänglichen Umfrage...
 
Ich bin kein Google User und konnte ohne Probleme teilnehmen
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Zum Preis:

€ 20.000+ sind ambitioniert, aber ich bin der festen Überzeugung, dass es definitiv einen Markt / eine Klientel für dein Produkt gibt.

WENN !!!

deine Maschine (bei diesem Preis) qualitativ sehr hochwertige Tonträger liefern kann.

Bei der Höhe der avisierten Anschaffungskosten, kann das Projekt nur über den Faktor "Qualität" Erfolg haben, die Schallplatten müssen sich ergo mit hochwertigen audiophilen Plattenpressungen messen können.
An den Markt glaube ich auch (weil sonst hätte ich das nicht gemacht). Es ist aber auch richtig, dass die Qualität stimmen muss um einen hohen Preis rechtfertigen zu können. Hochwertige audiophile Pressungen sind schon ein hohes Level und ich kann jetzt schon sagen, dass dieses Ziel nur theoretisch erreichbar ist. Obwohl mein Gerät in der Lage sein wird auch Half-Speed-Mastering durchzuführen (was speziell im hohen Frequenzbereich Möglichkeiten bis 20kHz ermöglicht - wie bei audiophilen Platten). Allerdings kann die Qualität (und da bin ich ehrlich) nur erreicht werden, wenn man mit Saphire in Lack schneidet. Natürlich wird mein Gerät in Lack schneiden können (das ist kein Problem) und dann auch die Qualität einer audiophilen Platte erreichen. Allerdings kann man (wie in meinem ersten Beitrag erwähnt) diese Lackplatten nicht am Plattenspieler abspielen, weil Rillen und Nadel mit der Zeit beschädigt werden. Wenn man damit Pressrohlinge macht, dann geht das und kann folglich audiophile Platten schneiden - aber das ist für Privatanwender nicht möglich.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Aber - der qualitative Unterschied liegt in erster Linie am Silent-Cut - im tonlosen Bereich wo der Schnitt in Plastik (PETG) ein geringes Grundgeräusch hat, das in Lack noch geringer ist. Ein Vorteil beim selber schneiden liegt aber auch an der Möglichkeit des individuellen Masterings - das bedeutet, dass das Rohmaterial der Musik durch Mastering entsprechend der individuellen Bedürfnisse und Wünsche angepasst werden kann und dann geschnitten wird.
Beitrag automatisch zusammengefügt:

Mir sind leider keine geschnittenen Schallplatten bekannt, die qualitativ mit Pressungen vergleichbar wären.

Das wäre tatsächlich eine Ansage!
Das kommt auf die Pressung an. Wie oben erwähnt, kommt die geschnittene Schallplatte (in PVC oder PETG) nicht an eine hochwertige audiophile Schallplatte heran. Sie kann aber durchaus mit "normalen" Schallplatten mithalten und schlechte Pressungen übertreffen. - Wichtig ist eine gute Qualität des Musikmaterials um gute Qualität produzieren zu können.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Vereinfacht gesagt, basiert der Produktions- bzw. Schneidevorgang einer Schallplatte ja auf dem umgekehrten Verfahren der Abtastung. Das zieht sich als roter Faden von den ersten Walzenphonographen bis hin zum Direktschnitt, bevor die CD und später das Streaming die Stelle der LP im Massenmarkt einnahmen.

Ich frage mich, ob es im 21. Jahrhundert nicht möglich wäre, die rechnerische Erstellung der 3D-Datei einer Pressmatrize und deren anschließende Anfertigung in einem 3D-Druckverfahren zu realisieren. Bis zur fertig gepressten Schallplatte hätte sich dann niemals ein Plattenteller gedreht.

Bei der herkömmlichen Schallplattenherstellung vollzieht sich ja auch ein Prozess über mehrere Positiv- und Negativformen.

Wenn es auch unwahrscheinlich ist, dass man eine direkt verwendbare und haltbare Schallplatte "drucken" kann, so ließen sich doch über ein 3D-Druckverfahren mehrere der o.g. Schritte im Mastering ersetzen. Hinsichtlich der Optimierung der Laufzeit einer LP (Lautstärke, Dynamik, Rillenführung) ergäben sich über ein Computerprogramm ganz neue Möglichkeiten. Auch klanglich könnte theoretisch noch eine Steigerung zu erreichen sein, indem man möglichst viele mechanische Arbeitsschritte eliminiert.

Ob das dem analogen Paradigma der anvisierten Zielgruppe entspricht, sei einmal dahingestellt. Aber eine computergenerierte und 3D-gedruckte Pressmatrize würde die Herstellung von Schallplatten um mehrere arbeitsaufwändige Schritte reduzieren und dennoch zu einer herkömmlichen Vinylplatte als Resultat führen.

Nur so als Idee.
Rebeat Innovation (ein österreichisches Start-Up Unternehmen) hatte genau diese Idee - also fast genau. Das Ziel war es unter Einbeziehung von Laser-Technik die Produktion der Schallplatte neu zu gestalten. Anstatt mit dem Schneidstichel mechanisch die Information in die Matrize zu schneiden (die dann als Grundlage für die eigentliche Serienfertigung dient) sollte mit einem Laser die Information in die Platte geschnitten werden. Eine große Herausforderung!!! Bedauerlicherweise scheiterten sie nach mehrjähriger Entwicklungsphase (3,5Mio Euro) und mussten vor wenigen Wochen Konkurs anmelden (https://futurezone.at/start-ups/hd-...t-up-konkurs-schallplatte-insolvenz/402111918 )
 
sollte mit einem Laser die Information in die Platte geschnitten werden. Eine große Herausforderung!!! Bedauerlicherweise scheiterten sie nach mehrjähriger Entwicklungsphase (3,5Mio Euro) und mussten vor wenigen Wochen Konkurs anmelden
Ich denke, dass die Idee des österreichischen Start-Ups hoch interessant ist - ohne die Details des Verfahrens zu kennen, sehe ich aber eine Schwierigkeit schon darin, dass eine modulierte Schallplattenrille eben ein komplexes Gebilde ist, bei dem durch das Stereoverfahren nicht nur zweidimensionale Information vorhanden ist (Auslenkung links - rechts), sondern die Rille ja zugleich auch noch "Berge und Täler" an den Flanken enthält.

Bei der Verwendung eines Lasers hätte ich den Master aus mehreren Schichten einer lasergeschnittenen Folie aufbauen wollen, wobei die Dicke einer Schicht dann der vertikalen Auflösung des Ergebnisses entsprochen hätte. Dann hätte man den Laser als simples Schneidwerkzeug in Folie verwenden können, wobei man berücksichtigen muss, dass z.B. der Laser der verbreiteten CD-Brenner nur so viel Energie aufbringt, um eine organische Farbschicht zu erhitzen - zum Schneiden in festes Material, und sei es nur Folie, wird mehr Energie benötigt, was auch Fragen der Kühlung usw. aufwirft.

Ich hatte deshalb nicht ohne Grund ein Druckverfahren für eine Struktur ins Spiel gebracht, die aus einer feststoffhaltigen "Tinte" das negative Abbild einer Schallplatte über Piezodüsen aufbaut, wie sie auch bei konventionellen Papierdruckern eingesetzt werden. Ob sich bei der mechanischen Steuerung des Druckkopfes die erforderliche Genauigkeit erreichen lässt und ob die erreichbare Auflösung für hochwertiges Audio ausreicht, kann ich aber so nicht beurteilen.

Die Erfahrung des verlinkten Start-Ups zeigt eben auch ein grundsätzliches Problem auf. Würde ich an einer derartigen Erfindung arbeiten, würde ich zunächst auf eigene Kosten ein "proof of concept" bauen, um damit dann Investorengelder einzuwerben, die mir die Entwicklung zur Markt- und Produktionsreife finanzieren. Wenn ich 3,5 Mio Euro verballere, um dann festzustellen, es ist überhaupt nicht realisierbar, habe ich vielleicht eine tolle Idee gehabt, aber zu diesem Zeitpunkt auch keinen Plan, ob und wie das Ganze realisierbar ist.

Ich habe bei Kickstart-Projekten u.ä. manchmal den Eindruck, dass da jemand tolle Ideen hat, aber bevor Investorengeld fließt, auch keine Lust, einen Lötkolben oder einen C-Compiler in die Hand zu nehmen und etwas wenigstens so weit zu entwickeln, dass man sagen kann: Es funktioniert.

Ein Druckverfahren für eine Schallplatte könnte man mMn im Hobbykeller so weit entwickeln, dass man sagen kann: Geht - oder geht nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Die Erfahrung des verlinkten Start-Ups zeigt eben auch ein grundsätzliches Problem auf. Würde ich an einer derartigen Erfindung arbeiten, würde ich zunächst auf eigene Kosten ein "proof of concept" bauen, um damit dann Investorengelder einzuwerben, die mir die Entwicklung zur Markt- und Produktionsreife finanzieren. Wenn ich 3,5 Mio Euro verballere, um dann festzustellen, es ist überhaupt nicht realisierbar, habe ich vielleicht eine tolle Idee gehabt, aber zu diesem Zeitpunkt auch keinen Plan, ob und wie das Ganze realisierbar ist.

Ich habe bei Kickstart-Projekten u.ä. manchmal den Eindruck, dass da jemand tolle Ideen hat, aber bevor Investorengeld fließt, auch keine Lust, einen Lötkolben oder einen C-Compiler in die Hand zu nehmen und etwas wenigstens so weit zu entwickeln, dass man sagen kann: Es funktioniert.

Ein Druckverfahren für eine Schallplatte könnte man mMn im Hobbykeller so weit entwickeln, dass man sagen kann: Geht - oder geht nicht.
Ist Richtig. Ich denke auch, dass es eine gute Idee ist - grundsätzlich. Ich habe das Projekt über längere Zeit verfolgt, und wenn es funktionieren würde, wäre das echt innovativ. Für Forschung gibt es leider kaum Unterstützung und das Projekt braucht Forschung, weil es zwar in der Theorie funktioniert aber in der Praxis merkt man, dass es tausend Probleme gibt die nicht bedacht wurden. Um es im Keller zu "probieren" würde man schnell scheitern, weil einem bereits bei den Mess- und Testgeräten (die man teilweise erst bauen muss) bei einem solchen Projekt die Puste ausgeht. So ein Projekt kostet echt viel Zeit, Know-How und Geld. Investoren haben mit Geld unterstützt - vermutlich konnten die ersten Ergebnisse der Forschungsarbeit überzeugen.

Da ist mein Projekt viel "einfacher"! Ich habe im "Keller" gebastelt - jahrelang bis es qualitativ funktionierte - ich musste auch eigene Werkzeuge und Messinstrumente bauen, aber es war mit möglich ohne Investoren - und jetzt kommt der Prototyp. Und wenn der dann auch meinen qualitativen Vorstellungen entspricht kommt der Markt. Frage aber nicht wie viel Zeit und Geld ich da reingesteckt habe :rolleyes:
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 3 Benutzer
Eines hat mir in der Umfrage bei den möglichen Quellen gefehlt: ein USB-Stick oder irgendeine andere Art, Dateien zu schneiden, also im Gegensatz zum Beispiel zu einem Audiosignal vom AUX-Eingang. Ginge natürlich nur, wenn digitale Komponenten nicht tabu sind bei der Zielgruppe.

Banjo
 
Hallo Banjo, danke für die Anregung. Es ist bei diesem Thema nichts Tabu - analog oder digital. Auch wenn mein Gerät 100% analog die eingehenden Signale verarbeiten wird (eventuell Modulweise zur Auswahl analoge oder digitale Verarbeitung), so können Sie davor sowohl analog, als auch digital sein. Den USB-Stick habe ich nicht zur Auswahl hinzugefügt, weil er eigentlich kein Player ist - es sind nur die Musikdateien darauf gespeichert. Einen Player habe ich nicht vor einzubauen - davon gibt es am Markt viel bessere als ich sie entwickeln könnte - und ich gehe davon aus, dass jeder so einen Player hat.
In jedem Fall, danke für die Teilnahme!
Thomas
 
  • Interessant
  • Gefällt mir
Reaktionen: 2 Benutzer
Verstehe ich, es wäre halt praktischer als Player starten und dann im richtigen Moment quasi die Record-Taste zu drücken wie weiland beim Überspielen von LP auf Cassettenrecorder. Da hat man sich inzwischen in dern digitalen Welt doch ein anderes Vorgehen angewöhnt. Ist aber sicher nicht das wichtigste Kriterium, wäre nur ein "nice to have".

Banjo
 
Ich kann mich grundsätzlich mit der Idee anfreunden, und gerade in der audiophilen Welt wird ja gerne viel Geld investiert (schaut mal an, was man für eine Plattenreinigungsmaschine ausgeben kann, und es gibt diverse Kickstarter-Projekte für neue Plattenwaschmaschinen, ganz zu schweigen von sonstigem Audio-Zubehör)... Geld wäre in der Ecke also da.

Aber die Fraktion ist doch auf (gefühlte) Soundqualität aus (vgl. MoFi-Debakel!) und würde nur investieren, wenn die schwurbeligen Fachzeitschriften und sonstige Experten "belegen", dass die Tonqualität über jeden Zweifel erhaben ist. Das wird sicherlich schwierig. Dazu kommen Platzbedarf, sich reinfuchsen müssen, etc ... macht die Zielgruppe nochmal kleiner.

Die andere Ecke könnten (Hobby)bands sein, die zum Coolness-Faktor ein paar Platten produzieren wollen. Habe ich damals mit meiner Soul&Funk-Combo gemacht, wir haben in unserer Laufbahn zwei 7" Singles (45 RPM, klassisch ein Song pro Seite) rausgebracht, und in der Szene kam das ganz gut an ... wobei von unseren je 500 produzierten Singles nur wenige wirklich verkauft wurden (war so erwartet) und da jetzt noch diverse Kisten von rumliegen. Hätte es die Chance gegeben, davon nur 50 oder 100 Stück machen zu lassen, zu einem vernünftigen Preis ... da hätten wir zugeschlagen, auch wenn die Qualität vielleicht nicht absolut perfekt gewesen wäre.

Ich hier die Gefahr für "Stuck in the Middle" - zu "schlecht" für die Profis, zu "teuer" für die Hobbyisten. Aber das ist nur meine Meinung.

Zu mir: Ich höre zu 90% digital (dort wiederum zu 80% eigene FLACs und nur 20% Streaming würde ich schätzen), zu 10% gönne ich mir mal eine Platte... nicht der Qualität wegen, sondern wegen Haptik und "jetzt höre ich mal mindestens 20 Minuten Musik und skippe keinen Track". Ich freue mich, dass man viele tolle Alben jetzt (wieder) auf Platte bekommt, mit passabler bist guter Qualität, würde aber nie auf den Gedanken kommen, wir jetzt irgendwas von meinen FLACs für Vinyl zu (re)mastern und auf Platte zu schneiden.

Sprich: Ein Album wie "Brothers in Arms" von Dire Straits habe ich digital und auf Vinyl, die Digital-Version klingt x-mal besser als die Vinyl-Version, hören tu ich beide aus unterschiedlichen Gründen gerne. Ein paar alte Blues-Alben gibt es nicht digital, die habe ich mir dann von Platte überspielt und geFLACt und höre die auch eher digital als auf Vinyl. Ein paar tolle Alben aus den 1990ern und 200ern gibt es (noch) nicht auf Platte, die würde ich mir aber nie als Einzelstück produzieren (lassen) sondern schauen ob bei Gelegenheit ein Reissue kommt.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 6 Benutzer
***
Ich hier die Gefahr für "Stuck in the Middle" - zu "schlecht" für die Profis, zu "teuer" für die Hobbyisten. Aber das ist nur meine Meinung.
***
Absolut wichtiger Hinweis und genau das sollte auf jeden Fall vermieden werden !

RJJC
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
So spannend das ganze ist, ich frage mich was oder wer die Zielgruppe sein sollte. Große Stückzahlen sind nur über das Pressen sinnvoll zu machen und kleine Auflagen (wofür der wohl einzige Sinnvolle Einsatz wäre) bekommt man für wenige Euro das Stück bei einem der vielen Anbieter für Plattendruck, sogar als Privatperson in Einzelstücke. Dann wäre die Frage wie die Qualitätssicherung der erstellen Platten ablaufen sollte. Fehler können schnell passieren und jede Platte selber anhören wäre ja wenig sinnvoll. Dazu kommt die Frage was ein Rohling für das Gerät kosten soll. Einen Preisvorteil für kleine Serien sehe ich nicht und Großproduktion fällt da auch raus. Also wohl eher ein Spielzeug für alle die es sich leisten wollen.

Alles in allem sehe ich persönlich keine Zielgruppe die dadurch einen Vorteil hätte. Technisch ist das ganze natürlich durchaus sehr interessant.
 
  • Gefällt mir
Reaktionen: 1 Benutzer
Ich kann mich grundsätzlich mit der Idee anfreunden, und gerade in der audiophilen Welt wird ja gerne viel Geld investiert (schaut mal an, was man für eine Plattenreinigungsmaschine ausgeben kann, und es gibt diverse Kickstarter-Projekte für neue Plattenwaschmaschinen, ganz zu schweigen von sonstigem Audio-Zubehör)... Geld wäre in der Ecke also da.

Die andere Ecke könnten (Hobby)bands sein, die zum Coolness-Faktor ein paar Platten produzieren wollen. Habe ich damals mit meiner Soul&Funk-Combo gemacht, wir haben in unserer Laufbahn zwei 7" Singles (45 RPM, klassisch ein Song pro Seite) rausgebracht, und in der Szene kam das ganz gut an ... wobei von unseren je 500 produzierten Singles nur wenige wirklich verkauft wurden (war so erwartet) und da jetzt noch diverse Kisten von rumliegen. Hätte es die Chance gegeben, davon nur 50 oder 100 Stück machen zu lassen, zu einem vernünftigen Preis ... da hätten wir zugeschlagen, auch wenn die Qualität vielleicht nicht absolut perfekt gewesen wäre.

Ich hier die Gefahr für "Stuck in the Middle" - zu "schlecht" für die Profis, zu "teuer" für die Hobbyisten. Aber das ist nur meine Meinung.
Vielen Dank erst mal für die zahlreichen Sichtweisen.

DerZauberer hat gleich ein Hauptproblem erkannt, nämlich die Gefahr des "Stuck in the Middle". Das Problem habe ich auch gesehen, bereits bei meinen anfänglichen Planungen. Daher war mein erstes Ziel, ein Gerät zu entwickeln, dass qualitativ die hohen Ansprüche der Profis erfüllen kann. (Zusätzlich soll es auch noch von "Normalsterblichen" bedienbar sein). Das ist dann natürlich teuer.
Ich kenne einige Bands und DJ's die gleich mal gesagt haben, dass Sie so etwas interessieren würde, aber vermutlich zu teuer ist. Da sich dieser Kreis aber sehr gut mit digitalen Equipment auskennt und ihre Songs auch digital produzieren, kann diese Zielgruppe auch gut mit dem PC mastern. Sie besitzen auch meist die notwendigen Verstärkeranlagen. Dadurch fallen viele analoge Filter und automatische Steuerungen weg. Wenn dann auch noch die Optik egal ist, kann auf ein Gehäuse und optisch teure Materialien verzichtet werden. So ein "abgespecktes" Gerät würde dann nicht einmal die Hälfte kosten.
Für den Start könnte man auch mit "embedding" statt "cutten" (drücken statt schneiden) beginnen, was dazu führt, dass der Schneidekopf viel günstiger wird und auch die Absauganlage wegfallen würde. Klar, die Qualität ist etwas geringer, aber immer nicht als akzeptabel zu sehen. Dann käme man schon in die Richtung der € 5.000,-.

Mein Ziel ist es daher das Konzept des Modulweisen Aufbaus zu verfolgen.
Thomas
Beitrag automatisch zusammengefügt:

So spannend das ganze ist, ich frage mich was oder wer die Zielgruppe sein sollte. Große Stückzahlen sind nur über das Pressen sinnvoll zu machen und kleine Auflagen (wofür der wohl einzige Sinnvolle Einsatz wäre) bekommt man für wenige Euro das Stück bei einem der vielen Anbieter für Plattendruck, sogar als Privatperson in Einzelstücke. Dann wäre die Frage wie die Qualitätssicherung der erstellen Platten ablaufen sollte. Fehler können schnell passieren und jede Platte selber anhören wäre ja wenig sinnvoll. Dazu kommt die Frage was ein Rohling für das Gerät kosten soll. Einen Preisvorteil für kleine Serien sehe ich nicht und Großproduktion fällt da auch raus. Also wohl eher ein Spielzeug für alle die es sich leisten wollen.

Alles in allem sehe ich persönlich keine Zielgruppe die dadurch einen Vorteil hätte. Technisch ist das ganze natürlich durchaus sehr interessant.
Hallo Christian,

danke für deine konstruktive Kritik!

Große Stückzahlen sind nur über das Pressen sinnvoll zu machen - da gebe ich die 100% Recht.

Kleine Auflagen (wofür der wohl einzige Sinnvolle Einsatz wäre) bekommt man für wenige Euro das Stück bei einem der vielen Anbieter für Plattendruck, sogar als Privatperson in Einzelstücke. - Was den sinnvollen Einsatz betrifft (kleine Auflagen), gebe ich dir auch 100% Recht. Auch das man es als Privatperson bekommt. Aber mit den wenigen Euro liegst du falsch. Die Preise für Platten schneiden liegen zwischen € 40,- (max. 12min je Seite) und € 80,- je LP.
(ein Rohling kostet € 5,-).
Nebenbei bemerkt sind die Platten von "Anbieter für Plattendruck" ebenfalls auf PETG oder PVC geschnitten oder gedrückt (embedding), ansonsten wären Sie nicht abspielbar.

Pressen macht ab (mind.) 100 Platten Sinn (ca. € 9,- je Platte).
Qualitätssicherung erfolgt meist optisch (sowohl mit dem freien Auge, als auch mit dem Mikroskope).

Auf jeden Fall ist es ein Spielzeug für alle die es sich leisten wollen. (da hast du auch Recht)
Thomas
 
Zuletzt bearbeitet:
  • Gefällt mir
Reaktionen: 3 Benutzer
Der Idee fehlt der Vorteil. Ein Fahrrad bietet einen Vorteil. Eine Taschenuhr. Ein mobiles Telefon.
Bringt der Besitz eines Omnibusses einen Vorteil? Nur für Campingfreunde. Camping hat aber eine sehr lange Tradition. Ich würde kein Geld in die Marktreife investieren, Chancen und Risiko liegen bei der privaten Herstellung von Spirituosen deutlich günstiger! Also, erst das eigene Bier brauen. Eine gute Idee ist immer alt, also Teil der Science-Fiction der Zeit, niemals überholt.
 

Ähnliche Themen


Unser weiteres Online-Angebot:
Bassic.de · Deejayforum.de · Sequencer.de · Clavio.de · Guitarworld.de · Recording.de

Musiker-Board Logo
Zurück
Oben